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Cloud-Ernüchterung: Zwei Drittel suchen neue Desktop-Virtualisierung


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Fast alle IT-Verantwortlichen befürchten eine zu starke Bindung an Cloud-Anbieter: 94 Prozent der Befragten in einer aktuellen Umfrage äußern Bedenken vor Vendor Lock-in bei Desktop-as-a-Service- und Virtual-Desktop-Infrastructure-Lösungen. Die Studie zeigt zudem, dass 66 Prozent der IT-Profis aktiv nach neuen DaaS/VDI-Anbietern suchen – ein deutlicher Anstieg gegenüber 58 Prozent im Vorjahr.

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Die vom Virtualisierungsanbieter Parallels in Auftrag gegebene Untersuchung basiert auf Angaben von knapp 600 IT-Fachleuten, vorwiegend aus den USA, Großbritannien und Deutschland. Mehr als die Hälfte der wechselwilligen Befragten plant die Implementierung einer neuen Lösung innerhalb von vier bis sechs Monaten, weitere 17 Prozent wollen sogar innerhalb der nächsten drei Monate handeln.

Als Hauptgrund für den geplanten Wechsel nennen 54 Prozent der Teilnehmer, dass ihre aktuelle DaaS/VDI-Infrastruktur zu viele IT-Ressourcen bindet. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) identifizieren den Zeitaufwand für Administration und Verwaltung als größten versteckten Kostenfaktor jenseits der reinen Lizenzkosten – dahinter folgen Security- und Compliance-Aufwände (44 Prozent) sowie Speicher- und Infrastrukturkosten (35 Prozent). Diese operativen Belastungen treffen besonders kleine und mittelständische Unternehmen hart.

Die Umfrage erfasste überwiegend Unternehmen im Mid-Market-Segment (301-1.000 Mitarbeiter, 48 Prozent) und Enterprise-Bereich (ab 1.001 Mitarbeiter, 45 Prozent). Die Branchenmischung reichte von klassischer Enterprise-IT über Softwarehersteller bis zu Managed Service Providern und Hardware-Herstellern. Details zu den Teilnehmern und ihren Unternehmen finden sich in den Ergebnissen der Studie.

Die Studie zeigt auch eine zunehmende Skepsis gegenüber der Public Cloud: 87 Prozent der Befragten planen, Teile ihrer Workloads aus der Public Cloud abzuziehen. Dabei bevorzugen 36 Prozent hybride Infrastrukturen aus lokalen Rechenzentren und Cloud-Diensten, während 13 Prozent komplett zurück zu On-Premises-Umgebungen wollen. Weitere 38 Prozent evaluieren entsprechende Optionen. In der aktuellen Praxis setzt die Mehrheit der befragten Organisationen auf verteilte Infrastrukturen: 43 Prozent betreiben Workloads in mehreren Cloud-Umgebungen, weitere 33 Prozent kombinieren lokale Rechenzentren mit Cloud-Diensten.

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Als wesentlicher Treiber dieser neuen Cloud-Skepsis erweisen sich Bedenken hinsichtlich der Datensouveränität: 84 Prozent äußern Sorgen bezüglich Compliance-Anforderungen, Datenresidenz und den Risiken ausländischer Rechenzentren. Diese Aspekte dürften insbesondere für europäische Unternehmen im Kontext der DSGVO relevant sein. Parallel dazu stieg die Zahl der Sicherheitsvorfälle: 49 Prozent der Befragten meldeten im vergangenen Jahr mindestens einen Breach – im Vorjahr waren es noch 42 Prozent.

Die Umfrage beleuchtet auch den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der IT-Administration. An erster Stelle der KI-Anwendungsfälle steht das Security Monitoring (58 Prozent), gefolgt von der Kostenoptimierung (50 Prozent) und der automatisierten Fehlererkennung (47 Prozent). Allerdings zeigen sich die befragten Unternehmen bei zusätzlichen Investitionen zurückhaltend: Nur 29 Prozent sind bereit, ihr Budget für KI-Funktionen im End-User-Computing-Bereich zu erhöhen.

Bei den Studienergebnissen ist zu beachten, dass Parallels selbst als Anbieter von DaaS- und VDI-Lösungen wie Parallels RAS am Markt aktiv ist. Die Ergebnisse des Vorjahres finden sich hier.


(fo)



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Künstliche Intelligenz

Neue Eskalationsstufe: KI-Schwärme bedrohen demokratischen Diskurs


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Die Ära der plumpen Social-Media-Bots, die mit offensichtlichen Copy-and-Paste-Mustern das Netz fluteten, neigt sich dem Ende zu. Ein internationales Forschungsteam warnt in der Fachzeitschrift Science vor einer neuen Eskalationsstufe in Form von KI-Schwärmen. Dabei handelt es sich um Flotten KI-gesteuerter Personas, die eine konsistente Identität bewahren und über ein digitales Gedächtnis verfügen. Diese Agenten handeln nicht isoliert, sondern koordinieren ihr Verhalten autonom. So könnten sie eine künstliche Realität erschaffen, die von menschlicher Interaktion kaum noch zu unterscheiden ist.

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Der Sozialdatenforscher David Garcia von der Universität Konstanz beschreibt als Co-Autor des Beitrags diese Systeme als hochgradig anpassungsfähig. Durch die Verschmelzung großer Sprachmodelle (LLMs) wie GPT, Gemini oder Claude mit Multi-Agentensystemen entstünden „schädliche KI-Schwärme“, die soziale Dynamiken authentisch imitierten. Sie infiltrieren Gruppen, diskutieren mit echten Nutzern und reagieren in Echtzeit auf Ereignisse. Dieser Chor aus anscheinend unabhängigen Stimmen erzeugt die Illusion eines breiten öffentlichen Konsenses. In Wirklichkeit verbreitet er gezielt Desinformation.

Die Gefahr liegt laut den Wissenschaftlern weniger in einzelnen Falschmeldungen als in der schleichenden Verschiebung gesellschaftlicher Normen durch einen „künstlichen Konsens“. Wenn Nutzer auf eine Vielzahl scheinbar unabhängiger Profile träfen, die dieselbe Meinung vertreten, entstehe sozialer Druck. Dieser falsche Eindruck, dass „ja jeder das sage“, beeinflusse Überzeugungen massiv. Jonas Kunst von der BI Norwegian Business School schlägt als Mitverfasser Alarm: Die Basis des demokratischen Diskurses – unabhängige Stimmen – könnte zusammenbrechen, wenn ein einzelner Akteur tausende KI-Profile kontrolliere.

Die Bedrohung reicht laut der Analyse weit: Langfristig könnten solche Schwärme Sprache, Symbole und Identitäten von Gemeinschaften manipulieren. Zudem drohe eine „Verunreinigung“ der digitalen Umwelt. Da KI-Schwärme das Netz mit gefälschten Behauptungen fluteten, flössen diese manipulierten Daten in das Training zukünftiger KI-Modelle ein. So weiteten sie ihren Einfluss indirekt auf etablierte KI-Plattformen aus. Studien legen nahe, dass derartige Taktiken bereits in ersten Ansätzen zur Anwendung kommen.

Die technologische Hürde ist erschreckend niedrig, da leistungsfähige Sprachmodelle oft frei zugänglich sind. Techniken wie „Chain-of-Thought-Prompting“ ließen sich missbrauchen, um menschlich wirkende Argumentationsketten für Unwahrheiten zu konstruieren. Andere Forscher haben bereits nachgewiesen, dass von KI generierte Falschinformationen oft als glaubwürdiger eingestuft werden als menschliche Texte. Da diese Schwärme nur minimale Aufsicht benötigen und plattformübergreifend agieren, scheint die klassische Moderation einzelner Beiträge zum Scheitern verurteilt.

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Garcia ruft daher nach einem Paradigmenwechsel: Es gelte, das kollektive Verhalten großer KI-Gruppen mit Methoden der Verhaltenswissenschaften zu untersuchen. Nur so würden Gefahren erkennbar, die erst aus der Interaktion vieler KI-Akteure entstünden. Die schiere Masse und Varianz der Inhalte überforderten herkömmliche Faktencheck-Systeme schlicht.

Die Forscher plädieren für Schutzmaßnahmen, die auf koordiniertes Verhalten statt auf einzelne Inhalte abstellen. Algorithmen sollten darauf trainiert werden, statistisch unwahrscheinliche Muster der Koordinierung aufzuspüren. Ein weiterer Pfeiler seien verteilte Beobachtungszentren, die Hinweise auf KI-Einflussnahme sammeln. Ferner müssten Verifizierungsoptionen für echte Nutzer geschaffen werden, die den Datenschutz wahren, aber die Unterscheidung zwischen Mensch und Maschine erleichtern.

Letztlich braucht es dem Team zufolge auch ökonomische Hebel: Die Monetarisierung gefälschter Interaktionen müsse unterbunden und die Rechenschaftspflicht für Betreiber von KI-Infrastrukturen erhöht werden. Nur durch ein Zusammenspiel aus technischer Detektion, unabhängiger Überwachung und regulatorischen Leitplanken lasse sich verhindern, dass künstliche Schwärme die echte Meinungsvielfalt unterdrücken.


(afl)



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iOS 27: Apple entrümpelt Code und macht iPhones flotter


Die Zeichen stehen auf Frühjahrsputz in Cupertino: Apple entrümpelt angeblich den Code seines iPhone-Betriebssystems und will verkaufte und künftige Geräte damit im nächsten Herbst deutlich flotter und energiesparender machen. iOS 27 trage den Codenamen Rave, berichtet Bloomberg-Reporter Mark Gurman unter Berufung auf anonyme Quellen im Unternehmen, was übersetzt für Toben und Feiern steht. Und genau diese rasante Feierlaune strebe das Softwareteam von Craig Federighi an.

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Um dieses Ziel zu erreichen, kümmerten sich die Apple-Entwickler vor allem um die Hintergrundprozesse und die Kommunikation der Software mit den Hardware-Komponenten. Im bald 20 Jahre alten Betriebssystem schlummerten noch einige Relikte aus früheren Zeiten, heißt es. Diese Hintergrundprozesse seien durch stetige Hardware- und Akku-Verbesserungen nicht so schwer ins Gewicht gefallen, dass Apple sie bislang entfernt habe. Allerdings können sie auch für unerwünschte Wechselwirkungen sorgen und damit zu einem beschleunigten Akkuverbrauch führen.

Mit dem Entfernen von altem, überflüssigem Code werde das Betriebssystem auch für künftige Aufgaben optimiert. Dazu könnte ein faltbares iPhone zählen. Refactoring ist allerdings nicht neu bei Apple, sondern eine Daueraufgabe. So hat Apple auch schon diverse Komponenten seiner Software von den Programmiersprachen C, C++ oder Objective-C auf Swift umgestellt.

Die Umbauarbeiten in iOS 27 sollen jedoch weitreichender sein. Sie haben aber auch ihren Preis: Allerhand Apps von Drittanbietern müssen angepasst werden. Einige, die nicht aktiv weiterentwickelt werden, könnten ihren Dienst einstellen. Mit der Entschlackungskur für das Betriebssystem werde auch manche stillgelegte Entwicklerschnittstelle (API) entfernt. Vielfach zeigt Apple Entwicklern den Deprecated-Status jahrelang an, ohne dass etwas passiert. Dadurch bleiben Apps funktionsfähig, auch wenn Entwickler nichts ändern. Diese Rückwärtskompatibilität könnte nun massiv eingeschränkt werden.

Unklar bleibt, ob Apple den Umbau im Sommer auf der Entwicklerkonferenz WWDC auch öffentlich ankündigt. Seit den ersten Gerüchten, dass iOS 27 ein großes Aufräum-Update werden könnte, ziehen Beobachter einen Vergleich zu Mac OS X Snow Leopard. Die im Jahr 2009 veröffentlichte Hauptversion hatte erklärtermaßen Leistung, Effizienz und Stabilität im Fokus. Und obwohl es gerade jüngeren Apple-Nutzern aufgrund des Alters gar nichts mehr sagen dürfte, gilt es immer noch als beispielgebend.

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Deutlich prestigeträchtiger dürfte aus Sicht Apples der zweite Schwerpunkt von iOS 27 sein, von dem Gurman berichtet. So soll mit dem Update eine überarbeitete, Chatbot-artige Siri Einzug halten. Hier ist allerdings Voraussetzung, dass Apple seine gesteckten Ziele wirklich erreicht. Gurman säte zuletzt Zweifel, dass das der Fall ist. Und ein stabileres, effizienteres Betriebssystem würde Nutzer abholen, denen der Schwerpunkt KI nicht so wichtig ist, die aber von Apple erwarten, dass die Geräte stabiler und energiesparender funktionieren.


(mki)



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Top 10: Die beste Handykamera im Test – Vivo und Huawei an der Spitze


Honor Magic 8 Pro im Test: Dieses Smartphone ist der neue Testsieger

Das Honor Magic 8 Pro bleibt beim bewährten Design. Es setzt auf eine starke 200-Megapixel-Telekamera und einen großen Akku.

VORTEILE

  • starke Performance
  • exzellente Kamera
  • lange Akkulaufzeit
  • exzellentes Display
  • 3D-Gesichtserkennung

Das Honor Magic 8 Pro bleibt beim bewährten Design. Es setzt auf eine starke 200-Megapixel-Telekamera und einen großen Akku.

Seit Jahren überzeugt uns Honors Flaggschiff, insbesondere mit seiner starken Kamera. Für den Spitzenplatz fehlten meistens nur Kleinigkeiten gegenüber Samsung, Xiaomi oder Apple. Jetzt hat es geklappt: Das Honor Magic 8 Pro erklimmt die Spitze unserer Smartphone-Bestenliste – vorerst.

Der Fokus des Mobilgeräts liegt erneut auf der Telekamera. Technisch hat sich zwar wenig geändert. Das Feintuning sitzt dieses Mal aber punktgenau. Honor liefert hier keine Revolution, sondern Präzisionsarbeit.

Hinzu kommen ein widerstandsfähiges Gehäuse und ein ausdauernder Akku. Letzterer hält nicht nur auf dem Papier durch, sondern auch im Alltag. Das ist weniger spektakulär, aber deutlich angenehmer.

Wir haben das Honor Magic 8 Pro Ende letzten Jahres ausführlich getestet. Auch die Kolleginnen und Kollegen der c’t haben das High-End-Smartphone intensiv geprüft. In diesem Artikel fassen wir unsere Ergebnisse mit den Erfahrungen der c’t-Redaktion zusammen. Der vollständige Testbericht der c’t findet sich hier: Honor Magic 8 Pro und Magic 8 Lite – Android-Smartphones im Vergleich.

Design

Optisch hat sich tatsächlich wenig getan. Honor bleibt der bekannten Designsprache mit dem großen, runden Kameramodul treu. Die Unterschiede zum Vorgänger fallen minimal aus. Das runde Kameramodul wirkt lediglich etwas präsenter. Dieses findet sich inzwischen aber auch bei anderen Herstellern wie Xiaomi oder Vivo wieder. Für einen eigenständigen Look mit hohem Wiedererkennungswert reicht das nicht.

Allerdings sind die Abmessungen und Display-Diagonale etwas geringer: Das Honor Magic 8 Pro misst 161,2 × 75 × 8,3 mm und bringt 219 g auf die Waage. In einer ähnlichen Größenklasse und Gewichtsklasse bewegt sich auch das Xiaomi 15 Ultra. Die Verarbeitung ist erstklassig. Die Glasrückseite trifft auf einen dunklen Metallrahmen. Das fühlt sich hochwertig an und sieht auch so aus.

So filigran das Magic 8 Pro wirkt, so robust zeigt es sich. Vor Flüssigkeiten muss man sich kaum sorgen. Honor kombiniert IP68 und IP69 und erfüllt zusätzlich die IP69K-Norm. Das bedeutet, das Smartphone übersteht selbst Hochdruckreinigungen mit heißem Wasser. Eine Eigenschaft, die man hoffentlich nie benötigt.

Neu hinzugekommen ist eine sogenannte KI-Taste, die an den Action-Button des iPhone erinnert. Standardmäßig öffnet sie einen KI-Agenten, lässt sich jedoch auch mit weiteren Funktionen belegen – etwa zum Starten der Kamera oder vollständig deaktivieren, falls der Nutzer von einer solchen Taste nicht gestört werden will. Insgesamt können bis zu drei Aktionen zugewiesen werden, ausgelöst durch kurzes, doppeltes oder langes Drücken. Anders als bei Apple unterscheidet das System allerdings keine verschiedenen Druckstärken.

Display

Erstklassig präsentiert sich erneut das OLED-Display mit LTPO-Technologie und einer Diagonale von 6,71 Zoll. Damit fällt es minimal kleiner aus als beim Vorgänger mit 6,8 Zoll. Die Bildwiederholrate passt sich dynamisch zwischen 1 und 120 Hz an, was sowohl für eine flüssige Darstellung als auch für einen geringeren Energieverbrauch im Always-on-Betrieb sorgt.

Mit 2808 × 1256 Pixeln ist die Auflösung sehr hoch und liefert eine entsprechend scharfe Darstellung. Zudem erreicht das Panel eine außergewöhnlich hohe Helligkeit: Laut Hersteller sind im HDR-Modus bis zu 6000 Nits möglich. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung blieb das Display im Test gut ablesbar.

Die Bildqualität überzeugt mit satten Farben, hohem Kontrast, tiefen Schwarzwerten und stabilen Blickwinkeln. Nutzer können verschiedene Farbtemperaturen wählen, standardmäßig ist der Modus „Lebhaft“ aktiviert. Dank hochfrequentem PWM-Dimming mit bis zu 4320 Hz gilt das Display zudem als besonders augenfreundlich, was durch eine Zertifizierung des TÜV-Rheinland bestätigt wird.

Kamera

Die Hauptkamera setzt erneut auf drei Objektive: eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit f/1,6-Blende und optischer Bildstabilisierung (OIS), ein 50-Megapixel-Weitwinkelobjektiv mit f/2,0-Blende, das zugleich für Makroaufnahmen genutzt wird, sowie ein Periskop-Teleobjektiv mit 200 Megapixeln, f/2,6-Blende, OIS und 3,7-fachem optischem Zoom.

Für Selfies stehen zwei Frontkameras zur Verfügung. Die eigentliche Aufnahmekamera löst mit 50 Megapixeln bei f/2,0 auf, während das zweite Modul ausschließlich zur Erfassung von Tiefeninformationen dient. Zudem bietet das Frontkamerasystem in einer etwas breiteren Notch auch 3D-Gesichtserkennung wie das iPhone – selten bei Android-Smartphones. Das ist sicherer als Gesichtserkennung mit 2D-Technologie.

Bei Tageslicht gelingen exzellente Aufnahmen. Die Hauptkamera liefert detailreiche, ausgewogene Bilder mit hohem Dynamikumfang. Damit schließt das Honor Magic 8 Pro zur Spitzengruppe auf und kann problemlos mit dem iPhone 17 Pro und dem Samsung Galaxy S25 Ultra mithalten. Lediglich aktuelle Pixel-Modelle sowie das Vivo X300 Pro und das Huawei Pura 80 Ultra liegen hier noch hauchdünn vorn.

Der eigentliche Star des Kamerasystems ist jedoch das hochauflösende Teleobjektiv. Während viele Hersteller die höchste Sensorauflösung der Hauptkamera vorbehalten, setzt Honor erneut auf das Zoommodul – mit überzeugenden Ergebnissen. Selbst Aufnahmen mit zehnfacher Vergrößerung wirken noch scharf und detailreich.

Zusätzlich kann das Magic 8 Pro Fotos per KI nachschärfen, was allerdings eine aktive Internetverbindung erfordert. Ein bis zu 100-facher Zoom ist zumindest theoretisch möglich, wirkt dann jedoch trotz KI-Unterstützung sichtbar grobpixelig. Mit an Bord sind erneut die Porträtfilter, die in Zusammenarbeit mit dem französischen Fotostudio Harcourt entstanden sind und je nach Auswahl stimmungsvolle Aufnahmen im Vintage-Look erzeugen.

Auch bei Nacht überzeugt die Kamera mit einer effektiven Aufhellung der Aufnahmen. Lediglich das Ultraweitwinkelobjektiv fällt mangels optischer Bildstabilisierung etwas ab und liefert weniger scharfe Ergebnisse. Leichtes Bildrauschen bei höheren Zoomstufen lässt sich nicht vollständig vermeiden, insgesamt bleibt die Bildqualität jedoch auf hohem Niveau.

Auch für Videoaufnahmen eignet sich das Magic 8 Pro hervorragend. In 4K sind hohe Bildraten von bis zu 120 Bildern pro Sekunde möglich, auf 8K-Video verzichtet Honor allerdings. Ebenfalls überzeugend fallen die Selfies aus: Die Frontkamera liefert ansprechende Porträts mit natürlicher Anmutung.

Ausstattung

Als Antrieb kommt das derzeit Beste zum Einsatz, was Qualcomm zu bieten hat: der Snapdragon 8 Elite Gen 5. Mehr Rechenleistung gibt es aktuell in der Android-Welt nicht, lediglich Apples A19-Pro-Chip liegt noch etwas darüber. Im Alltag präsentiert sich das Magic 8 Pro jederzeit schnell und geschmeidig und dürfte auch auf lange Sicht über ausreichende Leistungsreserven verfügen. Das unterstreichen die fantastischen Ergebnisse im PCMark-Benchmark mit rund 23.000 Punkten.

Auch für Gaming ist das Magic 8 Pro uneingeschränkt geeignet. Im Grafik-Benchmark 3DMark Wild Life Extreme erreichten wir – ebenso wie die Kollegen der c’t – Spitzenwerte zwischen 6.800 und 7.100 Punkten. Bei Geekbench 6 wurden zudem rund 3.500 Punkte im Single-Core- sowie etwa 5.070 Punkte im Multi-Core-Test gemessen.

Unter Dauerlast wird das Gerät zwar spürbar warm, erreicht dabei jedoch eine insgesamt gute Effizienz von knapp über 60 Prozent. Noch etwas stärker – trotz identischem Chipsatz – schnitt allerdings das Gaming-Smartphone Redmagic 11 Pro ab, das im 3DMark Wild Life über 8.000 Punkte erzielte.

Als interner Speicher stehen grundsätzlich 512 GB zur Verfügung, der Arbeitsspeicher beträgt 12 GB RAM. Die Schnittstellen entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und umfassen USB-C 3.2, Wi-Fi 7, 5G, Bluetooth 6.0 (inklusive aptX Adaptive, aptX Lossless, LDAC, LHDC, AAC, SBC und LC3), NFC sowie einen Infrarot-Port zum Steuern von kompatiblem TV oder Audio-Geräten. Für die Ortung setzt das Magic 8 Pro auf GPS, Glonass, Beidou und Galileo.

Einen microSD-Slot zur Speichererweiterung gibt es nicht, dafür unterstützt das Gerät Dual-SIM – wahlweise auch mit zwei eSIMs. Der unter dem Display integrierte Fingerabdrucksensor arbeitet schnell und zuverlässig, auch der Klang des Lautsprechers überzeugt.

Software

Das Magic 8 Pro wird bereits mit Magic OS 10 auf Basis von Android 16 ausgeliefert. Standardmäßig verzichtet die Oberfläche auf einen App-Drawer und orientiert sich damit stärker an iOS als an klassischem Android. Auf Wunsch kann man diesen aber einblenden.

Wie üblich installiert Honor zahlreiche eigene Apps als Alternativen zu Google-Diensten, darunter einen eigenen Kalender und einen App-Store. Der Umfang fällt üppig aus, nicht alle Zusatz-Apps lassen sich deinstallieren. Der Kalender unterstützt neben Google-Konten auch Exchange, zeigte sich in der Praxis jedoch gelegentlich mit verzögerter Synchronisierung. Zudem ist standardmäßig stets der lokale Telefonkalender vorausgewählt.

Bei der Update-Versorgung verspricht Honor bis zu sieben Jahre lang monatliche Sicherheitspatches und Android-Upgrades und liegt damit auf Augenhöhe mit Samsung und Google. Zum Testzeitpunkt stammte der Sicherheitspatch von Ende November und war damit hinreichend aktuell.

Die wichtigste Neuerung von Magic OS 10 ist ein KI-Agent, der dabei helfen soll, Systemeinstellungen per Spracheingabe oder Kontext anzupassen. Statt sich durch teils verschachtelte Menüs zu arbeiten, lassen sich etwa Display- oder Konnektivitätsoptionen direkt per KI ändern.

Zur Ausstattung gehören außerdem eine Multi-Window-Funktion, die seitlich einblendbare „Magic Sidebar“ mit häufig genutzten Apps sowie das „Magic Portal“. Darüber lassen sich Inhalte wie Adressen aus Textnachrichten markieren und direkt an passende Apps wie Google Maps übergeben. Alternativ kann per Kreisbewegung mit dem Fingerknöchel ein Bildausschnitt markiert werden – Honors Pendant zu Samsungs „Circle to Search“. Der markierte Bereich lässt sich teilen oder zur Objekterkennung an Google übergeben.

Die KI-Funktionen basieren weitgehend auf Google Gemini und sind tief ins System integriert. Dazu zählen unter anderem ein Fotoradierer, Übersetzungsfunktionen sowie die automatische Zusammenfassung von Mitschriften und Transkripten in der Notizen-App. Einige dieser Dienste sind langfristig kostenpflichtig, abhängig von den jeweiligen Google-Tarifen.

Akku

Dank Lithium-Carbon-Technologie bietet das Magic 8 Pro trotz schlanken Gehäuses eine sehr hohe Akkukapazität von 6270 mAh – ein klarer Vorteil gegenüber vergleichbaren Samsung-Modellen. In asiatischen Varianten fällt der Akku mit bis zu 7100 mAh sogar noch größer aus. Aufgrund von EU-Vorgaben zur Akkulogistik musste Honor hierzulande allerdings einen Kompromiss eingehen, der dennoch eine üppige Kapazität ermöglicht.

Die Akkulaufzeit fällt entsprechend beeindruckend aus. Im Alltag hält das Magic 8 Pro bis zu zwei Tage durch. Im PCMark Battery Test erreichten wir im simulierten Dauerbetrieb rund 15 Stunden. Die Kollegen der c’t kamen im Streaming-Test auf etwa 22 Stunden über WLAN und rund 20 Stunden über 5G. Auch beim Spielen hielt das Gerät lange durch, selbst die kontinuierliche Wiedergabe von 4K-Video ist bis zu 16 Stunden möglich.

Beim Laden zeigt sich das Magic 8 Pro ebenfalls sehr leistungsfähig: Kabelgebunden sind bis zu 100 Watt möglich, womit der Akku in rund 45 Minuten vollständig geladen ist. Kabelloses Laden unterstützt Honor mit bis zu 80 Watt – entsprechende, kompatible Ladegeräte vorausgesetzt.

Preis

Die UVP liegt bei 1299 Euro. Allerdings gibt es bereits Straßenpreise, die bei knapp 1025 Euro starten. Als Farben gibt es Schwarz, Gold und Hellblau.

Honor bietet zum Marktstart ein spannendes Bundle mit Rabattcode (AM8P2; gültig bis 28. Februar 2026) von 200 Euro an. Damit kostet das Premium-Smartphone nur 1100 Euro. Obendrein gibt es als Early-Bird-Angebot kostenlos das Tablet Honor Pad X9a sowie eine Schutzhülle und einen einjährigen Ersatzservice mit kostenlosem Geräteaustausch dazu – gültig bis zum 3. Februar 2026 um 10 Uhr.

Fazit

Auf den ersten Blick hat sich wenig getan, tatsächlich ist Honor mit dem Magic 8 Pro jedoch ein starkes Update seiner Flaggschiff-Reihe gelungen. Das Gerät beseitigt die Schwächen des Vorgängers konsequent und präsentiert sich insgesamt so ausgereift, dass es derzeit zu den besten Smartphones am Markt zählt.

Das exzellente Display, der sehr leistungsstarke Prozessor und die hochwertige Verarbeitung überzeugen. Herausragend ist zudem das Kamerasystem, das auf Augenhöhe mit der Spitze agiert – insbesondere das Teleobjektiv. Hinzu kommt der große Akku, der für eine sehr lange Laufzeit sorgt.

Nur wenige Schwächen trüben den Gesamteindruck. Am ehesten betrifft dies die Software mit zahlreichen vorinstallierten Apps, die nicht immer den Komfort der Google-Pendants bieten. Der Einstiegspreis fällt hoch aus, dürfte sich am Markt aber rasch relativieren. Android-Enthusiasten, die ein starkes Gesamtpaket mit exzellenter Zoom-Kamera suchen, finden im Honor Magic 8 Pro ein nahezu perfektes Smartphone.



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