Künstliche Intelligenz
Crowdfunding: Eine Milliarde US-Dollar für „Star Citizen“ und „Squadron 42“
Für die Multiplayer-Weltraumsimulation „Star Citizen“ und den Solospiel-Ableger „Squadron 42“ hat die Spielefirma von Chris Roberts jetzt mehr als eine Milliarde US-Dollar von den Fans eingesammelt. Das geht aus einer Übersichtsseite zum Crowdfunding von Cloud Imperium Games hervor, laut der die Marke am Sonntag überschritten wurde. Es handelt sich um eine enorme Summe, die sogar die Entwicklungskosten einiger der teuersten Titel überhaupt übertrifft, so hat etwa „Call of Duty: Black Ops Cold War“ gerade einmal rund 700 Millionen US-Dollar gekostet. „Star Citizen“ hat aber weiterhin kein Veröffentlichungsdatum und auch ob „Squadron 42“, wie angekündigt, in diesem Jahr erscheinen wird, ist noch unklar.
Weiterlesen nach der Anzeige
Über ein Jahrzehnt in der Entwicklung, über ein Jahrzehnt Kritik
„Star Citizen“ wird seit über 14 Jahren entwickelt, seit Oktober 2012 läuft das Crowdfunding für das Spiel. Versprochen wurde schon damals ein gigantisches Weltraumspiel, nicht weniger als das „Wing Commander“ der Neuzeit, wollte Roberts erschaffen. Mit der Spieleserie war der Entwickler berühmt geworden. Sein Team arbeitet inzwischen auch schon mehr als zehn Jahre an einem Solo-Ableger von „Star Citizen“, der Titel mit dem Namen „Squadron 42“ sollte ursprünglich 2016 erscheinen. Während „Star Citizen“ aber schon lange zumindest im Early Access gespielt werden kann, ist das bei dem Ableger nicht der Fall. Gegenüber Variety hat Roberts aber nun einmal mehr versichert, dass dessen Veröffentlichung tatsächlich „kurz“ bevorstehe.
Fast so alt wie „Star Citizen“ ist längst auch die Kritik an dem Projekt und dem Geschäftsmodell von Cloud Imperium Games. So wurde die Entwicklung von „Squadron 42“ ursprünglich nur begonnen, um schneller einen fertigen Titel präsentieren zu können. Ein Jahr bevor im Dezember 2024 die Marke von 750 Millionen eingesammelten US-Dollar überschritten wurde, hieß es dann, dass das Spiel inhaltlich vollständig („feature complete“) sei. Seitdem sollte eigentlich nur noch an der Behebung von Fehlern und Optimierungen gearbeitet werden. Trotz dieser fast endlosen Aneinanderreihung von gerissenen Terminen bleibt die Fangemeinde dem Projekt aber treu und steckt weiterhin enorme Geldsummen in die Titel. Es sieht nicht so aus, als wäre die erste Milliarde dabei der letzte Meilenstein.
(mho)