Datenschutz & Sicherheit

DarkSword: iOS-18-Nutzer erhalten Update außer der Reihe – schnell aktualisieren


Apple wird im Laufe des Mittwochs ein spezielles Update für Nutzer ausliefern, die mit ihren Geräten noch unter iOS 18 verblieben sind. Der Grund: Sie sind möglicherweise für die Malware DarkSword anfällig, die über verschiedene Websites verbreitet wird. Da der Quellcode für den Datenschädling mittlerweile bekannt ist, verbreitet er sich derzeit. Die Infektion beginnt, sobald man eine infizierte Seite im Browser aufruft. Aufgetreten sein soll das bereits auf Websites mit Zielgruppe in der Ukraine, Malaysia, Saudi-Arabien und Türkei. Es kann aber letztlich überall passieren, sofern die Kriminellen die Kontrolle über einen Server haben. DarkSword soll weitgehenden Zugriff auf die Hardware erhalten, kann somit zahlreiche Daten auslesen und exfiltrieren sowie vermutlich auch Kamera und Mikrofon aktivieren.

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In iOS 26 hatte Apple die von DarkSword ausgenutzten Lücken bereits geschlossen. Auch für iOS 18 liegen eigentlich längst Patches vor, zuletzt lieferte Apple zusammen mit iOS 26.4 auch iOS 18.7.7 und iPadOS 18.7.7 aus. Das Problem: Diese Aktualisierungen laufen nur auf iPhone XS, XS Max und XR sowie den iPads der 7. Generation. Dies sind Geräte, die iOS 26 nicht mehr vertragen, aber mit iOS 18 arbeiten. Für alle moderneren iPhones und iPads erwartet Apple eigentlich, dass User auf iOS 26 beziehungsweise iPadOS 26 wechseln. Auch wegen der umstrittenen neuen Oberfläche Liquid Glass taten dies aber nicht alle.

Deswegen will Apple nun eine zusätzliche Version von iOS 18 (und vermutlich iPadOS 18) herausbringen, die mittels Backporting kritische Fehlerbehebungen ausliefern soll. „Wir stellen das iOS-18-Update für weitere Geräte bereit, damit Nutzer, bei denen die automatische Aktualisierung aktiviert ist, wichtige Sicherheitsupdates automatisch erhalten“, so Apple gegenüber dem Magazin Wired. Das heißt: Apple öffnet die Updates auch für Geräte, die eigentlich mit iOS 26 arbeiten. Apple empfiehlt allerdings weiterhin, für den „fortschrittlichsten Schutz” gleich ganz auf iOS 26 umzusteigen.

Der Vorgang wirft ein Schlaglicht auf die Tatsache, dass Apple Fehlerbehebungen nur noch teilweise an ältere Versionen seiner Betriebssysteme ausliefert beziehungsweise – wie bei iOS 26 und neueren Geräten – gar keine mehr. Der bekannte Sicherheitsexperte Patrick Wardle sagte gegenüber Wired, wenn der Schutz der Nutzer wichtig ist, müssten kritische Fehlerbehebungen auch für ältere Versionen der Standard sein.

Apple hatte bereits verschiedene ältere Versionen mit Fixes außer der Reihe versehen, um seine Systeme neben DarkSword auch gegen eine andere Malware namens Curona abzusichern. Es zeigt sich einmal mehr, dass nur die jeweils neueste Version eines Apple-Betriebssystems die am besten geschützte ist, was angesichts des Jahrestaktes an Updates, die Apple nach wie vor vorlegt, Nutzer in Gefahr bringt, die nicht so schnell aktualisieren wollen.

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(bsc)



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