Connect with us

Künstliche Intelligenz

Das Internet gehört bald den Bots – meint Cloudflare


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Erstmals mehr als 50 Prozent nichtmenschlicher Traffic im Cloudflare-Netz – laut Cloudflare verdrängt insbesondere künstliche Intelligenz den regulären Anwender zunehmend aus der Web-Nutzung. Denn die Haupttreiber sind KI-Crawler und autonome Agenten. Wie genau Cloudflare allerdings zu dieser Zahl kommt, ist unklar: Ob es sich um einen einmalig überschrittenen Schwellenwert handelt und wie genau der Traffic gemessen wurde, geht aus dem Blogbeitrag nicht hervor.

Weiterlesen nach der Anzeige

Präzisere Zahlen bietet eine an anderer Stelle von Cloudflare selbst aufgestellte Statistik. Laut ihr dienten im Juni 2026 52 Prozent der Crawler-Anfragen dem KI-Training. Im Frühjahr 2025, also nur ein gutes Jahr früher, lag dieser Anteil bloß bei 22 Prozent. Inzwischen entfallen laut dem Bericht außerdem mehr als 36 Prozent der Crawler-Anfragen auf sogenannte Mixed-Use-Crawler. Sie vermischen Suche, KI-Training und Agenten. Dass künstliche Intelligenz ein wichtiger Treiber des zunehmenden nichtmenschlichen Traffics im Internet ist, geht aus Cloudflares Untersuchung also durchaus hervor.

Ein Blick in die aktuellen Zahlen des öffentlichen Analyseportals Radar von Cloudflare zeichnet für den gesamten Internettraffic jedoch ein differenzierteres Bild: So entfielen in den letzten sieben Tagen bloß 35,6 Prozent der HTTP-Anfragen auf Bots, 64,4 Prozent hingegen auf Menschen. Zu beachten ist allerdings, dass die Auswertung ausschließlich auf HTML-Antworten beschränkt ist und explizit Webseitentraffic abbilden soll. Das Problem: Maschinenverkehr läuft häufig über APIs, dieser fehlt in dieser Statistik.

Zwar lässt sich im Radar der API-Traffic ebenfalls abrufen – er liegt bei 32 Prozent aktuell –, doch sind damit ausschließlich API-ähnliche, erfolgreiche JSON- oder XML-Antworten unter den dynamischen, nicht cachebaren HTTP-Anfragen gemeint. Folglich lässt sich hieraus nicht auf den Bot-Anteil am gesamten Internetdatenverkehr schließen.

Zum Vergleich weist Statcounter für Juli 2026 weltweit einen Anteil von 23,44 Prozent Bots gegenüber 76,56 Prozent Menschen aus. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Pageview-basierte Webanalyse aus einem anderen Messnetz – Statcounter erhält seine Daten von Webseiten, auf denen ein Tracking-Code des Anbieters eingebunden ist. Daher kann man auch hier nur begrenzt auf den tatsächlichen Anteil von Bots am gesamten Datenverkehr im Internet schließen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Entsprechend schwierig ist es, verlässlich festzuhalten, wie hoch der Anteil des nichtmenschlichen Internetverkehrs inzwischen genau ist. Alle drei Statistiken liefern unterschiedliche Werte, weil sie unterschiedliche Dinge messen. In seiner aktuellen Investoren-Präsentation spricht Cloudflare ebenfalls davon, dass die täglichen Anfragen von KI-Agenten im eigenen Netz binnen eines Jahres um mehr als 1.700 Prozent gestiegen seien. Das sagt zwar nichts darüber aus, wie hoch der Anteil am gesamten Internettraffic ist, stützt aber die These, dass es ein sehr schnelles Wachstum des KI-getriebenen automatisierten Traffics gibt.


(fo)



Source link

Künstliche Intelligenz

KI-Update Deep-Dive: KI in der Popkultur – zwischen Vision und Wunschdenken


Weiterlesen nach der Anzeige

Das sprechende Auto K.I.T.T. aus der Serie „Knight Rider“, die Roboter-Geschichten von Isaac Asimov oder die Omnidroids in Pixars „Die Unglaublichen“ – schon in unserer Kindheit und Jugend prägten fiktive KI-Systeme aus der Popkultur unsere Vorstellung von Künstlicher Intelligenz. Bei der ersten Live-Ausgabe des Podcasts auf der IFA sprach Moderatorin Isabel Grünewald mit der promovierten Quantenphysikerin und c’t-Redakteurin Dr. Sabrina Patsch darüber, wie realistisch diese Darstellungen tatsächlich waren und wie sich das Bild von KI in Filmen und Serien durch die allgemeine Verfügbarkeit von Chatbots gerade verändert.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Die Popkultur kennt im Wesentlichen zwei Extreme. Auf der einen Seite stehen die treuen Diener wie Iron Mans Assistent J.A.R.V.I.S. oder der Bordcomputer der Enterprise. Auf der anderen Seite finden sich Tyrannen wie HAL 9000 aus „2001: Odyssee im Weltraum“ oder Skynet aus „Terminator“, die sich gegen ihre Erbauer wenden.

Dabei reicht die Idee eines künstlichen Wesens mit einem gewissen Maß an Intelligenz weit zurück. Patsch verweist auf den Golem aus der jüdischen Mystik, E.T.A. Hoffmanns Puppe Olympia in „Der Sandmann“ oder Mary Shelleys Frankenstein – all diese Geschichten thematisierten bereits die Erschaffung künstlichen Lebens. Das Wort „Roboter“ selbst stammt aus dem Drama „Rossum’s Universal Robots“ des tschechischen Autors Karel Čapek von 1920.

Schon in diesen frühen Erzählungen werden die Kreaturen oder Roboter den Menschen direkt oder indirekt zum Verhängnis. Beim Gedanken an KI außer Kontrolle haben viele von uns sofort das rote „Auge“ von HAL 9000 aus Stanley Kubricks Film von 1968 im Kopf. Doch wie realistisch war diese Vision? „Kubrick holte sich tatsächlich sehr viel Unterstützung“, sagt Patsch. Er sprach vor den Dreharbeiten mit etwa 50 Forschenden, darunter Marvin Minsky, Mitgründer des MIT Artificial Intelligence Laboratory. „Und deswegen ist das aus heutiger Sicht gar nicht so absurd, was wir da sehen.“

Weiterlesen nach der Anzeige

Auf HAL folgten diverse andere KI-Bösewichte in Blockbustern, die sich den Menschen widersetzen oder sie umbringen wollen, um ihre Mission zu erfüllen. „Dabei interpretiert die Maschine den Arbeitsauftrag oft ganz anders als von den Programmierenden erwartet“, sagt Patsch. Inzwischen ist diese Problematik in der Realität angekommen. Erst kürzlich gelang es einer KI von OpenAI während eines Sicherheitstests, aus ihrer abgeschotteten Testumgebung auszubrechen und die Plattform Hugging Face zu hacken. „Auch diese KI wollte nur ihre Aufgabe besonders gut erledigen“, erklärt Patsch.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder dreimal die Woche Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Dieser gefährlichen Variante von KI steht das Bild der treu dienenden KI gegenüber. J.A.R.V.I.S. aus „Iron Man“ ist für Patsch das Idealbild des perfekten KI-Assistenten: „Er steuert den Anzug, überwacht die Umgebung, macht Recherchen und unterstützt bei allem.“ Heutige Systeme wie Gemini oder ChatGPT sind jedoch noch weit davon entfernt. „Der größte Unterschied ist, dass J.A.R.V.I.S. nicht nur ein Sprachbot ist“, erklärt Patsch. „Wir müssten viele kleine Bausteine zusammenführen, bevor ein Assistent gleichzeitig Sensoren auslesen, Geräte steuern, Daten auswerten und darauf aufbauend ein Feedback generieren kann.“

Auch humanoide Roboter wie die Replikanten aus „Blade Runner“ oder gar Lieutenant Commander Data aus Star Trek bleiben vorerst Science-Fiction. „Es gibt mehrere Baustellen“, sagt Patsch. „Ein ganz banales Ding ist Batterielaufzeit.“ Hinzu komme, dass Roboter meist auf spezielle Aufgaben trainiert werden. „Zur Zeit trainiert man die Maschinen auf eine spezielle Aufgabe oder vielleicht ein kleines Set an Aufgaben. Aber sie sind nicht so gut darin, alles gleichzeitig zu können.“

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Podcast (Podigee GmbH) geladen.

Seit dem Start von ChatGPT beobachtet Patsch eine Verschiebung in der Darstellung von KI in Filmen. „Früher gab es diese mächtigen, fast mystischen, zerstörenden Maschinen“, sagt sie. Heute wird KI sehr viel alltäglicher dargestellt. „Sie ist der ständige Begleiter im Ohr und übernimmt ganz langsam die Kontrolle über unser Leben. Und die Menschen lassen das im Film irgendwie zu und stellen das nicht grundlegend in Frage.“

Patsch glaubt daher auch, dass „die KI“ in der Zukunft nicht mehr das zentrale Thema oder der übermächtige Widersacher in Filmen sein wird, sondern eher selbstverständlich im Hintergrund läuft: „So ähnlich wie Computer oder Raumfahrt mittlerweile nicht mehr das Zentrum der Handlung sind, sondern selbstverständlich.“ Sie könnte sich aber auch vorstellen, dass Frankenstein wieder zur Vorlage wird und wir Filme über künstlich erzeugte Intelligenz im menschlichen Körper sehen. „Das ginge dann aber eher in Richtung Horrorfilm“, räumt Patsch mit einem Augenzwinkern ein.


(igr)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

InterDigital verklagt Disney auf 101,7 Millionen Euro Schadensersatz


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der Rechtsstreit zwischen InterDigital und Disney in Deutschland weitet sich aus. Der Patentverwerter fordert von Disney nun 101,7 Millionen Euro Schadensersatz wegen der Verletzung eines Patents zur HDR-Bildtechnik. Die Klage liegt beim Landgericht München I unter dem Aktenzeichen 7 O 8870/26, wie der US-Patentverwerter mitteilt.

Weiterlesen nach der Anzeige

Grundlage ist das Patent EP 2 132 923. Das Landgericht München I hatte im November 2025 eine Verletzung durch Disney+ festgestellt und eine einstweilige Verfügung erlassen. Die Forderung deckt nach Angaben von InterDigital den Zeitraum vom Disney+-Start in Deutschland im März 2020 bis zu dieser Entscheidung ab. Die Forderung beschränkt sich nicht auf Deutschland. Disney habe Server in der Nähe von Frankfurt genutzt, um patentverletzende Videostreams an Disney+-Abonnenten in 19 weiteren europäischen Ländern auszuliefern, heißt es in der Mitteilung.

Nach der Münchner Entscheidung nahm Disney Dolby Vision aus dem Angebot. Mittlerweile fehlt HDR im deutschen Angebot komplett, auch 4K-Auflösung war zwischenzeitlich nicht verfügbar. Disney räumte seinen Premium-Kunden deshalb ein Sonderkündigungsrecht nach dem Wegfall von 4K und HDR ein. InterDigital wirft Disney vor, trotz dieser Einschränkungen kein Lizenzabkommen abschließen zu wollen.

Der Streit läuft seit Februar 2025. Inzwischen zählt InterDigital acht Unterlassungsverfügungen gegen Disney in Brasilien, Deutschland und vor dem Einheitlichen Patentgericht (Unified Patent Court, UPC). Zuletzt erwirkte InterDigital eine dritte Unterlassungsverfügung vom UPC, die die Cast-Funktion von Disney+ betrifft.

Die Schadensersatzklage berührt die übrigen Verfahren nach Angaben von InterDigital nicht. Dazu gehören auch die beiden Klagen, mit denen der Patentverwerter gegen Disneys Umstieg auf den Videocodec VP9 vorgeht. Lizenzgebühren hat Disney nach Darstellung des Unternehmens bislang nicht gezahlt. InterDigital strebt nach eigenen Angaben ein Lizenzabkommen mit Disney an. Das Medienunternehmen hat sich zu der Forderung bislang nicht öffentlich geäußert.


(dahe)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Tesla Model Y: Basis, Premium oder Performance – der Kostencheck


Kaum ein in Deutschland erhältliches Auto polarisiert so sehr wie das Tesla Model Y. Denn in vielen Bereichen gehen die Meinungen auseinander: Design, Technik, Verarbeitungsqualität, Bedienphilosophie – um nur einige Punkte zu nennen. Der Erfolg gibt dem Unternehmen aber in gewisser Hinsicht recht. Weltweit verkaufen sich nur wenige Modelle besser und auch in Deutschland reichte es bereits mehrfach für Spitzenplätze – zumindest unter den Elektromodellen. Doch die Wahl der passenden Variante ist spätestens seit dem Start des Basismodells im Herbst 2025 alles andere als einfach. Schließlich ist Tesla unflexibel, was kundenspezifische Konfigurationen angeht.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Tesla Model Y: Basis, Premium oder Performance – der Kostencheck“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



Source link

Weiterlesen

Beliebt