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Das musst du über das neue US TikTok wissen
Während TikTok für Nutzer:innen in den USA weiterhin verfügbar bleibt, deutet sich im Hintergrund ein struktureller Umbau der Plattform an. Berichten zufolge soll die bisherige App durch eine eigenständige US-Version ersetzt werden. Entscheidend ist, wer im Hintergrund entscheidet. Das USDS Joint Venture übernimmt die sensiblen Bereiche, Oracle sichert Daten und Standards ab. Was das für User und Brands bedeutet.
TikTok bleibt in den USA online. Für viele User ist das nach Jahren voller politischer Unruhe die wichtigste Nachricht. Die Plattform läuft weiter. Creator posten weiter. Marken buchen weiter. Mehrere Medien ordnen ein, welche Folgen das neue TikTok Joint Venture in den USA hat, darunter die New York Times, TechCruch und hierzulande tagesschau.de. Im Fokus steht dabei auch die Rolle von Oracle, einem Unternehmen, das als politisch Trump-nah gilt und im neuen Konstrukt eine zentrale Funktion übernimmt.
Der Weg dorthin war lang. Es gab monatelange Verhandlungen, mehrere Fristverlängerungen und einem Sanktionsszenario aus Washington. Am Ende steht ein Deal, der TikToks US-Geschäft neu sortiert und am 22. Januar 2026 abgeschlossen wurde. Er ist kein Neuanfang aus Überzeugung, sondern das Ergebnis jahrelangen politischen Drucks. TikTok wird in den USA künftig von einer eigenständigen Gesellschaft betrieben. Damit verschieben sich Zuständigkeiten, Entscheidungswege und Kontrolle.
Der Deal steht:
TikTok verkauft US-Geschäft
Warum TikTok in den USA überhaupt zum Politikum wurde
TikTok steht in den USA seit Jahren unter politischer Beobachtung, weil der Verdacht im Raum steht, dass über den Mutterkonzern ByteDance staatlicher Zugriff auf Nutzer:innendaten möglich sein könnte. Dass diese Debatte nicht nur auf dem Papier stattfindet, zeigte sich im Januar 2025: TikTok war in den USA kurzzeitig nicht verfügbar, Millionen konnten die App zeitweise nicht nutzen. Die Plattform wurde schnell wieder freigeschaltet. Im Februar kehrte TikTok zudem in den App Store und den Google Play Store zurück.
Während das öffentliche Drama lief, lief im Hintergrund das Bieter:innenrennen. Mehrere Investor:innen signalisierten Interesse am US-Geschäft. Bis sich Oracle, Silver Lake und MGX als Lösung herauskristallisierten, kursierten mehrere Alternativen. Dazu gehörte die Initiative The People’s Bid for TikTok unter Führung von Frank McCourt (Project Liberty), unterstützt von Guggenheim Securities und Kirkland & Ellis und flankiert von prominenten Unterstützer:innen wie Alexis Ohanian, Kevin O’Leary, Tim Berners-Lee und David Clark. Parallel trat ein American Investor Consortium auf, angeführt von Jesse Tinsley (Employer.com) und mit Namen wie David Baszucki (Roblox), Nathan McCauley (Anchorage Digital) und dem weltweit erfolgreichstem YouTuber MrBeast. Zusätzlich wurden weitere Interessent:innen gehandelt, darunter Amazon, AppLovin, Microsoft, Perplexity AI, Rumble, Walmart sowie Einzelpersonen wie Bobby Kotick und Steven Mnuchin.
Gleichzeitig blieb TikTok das ganze Jahr über in der Schwebe: Der US-Präsident Präsident Donald Trump verschob die Frist zur Zukunft von TikTok wiederholt und verlängerte sie zum vierten Mal am 16. September 2025 per Exekutivanordnung. Damit wurde die Deadline für ByteDance, das US-Geschäft zu veräußern, erneut bis zum 16. Dezember 2025 ausgedehnt. Im Dezember 2025 unterzeichnete TikTok schließlich den Vertrag über den Verkauf eines Teils des US-Geschäfts an ein Konsortium US-amerikanischer Investor:innen.
Wer TikTok in den USA jetzt betreibt und wer das Sagen hat
Seit dem 22. Januar 2026 ist das TikTok USDS Joint Venture LLC offiziell für den Betrieb der Plattform in den USA zuständig. Wer TikTok in den USA nutzt, schließt seinen Vertrag nicht mehr mit ByteDance, sondern mit dieser neuen Gesellschaft.
Diese sensiblen Bereiche liegen jetzt beim Joint Venture
Das Joint Venture baut auf der bisherigen US-Datensicherheitsstruktur auf und übernimmt genau die Themen, die in den USA seit Jahren am meisten Reibung erzeugen. Wenn es um Datenschutz geht, geht es dabei ganz konkret darum, wo die Daten von US-Nutzer:innen gespeichert werden, wer darauf zugreifen darf und nach welchen Regeln sie verarbeitet werden. Bei der Inhaltsmoderation steht im Mittelpunkt, welche Inhalte gelöscht, eingeschränkt oder besonders geprüft werden, etwa bei Hassrede, Desinformation oder beim Jugendschutz. Und sobald von Algorithmussicherheit die Rede ist, meint das vor allem die Absicherung der Logik hinter dem For You Feed, also die Frage, wie sich verhindern lässt, dass die Empfehlungsmechanik manipuliert oder von außen gesteuert wird. Die technische Qualitätssicherung wiederum betrifft die Kontrolle von Updates und neuen Funktionen, damit die App stabil läuft und keine Sicherheitslücken entstehen.
Oracle, Anteile, Führung und neue Bedingungen
ByteDance bleibt zwar finanziell beteiligt. Der Konzern hat aber keinen Zugriff mehr auf US-Nutzer:innendaten und keinen direkten Einfluss auf den Algorithmus im US-amerikanischen Markt. Genau das war der Kern der Auseinandersetzung zwischen TikTok und der US-Regierung. Die Befürchtung, dass chinesische Behörden auf Daten oder Empfehlungslogiken zugreifen könnten, sollte damit ausgeräumt werden. Aus dem Weißen Haus hieß es zuvor, Oracle solle eine eigenständige US-Version des TikTok-Algorithmus absichern. Die US-Eigentümer:innen könnten den Algorithmus von ByteDance lizenzieren. Oracle wäre dann für Training und operativen Betrieb verantwortlich. Dass Oracle so zentral ist, passt ins Bild. Der Konzern fungiert als Sicherheitsinstanz, hostet die US-Nutzer:innendaten und überwacht die Einhaltung nationaler Sicherheitsstandards. Bereits 2020 hatte Oracle ein Angebot für TikTok abgegeben.
Auch die Eigentümer:innenstruktur ist auf US-Kontrolle gebaut. Hauptinvestor:innen des Joint Ventures sind Oracle, Silver Lake und MGX. Zusammen halten sie rund 45 Prozent der US-Aktivitäten. ByteDance behält einen Anteil von knapp 20 Prozent. Weitere Anteile liegen bei Investor:innen aus dem bisherigen ByteDance-Umfeld. Axios hatte berichtet, der Wert von TikTok US liege bei etwa 14 Milliarden US-Dollar. Diese Einschätzung bestätigte auch US-Vizepräsident JD Vance.
Auch personell ist der Neustart sichtbar. Nach der Übernahme hat sich die Führungsstruktur in den USA klar neu sortiert. Der Post von Danny Krikorian (dannypolitcs auf Threads) visualisiert das siebenköpfigen Führungs-Board des Joint Ventures, das mehrheitlich mit US-Vertreter:innen aus Tech, Investment und Sicherheitsbereichen besetzt ist. Der TikTok CEO Shou Zi Chew bleibt als Director im Board vertreten. Die operative Verantwortung liegt aber bei einer eigenständigen US-Führung. CEO des Joint Ventures ist Adam Presser, der zuvor als Leiter für Operations sowie für Trust & Safety bei TikTok tätig war. Die Sicherheits- und Datenschutzthemen verantwortet Will Farrell. Er war ebenfalls schon zuvor für die Sicherheit der Nutzer:innendaten bei TikTok in den USA verantwortlich.
Die neue Struktur rückt TikTok näher an US-politische Entscheidungskreise heran, darunter auch Akteur:innen aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump. Beobachter:innen halten es daher für möglich, dass die Plattform künftig stärker politisch instrumentalisiert werden könnte. Zugleich steht die Sorge im Raum, dass US-Behörden über die App Zugriff auf umfangreiche Nutzer:innendaten erhalten und diese für eigene, teils umstrittene Zwecke verwenden könnten.
US TikTok aktualisiert Terms und Privacy Policy
Und auch rechtlich lässt sich der Wechsel nachlesen. TikTok hat in den USA die eigenen Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien aktualisiert. In den Terms of Service und der Privacy Policy ist nun ausdrücklich das TikTok USDS Joint Venture LLC als Betreiber der Plattform in den Vereinigten Staaten genannt. Beide Dokumente tragen das Datum 22. Januar 2026. Lia Haberman verweist in einem Beitrag darauf, dass TikTok die Terms of Service und die Privacy Policy aktualisiert hat und die US-Version als TikTok USDS Joint Venture LLC gekennzeichnet ist.
TikTok in den USA nach dem Deal: Die Folgen für User und Brands
Mit dem Deal läuft TikTok in den USA weiter. Creator können weiterhin Inhalte veröffentlichen, Communities bleiben erreichbar, und Reichweiten brechen nicht über Nacht weg. Für viele Nutzer:innen ist das erst einmal die wichtigste Entlastung, weil sich das Verbotsszenario monatelang wie ein Schatten über der App gehalten hat.
Ganz so stabil ist das Setup trotzdem nicht. Nach Berichten von Bloomberg soll die bisherige TikTok App in den USA nach Abschluss der Übernahme auslaufen. Nutzer:innen müssten dann auf eine neue Plattform oder App-Version wechseln. Was sich dabei im Alltag verändert, ist derzeit noch unklar, von Funktionen bis Login, von Dateneinstellungen bis Feed-Logik.
Für Marken und Werbetreibende bringt der Deal vor allem eine Sache zurück, die zuletzt rar war: Planbarkeit. Kampagnen lassen sich wieder länger denken, Budgets besser begründen, und Plattformstrategien müssen nicht mehr wöchentlich auf ein mögliches Aus hin neu geschrieben werden. Gleichzeitig steigt der Druck, sauberer zu arbeiten. Transparenz, Compliance und Datensicherheit werden stärker zum Pflichtprogramm, auch weil TikTok im US-Markt strukturell näher an Plattformen wie Google oder Meta heranrückt.
Mit dem Deal geht auch einher, dass TikTok selbst wieder nach vorne schauen kann – und das mit bahnbrechenden Kooperationen, stärkeren Shopping-Ambitionen und sogar einer neuen App für Miniserien in den USA.
TikTok Next 2026:
Marken brauchen jetzt „unersetzlichen Instinkt“

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Der neue Standard für digitale Käufe
Mit der Vorstellung des Universal Commerce Protocol (UCP) hat Google das Zeitalter des Agentic Commerce offiziell eingeläutet und einen neuen Standard geschaffen, der das Potenzial hat, die Customer Journey nachhaltig zu verändern. Was das für Deinen Shop bedeutet und wie Du Dich am besten darauf vorbereitest, zeige ich Dir in diesem Beitrag.

Das Universal Commerce Protocol von Google schafft erstmals einen offenen Standard, mit dem KI-Agenten Produkte verstehen, vergleichen und im Auftrag der Nutzer*innen direkt kaufen können – ganz ohne klassische Shop-Besuche. Für Händler und Marketer wird damit die Qualität der eigenen, strukturierten Produktdaten zum entscheidenden Erfolgsfaktor für Sichtbarkeit, Vertrauen und Umsatz.
Was ist das Universal Commerce Protocol?
Relativ überraschend und quasi „über Nacht“ hat Google Anfang Januar 2026 auf der NRF in New York das Universal Commerce Protocol vorgestellt. Der in Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Shopify, Etsy, Wayfair und Walmart entwickelte offene Standard soll die Kommunikation zwischen KI-Agenten und Websites vereinfachen, vereinheitlichen und standardisieren. Mithilfe des UCP können Nutzer*innen mit hoher Kaufabsicht künftig direkt über einen KI-Agenten einen Kauf ausführen, ohne dabei mit der Website der Verkäufer*innen in Kontakt zu treten.
Das UCP gleicht dabei einem USB-C-Anschluss: USB-C hat einen Standard dafür geschaffen, wie man elektronische Geräte verbindet. Das Universal Commerce Protocol schafft diesen Standard für KI-Applikationen.
Nach aktuellem Stand wird UCP zunächst im Google AI-Mode und in Gemini verfügbar sein.

Das Universal Commerce Protocol schafft einen einheitlichen Standard für Agenten, Kund*innen und Unternehmen. Damit können die verschiedenen Schritte der Customer Journey – wie Warenkorb und Kauf, aber auch Kundeninformationen, Mitgliedschaften oder Rabatte – maschinenlesbar an KI-Agenten übergeben werden.
Warum führt Google das Universal Commerce Protocol ein?
Die Veröffentlichung des Universal Commerce Protocol hat enorme Sprengkraft für den gesamten Markt: Während OpenAI oder Perplexity regelmäßig mit neuen Shopping-Funktionen für Aufmerksamkeit gesorgt haben, geht Google nun einen völlig anderen Weg. Das Unternehmen standardisiert den Prozess und schafft eine übergreifende technische und strukturelle Grundlage. Damit entkoppelt Google den traditionellen Kaufprozess von seinem bisherigen Standard: Der Kauf muss nicht mehr auf der Website der Verkäufer*innen stattfinden, da UCP dem KI-Agenten alle relevanten Daten in strukturierter Form zur Verfügung stellt. Der Abschluss kann somit direkt im Interface des Agenten stattfinden.
Kein Wunder also, dass Alphabet und Google CEO Sundar Pichai das Universal Commerce Protocol höchstpersönlich auf der NRF in New York vorgestellt hat. Das Protokoll zahlt voll auf Googles Wunsch ein, Nutzer*innen im eigenen Ökosystem zu halten. Wenn ich als Kund*in nicht mehr zwischen verschiedenen Systemen hin- und herspringen muss, sondern alles aus einer Hand bekomme, verbessert dies mein Kauferlebnis.
Mit der Vorgabe eines neuen Standards greift Google seine direkten KI-Konkurrenten OpenAI, Perplexity und Co. unmittelbar an und versucht, den KI-Markt zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Aber auch Marktplätze wie Amazon, die weitgehend austauschbare Produkte ohne Differenzierung anbieten, stehen mit UCP im Fokus von Google.
Was bewirkt die Einführung des Universal Commerce Protocol für Dich als Händler*in?
UCP eröffnet neue Chancen, schafft aber auch neue Abhängigkeiten. Entscheidend wird, wie gut Deine Produktdaten maschinenlesbar bereitgestellt werden.
Chancen: Sichtbarkeit und Umsatz über strukturierte Produktdaten
Die Einführung des Universal Commerce Protocol bietet Dir vor allem dann enorme Chancen, wenn Du bereits strukturierte, maschinenlesbare Daten zur Verfügung stellst oder stellen kannst. In diesem Fall eröffnest Du Dir den Zugang zu kaufbereiten Nutzer*innen, denen Dein Angebot über KI-Agenten vorgeschlagen wird und die den Kauf direkt ausführen können. Die Auswahl der Produkte erfolgt dabei maschinell: KI-Agenten bewerten automatisiert und faktisch, welches Produkt am besten passt und dem User angezeigt wird.
Risiken: Wer keine Datenqualität liefert, verliert Reichweite und Performance
Gleichzeitig stellt genau dies aber auch eine enorme Gefahr dar: Wenn Dein Shop keine strukturierten Daten bereitstellt, werden Deine Produkte von KI-Agenten entweder nicht gefunden oder als nicht relevant eingestuft. Dann tauchst Du in den Kaufkonversationen potenzieller Käufer*innen nicht auf und verlierst Sichtbarkeit dort, wo Entscheidungen künftig häufiger fallen.
Da sich gleichzeitig ein Teil des verfügbaren Traffics von der klassischen (Google)-Suche hin zu KI-Agenten verschiebt, verliert Dein Performance Marketing ebenfalls an Wirkung. Du verlierst sowohl die mögliche neue Kundschaft über KI-Agenten als auch Deine traditionelle Zielgruppe.
Im Zuge dieses Paradigmenwechsels verändern sich auch die von Dir erhobenen Daten: Wenn Kaufprozesse in Zukunft teilweise nicht mehr in Deinen Onlineshop stattfinden, ergeben sich für Dich neue Fragestellungen:
- Wie ordnest Du KI-Agenten in Deine Customer Journey ein?
- Welche KPIs sind für Deinen Shop überhaupt noch relevant?
- Wie hältst Du Deine Produktdaten aktuell und strukturiert?
- Wie abhängig möchtest Du Dich von großen Plattformen machen?
- Wie gehst Du damit um, dass Plattformen Dir bestimmte Daten nicht zur Verfügung stellen?
Wie immer gilt auch hier: First Mover tragen zwar die Last der Entwicklungs- und Pionierarbeit, haben langfristig aber einen Wissensvorsprung gegenüber dem Wettbewerb und sind meist resilienter gegenüber kommenden Herausforderungen.

Ein Mensch trifft Entscheidungen emotional, ein Agent datenbasiert.
Was kannst Du bereits jetzt tun, um von der Einführung des Universal Commerce Protocol zu profitieren?
Spätestens nach dem vorherigen Absatz sollte Dir klar sein, dass Produktdaten im KI-Zeitalter das neue Gold sind. Dabei gilt: Je höher die Datenqualität, desto wahrscheinlicher ist eine Conversion in Deinem Shop. Und jetzt kommt der Clou: Wahrscheinlich hast Du bereits einen zentralen Ort, an dem Du Google strukturierte Produktdaten übergibst: Dein Merchant Center.
Voraussetzung für die Teilnahme am Universal Commerce Protocol: Du musst ein aktives Merchant-Center-Konto haben und dort kaufbare Produkte zur Verfügung stellen.
Anstatt für jede mögliche KI-Schnittstelle eine eigene Lösung zu entwickeln, implementierst Du das UCP und stellst Deine Produktdaten über das Merchant Center bereit. Zu den zwingend notwendigen Attributen, die Du via UCP strukturiert zur Verfügung stellen musst, zählen unter anderem:
- Artikelbezeichnung
- Preise (regulärer Preis, Sale-Preis)
- Verfügbarkeit
- Varianten
- Bilder
Außerdem wird Google weitere Attribute einführen, die zur Erhöhung der Datenqualität beitragen können:
- Q&A-Listen (vermutlich über einen separaten Link)
- Feature-Listen (vermutlich über einen separaten Link)
- Formen
- Geschmacksrichtung
- Themen
- Ersatzteile
- Ähnliche Produkte
Was muss Dein Shop jetzt können?
Neben der Bereitstellung strukturierter Produktdaten im Merchant Center benötigt Dein Shop eine API-Schnittstelle. Über diese können Informationen zum Warenkorb, zum Checkout-Prozess und zum Status der Bestellung abgewickelt werden. Alle KI-Agenten kommunizieren ausschließlich über API-Schnittstellen mit Deinem Shop.
Zudem benötigst Du einen Zahlungsdienstleister, der sichere Tokenisierung anbietet und von Google unterstützt wird. In seiner Pressemitteilung hat Google unter anderem Visa, AMEX, Mastercard, Adyen und Stripe genannt, weitere werden sicher folgen.
Abschließend muss auch Dein Bestellprozess für KI-Agenten les- und verarbeitbar sein. Du musst strukturierte Daten zu Lieferoptionen, Gutscheinen und Rabatten sowie zur Mehrwertsteuerberechnung bereitstellen.
Suchst Du eine kompetente, flexbile und zuverlässige Online-Marketing-Agentur? Wir freuen uns auf Deine unverbindliche Anfrage.
Kontaktiere uns
Strategische Risiken: Kontrolle, Marke und Sicherheit
Wie bei allen Neuerungen bringt auch das Universal Commerce Protocol offene Fragen mit sich, vor allem dort, wo Händler*innen bislang die Kontrolle hatten:
- Markenwahrnehmung: Wenn Käufe stärker in KI-Interfaces stattfinden, wie präsent bleibt Deine Marke und braucht es wieder mehr klassisches Branding?
- Plattform-Abhängigkeit: Wie viel Kontrolle möchtest Du als Shop-Betreiber*in an Plattformen wie Google abgeben?
- Transparenz & Auswahlkriterien: Nach welchen Kriterien entscheidet die KI, welche Produkte empfohlen und angezeigt werden? Und wie nachvollziehbar ist das für Händler*innen?
Das Dilemma ist real: Entweder lässt Du Dich auf UCP ein und verlierst damit zumindest in Teilen den Einfluss auf die Customer Journey. Oder Du entscheidest Dich gegen die Nutzung des Universal Commerce Protocol und verlierst diesen Traffic komplett.
Zusätzlich bleibt ein technisches Risiko: KI-Systeme können anfällig für Angriffe wie zum Beispiel Prompt Injections sein. Dabei werden potenziell schädliche Anweisungen in die dahinterliegenden KI-Modelle versteckt. Stell Dir vor, ein KI-Agent geht plötzlich ohne Freigabe des Users mit den hinterlegten Kreditkartendaten shoppen. Umso wichtiger sind daher klare Sicherheitsmechanismen (z. B. Validierungen, Freigaben und Limits), bevor Agenten Transaktionen auslösen.
Fazit: UCP verändert den Kaufprozess – Die Pflege Deines Merchant Center wird zur Pflicht
Google hat mit dem Universal Commerce Protocol den Startschuss für „echtes“ Agentic Commerce gegeben. Ob sich der Standard durchsetzt und wie die Konkurrenz auf UCP reagiert, muss die Zukunft zeigen. Der Trend, Teile des E-Commerce an die Künstliche Intelligenz abzugeben, wird sich aber nicht aufhalten lassen.
Gleichzeitig wird das Universal Commerce Protocol nicht über Nacht Deinen Shop ersetzen. Aktuell ist das neue Protokoll nur in den USA verfügbar, in Europa können wir die Entwicklung vorerst nur beobachten.
Trotzdem gilt für Dich als Shop-Besitzer*in aktuell umso mehr: Wer seine Merchant-Center-Daten vernachlässigt, optimiert weiter für Klicks – während andere bereits für Käufe optimieren.
Sprich uns gern an, wenn Du Hilfe bei der Optimierung Deiner Produktdaten benötigst. Diese sind übrigens nicht nur für SEA relevant, sondern auch für SEO – sie sind ein entscheidender Baustein, um ins Product Grid zu kommen. Lies dazu mehr im Blogpost meiner Kollegin Luisa zu Product Grid SEO.
Bildnachweis: Titelbild: universal_commerce_title/stock.adobe.com; Bild 2: universal-commerce-protocol/developers.google.com; Bild 3: mensch-vs-agent/Stefan Huß, ChatGPT
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„Moini!“: Das ist das gechillte Werbedebüt von Dojo für den Lottoanbieter Freiheit+
Freiheit+ lockt mit weniger Stress und mehr Lebensqualität statt einfach nur Reichtum
Die Werbegesichter der Lotto-Anbieter haben in der Regel eines gemeinsam – sie alle haben die Dollar-Zeichen in den Augen. Freiheit+ geht mit seiner frisch gekürten Kreativagentur Dojo nun einen anderen Weg. Dem Helden in der neuen Kampagne geht es nicht um unendlichen Reichtum, sondern um Glück.
Freiheit+ macht vieles anders als herkömmliche Lotto-Anbieter. So fließen 20 Prozent der Umsätze der Marke aus dem Hause LOTTO24 an den guten Zweck, etwa an Initiativen des Stifterverbands, der SOS-Kinderdörfer und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Auch beim Markenversprechen setzt die 2020 gegründete Hamburger Soziallotterie auf Differenzierung. Denn während die meisten Wettbewerber in ihren Kampagnen Millionengewinne als Abkürzung zu einem besseren Leben in Aussicht stellen, gibt es bei Freiheit+ vor allem eines zu gewinnen – Selbstbestimmung.
Bei der Kampagne hat Freiheit+ erstmals mit Dojo zusammengearbeitet. Nach HORIZONT-Informationen hat sich die Berliner Kreativschmiede den Etat im vergangenen November im Rahmen mehrerer Chemistry Sessions gesichert. Dass sich Dojo in dem Auswahlprozess gegen mehrere Wettbewerber durchsetzen konnte, hat dem Vernehmen nach an der „bolden“ und teils „unkonventionellen“ Herangehensweise der Agentur gelegen, heißt es. Am Ende hatten die Entscheider bei Freiheit+ wohl den Eindruck, dass sie ihr Ziel, die Industrie mit einer disruptiven Idee aufzumischen, am besten mit Dojo umsetzen können. Nicht bei den Chemistry Sessions dabei war c/o Setzkorn Kemper. Die Agentur hatte Anfang 2025 die erste Werbekampagne der Marke entwickelt.
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Loyalty Report 2026: Was die Deutschen von Treueprogrammen wirklich erwarten
Viele Deutsche erwarten Loyaltyprogramme mittlerweile als festen Bestandteil ihres Einkaufserlebnisses.
Kundinnen und Kunden geben in Unternehmen mehr Geld aus, wenn sie deren Treueprogramme, wie Kundenkarten oder Apps, nutzen. Dafür erwarten sie aber auch sofort nutzbare Vorteile, personalisierte Angebote und regelmäßige Informationen, zeigt der aktuelle Loyalty Report von Hello Again.
Über 80 Prozent der Deutschen nutzen zumindest gelegentlich digitale Bonusprogramme oder Treueclub-Apps. Hello Again, selbst Anbieter einer Kunde
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