Künstliche Intelligenz
Deutsche Bahn: 2026 viel mehr Baustellen als erwartet
Bahnfahrgäste müssen sich im nächsten Jahr auf mehr Baustellen und dadurch verursachte Verspätungen einstellen. Zahlreiche Bahnanlagen müssten früher erneuert werden als bisher gedacht, sagte Bahnchefin Evelyn Palla der „Süddeutschen Zeitung“. „Das hatten wir in unseren Prognosen in dieser Dramatik bislang nicht abgebildet“, fügte die Vorstandsvorsitzende des Konzerns hinzu.
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„Seit dem Sommer sehen wir, dass die Bahnanlagen noch schneller altern als bisher angenommen. Das betrifft Stellwerke, Schienen, Weichen und Oberleitungen. Diesen Abwärtstrend müssen wir jetzt stoppen“, führte Palla in dem Interview aus.
In diesem Jahr werde die durchschnittliche Pünktlichkeit im Fernverkehr unter 60 Prozent liegen. Für das kommende Jahr wären laut Palla 55 Prozent „vom Anspruchsniveau tatsächlich deutlich zu niedrig“. Eine konkret angestrebte Pünktlichkeitsquote nannte sie nicht.
Anlagen müssen früher ersetzt werden – mehr ungeplante Baustellen
Wegen der schnelleren Alterung der Anlagen habe die Bahn „deutlich mehr Langsamfahrstellen und deutlich mehr ungeplante Baustellen im Netz. 2025 werden wir insgesamt 26.000 Baustellen haben, das sind 5.000 mehr als im letzten Jahr. Im kommenden Jahr werden es voraussichtlich über 28.000 sein“, sagte Palla.
Das sei „eine sehr große Belastung für das Schienennetz. Und es wird erst mal nicht besser, so ehrlich müssen wir sein“, machte die Bahnchefin deutlich. „2026 geht es vor allem darum, die Pünktlichkeit zu stabilisieren und den Abwärtstrend zu stoppen.“
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Palla ist seit 1. Oktober im Amt. Sie löste Richard Lutz ab, der den bundeseigenen Konzern fast acht Jahre lang geführt hatte.
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(nen)
Künstliche Intelligenz
iX-Workshop Softwarearchitektur für KI-Systeme – skalierbare Lösungen entwickeln
KI-Projekte scheitern selten an der Technik, oft aber an fehlender Struktur. Wer KI sicher und nachhaltig im Unternehmen verankern will, braucht ein solides architektonisches Fundament.
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Im Workshop Softwarearchitektur für KI-Systeme: iSAQB CPSA Advanced Level erfahren Sie praxisnah, wie Sie KI-Architekturen konzipieren, die den Anforderungen an Skalierbarkeit, Sicherheit und Wartbarkeit gerecht werden. Sie lernen, Machine Learning und Generative KI in bestehende IT-Landschaften zu integrieren, robuste Datenpipelines zu erstellen und regulatorische Anforderungen, wie die des EU AI Acts, zu erfüllen. Auch ethische Fragestellungen und bewährte Design Patterns sind Teil des Workshops.
Fallstudien und reale Szenarien
Der Workshop ist praxisnah aufgebaut. Sie arbeiten an einer Fallstudie und entwickeln reale Szenarien für KI-Architekturen. Dabei üben Sie, Daten zu akquirieren und zu verarbeiten, skalierbare Design Patterns anzuwenden und Sicherheitskonzepte umzusetzen.
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März 30.03. – 02.04.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 02. Mrz. 2026 |
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September 22.09. – 25.09.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 26. Aug. 2026 |
Der Workshop richtet sich an Softwarearchitekten und KI-Interessierte, die skalierbare KI-Lösungen in ihre IT-Strukturen integrieren und zukunftssichere Lösungen entwickeln möchten.
Durchgeführt wird der Workshop von Dimitri Blatner, einem anerkannten Experten für Softwarearchitektur, IT-Beratung und digitales Innovationsmanagement. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung komplexer IT-Systeme, insbesondere in den Bereichen KI, Cloud und DevOps.

(ilk)
Künstliche Intelligenz
Googles KI-Blamage und frisches Blut für MFT – die Fotonews der Woche 7/26
Manchmal fühlt sich die schöne neue Tech-Welt an wie eine Szene aus einem Roman von Franz Kafka, nur dass der unnahbare Beamte im Schloss heute ein Algorithmus ist. Und wenn dieser Algorithmus entscheidet, dass Schwarz eigentlich Weiß ist, dann ist das so. Widerspruch? Zwecklos. Eine besonders absurde Episode dieser Art hat diese Woche der Journalist und Fotograf Georg Berg durchlebt und akribisch dokumentiert. Es ist eine Geschichte, die jeden, der eine Kamera in die Hand nimmt, aufhorchen lassen sollte.
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Googles „Won’t Fix“-Politik: Wenn gute Arbeit zum KI-Verdacht wird
Der Fall ist so paradox, dass man ihn kaum erfinden könnte: Georg Berg nahm ein authentisches Reportagefoto – vier ältere Herren in Schweizer Sennentracht – auf. Er bearbeitete es dann professionell in Lightroom, um die Personen präzise vom Hintergrund abzuheben. Eine handwerkliche Fleißarbeit, die jeder gute Fotograf kennt. Das Ergebnis? Googles KI-Detektor „SynthID“ stempelte das Bild als „KI-generiert“ ab. Die Begründung, wenn man sie so nennen möchte, liegt in der Präzision: Die saubere Maskierung erzeugte statistische Muster, die der Algorithmus als „unnatürlich“ und damit als Werk einer Maschine interpretierte. Ein Profi, der zu gut arbeitet, wird so zum Fälscher erklärt.
Das eigentliche Sahnehäubchen auf dieser Torte der Ironie ist jedoch, dass das Foto ein C2PA-Zertifikat (Content Credentials) besaß. Das ist quasi der digitale Herkunftsnachweis, der kryptografisch belegt, woher ein Bild stammt und wie es bearbeitet wurde. Und jetzt halten Sie sich fest: Google ist Mitglied ebenjener C2PA-Initiative, die diesen Standard entwickelt hat und von Adobe, der New York Times und Twitter ins Leben gerufen wurde. Man hat also einen Standard für Authentizität mitentwickelt, ignoriert ihn aber in den eigenen Produkten geflissentlich. Adobe erkennt das Bild korrekt als „menschlich“ – der Nutzer steht nun zwischen zwei konkurrierenden ‚Wahrheiten‘.

Als der Fotograf Berg diesen Systemfehler pflichtbewusst an Google meldete, kam die Antwort nach nur 60 Sekunden, was auf eine automatisierte Abfuhr schließen lässt: „Won’t Fix (Intended Behavior)“. Auf Deutsch: „Wird nicht repariert (beabsichtigtes Verhalten)“. Google teilt damit mit, dass es kein Fehler, sondern Absicht ist, wenn authentische Werke fälschlicherweise als KI-Produkt gebrandmarkt werden. Für Fotografen und Journalisten ist das ein Schlag ins Gesicht. Es bedeutet, dass der Algorithmus die Wahrheit definiert und es kein Recht auf Widerspruch gibt. Wenn der digitale Schiedsrichter pfeift, ist das Spiel aus – auch wenn er auf dem falschen Feld steht.
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MFT-Allianz wächst: Sonida aus Shenzhen ist dabei
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Während ein Tech-Gigant das Vertrauen in digitale Bilder untergräbt, gibt es an anderer Front handfeste und erfreulichere Nachrichten. Die Micro-Four-Thirds-Allianz (MFT), angeführt von OM Digital Solutions (ehemals Olympus) und Panasonic, hat ein neues Mitglied: die Shenzhen Sonida Digital Technology Co, Ltd. aus China. Wer jetzt die Augenbrauen hochzieht und „Wer?“ fragt, dem sei gesagt: Das ist potenziell eine sehr gute Nachricht für alle MFT-Nutzer.
Sonida ist kein unbeschriebenes Blatt, sondern hat bereits als sogenannter ODM-Hersteller Kameras für andere internationale Marken produziert. Sie wissen also, wie man Kameras baut. Unter der eigenen Marke „Songdian“ wollen sie nun MFT-kompatible Produkte auf den Markt bringen. Für das MFT-System, das oft als agiler Underdog gegen die Vollformat-Übermacht von Sony, Canon und Nikon antritt, ist das ein Gewinn. Jeder neue Partner stärkt das Ökosystem und verspricht mehr Auswahl bei Kameras und vor allem bei Objektiven. Und wer weiß, vielleicht sorgt ein neuer Spieler aus China ja auch für eine erfrischende Preisdynamik. Man darf gespannt sein, ob die Produkte so klingen, wie der Markenname vermuten lässt.
Zum Nachlesen: Wenn der Fehler Methode hat
Wer tiefer in die absurde Welt der KI-Detektion und Plattformverantwortung eintauchen will, dem sei der vollständige Bericht von Georg Berg auf seiner Webseite „Tellerrand-Stories“ wärmstens ans Herz gelegt. Er legt nicht nur den Fall dar, sondern liefert auch die komplette technische Analyse und die Beweiskette. Es ist ein wichtiges Dokument, das zeigt, warum freiwillige Selbstverpflichtungen von Tech-Konzernen oft nicht mehr wert sind als das digitale Papier, auf dem sie stehen. Ein Weckruf für alle, denen Authentizität in der Fotografie am Herzen liegt.
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(tho)
Künstliche Intelligenz
Mond, Nebel, Bewegung: Die Bilder der Woche 7
In dieser Woche spannt die c’t-Foto-Community den Bogen weit – von nebligen Parkwegen über nächtliche Flusslandschaften hin zu alpinen Höhen. Immer wieder geht es um Reduktion. Klare Linien, gezielte Lichtführung und bewusste Leerräume strukturieren die Motive. Nebel schluckt Details. Dunkelheit rahmt helle Formen. So entstehen Bilder, die mit wenigen Elementen eine starke Wirkung erzielen.
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Auffällig ist das Spiel mit Gegensätzen. Warmes Licht trifft auf eine kühle Morgenstimmung. Starre Architektur steht neben fließendem Wasser. Rasante Bewegung kontrastiert mit meditativer Ruhe. Auch technisch zeigen die Aufnahmen Vielfalt: Langzeitbelichtungen machen Geschwindigkeit sichtbar, Schwarz-Weiß-Aufnahmen reduzieren auf Form und Haltung und Makro- sowie Detailstudien lenken den Blick auf Struktur und Farbe. Sieben Bilder, die zeigen, wie bewusst eingesetzte Technik zur Bildaussage wird.
Frühsport im Nebel … von JeanFP

Frühsport im Nebel…
(Bild: JeanFP)
Ein Jogger läuft durch die Herrenhäuser Gärten in Hannover und verschwindet dabei fast im dichten Nebel. Die Allee zieht sich als klare Linie in die Tiefe und lenkt den Blick direkt zur zentralen Figur. Das gedämpfte Licht reduziert Farben und Kontraste und lässt Formen sanft wirken. Die Szene erzählt von Konzentration und Ruhe an einem stillen Morgen.
Supermoon Voyage on the Magdeburg Elbe von ShE 1981

Supermoon Voyage on the Magdeburg Elbe
(Bild: ShE 1981)
Ein großer Vollmond schwebt tief über der Elbe und spiegelt sich im ruhigen Wasser. Das Bild ordnet Mond und Spiegelung streng vertikal an und nutzt den Fluss als klare Mittelachse. Die schwarze Umgebung rahmt die helle Mondscheibe und verstärkt den Kontrast. Die Szene wirkt geradezu surreal und erinnert an einen nächtlichen Traum.
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Cowboy von NilsSch

Cowboy
(Bild: NilsSch)
Ein Mann mit Cowboyhut schreitet allein durch die Szene und hebt sich als dunkle Figur vom grauen Hintergrund ab. Die streng reduzierte Komposition setzt auf klare Flächen und viel Negativraum. Die Schwarz-Weiß-Darstellung verstärkt die grafische Wirkung und lenkt den Blick auf Form und Haltung. Das Bild spielt mit Klischees und wirkt zugleich zeitlos und ruhig.
Für Lars von Heike Maier

Für Lars
(Bild: Heike Maier)
Hier zeigt sich die Blüte einer roten Tulpe in voller Pracht. Durch die reduzierte und konzentrierte Bildgestaltung wird der Blick direkt zur Pflanze gelenkt. Das Licht betont die Struktur der Blütenblätter und lässt die Farben natürlich wirken. Das Ergebnis ist ein kontemplatives Makrobild, das große Wertschätzung für die Blume als Motiv zum Ausdruck bringt.
Eine Innenwelt von Thomas Brahtel

Eine Innenwelt.
(Bild: Thomas Brahtel)
Hier führt der Blick ins Innere eines Heißluftballons während der Aufblasphase. Stoffbahnen wölben sich, Nähte zeichnen klare Linien und blaues Licht erfüllt den Raum. Der Fotograf nutzt die Symmetrie der Bahnen sehr gut: Sie lenken den Blick ins Zentrum und betonen die Tiefe. Das Glühen verwandelt den Ballon in einen stillen, beinahe organischen Raum.
Über den Wolken von Uschi Hermann

über den Wolken
(Bild: Uschi Hermann)
Auf einem Felsvorsprung steht ein einzelner Wanderer und blickt über ein dichtes Wolkenmeer hinweg zu den Gipfeln der Alpen. Die tief stehende Sonne taucht die Felsen und Wolken in warmes Licht und zeichnet klare Konturen. Der Mensch im Vordergrund setzt einen starken Maßstab und verleiht der weiten Landschaft eine menschliche Dimension.
Zu(g) schnell von Lightpix84

Zu(g) schnell
(Bild: Lightpix84)
Ein Zug zieht als leuchtender Streifen durch die Landschaft. Wegen der Langzeitbelichtung sind zwar keine Details erkennbar, jedoch erkennt man den ICE sofort. Seine Geschwindigkeit ist geradezu spürbar. Horizontale Linien dominieren das Bild und verstärken den Eindruck von Geschwindigkeit. Der Hintergrund ist so bearbeitet, dass er ebenfalls verwischt und dem hellen Streifen Raum gibt.
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