Digital Business & Startups
Deutschland im Nebenjob-Fieber: Jeder Zweite träumt vom eigenen Business
Für immer mehr Angestellte wird das eigene Business neben dem Job attraktiv – besonders Millennials treiben den Trend.
Deutschland wird zu einer Nation von „Side-Hustlern“: Für Arbeitnehmer wird es attraktiver, sich nebenbei ein eigenes Business aufzubauen. Laut einer Umfrage von Revolut ist jeder zweite Angestellte hierzulande auf dem Weg zum eigenen Business. Besonders bei einer Gruppe ist der Drang zur Selbstständigkeit stark ausgeprägt.
Mehr als jeder dritte Millennial will gründen
Wie aus den Revolut-Daten hervorgeht, ist bei den Millennials (25- bis 44-Jährige) bereits mehr als jeder Dritte unternehmerisch aktiv, also 35,2 Prozent. Die Daten zeigen ebenfalls, dass der Trend zum Zweitberuf kein Nischenphänomen mehr ist. Von den befragten Angestellten generieren bereits 24,6 Prozent aktiv Umsätze mit ihrem Nebenberuf oder beabsichtigen, ihr Projekt zeitnah zu monetarisieren.
Unter anderem ist dieser Trend beim Arbeitsverhalten auf „eine Neudefinition der Arbeitswelt“ in Deutschland zurückzuführen. „Unternehmertum ist kein exklusiver Pfad mehr, sondern eine Ambition, die durch den einfachen Zugang zu digitalen Tools und KI befeuert wird“, sagte James Gibson, General Manager von Revolut Business.
Immer mehr junge Leute wollen selbstständig werden – das sind die Gründe
Zudem spielt KI eine entscheidende Rolle beim Gründungsinteresse der Millennials: Über 70 Prozent geben an, dass KI und digitale Tools den Start eines Unternehmens so zugänglich wie nie zuvor machen. Der KI-Fortschritt habe die Unternehmensgründung machbar erscheinen lassen.
Auch die Möglichkeit der Remote Arbeit trug zum Boom bei. Fast jeder dritte Millennial (28,2 Prozent) nutzt laut Revolut die durch Remote Work eingesparte Pendelzeit direkt für den Aufbau seines eigenen Business.
Worauf es für Millennials beim Arbeiten ankommt
Der Wunsch nach Autonomie spiegelt sich auch in der Priorisierung wider: Über 30 Prozent der deutschen Angestellten würden dauerhaftes Remote-Arbeiten einer 10-prozentigen Gehaltserhöhung vorziehen. Dieser Drang nach Selbstbestimmung führt laut Revolut dazu, dass bereits über 40 Prozent der Befragten planen, innerhalb der nächsten zwei Jahre den Schritt in die volle Selbstständigkeit zu wagen.
Die Umfrage wurde im Dezember 2025 von Censuswide als Online-Erhebung durchgeführt. Die Stichprobe umfasste 500 Arbeitnehmer und ist repräsentativ für die Erwerbsbevölkerung ab 18 Jahren. Die Daten lagen vorab Gründerszene vor.
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Dieser Unternehmer sucht Missionare, keine Söldner – was er damit meint
Im Podcast 20VC verrät der Legora-CEO, welche Frage er seinen Bewerbern immer stellt und was die Antwort über Mentalität und Einstellung aussagt.
Wer sich bei diesem Stockholmer Startup bewirbt, muss sich auf eine spannende Zeit einlassen, sagt sein CEO: In einer Folge des Podcasts The Twenty Minute VC (20VC) von Harry Stebbings, verrät Max Junestrand, CEO des 2 Milliarden Dollar schweren Legal-AI-Startups Legora, eine Interviewfrage, die er Bewerbern stellt, um ihre kulturelle Eignung zu beurteilen.
„Ich führe immer noch mit allen Bewerbern Vorstellungsgespräche und stelle ihnen ziemlich brutale Fragen wie: ‚Warum nehmen Sie einen so schwierigen Job an? Sie könnten auch woanders arbeiten‘“, sagte Junestrand.
Das schwedische Startup konkurriert mit dem in San Francisco ansässigen Unternehmen Harvey, das einen Wert von 8 Milliarden Dollar hat.
Das Ziel: Langfristig denken
„Ich versuche, Missionare zu schaffen, keine Söldner“, sagte Junestrand und bezog sich dabei auf eine Analogie, die der Risikokapitalgeber John Doerr von Kleiner Perkins vor Jahren geprägt hatte. „Und ich denke, das ist uns erfolgreich gelungen.“
Damals erklärte Doerr, dass Söldner für sich selbst arbeiten und Unternehmen gründen, um sie zu verkaufen, während Missionare sich darauf konzentrieren, für ein Team zu arbeiten und langfristig zu denken.
Hustler-Mentalität
Der CEO von Legora, der das Startup 2023 mitbegründet hat, sagte, er suche nach Menschen mit „roher Entschlossenheit“, denen es nichts ausmacht, lange zu arbeiten. Er sagte, seine Mitarbeiter würden um 20 Uhr im Büro zu Abend essen, und das Unternehmen habe an Silvester Verträge unterzeichnet.
Beim Weihnachtsessen des Unternehmens gab es Glühwein – und KPIs. „Wir hatten das große Umsatz-Dashboard vor uns stehen, und alle schauten es sich an, weil jeder Schwung haben will”, sagte er.
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Legora hat 300 Mitarbeiter und plant, die Größe des Teams in der ersten Hälfte 2026 zu verdoppeln. Ein Vertreter von Legora erklärte gegenüber Business Insider, dass sich die Mitarbeiterzahl des Unternehmens in den letzten sechs Monaten verdoppelt habe.
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„Jedes Jahr kommt irgendein neuer Bullshit“: Bolt-Gründer über Taxis
Markus Villig wurde mit 27 Jahren zum jüngsten Selfmade-Milliardär Europas. Der Unternehmer aus Estland hat mit Bolt den europäischen Konkurrenten für Uber gegründet. Handy raus, Fahrt buchen, Essen bestellen: das Konzept der Fahrtenvermittlung – das sogenannte Ride Hailing – hat sich an vielen Orten durchgesetzt.
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Warum der Gründer eines 2-Milliarden-Dollar-Startups alle Bewerber selbst interviewt und diese eine Frage stellt Warum der CEO von Legora immer alle Bewerber interviewt und diese eine Frage stellt
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