Connect with us

Digital Business & Startups

Die größte Herausforderung ist der Status Quo in vielen Unternehmen


#Interview

Datasphere Analytics möchte den industriellen Rohstoffeinkauf mit KI smarter machen. Im Interview spricht Gründer Lukas Haemisch über Marktprognosen, Digitalisierung im Einkauf und die nächsten Ziele des Unternehmens.

„Die größte Herausforderung ist der Status Quo in vielen Unternehmen“

Das junge Startup Datasphere Analytics, von Lukas Haemisch, Reiner Kurzhals und Patrick Petter in Münster gegründet, setzt auf „KI-gestützte Rohstoff- und Materialpreisprognosen für die Energiebeschaffung, den industriellen Einkauf, Risikomanagement und Supply Chain“.

Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Gründer Lukas Haemisch sein Unternehmen einmal ganz ausführlich vor.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Datasphere Analytics erklären?
Viele große Unternehmen müssen regelmäßig sehr viel Strom, Gas, Öl, Metall oder andere Rohstoffe einkaufen. Die Preise dafür ändern sich ständig. Wenn das Unternehmen zum falschen Zeitpunkt kauft, kann es sehr teuer werden. Früher mussten die Leute in den Einkaufsabteilungen dafür viele Nachrichten lesen, Preislisten vergleichen und sich auf ihre Erfahrung verlassen. Das ist wichtig, aber die Welt ist inzwischen so schnell und unübersichtlich geworden, dass kein Mensch alles gleichzeitig im Blick behalten kann. Dabei helfen wir. Unsere Software liest mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz sehr viele Nachrichten und Marktdaten aus der ganzen Welt und erkennt, welche Ereignisse die Preise beeinflussen könnten. Zum Beispiel: Gibt es irgendwo einen Streik? Wird eine wichtige Lieferroute blockiert? Ändert ein Land seine Zollbestimmungen? Dann zeigt unser System, was das für den Preis von bestimmten Rohstoffen bedeuten kann. So bekommen Einkäufer:innen eine bessere Grundlage für ihre Entscheidung: Kaufen wir jetzt? Warten wir lieber noch? Sichern wir uns gegen steigende Preise ab? Oder verhandeln wir neu? Kurz gesagt: Wir helfen Unternehmen, beim Rohstoffeinkauf bessere Entscheidungen zu treffen und dadurch Geld zu sparen.

Wie genau funktioniert euer Geschäftsmodell?
Wir verdienen Geld auf drei Wegen: erstens über einzelne Prognosen gegen Bezahlung auf Abruf, zweitens über eine Softwareplattform, auf der Kund:innen ihre Prognosen im Abomodell auswerten können, und drittens über spezielle Großkunden-Projekte. Unsere Zielgruppe sind Industrieunternehmen, die stark von Rohstoffpreisen abhängen, etwa aus Chemie, Maschinenbau, Bau oder Energie. Konkret sprechen wir Menschen in Einkauf, Trading, Risikomanagement und Supply Chain an. Ihre gemeinsame Herausforderung ist, unter Zeitdruck fundierte Entscheidungen zu treffen, während die relevanten Signale über hunderte Quellen verteilt sind. Ihnen liefern wir Rohstoffpreisprognosen, die auch die relevanten Marktbewegungen dahinter zeigen. Die Prognosen basieren auf weltweiten Nachrichtenströmen, die wir mit Künstlicher Intelligenz analysieren. Daraus leiten wir ab, wie sich ein Rohstoff voraussichtlich entwickeln wird. Wichtig ist uns: Wir ersetzen nicht die Erfahrung eines guten Einkäufers. Wir geben eine bessere Grundlage und reichern diese Erfahrung mit Daten an.

Wie ist die Idee zu Datasphere Analytics entstanden?
Meine Mitgründer und ich beschäftigen uns seit Jahren mit KI-Anwendungsfällen in der Industrie. Dabei haben wir gelernt, wie man aus komplexen Daten echte Entscheidungsgrundlagen macht. Im Einkauf haben wir dann ein erstaunlich analoges Muster gesehen: Obwohl Märkte heute globaler, volatiler und schneller sind als je zuvor, arbeiten viele Unternehmen noch mit Prozessen und Tools, die damit zunehmend nicht mehr Schritt halten können. Gerade im Einkauf werden große finanzielle Mittel bewegt. Deshalb wollten wir mit einem KI-Tool helfen, in einer immer komplexer werdenden Welt effizienter und vor allem kostensparender zu agieren. Datasphere Analytics ist aus der Frage entstanden, warum man den Markt nicht direkt befragbar macht: also Nachrichten, Daten und Ereignisse so zusammenführt, dass Einkäufer:innen mit ihnen interagieren können, um fundierter und schneller zu entscheiden.

Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?
Die größte Herausforderung ist der Status Quo in vielen Unternehmen und das fehlende Vertrauen in die Chancen von Digitalisierung und KI. Im Einkauf trifft KI häufig auf 30 Jahre Excel, gewachsene Prozesse, Bauchgefühl und historische Erfahrung. Das ist kein Vorwurf. Diese Erfahrung ist wertvoll. Aber heutzutage gibt es so viel mehr Informationen als früher und viele Einkaufsabteilungen nutzen das noch nicht für sich. Kein Mensch kann gleichzeitig tausende Nachrichtenquellen weltweit auswerten, historische Muster vergleichen und auf plötzliche Ereignisse wie Extremwetter reagieren. Gleichzeitig stehen Einkäufer:innen heute unter enormem Druck. Sie entscheiden über große Rohstoffbudgets und müssen immer mehr Aufgaben abdecken, die früher kaum Teil ihres Jobs waren: Sie sollen nachweisen, welche Klimakosten beim Import bestimmter Materialien entstehen, prüfen, ob Lieferanten soziale und ökologische Standards einhalten, Emissionsdaten entlang der Lieferkette einsammeln und Prognosen liefern, damit Vertrieb und Produktion planen können. Und dann sollen sie nebenbei auch noch KI einführen. Unsere Aufgabe ist deshalb vor allem, Vertrauen aufzubauen und klarzumachen, dass wir einen Mehrwert liefern und gleichzeitig eine Entlastung sind.

Welches Projekt steht demnächst ganz oben auf Eurer Agenda?
Ganz oben steht, unsere Commodity-Intelligence-Plattform entlang echter Kundenprozesse weiterzuentwickeln. Konkret heißt das: mehr Rohstoffklassen, bessere Event-Erkennung und mehr interaktive Entscheidungsunterstützung. Wir wollen die Plattform weiter skalieren, zusätzliche Märkte abdecken und den Weg vom Forecasting hin zu KI-gestützter Entscheidungsunterstützung konsequent ausbauen. Die Plattform soll sich für Nutzer:innen irgendwann so anfühlen wie ein:e Kolleg:in, die/der immer auf dem neuesten Stand ist und proaktiv auf das hinweist, was gerade relevant wird.

Wo steht Datasphere Analytics in einem Jahr?
In einem Jahr wollen wir deutlich näher an unserem Ziel sein, eine führende Commodity-AI-Intelligence-Plattform für Industrie, Procurement und Risikomanagement zu werden. Mittelfristig wollen wir eine der weltweit führenden Lösungen für agentische KI im Rohstoffsektor sein und mit zusätzlichem Kapital weitere Branchen und Sektoren erobern.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Datasphere Analytics



Source link

Digital Business & Startups

Söders Raumfahrt-Größenwahn: Ups, er hatte recht


Bayerns „Bavaria One“-Programm wurde einst belächelt. Jetzt müssen wir dafür sogar dankbar sein.

Wie wir uns Markus Söders Bavaria One-Programm vorgestellt haben.

Wie wir uns Markus Söders Bavaria One-Programm vorgestellt haben.
picture alliance/dpa | Joerg Carstensen / KI-Generierung ChatGPT

Es war 2018, als alle über Bayern lachten. Also: ich auch. Aber wir in Norddeutschland haben ohnehin eine angeborene Aversion gegen die Bayern. Da kann man nichts machen.

Jedenfalls: Damals hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gerade seine Raumfahrtinitiative „Bavaria One“ angekündigt. Der allgemeine Tenor: Der kleine Freistaat will also bei den Russen, Amerikanern und Chinesen mitmischen – größenwahnsinnig. Und auch ein bisschen putzig. „Söderchens Mondfahrt“ nannte Satiriker Oliver Kalkhofe das Vorhaben damals. He he, lustig – auch, weil man sich Söder direkt in einer kleinen blau-weißen Rakete vorstellt, oder?

Na ja, Plottwist: Nicht mal zehn Jahre später gibt es wirklich eine bayerische Raumfahrt-Industrie. Ja, Sapperlot! Und in dieser Woche gab’s einiges dazu zu vermelden.

Was ist passiert?

Erfolg Nummer eins: Am Samstagabend hat es erstmals eine deutsche Rakete in den Orbit geschafft. Das gilt als Meilenstein in der Entwicklung. Sie stammt von dem bayerischen Startup Isar Aerospace. „Spectrum“ ist eine sogenannte Trägerrakete. Zukünftig soll sie Satelliten in die Umlaufbahn bringen – also Unternehmen wie SpaceX-Konkurrenz machen. Oder zumindest eine europäische Alternative darstellen.

Lest auch

Isar Aerospace: Vom Studenten-Experiment zur europäischen Weltraum-Hoffnung

Erfolg Nummer zwei: Am Dienstag wurde bekannt, dass es das europäische Startup The Exploration Company geschafft hat, 450 Millionen US-Dollar von Investoren einzusammeln. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz im Raum München und weitere Standorte unter anderem in Frankreich, Spanien und Italien. The Exploration Company entwickelt wiederverwendbare Raumfahrzeuge, die irgendwann mal eine Infrastruktur ins All ermöglichen sollen – zum Beispiel, um die Raumstation ISS mit neuem Personal oder Fracht versorgen zu können.

Warum ist das wichtig?

Spätestens seit dem Erfolg von Elon Musks Space X ist klar, dass das Weltall zukünftig eine entscheidende Größe in der Weltwirtschaft – ja, sogar bei der Verteidigung – spielen wird. Schon jetzt umkreisen etwa 13.000 aktive Satelliten die Erde. Das sind ungefähr zehnmal so viele wie noch vor zehn Jahren. Und ein großer Teil davon gehört zum Starlink-Netzwerk von SpaceX. Europa ist dementsprechend abhängig. Und Startups wie Isar Aerospace und The Exploration Company aus Bayern versuchen das zu ändern. Und sind damit zumindest auf einem guten Weg.

Was hat das mit Bavaria One zu tun?

Dass mindestens zwei der bis dato erfolgreichsten europäischen Space Tech Startups aus dem Raum München kommen, ist zumindest kein Zufall. Das Programm finanziert zwar selbst keine Startups, aber baut ein Ökosystem, das die richtigen Bedingungen bietet, unter denen diese Startups wachsen können. Der vielleicht greifbarste Erfolg von Bavaria One ist die neue Luft- und Raumfahrtfakultät der Technischen Universität München in Ottobrunn. Aus einer zuvor sehr kleinen universitären Raumfahrtlandschaft wurde eine eigenständige Fakultät mit zahlreichen neuen Professuren aufgebaut. Für Unternehmen kann das entscheiden sein, weil dadurch mehr Ingenieure und Forscher in der Region ausgebildet werden. Und schon entsteht ein eigenes Ökosystem.

Mia san Mia

Helmut Schmidt sagte mal, wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen. Der SPD-Mann stand für eine unaufgeregte, pragmatische Politik. Das war allerdings 1980 – und die Welt hat sich seitdem massiv verändert. Oder wie ein anderer, ähnlich bekannter Deutscher später rappte: „Die Zeiten ändern sich, die Zeiten ändern dich.“ (Ihr merkt, wir sind hier bei den Zitaten breit aufgestellt.)

Vielleicht geht’s ja auch einfach gar nicht mehr ohne Visionen – und ein bisschen Größenwahn. Denn das Tempo, in dem sich alles verändert, wird nicht in Deutschland bestimmt. Trotzdem müssen auch wir hier alle mit den Konsequenzen leben.

Der Startup-Szene kommt dabei eine besondere Rolle zu. Hier hat man seit Jahren Visionen (und eh keine Zeit für Arztbesuche). Es ist gut, wenn das auch von der Politik nicht nur verstanden, sondern auch unterstützt wird. Bayern, unter der Leitung von Söder, setzt sich seit Jahren für Startups und Innovationen ein. Nicht nur die Raumfahrt konnte dort zuletzt florieren, sondern insgesamt die Deeptech-Branche. So hat sich in Bayern rund um die TUM ein ganzes Ökosystem entwickelt, das im kommenden Jahrzehnt Milliarden erwirtschaften könnte. Und das wird schon lange nicht mehr belächelt.

Auf die Gefahr, dass meine Heimat, Bremen, mich ausweisen wird, sag ich’s jetzt einfach: Mia san Mia, gebt dem Söderchen seine Mondfahrt!

Lest auch

Vom Ein-Mann-Startup zum Bundeswehr-Auftrag: Polaris-Gründer baut jetzt Raumflugzeuge für die Armee





Source link

Weiterlesen

Digital Business & Startups

DHDL: Gründer von Piesel Piepser geben jetzt Unternehmen an Sohn ab


Nach 30 Jahren suchen Marlon und Elke Osthoff erstmals einen Investor für ihr Familienunternehmen – und gewinnen zwei Geldgeber bei „Die Höhle der Löwen“. Doch nach der Sendung wagen sie einen neuen Schritt.

DHDL: Gründer von Piesel Piepser geben jetzt Unternehmen an Sohn ab

Elke Osthoff und Marlon Osthoff, Gründerpaar aus Erkrath, wollen die Löwen von ihrem Piesel Piepser überzeugen.
RTL

Ihre Verkäufe stagnieren, ihnen fehlt eine Online-Strategie und beim Pitch stocken ihre Worte immer wieder: Trotzdem überzeugen Elke und Marlon Osthoff in „Die Höhle der Löwen“ zwei Investoren. Janna Ensthaler und Carsten Maschmeyer steigen ein bei ihrem Startup. Doch das Ehepaar muss seinen Betrieb neu aufstellen, fordern Ensthaler und Maschmeyer.

Vor 30 Jahren haben die Osthoffs den Piesel Piepser entwickelt. Mit dem Gerät sollen Kinder lernen, nachts rechtzeitig aufzuwachen und auf die Toilette zu gehen. Ein Sensor in der Unterwäsche löst bereits bei wenigen Tropfen Urin den Alarm aus. Das Thema betreffe viele Familien: Nach Angaben der Gründer macht etwa jedes siebte Kind bis zum sechsten Lebensjahr ins Bett.

Lest auch

8 Investoren, 2 Neuzugänge: Das ist das neue Löwenrudel in Staffel 20 von „Die Höhle der Löwen“

„Die Höhle der Löwen“: Ehepaar verkauft 100.000 Piesel Piepser – doch der Erfolg bleibt aus

Über die Jahre verkaufen die Osthoffs rund 100.000 Geräte. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten häufig auf ärztliche Verordnung. Trotzdem bleibt der große Durchbruch aus. Der Umsatz stagniert zuletzt bei rund 200.000 Euro pro Jahr. Bestellungen bearbeiten die Gründer weitgehend selbst, der Vertrieb läuft vor allem über Kinderärzte und medizinische Fachkongresse. Einen Online-Shop bauten sie nie auf. Käufer bestellen stattdessen per E-Mail.

In „Die Höhle der Löwen“ suchen die Osthoffs deshalb auch Unterstützung beim Vertrieb und bei der Professionalisierung des Unternehmens. „Wir sind einfach zu klein und haben es nie geschafft, den richtigen Weg einzuschlagen und an die richtigen Kontakte zu gehen“, sagt Marlon Osthoff in der Sendung. Mit Anfang 60, nach 43 Ehejahren, brauchen sie außerdem Geld fürs Alter. „Ich habe tatsächlich richtig derbe Existenzängste”, sagt Marlon Osthoff.

Mit dem Piesel Piepser wollten die Osthoffs nach 30 Jahren nochmal durchstarten.

Mit dem Piesel Piepser wollten die Osthoffs nach 30 Jahren nochmal durchstarten.
RTL

Das Ehepaar hofft jetzt, dass ein Investor ihrem Produkt nach 30 Jahren neuen Anschub gibt. 100.000 Euro bieten sie den Gründern für zehn Prozent der Anteile am Unternehmen. Doch im Pitch vor den Löwen suchen die Gründer immer wieder nach Worten. „Ich bin so nervös. Ich finde gerade den Faden nicht”, sagt Elke Osthoff dabei den Löwen.

Das berührt die Jury. „Die Höhle der Löwen ist ein sehr großer Auftritt”, sagt Frank Thelen. “Ein- und ausatmen”, versucht Janna Ensthaler das Gründer-Paar zu beruhigen.

Lest auch

„Haben ein stabiles Cash-Polster“ – Was hat Snocks vor, Johannes Kliesch?

Piesel Piepser braucht neuen CEO

Am Ende steigen Ralf Dümmel, Andreas Herb und Frank Thelen aus. Doch Janna Ensthaler und Carsten Maschmeyer halten den Piesel Piepser für ein gutes Produkt in einem relevanten Markt – und würdigen ihr Durchhaltevermögen trotz zahlreicher Rückschläge in drei Jahrzehnten. Es gibt allerdings auch ein großes Aber: Aus Sicht der Löwen liegt die größte Schwäche in der Unternehmensführung und Vermarktung des Piesel Piepsers.

Marlon und Elke Osthoff präsentierten ihr Unternehmen in der ersten Folge der 20. Staffel von

Marlon und Elke Osthoff präsentierten ihr Unternehmen in der ersten Folge der 20. Staffel von „Die Höhle der Löwen“.
RTL

Deshalb bieten sie den Gründern die geforderten 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Allerdings knüpfen sie ihre Investition an eine Bedingung: Die Osthoffs sollen einen neuen, jüngeren Geschäftsführer finden und ihm 20 bis 30 Prozent des Unternehmens überschreiben. Der neue CEO soll frischen Wind ins Geschäft bringen und vor allem den Vertrieb professionell aufbauen. Falls nötig, wollen die Investoren sogar das Gehalt der neuen Führungskraft finanzieren.

Marlon und Elke Osthoff nehmen den Deal mit doppelter Löwenpower an. Wie es danach weiterging, hat Gründerszene nachgefragt.

Kein Deal, aber neue Pläne für Piesel Piepser

„Wir sind unseren Löwen Janna und Carsten sehr dankbar – nicht nur für die Unterstützung während der Show, sondern vor allem für die offenen und guten Gespräche danach und die vertrauensvolle Zusammenarbeit bis heute“, teilen uns die zwei mit. „Wir haben uns jedoch gemeinsam dazu entschieden, die weiteren Schritte zunächst zurückzustellen.“

Das Unternehmen bleibt in Familienhand: Sohn Dustin ist mit seiner Frau bei Piesel Piepser eingestiegen. Sie führen und entwickeln nun das Unternehmen weiter. „Inzwischen ist für uns der richtige Zeitpunkt gekommen, die Zukunft von Piesel Piepser langfristig zu gestalten und die Verantwortung innerhalb unserer Familie an die nächste Generation zu übergeben“, sagt das Ehepaar. „Sowohl aufgrund unseres Alters als auch der gesundheitlichen Situation von Marlon möchten wir diesen Schritt jetzt gehen.“

Lest auch

Maschmeyers neuer Fonds will 90 Millionen in europäische KI-Startups investieren

Carsten Maschmeyer sagt auf Anfrage von Gründerszene: „Solche Schritte brauchen die nötige Zeit und sollten nicht unter zusätzlichem Druck stattfinden. Unser Interesse an Piesel Piepser besteht weiterhin, und ich freue mich, wenn wir die Gespräche zu einem passenden Zeitpunkt wieder aufnehmen.“

Auch Janna Ensthaler will den Osthoffs Zeit geben. Sie „leben für ihr Unternehmen – das spürt man sofort. Deshalb war es uns in diesem Fall besonders wichtig, nicht um jeden Preis auf einen Deal zu drängen, sondern gemeinsam herauszufinden, was für die Familie Osthoff und das Unternehmen langfristig das Richtige ist. Im Vordergrund steht nun zunächst die Übergabe an die nächste Generation. Diesen Weg begleiten wir sehr gerne weiter und stehen der Familie auch künftig mit Rat und Tat zur Seite.“

Piesel Piepser bleibt damit vorerst am Markt – ob mit oder ohne DHDL-Investoren.





Source link

Weiterlesen

Digital Business & Startups

Bits & Pretzels 2026: Das erwartet die Besucher in diesem Jahr


Einmal mehr bringt Bits & Pretzels das Startup-Ökosystem Europas zusammen. Im Fokus stehen neue Technologien, Innovationen und die Menschen hinter dem Fortschritt.

Bits & Pretzels 2026: Das erwartet die Besucher in diesem Jahr

Bits & Pretzels

Vom 28. bis 30. September 2026 kehrt Bits & Pretzels während der legendären Oktoberfest-Feierlichkeiten nach München zurück und bringt erneut Europas Startup-Ökosystem zusammen, diesmal unter dem Motto „Human After All“.

Die Konferenz wird 7500 Teilnehmer begrüßen, darunter 2000 Investoren sowie Gründer, Unternehmensentscheider und politische Entscheidungsträger aus ganz Europa und darüber hinaus. Ihr Ziel bleibt unverändert: Gründer dabei zu unterstützen, Kontakte zu knüpfen, zu lernen und zu wachsen.


Erfahrt jetzt mehr über Bits & Pretzels 2026!


Technologie trifft Menschlichkeit

Die Ausgabe 2026 wird sich mit transformativen Technologien beschäftigen und zugleich die Menschen dahinter in den Mittelpunkt der Diskussion stellen. Zu den Top-Speakern zählen der Medienunternehmer und Host von „The Diary of a CEO“, Steven Bartlett, sowie der Comedian, Produzent und Moderator von „The Daily Show“, Trevor Noah. Mit ihren Gesprächen über Führung, Wirtschaft und Gesellschaft haben sie weltweit Millionen von Menschen erreicht.

„Im Einklang mit dem Motto ‚Human After All‘ rückt das Programm 2026 die Resilienz von Gründern, die menschlichen Qualitäten, die zum Erfolg führen, sowie die Frage in den Fokus, wie Unternehmer die richtige Denkweise entwickeln können, um ihre Ziele zu erreichen“, sagt Bernd Storm vans Gravesande, Mitgründer von Bits & Pretzels.

Neben Steven Bartlett und Trevor Noah werden auch Führungspersönlichkeiten einiger der am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen Europas auf der Bühne stehen, darunter Legora, n8n, Dash0 und Langdock sowie viele weitere. Im Rahmen des Programms sprechen die Speaker über die größten Chancen und Herausforderungen, die Europas Innovationslandschaft prägen – von angewandter KI über Verteidigung, Fintech und Deeptech bis hin zur Raumfahrttechnologie.

„Es ist eine sehr spannende Zeit für einen Besuch in München. Die Stadt wächst rasant, insbesondere in den Bereichen Deeptech und Verteidigung, mit herausragenden Startups und Rekordfinanzierungsrunden. München entwickelt sich eindeutig zu einem der führenden Technologiezentren Europas, und hier zeichnen sich bereits viele der nächsten großen Trends ab“, sagt Bits & Pretzels Co-Host Felix Haas.

Bits & Pretzels

Von Gründern für Gründer

Die Unterstützung von Gründern stand schon immer im Mittelpunkt von Bits & Pretzels. Daher bietet die Veranstaltung eine Vielzahl von Formaten, die Startups dabei helfen sollen, ihre Ziele zu erreichen.

Die Startup Exhibition bietet jungen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte zu präsentieren, während strukturierte Networking-Sessions Gründer mit potenziellen Partnern, Investoren und Führungspersönlichkeiten aus der Branche zusammenbringen. Ziel ist es, Beziehungen aufzubauen, die weit über die dreitägige Veranstaltung hinaus Bestand haben.

Das Investorenprogramm wird erneut mehr als 2000 Kapitalgeber zusammenbringen, während der CIO AI Summit Führungskräfte aus Unternehmen mit dem Startup-Ökosystem vernetzt und so Möglichkeiten für Partnerschaften und Investitionen schafft.

„Bits & Pretzels wurde von Gründern für Gründer aufgebaut“, sagt Mitgründer Andy Bruckschlögl. „Unsere Mission ist es jedes Jahr, Startups den Zugang und die Sichtbarkeit zu verschaffen, die sie für ihren Erfolg brauchen.“

Wie jedes Jahr endet die Konferenz mit ihrem traditionellen Networking-Erlebnis auf dem Münchner Oktoberfest. Am Abschlusstag kommen die Teilnehmer im Schottenhamel-Festzelt zusammen, wo die Gespräche bei einem Bier weitergehen – eine der Traditionen, mit denen sich Bits & Pretzels von anderen Startup-Events in Europa abhebt.


Schaut euch jetzt die vollständige Agenda für Bits & Pretzels 2026 an und seid vom 28. bis 30. September in München dabei!






Source link

Weiterlesen

Beliebt