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Die meisten US-Betrugsfälle starten über Social Media


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Im vergangenen Jahr erbeuteten Betrüger in sozialen Netzwerken rund 2,1 Milliarden Dollar von US-Bürgern. Das geht aus einem Bericht der Federal Trade Commission (FTC) hervor, die unter anderem Betrugsmeldungen aus den USA sammelt und auswertet.

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Laut der FTC verursachte Betrug über Social Media höhere Verluste als jeder andere Kontaktweg. Knapp 30 Prozent der durch Betrug Geschädigten gaben an, dass dieser auf sozialen Netzwerken begann. Die daraus entstehenden Verluste haben sich seit 2020 verachtfacht, schreibt die Behörde.

Soziale Netzwerke seien die erste Wahl für Betrüger, da sie von überall aus einen einfachen Zugang zu Milliarden von Menschen bieten und Betrug so mit minimalem Aufwand möglich machen. Die FTC schätzt, dass die tatsächlichen Verluste durch Betrug weit höher liegen, da längst nicht alle Betrugsfälle bei der Behörde gemeldet werden.

Die höchsten Verluste würden auf Kontakte entfallen, die über Facebook angebahnt wurden (siehe Diagramm unten). Die weiteren Meta-Plattformen wie WhatsApp und Instagram folgen mit großem Abstand auf den Plätzen zwei und drei. Auf anderen Plattformen wie Telegram, TikTok, LinkedIn und X findet laut Diagramm ebenfalls Betrug statt, aber in geringerem Ausmaß. Laut der FTC entstand allein auf Facebook ein größerer Betrugsschaden als durch Betrug per SMS oder E-Mail.

Die FTC nennt drei verbreitete Betrugsmuster in sozialen Netzwerken. Den größten finanziellen Schaden (1,1 Milliarden Dollar) verursachten Anlagebetrugsfälle. Solche Maschen beginnen oft mit Anzeigen oder Beiträgen, die beim Investieren helfen sollen, oder mit fingierten Beratern und manipulierten WhatsApp-Gruppen, die Erfolg vortäuschen.

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Am weitesten verbreitet sind Fake-Shops und Kaufbetrug. Mehr als 40 Prozent derjenigen, die durch Betrug auf sozialen Netzwerken Geld verloren, gaben an, Produkte aus Social-Media-Anzeigen bestellt zu haben. Diese werden oft nicht geliefert oder stammen von gefälschten Shops, die bekannte Marken imitieren.



Das Diagramm zeigt die wichtigsten Kontaktwege für Betrug im Jahr 2025 nach gemeldeten Verlusten.

(Bild: FTC Data Spotlight)

Eine andere beliebte Masche ist der Liebesbetrug – und soziale Netzwerke spielen dabei eine zentrale Rolle: Fast 60 Prozent der Menschen, die 2025 durch Liebesbetrug Geld verloren, gaben an, der Kontakt habe auf einer Social-Media-Plattform begonnen. Täter sprechen hier gezielt Personen über deren Profile an, bauen Vertrauen auf und nutzen anschließend erfundene Notlagen oder vermeintliche Investmentchancen, um an Geld zu kommen. Andere Betrüger wiederum bringen Menschen dazu, intime Fotos zu senden, und drohen anschließend, diese an deren Social-Media-Kontakte zu senden, falls sie nicht zahlen.

Die FTC gibt basierend darauf naheliegende Tipps zur Vermeidung von Betrug: Nutzer sollten ihre Privatsphäre-Einstellungen einschränken, keine Anlageentscheidungen auf Basis reiner Online-Kontakte treffen und Anbieter vor dem Kauf online gezielt auf Betrugshinweise oder Beschwerden prüfen.


(tobe)



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