Wenn Ihr Euch jetzt beeilt, könnt Ihr mehrere sonst kostenpflichtige Pro-Apps kostenlos herunterladen. Das Angebot ist zeitlich begrenzt und kann von den Entwicklern jederzeit ohne Vorankündigung beendet werden. Sichert Ihr Euch die Apps jedoch rechtzeitig, könnt Ihr sie dauerhaft nutzen.
Der Google Play Store und der Apple App Store sind wie wahre Schatzkisten – prall gefüllt mit Apps aller Art. Manche sind kostenlos, andere wiederum schlagen ordentlich zu Buche. Aber hier kommt der kleine Geheimtipp: Hin und wieder werden einige dieser kostenpflichtigen Apps für kurze Zeit gratis angeboten!
Wir haben uns für Euch durch den App-Dschungel gewühlt und ein paar echte Highlights gefunden, die Ihr jetzt kostenlos abstauben könnt – aber nur für kurze Zeit.
Kostenlose Premium-Apps (Android)
Burning Sky VIP: Habt Ihr das Zeug dazu, in diesem Bullet-Hell-Spiel endlosen Wellen feindlicher Angriffe auszuweichen? Schnelle Reflexe, Muskelgedächtnis und ein scharfes Auge für Details sind entscheidende Faktoren, um Euer Überleben zu sichern, während Ihr die Galaxie vor feindlichen Angriffen schützt. Für diejenigen, die sich gerne mit anderen messen, gibt es sogar eine Rangliste. (4,1 Sterne, 474 Bewertungen)
Empire Warriors – Tower Defense: Ein Tower-Defense-Spiel, bei dem Ihr alle verfügbaren Ressourcen sorgfältig abwägen müssen, um die Feinde in Schach zu halten. Jedes Level hat einen höheren Schwierigkeitsgrad, aber das Gefühl der Belohnung übertrumpft alle Momente, in denen Ihr mit schweißnassen Händen am seidenen Faden hängt. (4,2 Sterne, 129.000 Bewertungen)
Garage Ringtones Pro: Passt die Klingeltöne und Benachrichtigungen Eures Smartphones ganz einfach mit diesem benutzerfreundlichen Tool an, mit dem Ihr Eure Audiodateien mühelos bearbeiten können. Es kann ein Lieblingssong, ein einzigartiger Sprachclip oder ein interessanter Track sein. Hochwertige 320-kb/s-Audioqualität wird unterstützt, um einen klaren Klang zu garantieren. Perfekt für alle, die ihre Handy-Melodien im Handumdrehen ändern möchten… (4,5 Sterne, 481 Bewertungen)
IPTV Smart Player Pro: Manche sagen, dies sei der ultimative Streaming-Begleiter. Was denkt Ihr? Ladet Euch es doch einfach herunter und findet es heraus! Beachtet, dass diese App nur Inhalte anzeigt und ausführt, die Benutzer hinzufügen. Ihr seid danach nicht mehr auf herkömmliches Fernsehen angewiesen sind, um Euch zu unterhalten. (4,0 Sterne, 3,95k Bewertungen)
Kostenlose Premium-Apps (iOS)
Nova Metronome: Was gibt es Besseres, als wenn ein Musiklehrer eine App entwickelt, die nicht nur praktisch, sondern auch einfach zu bedienen ist? Sie verfügt über eine übersichtliche Benutzeroberfläche und ist beim Üben kinderleicht zu bedienen. Sowohl professionelle Musiker als auch Anfänger werden das elegante Design dieser App zu schätzen wissen, die sich mit großen Schaltflächen leicht einstellen lässt. (5,0 Sterne, 18 Bewertungen)
Lyrica – Drunken Moon: Ein Spiel, das sowohl Liedtexte als auch Musik kombiniert? Die Musikbegeisterten unter uns werden diesen Titel zweifellos lieben, bei dem Musiknoten und klassische Gedichte zusammenkommen, um den Spielern die Schönheit der chinesischen Kalligraphie und Gedichte näherzubringen. Ihr müsst lediglich auf den Text tippen, der dem Rhythmus entspricht. (4,2 Sterne, 23 Bewertungen)
Defter Notes: Notizen zu machen ist mehr als nur sie auf Papier zu schreiben, auf einem Tablet zu notieren oder in Euer Smartphone einzutippen. Einige von Euch können Informationen viel besser behalten und verarbeiten, wenn sie innovative Notiztechniken wie Skizzieren, Zeichnen und Verknüpfen anwenden. Und genau hier kommt Defter Notes ins Spiel. (4,5 Sterne, 56 Bewertungen)
Mage Mania: Wo Drachen sind, findet man auch große Schätze. Da dies der Fall ist, wagt Ihr Euch in tiefe Verliese, in denen Drachen schlafen, und deren Reichtümer dir gehören. Natürlich haben alle anderen die gleiche Idee, weshalb Ihr auch über ein Arsenal an Zaubersprüchen verfügt, die Ihr auf Eure Feinde anwenden könnt. (4,2 Sterne, 97 Bewertungen)
Alle hier gelisteten Apps waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kostenlos. Leider verraten die Entwickler:innen selten, wie lange solche Aktionen laufen. Wenn Euch also etwas gefällt – lieber sofort zuschlagen!
Bevor Ihr aber blind auf Download tippt, schaut kurz in die App-Beschreibung: Manchmal verstecken sich dort Bedingungen oder Einschränkungen. Auch kostenlose Apps kommen selten ganz ohne Werbung oder optionale In-App-Käufe aus – und ja, manchmal betrifft das sogar ursprünglich kostenpflichtige Apps. Besonders wichtig ist das, wenn Kinder die App nutzen sollen.
AiO bestückt Display mit KI: Bilderzeugung macht Thermaltake-Kühler schick
Bild: Thermaltake
Das Rad ist erfunden, der Drops gelutscht. Statt um Leistung geht es bei Kühlern oft mehr um das Aussehen. Thermaltake stattet die Wasserkühlung MAGCurve 360 Ultra ARGB Sync AIO deshalb mit einem gebogenen OLED-Display aus. KI darf im Jahr 2026 nicht fehlen: Sie bestückt den Bildschirm mit Bildern – wenn sie bezahlt wird.
Wozu eine Wasserkühlung entwickelt wird? Laut Thermaltake in erster Linie „um zu beeindrucken“, nicht um zu kühlen. Tatsächlich ist das Modell ein Hingucker, was an einem AMOLED-Display mit 6,67 Zoll Diagonale (2240 × 1080p) liegt, das über zwei Seiten des Pumpenblocks (1.500 bis 3.300 U/Min) gelegt wird. Die Verbindung mit dem Rechner zwecks Datenübertragung erfolgt über einen internen 9-Pin-USB-Header am Mainboard, der mit einem Micro-USB-Anschluss am Display verbunden wird.
Das Display kann Systeminformationen wie Temperaturen, das Wetter oder Videos anzeigen. Darüber hinaus lassen sich darauf Bilder darstellen. Hierbei kommt die „AI-Forge-Funktion“ als Teil der TT-Plus-Software ins Spiel, die Thermaltake als innovatives Highlight präsentiert.
Eigentlich handelt es sich dabei lediglich um schnellen Zugriff auf die Bildgenerierung von OpenAI. Dazu muss das OpenAI-Konto in der Software hinterlegt werden.
Anfrage und die Anzeige des Ergebnisses laufen dann direkt über die Thermaltake-Software. Laut der Dokumentations (PDF) und einem kleinen Hinweis auf der Produktseite müssen dazu Zahlungsinformationen, d.h. eine Kreditkarte, hinterlegt werden – denn das Generieren von Bildern kostet. Laut Hinweis werden für ein Bild aktuell 0,04 US-Dollar fällig, wobei mindestens 5 US-Dollar Guthaben eingezahlt werden müssen.
Alternativ kann auch JiMeng von ByteDance genutzt werden. Dort sind die ersten Bilder kostenlos. In der Software können alternativ eigene Bilder hochgeladen werden – was die Möglichkeit eröffnet, kostenlose Bildgeneration zu nutzen und den Sinn des gesamten Features infrage stellt.
Standard-Kühler mit speziellen Lüftern
Die MAGCurve 360 Ultra kühlt auf Intels LGA 2066, 2011(-3), 1851, 1700, 1200, 115x sowie AMDs Sockeln FM1 bis FM2 sowie AM2 bis AM5. Wärme gibt ein 360-mm-Radiator mit Abmessungen von 396 × 120 × 27 mm ab, der dichter gepackt sein soll, um die Leistung zu erhöhen. Er ist mit drei beleuchteten PWM-Lüftern des Typs Toughfan EX 120 (50 bis 2.500 U/Min) bestückt .
Ihre Lautstärke erreicht maximal 32,9 oder 35,1 dB(A). Abhängig ist das davon, ob invertierte Lüfterblätter verbaut werden, denn diese können einfach abgezogen und ausgetauscht werden. Der Vorteil liegt für Thermaltake in vereinfachter Reinigung und der Möglichkeit, den Luftstrom zu ändern, ohne den Lüfter losschrauben zu müssen. Untereinander können die Lüfter zudem kabellos über Kontaktpins hintereinander geschaltet werden.
Wohin die Reise preislich geht, verrät im Grunde schon die Ausstattung. Auf der Thermaltake-Webseite kostet das in Schwarz oder Weiß erhältliche Modell rund 350 Euro. Im freien Handel wird es ab 310 Euro geführt, ist aber bisher nicht verfügbar.
AMDs Strix Halo war als die große AI-Lösung geplant, rückte zuletzt aber klar in Richtung Gaming. Kann das funktionieren? Im Test der Top-Konfiguration AMD Ryzen AI Max+ 395 geht es auch um die Antwort auf diese Frage – AI- sowie Benchmarks zur TDP-Skalierung und einen Ausblick gibt es aber auch.
Anmerkung der Redaktion: Ursprünglich war dieser Artikel als Test des Beelink GTR9 Pro mit Strix Halo geplant. In dem Mini-PC ist der AMD Ryzen AI Max+ 395 verbaut. Da dieser Mini-PC aber technische Probleme vor allem mit dem verbauten Intel-LAN ufweist, wurde das Test-Komplettpaket vorerst verschoben um dem Hersteller mehr Zeit einzuräumen die Probleme zu beheben.
Den AMD Ryzen AI Max+ 395 kann man im System von Beelink aber trotzdem auch separat betrachten, wenn beispielsweise das LAN deaktiviert ist und der eine oder andere Absturz mal beiseite geschoben wird. Denn an der APU von AMD liegt es nicht. Auf den Erfahrungen mit dem Prozessor ohne Probleme basiert nun entsprechend diese Auskopplung.
AMD Ryzen AI Max+ 395 mit Radeon 8060S
Der verbaute AMD Ryzen AI Max+ 395 bedarf trotz bereits lange bekannten technischen Daten noch zwei, drei zusätzlichen Erläuterungen. Hinter dem Codenamen Strix Halo verbirgt sich nämlich die eine oder andere Neuerung, die in Zukunft auch bei anderen AMD-Lösungen Einzug halten könnten. Allen voran geht das Packaging.
Bisher waren APUs bei AMD rein monolithische Chips, sprich alle Bestandteile waren in einem Die verbaut. Strix Halo wiederum setzt zwar auf zwei 8-Zen-5-Kern-Chiplets (CCDs), verbindet diese aber nicht über „lange“ Leitungen auf dem Package (wie bei Ryzen-Desktop-Chips), sondern nutzt das Integrated Fan-Out-Verfahren (InFO) von TSMC.
Ryzen AI Max Chip Shot (Bild: AMD)
Genauer gesagt handelt es sich um InFO_oS (on-Substrate), welches beide Chips über Re-Distribution Layer (RDL) miteinander verbindet. Smartphone-Chips setzen in der Regel auf InFO_PoP (Package-on-Package) um dort primär DRAM auf den SoC zu stapeln. Sie alle gehören zur Familie des sogenannten Fan-Out Wafer Level Packaging (FOWLP), dessen Ziel es ist, mehrere Chips ganz eng zusammen zu packen.
AMD Strix Halo nutzt TSMCs InFO_oS (Bild: TSMC)
Um die CCDs dafür fit zu machen, musste AMD noch einmal zurück in die EDA-Tools (Werkzeuge zur Chip-Entwicklung). Heraus ist so am Ende sogar ein CCD mit acht Kernen und 32 MByte L3-Cache gekommen, der etwas kleiner und kompakter ist als das eines klassischen Ryzen 9000, obwohl alle Bestandteile nahezu identisch sind. Eine große Anpassung gab es jedoch: die Verbindung zum direkt anliegenden 307 mm² großen IOD, welches die 40 CU große Grafikeinheit einschließt, wurde überarbeitet.
CCD-Vergleich in Strix Halo und klassischem Ryzen 9000 (Bild: Bilibili)Der Anschluss zum IOD ist überarbeitet worden (Bild: Bilibili)
Die 40 CUs der Grafikeinheit belegen aber primär nur den mittleren Teil des IOD – und daran angeschlossen 32 MByte Infinity Cache, aufgeteilt in zwei 16-MB-Blöcke jeweils links und rechts der CUs. Im IO-Die ist zudem nämlich auch alles andere verbaut, was eine CPU benötigt, um mit der Außenwelt zu kommunizieren. Allen voran der 256-Bit-Speichercontroller um die acht LPDDR5X-Chips für 256 GByte/s Speicherbandbreite anzusprechen, aber auch die 50 TOPS starke NPU, Media Engine, Display-Anschlüsse, PCI Express, USB und so weiter.
Der IOD im Detail mit den zwei IFOPs an der Oberseite für zwei CCDs (Bild: Bilibili)
Heraus kommt im Komplettpaket dann Strix Halo: Eine CPU mit 16 vollwertigen Zen-5-Kernen inklusive vollem 512-Bit-AVX-Datenpfad für bis zu 5,1 GHz Takt, die zudem eine 40 CU starke RDNA-3.5-Grafikeinheit mit bis zu 2,9 GHz Takt bietet und über ein Quad-Channel-Speicherinterface schnellen LPDDR5X-8000 anspricht. Dies alles ist offiziell für 45 bis zu 120 Watt TDP gedacht, Partner dürfen aber auch gern darüber hinaus gehen. Insgesamt ist Strix Halo die aktuell modernste Lösung von AMD – in technischer Hinsicht.
Benchmarks von der Stange, AI und Spiele
AMD Ryzen AI Max+ 395 zu testen ist erst einmal natürlich nicht kompliziert. Es ist die klassische x86-CPU mit angehängter Grafikeinheit, die in dem Fall in einem Mini-PC steckt. Deshalb ist der Mini-PC-Testparcours auch die Grundlage, wenngleich der Blick auch darüber hinaus geht.
AMD Ryzen AI Max+ 395AMD Ryzen AI Max+ 395 mit 128 GByte LPDDR5X-8000
Im Standard-Profil bei 120 Watt bringt Strix Halo rund 50 Prozent mehr Leistung als Strix Point im AMD Ryzen AI 9 HX 370 mit 65 Watt. Dies beschränkt sich aber auf den Multi-Core-Teil, in Single-Core-Szenarien rangieren Strix Halo und Strix Point auf gleichem Niveau.
Mit eingegrenzter TDP können sich die vollwertigen 16 Zen-5-Kerne hingegen kaum mehr von den vier Zen-5- plus acht Zen-5c-Kernen im HX 370 absetzen. Kombiniert man die Ergebnisse aus leichter und voller Last, bleibt sogar nur ein einstelliger Vorsprung für Strix Halo. Für geringe TDPs ist das Produkt schlichtweg „overkill“, AMDs TDP-Angabe von 55 Watt wird dem Produkt überhaupt nicht gerecht.
TDP-Skalierung von 45 bis 170 Watt in Anwendungen
Im Verlaufsdiagramm wird das noch etwas deutlicher. Zu bedenken ist dabei, dass Strix Halo aus einem 307 mm² großen IOD und zwei knapp 70 mm² großen CCDs besteht, zusammen so auf knapp 450 mm² kommt. Strix Point bringt es nur auf 233 mm² – gepaart mit einfacherem Packaging.
Bei 45 Watt ist Strix Halo gleich schnell wie Strix Point bei 65 Watt. Der Vorteil und damit auch das Einsatzgebiet von Strix Halo liegt in der Skalierung problemlos bis 100 Watt und auch darüber hinaus – dort kommt Strix Point eher nicht hin. Wobei dann wiederum schnell das Ende erreicht ist, da die Temperatur mitspielen muss, wie später deutlich wird.
Dass das Testsytem von Beelink ausgerechnet bei großen AI-Workloads am dafür vorgesehen doppelt verfügbaren schnellen LAN-Anschluss abstürzt, überschattet die Sektion „AI-Leistung“. Dass im System mit 128 GB RAM davon 96 GByte Speicher problemlos als Grafikspeicher adressierbar sind, zeigt jedoch das Potenzial der Lösung.
LLMs belasten auch gern 96 der 128 GByte RAM
Klar gestellt werden muss auch, dass Strix Halo allein eigentlich kein „AI-Chip“ ist. Er bietet eine NPU mit 50 TOPS, die direkt dafür ausgelegt ist. Die restlichen Bauteile sind eine klassische x86-CPU und RDNA-3.5-Grafiklösung. Nur zusammen mit (sehr) großem geteilten Arbeitsspeicher gibt es Szenarien, in denen das dann einen Vorteil bieten kann.
GPT-OSS-120b im Einsatz – nicht immer richtig, aber funktioniert
Strix Halo wird mitunter aber auch mit nur 32 GByte RAM ausgeliefert, wovon ein Viertel stets für das System reserviert bleibt. In einer solchen Konfig bleibt entsprechend für große AI-Workloads deutlich weniger übrig und ein gern beworbener Vorteil ist nicht mehr existent – denn 24 GB Grafikspeicher bieten auch eine RTX 4090, RTX 5090 (32 GB) oder RX 7900 XTX,. Angesichts explodierender Speicherpreise dürfte es Strix Halo mit weniger als 128 GByte Speicher in Zukunft vermutlich aber immer öfter geben.
… aber echtes Gaming rückt in den Fokus
Auch wenn AMD und die Partner Strix Halo gern als Lösung für AI und ähnliche Aufgaben bewerben und verkaufen (wollten), rückt zuletzt eigentlich fast nur noch das Gaming in den Fokus – interessanterweise genau so, wie es die ersten „US-Only-Reviews“ im Februar 2025 schon taten.
In fast jeder Woche gab es in den letzten zwei, drei Monaten Meldungen, dass sich wieder ein Hersteller in Asien Strix Halo geschnappt hat und die APU in einen Mini-PC oder Handheld einbaut, weitere Notebooks sollen zudem in Kürze folgen. HP hatte mit seinem Notebook möglicherweise auch einfach die Exklusivrechte im ersten Jahr, gesichert ist das aber nicht. Dazu passen die Meldungen, dass AMD auch zwei weitere Ableger plant, die explizit die volle integrierte Grafikeinheit bieten, aber dafür auf CPU-Kerne verzichten.
Am Ende kommt dies aber auch nicht überraschend. Denn Strix Halo kann was in Sachen Gaming, auch wenn 40 CUs für die WQHD-Auflösung mitunter nicht ausreichend ohne die Qualität einzuschränken oder eben zu Full HD zu wechseln – oder FSR zu nutzen, wobei Strix Halo mit RDNA 3.5 bisher FSR 4 verwehrt bleibt.
TDP-Skalierung mit 55, 85, 120 und 176 Watt in Spielen
Um zu zeigen, was beispielsweise mit einem der kommenden teuren Handhelds oder Gaming-Notebooks möglich ist, hat ComputerBase die TDP des Testmodells eingeschränkt. Das ist im BIOS über die PBO-Funktionalität möglich. Zum Einen sind das 85 Watt, die anstatt 120 Watt im Standard-Modus insgesamt zur Verfügung stehen, und dann auch noch 55 Watt – das ist die von AMD erklärte Standard-TDP.
Motherboard-Modus bei bis zu 176 Watt
Anders herum funktioniert das Spiel hinauf bis zu 176 Watt – auch der Wert ist mit dabei, geht dann aber wirklich ans Limit des Geräts sowohl thermisch als auch bei der Leistungsaufnahme, denn das integrierte Netzteil ist darüber hinaus nicht mehr dimensioniert.
Chuwi AuBox – Standard R7 8745HS (65/75W), DDR5-5600
Einheit: Punkte
Als Gegenspieler kommt zudem kein klassisches Desktop-System zum Einsatz, sondern die Mischung aus Notebook-Lösung und Desktop, wie zuletzt beim Beelink GTi15 Ultra mit EX Pro Dockingstation (Test) gesehen. Hier wird ein Intel Core Ultra 9 285H über ein Dock mit einer diskreten GPU kombiniert. Das verbraucht mehr, aber leistet in der Regel dann auch mehr.
Neben der RX 9060XT als aktuelle Empfehlung in der Mittelklasse kommen auch zwei Karten aus der Vorgängergeneration zum Einsatz: Radeon RX 7700XT und auch 7600 setzen auch auf RDNA 3, die Radeon 8060S in Strix Halo ist zwar RDNA 3.5, die .5 beziehen sich aber primär auf Low-Power-Optimierungen, die Architekturbasis ist identisch. Die Radeon RX 7600 kommt so auf „quasi gleiche“ 32 CUs, die 8060S auf 40 CUs und die 7700XT auf 56 CUs.
Die Radeon RX 7600 zeigt ein Problem, in das in Zukunft auch weitere Grafikkarten laufen werden: 8 GByte VRAM sind ein Problem. In diesen Fällen gewinnt dann Strix Halo, denn VRAM hat dieser Chip genug zur Verfügung. Ansonsten ist die Radeon RX 7600 aber durchaus der realistische Gegenspieler aus dem Desktop-Bereich für die 8060S, modernere 9060XT spielen in einer ganz anderen Liga.
Dabei wird beim TDP-Wert von 55 Watt bei Strix Halo deutlich klar, wie niedrig diese Vorgabe von AMD gewählt ist – letztlich eigentlich zu niedrig ist. Die cTDP, die AMD dem Produkt mitgibt, die 120 Watt möglich macht, spricht dabei letztlich Bände. So viel muss es zwar nicht sein, aber die goldene Mitte zeigt sich letztlich als ziemlich guter wenn nicht sogar benötigter Wert. In Zukunft dürfte Strix Halo mit 85+ Watt also noch öfter zu sehen sein.
Apropos Verbrauch, der natürlich nicht unwichtig ist. Strix Halo hat zwar eine geringe TDP, aus der Steckdose zieht so ein Gesamtsystem dann aber durchaus einige Watt. Dabei rangiert natürlich ein System mit diskreter GPU noch stets davon, so ineffizient wie im Betrieb mit einer 9060XT sichtbar, ist das ganze aber durchaus nicht, schließlich bietet es auch mehr Leistung.
Leistung & Leistungsaufnahme in Anno 117 an der Steckdose
Gegenüber dem Standardprofil von Strix Halo, welches in Spielen in Form des gesamten System auch 200 Watt verbraucht, steht die Radeon RX 9060XT im Dock nebst Intel-Mini-PC mit einem Verbrauch von 308 Watt gegenüber – tauscht also etwas über 50 Prozent Mehrverbrauch gegen knapp 50 Prozent zusätzliche Leistung ein. Die älteren 7000er Modelle sind deutlich weniger effizient. Unter dem Standardprofil von 120 Watt ist Strix Halo letztlich sogar noch etwas effizienter, so zwischen 85 und 100 Watt dürfte der Spitzenwert in der Effizienz herausspringen. Dies wiederum deckt sich mit den anderen Erkenntnissen.
In der festen 85-Watt-Einstellung war in zwei der sechs Spiele erstmals zu beobachten, dass das Spiel etwas langsamer läuft. Die FPS spiegeln das nur bedingt wieder, als Tester, der die Benchmarks aber hunderte Male gemacht hat, fällt sofort auf, dass dieser an anderer Stelle endet – trotz gleicher 20 Sekunden Laufzeit wie immer. Dieses Verhalten ist typisch, wenn ein Titel eigentlich so nicht mehr gespielt werden kann; die Auflösung und/oder Details müssen runter. Bei 55 Watt wird das noch deutlicher ausgeprägt, hier werden Titel unspielbar, Strix Halo sollte in dem Umfeld nicht arbeiten.
AMD Strix Halo ist eine APU, wenn auch eine große. Dennoch ist Strix Halo als APU dank niedriger Leistungsaufnahme auch für den Einsatz in Notebooks und Mini-PCs geeignet. Im Leerlauf kann der PC im „Mini-PC“ von Beelink auf einen Verbrauch von knapp 15 Watt aus der Steckdose gebracht werden, 4,6 Watt davon gehen an die APU.
Natürlich nehmen auch 128 GByte RAM und der Rest des Systems einiges an elektrischer Leistung auf, das integrierte 245-Watt-Netzteil versorgt sie. Im Beelink GTR9 Pro geht dabei der Lüfter nie ganz aus, auch wenn die APU nur 32 Grad aufweist.
Unter Last zeigt sich dann das Verhalten, welches die zugrunde liegende TDP widerspiegelt: Diese fungiert in der Regel als Deckel, höher geht es nicht. Mit Ausnahme beim PBO-Profil und theoretisch 176 Watt: Das wird im Mini-PC nichts.
CPU-Leistungsaufnahme in CB24 Multi-Core
0326496128160Watt (W)
150100150200250300350400
Im Temperatur-Diagramm wird deutlich, welche Limitierung hier zuerst greift: die Temperatur. Der Mini-PC will nicht, dass die APU 90 Grad deutlich überschreitet und greift entsprechend ein. Da bei 120 Watt schon 80 Grad anliegen, wird auch klar, dass die von einigen Herstellern als Limit freigegebenen 140 Watt dann doch schnell das Maximum darstellen – darüber wird ohnehin quasi nur noch Wärme produziert, aber keine zusätzliche Leistung.
CPU-Temperatur in CB24 Multi-Core
024487296120°C
150100150200250300350400
Unterm Strich zeigen sich zwei Verhaltensweisen: Eine zu hohe TDP ist sinnlos, hier wird die APU ohnehin eingebremst. Eine geringe ist es wiederum aber auch, was im Zweifelsfall zeigt, warum Strix Halo in ganz kleinen PCs oder gar Handhelds mitunter wenig verloren hat – auch wenn es auf dem Papier gut aussieht. Die große APU will und muss eine gewisse Basisleistung erhalten, um auch Leistung liefern zu können. Sie an eine TDP-Kette mit mittleren zweistelligen Watt zu legen, ist nicht zielführend. 85 Watt als Minimum haben sich im Test als sinnvoll herausgestellt.
Fazit + Ausblick
Der AMD Ryzen AI Max+ 395 „Strix Halo“ ist ein wahres Biest und auch ein Jahr nach der Ankündigung die schnellste APU im Consumer-Geschäft, die es aktuell (lange hat es gedauert…) zu kaufen gibt.
Auf einem nicht übertriebenen TDP-Niveau betrieben, kann das Komplettpaket effizient mehr Leistung bieten als die Konkurrenz. Dabei umgeht die Lösung in Spielen dank geteiltem Arbeitsspeicher etwaige Speicherkapazitätsprobleme der per se vergleichbaren Radeon RX 7600, auch wenn sie in vielen Spielen aber eigentlich kaum schneller ist als diese – die Speicherbandbreite und die TDP der GPU bilden Flaschenhälse.
In AI-Anwendungen wiederum hilft nicht die verbaute NPU mit ihren 50 TOPS, sondern die GPU plus CPU und der große RAM, von dem sich letztlich 96 der 128 GByte zum Beispiel für LLMs nutzen lassen. Hier geht es digital zu: Reicht der Speicher, läuft das Modell, ist er zu klein, kann man es vergessen – auch mit einer RTX 5090 mit 32 GB.
Mit explodierenden Speicherpreisen dürften allerdings bald Strix-Halo-Systeme mit nur 32 GByte, die es auch jetzt schon gibt, immer mehr zur Regel werden, die 128-GB-Ausführung eher eine Ausnahme sein.
Interessante Erkenntnisse brachte die TDP-Skalierung hervor und zeigt, warum Hersteller bisher einen Wert zwischen 85 und 120 Watt als optimal erachten und ihre Geräte entsprechend klassifizieren. Optimale TDP heißt in dem Fall nämlich nicht der Wert von AMD, der mit 55 Watt viel zu gering gewählt ist und deshalb auch von keinem Kunden so umgesetzt wird. Denn im Worst Case ist Strix Halo dann nur noch so schnell wie Strix Point – bei viel höheren Kosten (und LLMs, die viel Grafikspeicher brauchen, einmal außen vor). 85+ Watt sind hingegen optimal. Mit mehr als 120 Watt muss das System wiederum auch nicht mehr betrieben werden, die Leistung steigt kaum.
Strix Halo im Mini-PC vs. dGPUs
Fast ein Jahr ist nun seit der Vorstellung von Strix Halo vergangen. Den anfangs (nicht ganz konsequent) anvisierten Profi-Markt hat AMD nur bedingt getroffen. Große namhafte Hersteller haben – wenn überhaupt – oft nur ein einziges Gerät im Portfolio, ein „(AI-)Mini-Workstation-Aushängeschild“ ist eigentlich nur der Framework Desktop.
Die zweite Welle, die seit Sommer anrollt, ist die der (Gaming-)Mini-PCs und Gaming-Handhelds. Anwendungen und AI rücken hier stetig weiter in den Hintergrund, Gaming klar in den Fokus. Auch die laut Gerüchteküche neu geplanten Strix-Halo-Varianten von AMD mit explizitem GPU-Vollausbau, aber kastrierter CPU sprechen diese Sprache.
Und das kann durchaus funktionieren: In einem kleineren Paket gibt es aktuell einfach nicht mehr Leistung und mobile Grafikkarten bietet AMD selber gar nicht. Nvidia hat für das eigene Arm-GeForce-SoC das Jahr 2025 verpasst.
Das größte Problem dieser Strix-Halo-Gaming-Systeme ist vermutlich der Preis. Und mit rapide steigenden Speicherpreisen wird es für das Paket Strix Halo inklusive verlötetem LPDDR5X nur noch teurer. Neue Produkte zur CES 2026 werden zeigen, wohin sich die Plattform im Jahr 2026 entwickelt und ob sie eine Zukunft und eventuell auch einen Nachfolger haben wird.
ComputerBase hat den GTR9 Pro mit AMD Ryzen AI Max+ 395 und GTi15 Ultra plus EX Pro Dockingstation von Beelink zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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