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Digital Business & Startups

Digital Recovery: Cyber-Resilienz für Start-ups


#Gastbeitrag

Gerade junge Start-ups agieren unter enormem Innovationsdruck und haben bei Cyberangriffen oft nur eine vergleichsweise dünne IT-Abwehrlinie. Im Zeitalter von Ransomware ist fehlende Cyber-Resilienz für Start-ups mehr als ein Betriebsrisiko: Sie wird schnell zur Existenzfrage.

Digital Recovery: Cyber-Resilienz für Start-ups

Gerade junge Start-ups agieren unter enormem Innovationsdruck und haben bei Cyberangriffen oft nur eine vergleichsweise dünne IT-Abwehrlinie. Im Zeitalter von Ransomware ist fehlende Cyber-Resilienz für Start-ups mehr als ein Betriebsrisiko: Sie wird schnell zur Existenzfrage. Denn ohne sofortige Datenwiederherstellung und eine wirklich resilient aufgebaute Backup-Architektur kann eine einzige Attacke ausreichen, um digitale Traumstarts abrupt zu beenden.

Cyber-Resilienz für Start-ups: Schutz jenseits klassischer Backups

Die wachsende Bedrohung durch Ransomware trifft gerade Start-ups empfindlich. Während große Unternehmen spezialisierte IT-Sicherheitsteams beschäftigen, kämpft die Start-up-Szene oft noch mit limitierten Ressourcen. Genau hier setzt Digital Recovery an: Mit cyber-resilienten Konzepten, Immutable-Backup-Technologien und einem Incident-Response-Team gelingt es, Start-ups weitreichend gegen Ausfälle durch Verschlüsselungstrojaner zu schützen. Was auf dem Papier einfach klingt, wird in der Krisenrealität zur Überlebensfrage.

Ransomware-Datenrettung: Wenn ein Backup nicht genügt

Die Zahlen sind alarmierend: Immer häufiger gelingt es Angreifern, nicht nur die Produktivdaten, sondern direkt sämtliche Backups zu infizieren. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen und zeigt, was unter Cyber-Resilienz für Start-ups wirklich zu verstehen ist. Ein cyber-resilientes Backup bleibt auch dann unangreifbar, wenn herkömmliche Sicherungen kompromittiert wurden. Erfahrungswerte von Digital Recovery belegen, dass Datenwiederherstellung auch nach schwerwiegenden Attacken möglich bleibt, etwa durch forensisch abgesicherte Sicherungskopien, die nicht nachträglich manipuliert werden können.

Immune Backup-Architektur für junge Unternehmen

Eine moderne Architektur muss heute weit mehr leisten als früher. Immutable-Backup-Lösungen verhindern nachweislich die nachträgliche Veränderung oder Verschlüsselung von Sicherungsdateien. Digital Recovery setzt unter anderem auf diese Technologie und bietet jungen Unternehmen bestmögliche IT-Notfallhilfe. Das Ziel: Im Fall der Fälle kann nicht nur schnell reagiert, sondern mit hoher Erfolgschance eine vollständige Datenwiederherstellung umgesetzt werden. Gerade für Start-ups, deren Geschäftsmodell oft auf Echtzeitdaten basiert, ist diese Fähigkeit von existenzieller Bedeutung.

Incident Response als Schlüssel zur IT-Sicherheit für Start-ups

Ein umfassender Incident-Response-Ansatz entscheidet heute über den Fortbestand von Unternehmen nach einem Cyberangriff. Start-ups profitieren bei Digital Recovery von klar definierten Prozessen: von der fachlichen Analyse eines Angriffs bis hin zur gerichtsfesten Beweissicherung. Das Unternehmen verfügt über ein internationales Expertenteam und eigene Recovery-Labore, um in Echtzeit reagieren zu können. Damit wird Cyber-Resilienz für Start-ups zum strategischen Vorteil, der auch gegenüber Investoren und Partnern Vertrauen schafft.

Was hinter dem SIRIS Backup-Check steckt

2025 öffnete Digital Recovery ihren kostenfreien SIRIS Backup-Check für mittelständische und größere Unternehmen und gibt damit erstmals einen strukturierten Einblick in die reale Backup-Resilienz. Für Start-ups bietet diese Initiative die seltene Gelegenheit, professionelle Bewertungen und konkrete Handlungsempfehlungen für ihre IT-Architektur zu erhalten. Einen besseren Einstieg in das Thema Cyber-Resilienz für Start-ups gibt es kaum. Angesichts der wachsenden Bedrohungslage und immer raffinierterer Angriffsmethoden gehört Cyber-Resilienz für Start-ups heute zu den entscheidenden Wettbewerbsfaktoren. Wer frühzeitig investiert, verschafft sich mehr als Schutz: Er bewahrt die betriebliche Handlungsfähigkeit, Reputation und Geschäftsziele.

Mehr Informationen und Details zur individuellen Cyber-Strategie unter www.digitalrecovery.com/de.

Foto (oben): Digital Recovery PHD GmbH



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+++ Kaia Health +++ Sword Health +++ LiveEO +++ Native Instruments +++ OOTB.NRW Award +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Live im STARTUPLAND: Patrick Löffler (givve) +++ Kaia Health: Ein Exit (285 Millionen) zum Hingucken +++ LiveEO setzt zum großen Sprung an +++ Musikfirma Native Instruments ist insolvent +++ Eventtipp: OOTB.NRW Award +++

+++ Kaia Health +++ Sword Health +++ LiveEO +++ Native Instruments +++ OOTB.NRW Award +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Dienstag, 3. Februar).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND is where the future begins.

+++ Am 18. März findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere dritte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

Live im STARTUPLAND: Patrick Löffler (givve)

+++ Das 2010 gegründete FinTech givve kümmert sich um Benefits wie steuerfreie Sachbezüge. 30.000 Unternehmen setzen derzeit auf givve. Patrick Löffler kennt Leistung, Druck und Rückschläge aus zwei Welten: dem Profisport und dem Unternehmertum. Nach seiner Karriere in der deutschen Snowboard-Nationalmannschaft gründete er 2010 das FinTech givve. Mehr als 30.000 Unternehmen setzen derzeit auf givve und wickeln jährlich über 5,8 Millionen Transaktionen ab. Sein Thema im STARTUPLAND: The 2% CEO – Building a Startup, a Culture and a Life That Can Take a Punch.

#STARTUPTICKER

Kaia Health
+++ Großer Exit im HealthTech-Segment! Das Unternehmen Sword Health aus Portugal übernimmt das Münchner Health-Startup Kaia Health. Der Kaufpreis beträgt 285 Millionen US-Dollar. Kaia Health, 2016 von Konstantin Mehl und Manuel Thurner gegründet, entwickelt digitale Therapien für chronische Erkrankungen (Rückenschmerzen, COPD). Insgesamt flossen in den vergangenen Jahren rund 100 Millionen Euro in Kaia Health. Balderton Capital hielt zuletzt rund 17,6 % an Kaia Health. Hedosophia war mit 15,6 % an Bord. Auf Heartcore Capital entfielen knapp 12,7 %. Optum Ventures hielt vor der Übernahme 10,7 %. Die Gründer Konstantin Mehl und Manuel Thurner waren vor dem Exit noch mit 7,9 % bzw. 7,1 % beteiligt. Mehr über Kaia Health

LiveEO
+++ Ein mutiger Strategiewechsel! LiveEO aus Berlin wertet mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) Satellitenbilder aus. Ein Thema dabei ist die Überwachung von Infrastruktur. Nun setzt das Team zum ganz großen Sprung an und steigt in die Satellitenproduktion. So möchte das Unternehmen, das zuletzt 10 Millionen Umsatz erwirtschaftete, seine Abhängigkeit von externen Satellitendiensten senken. LiveEO beschäftigt derzeit 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen sammelte bislang 59 Millionen Euro von Investoren ein. Der Londoner DeepTech-Investor MMC Ventures hält derzeit rund 17 % an LIveEO. Auf den DeepTech & Climate Fonds (DTCF) entfallen 12 % und auf btov Partners 8 %. (HandelsblattMehr über LiveEO

Native Instruments
+++ Pleite! Das Berliner Musikunternehmen Native Instruments ist insolvent. Das Unternehmen, 1996 gegründet, kümmert sich um Software und Hardware für digitale Musikproduktion. Die Beteiligungsgesellschaft Francisco Partners übernahm 2021 die Mehrheit an Native Instruments. 350 Mitarbeitende wirkten zuletzt für Native Instruments. Zuletzt wollten Bridgepoint Group und Bain Capital Native Instruments übernehmen, wie heise online berichtet. (heise online) Mehr über Native Instruments

OOTB.NRW Award
+++ Eventtipp: Ab sofort können sich Startups mit digitalen Geschäftsmodellen aus NRW für den OOTB.NRW Award bewerben! „Gesucht werden mutige Tech-Gründer:innen mit digitalen Geschäftsmodellen, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft verändern“, so das Team. Der Wettbewerb wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW initiiert, von NRW.BANK mit einem Gesamtpreis von 50.000 Euro gesponsert und von der Founders Foundation ausgerichtet. Die besten Teams pitchen am 18. Juni beim großen Finale auf der Hinterland of Things Konferenz in Bielefeld vor Investor:innen, Entscheider:innen und Medien. Bewerben können sich Startups mit Sitz in NRW, die zwischen Januar 2023 und Ende Dezember 2025 gegründet wurden. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 28. Februar 2026. Jetzt bewerben

StartupsToWatch
+++ In der millionenschweren Startup-Welt tummeln sich viele aufstrebende (junge) Unternehmen, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient haben. Dazu gehören die drei Startups NetBird aus Berlin, smatch aus Hamburg und Co-reactive aus Düsseldorf. Mehr in StartupsToWatch

Startup-Radar
+++ Erneut bereichern vielversprechende Neugründungen die Startup-Szene. Im Folgenden stellen wir diese junge Unternehmen vor: foom, Colibri, Marble Imaging, Donnerstag.ai und YOUL. Mehr im Startup-Radar

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



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Große Versprechen, fragwürdiges Kleingedrucktes: Verbraucherzentrale klagt gegen Finns Auto-Abo



Große Versprechen, fragwürdiges Kleingedrucktes: Verbraucherzentrale klagt gegen Finns Auto-Abo
Der Auto-Abo-Anbieter Finn wirbt mit günstigen Preisen. Parallel steigt die Zahl der Kunden-Beschwerden, Verbraucherschützer klagen.



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Am Anfang ist Bootstrapping anstrengender


#Interview

Das Münchner Startup smartvillage, 2018 von Lukas Koppitz und Gerd Krohn gegründet, bietet Räume für Workshops, Konferenzen oder Teamevents an. Derzeit beschäftigt das profitable Unternehmen rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Am Anfang ist Bootstrapping anstrengender“

Bei smartvillage aus München, 2018 von Lukas Koppitz und Gerd Krohn gegründet, dreht sich alles um Räume und die Services drumherum. „Bei smartvillage bieten wir Unternehmen mit 200 bis 600 Personen Räume und Services an, die sie für einzelne Tage für Veranstaltungen im Fokus mieten können“, sagt Gründer Lukas Koppitz zum Konzept.

Bisher haben die Bajuwaren ihr Unternehmen komplett ohne Investoren aufgebaut. „Wir haben in den ersten neun Monaten nach der Gründung schon Gewinn gemacht – bis auf die Corona-Zeit war das in allen Jahren so. Das hat es uns ermöglicht, Bankfinanzierungen zu verschiedenen Phasen zu nutzen. Das ist recht untypisch, denn normalerweise erhalten Startups keine Kredite“, führt Koppitz weiter aus.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht der smartvillage-Macher einmal ausführlich über den Stand der Dinge in seinem Unternehmen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter smartvillage erklären?
Bei smartvillage bieten wir Unternehmen mit 200 bis 600 Personen Räume und Services an, die sie für einzelne Tage für Veranstaltungen im Fokus mieten können. Zum Beispiel für Workshops, Konferenzen, Kongresse, Messen, Teamevents oder Firmenfeiern. Hier finden sie alles, was sie für einen erfolgreichen Tag benötigen: Von Essen, Getränken und Kaffee über Arbeitsmaterialien wie Beamer und Whiteboards bis hin zu verschiedenen Räumen. Egal ob jemand vor hunderten Menschen auf einer größeren Bühne sprechen will, oder man sich im kleinen Team zu fünft bespricht – wir haben die passenden Räume. Wir wollen, dass Mitarbeitende den schönsten Arbeitstag ihres Jahres bei uns verbringen und sich rundum wohlfühlen. Deswegen kümmern wir uns vor Ort um alles. Das funktioniert so reibungslos, weil wir aus den Daten von über 250.000 Gästen und über 10.000 Anfragen und Angeboten lernen. Außerdem sind unsere smartvillages designtechnisch und konzeptuell so ausgestattet, dass Teams inspiriert werden und echte Begegnungen mit ihren Teammitgliedern erleben können. Für Unternehmen ergeben sich daraus messbare finanzielle Einsparungen und sie können ihren Teamgeist durch persönliche, anlassbezogene Begegnungen fördern. Vor allem Homeoffice und Remote Work haben dafür gesorgt, dass die festen Büros vieler Unternehmen nicht ausreichend genutzt werden. Anstatt ihr Geld weiter für wenig genutzte Büros zu investieren und damit hohe Fixkosten zu tragen, buchen sie smartvillage einfach genau dann, wenn sie die Fläche auch wirklich brauchen. Wir nehmen also eigentlich ein sehr „verstaubtes“ und bekanntes Businessmodell, haben dieses brandtechnisch und technologisch neu gedacht, ins 21. Jahrhundert transferiert und dadurch erfolgreich gemacht. 

War dies von Anfang an Euer Konzept?
Unser Konzept hat sich seit der Gründung Anfang 2018 marginal verändert. Wir hatten ein paar Coworking-Leistungen für das erste halbe Jahr ausprobiert, der Fokus war aber immer derselbe wie heute. Wir hatten direkt unsere Unternehmensphilosophie entwickelt und seitdem ausgebaut: Wir kombinieren eine starke Marke mit Technologie und Daten, um ein einzigartiges und perfektes Erlebnis für unsere Kunden zu schaffen. Dabei befinden wir uns natürlich in einem Umfeld, das sich über die Jahre gewandelt hat – da müssen wir entsprechend mitdenken und mitgehen. Corona war beispielsweise eine Zäsur in unserem Geschäft: Für zwei Jahre ist beinahe alles zum Erliegen gekommen. Geblieben ist ein deutlich höherer Anteil an Remote Work in Unternehmen. Für smartvillage ist das ein Vorteil, denn weniger Office-Präsenz im Berufsalltag steigert den Bedarf von temporären Flächen, an denen sich Menschen in größere Gruppen austauschen können. Aktuell sehen wir wieder einen Umbruch: Die wirtschaftliche Lage in Europa und Deutschland wirkt sich durchschnittlich negativ auf Buchungszahlen der einzelnen Kunden aus – dafür gewinnen wir gerade durch unseren datengetriebenen Ansatz an Marktanteilen und können durch unsere Expansionen die temporäre Stagnation im Markt überkompensieren. Unsere NPS-Werte liegen bei über 50 – der Branchenstandard bei etwa 18 – damit können wir unsere Wettbewerber ganz klar in puncto Kundenzufriedenheit übertreffen. Und Kundenzufriedenheit ist der wichtigste Punkt in unserem Geschäftsmodell. 

Wie hat sich smartvillage seit der Gründung entwickelt?
Wir sind Anfang 2018 mit einem Mitarbeitenden und dem ersten smartvillage in München gestartet. 2022 folgte dann die Eröffnung in München Bogenhausen, 2024 Köln und 2025 in Berlin. Aktuell betreiben wir also vier Standorte mit 15.000 Quadratmeter Fläche. Alleine 2025 haben wir ca. 100.000 Gäste in unseren Locations begrüßt. Im diesem Jahr werden wir deutlich zweistellige Millionenumsätze profitabel erreichen. Wir beschäftigen jetzt mehr als 50 Teammitglieder, smarties genannt, in unseren Locations und haben große Ziele. Im Jahr 2030 wollen wir eine Million Gäste in den smartvillages begrüßen. Deswegen ist für kommendes Jahr die Skalierung geplant – mit zwei neuen Locations in Frankfurt und Hamburg. Bis 2028 werden wir insgesamt neun weitere Flagshipstores im DACH-Raum eröffnet haben und anschließend in den EU-Markt eintreten. 

Du hast Dein Startup bisher ohne Fremd-Finanzierungen und Kapitalgeber aufgebaut. War dies von Anfang an eine bewusste Entscheidung?
Ja, diese Entscheidung haben wir ganz bewusst so getroffen. Wir haben in den ersten neun Monaten nach der Gründung schon Gewinn gemacht – bis auf die Corona-Zeit war das in allen Jahren so. Das hat es uns ermöglicht, Bankfinanzierungen zu verschiedenen Phasen zu nutzen – anfangs noch mit privater Haftung. Das ist recht untypisch, denn normalerweise erhalten Startups keine Kredite. Seit 2024 ist das Unternehmen „fully bankable“ und wir sind damit als Privatpersonen aus den Haftungen raus. Für uns ist das ein echter Milestone in unserer Reise gewesen und zeigt, dass wir mittlerweile ein Grown-up sind. 

Wie war der Start ohne fremdes Geld – was geht recht einfach, was ist als Bootstrapping-Startup recht schwierig?
Die bisherige Skalierung war für uns dank unseres datenbasierten Ansatzes vergleichsweise einfach. Wir können anhand echter Daten lernen, was unsere Gäste wirklich brauchen und wo die individuellen Bedürfnisse liegen. Zudem ist unser Produkt für den Kunden auch sehr einzigartig am Markt: Kein Wettbewerber bietet in drei Städten ein so einzigartiges Design und Betriebskonzept an wie wir. Dieser strategische Ansatz in der Kundenverwaltung ermöglicht es uns schon immer, nicht nur glückliche Kunden zu haben, sondern auch Multiplikatoreffekte zu nutzen und unseren Teammitgliedern damit Zeit für komplexe Themen zu verschaffen. Bis auf die Corona-Zeit waren wir also immer profitabel und fully bankable und konnten so auch ohne Investoren schnell wachsen. Wir haben im Zeitraum von 2021 – mit fast siebenstelligen Umsätzen –  bis 2025 eine CAGR von über 70 Prozent gestemmt. Das ist eine wahnsinnige Leistung des gesamten Teams. 

Gab es denn viele Dinge, die Du einfach nicht umsetzen konntest, weil das Geld fehlte?
Wir hätten bereits viel früher smartvillages in weiteren Städten eröffnen können, wenn mehr Kapital da gewesen wäre. Andererseits hätten wir alle Fehler und Learnings aus den vergangenen zwei Jahren in Berlin und Köln dann ebenfalls multipliziert und das hätte noch mehr wehgetan. Jetzt sind wir in einer Phase, in der wir unsere Wachstumsschmerzen systematisch reduzieren und hinter uns lassen konnten– also ideal, um jetzt mit mehr Kapital schneller zu wachsen. Weil wir genau das sehen, stehen wir auch regelmäßig im Austausch mit unseren Banken und anderen potenziellen Investoren. Dabei wägen wir aber auch weiterhin ab, ob wir sinnvoll schneller wachsen können, wenn wir Eigenkapital nutzen oder Fremdkapital aufnehmen. 

Was rätst Du anderen Gründer:innen, die sich für Bootstrapping entscheiden?
Einen langen Atem und hohe Schmerztoleranz. Es gibt eine schöne Grafik zum Thema Stress und Zufriedenheit im eigenen Unternehmen, die VC-backed Startups mit gebootstrappten Startups vergleicht. Am Anfang ist Bootstrapping anstrengender, risikoreicher und mit mehr Stress verbunden. Das ändert sich aber mit der Zeit. Wir sind sehr zufrieden, den Weg bis hierhin ohne Investoren gegangen zu sein. Auch wenn wir in Zukunft Investoren aufnehmen werden, ergibt sich dann einfach eine andere Zusammenarbeit und natürliche Evaluation, als wenn wir direkt am Anfang Investoren aufgenommen und in der frühen Phase ein Modell aufgebaut hätten, das dann alle zwölf Monate auf neues Kapital angewiesen ist. 

Wo steht smartvillage in einem Jahr?
In einem Jahr haben wir erfolgreich zwei weitere Locations in Frankfurt und Hamburg. Damit das alles glattläuft, nutzen wir wieder unseren datengetriebenen Ansatz mit Hubspot als individualisierte und automatisierte Kernlösung. 2026 werden wir mit smartvillage as a Service auch ein neues Produkt auf den Markt bringen. Die Plattformlösung wird Software und operatives Betriebssystem mit einer Love-Brand kombinieren. Konferenzhotels erhalten damit eine All-in-one-Lösung, um ihre Meeting- und Eventflächen komplett outzusourcen – von der Planung über die Buchung bis zur Abrechnung. Ein digitales Interface hilft dabei, die Zuverlässigkeit standardisierter Hotelinfrastruktur mit der Erlebnisqualität und technologischer Infrastruktur von smartvillage zu kombinieren. Der Vorteil: Hotels können ihre Auslastung erhöhen, müssen allerdings nicht aufwändig eigene Eventstrukturen aufbauen oder können diese abbauen – so können sie bei ihrem Kerngeschäft bleiben, während Unternehmen deutschlandweit auf klare Standards und wiederholbare Prozesse – und damit ein gleichbleibend herausragendes Erlebnis – zugreifen können. 

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): smartvillage



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