Online Marketing & SEO
Digital-Report zeigt: So viel Zeit verbringen wir im Internet
Auch das Nutzungsverhalten verschiebt sich weiter: 96 Prozent der Internetnutzer:innen gehen heute über ihr Smartphone online, während nur noch 60 Prozent regelmäßig einen Desktop oder Laptop verwenden. Wer Inhalte nicht für mobile Geräte optimiert, riskiert, einen Großteil seiner Zielgruppe, und damit den Zugang zum digitalen Alltag, zu verlieren.
Mehr als zwei Arbeitstage pro Woche – so viel Zeit verbringen wir mit Social Media
Social Media ist längst kein Freizeitphänomen mehr, sondern fester Bestandteil des Alltags. Im Durchschnitt verbringen Nutzer:innen 18 Stunden und 36 Minuten pro Woche in sozialen Netzwerken. Laut Digital 2026 Global Overview Report verbringen 16- bis 24-Jährige im Schnitt rund 24 Stunden und 40 Minuten pro Woche mit Social Media und Online-Videos, Frauen etwas mit fast 26 Stunden mehr als Männer circa 23,5 Stunden. In der Altersgruppe über 65 Jahre ist die wöchentliche Nutzungszeit deutlich niedriger: Frauen kommen auf etwas über acht Stunden, Männer auf etwas über sieben Stunden.

Ein Blick auf die tatsächliche App-Nutzung zeigt, dass nicht alle Plattformen gleich viel Aufmerksamkeit binden. Die neuesten App-Intelligence-Daten von Similarweb belegen: YouTube ist weltweit die Plattform, auf der die Menschen insgesamt am meisten Zeit verbringen. Mit einem Indexwert von 100 führt der Streaming Player deutlich vor WhatsApp (63,7), Facebook (62,3), Instagram (56,0) und TikTok (55,1). Zusammengenommen beanspruchen diese fünf Plattformen den Großteil der weltweiten Social-Media-Zeit.

Meta dominiert dagegen das Gesamtranking: Vier der fünf größten Plattformen gehören zum Konzern, angeführt von Facebook (fast drei Milliarden Nutzer:innen), WhatsApp (2,7 Milliarden), Instagram (2,1 Milliarden) und dem Messenger (979 Millionen). Nur YouTube mit fast 2,5 Milliarden Nutzer:innen durchbricht die Meta-Vorherrschaft. X hingegen verliert weiter an Relevanz: Die durchschnittliche Nutzungszeit sank auf drei Stunden pro Monat, und die Plattform gehört in den meisten Regionen nicht mehr zu den Top-Fünf.
Der Report zeigt außerdem: Social-Media-Anzeigen sind heute einer der zentralsten Einflussfaktoren für Markenbekanntheit bei 16- bis 34-Jährigen. Mehr als 30 Prozent der Erwachsenen entdecken neue Marken, Produkte oder Services über Werbung in sozialen Netzwerken häufiger als über klassische Kanäle.

Immer online?
Gen Z und Millennials von Social-Media-Sucht in Deutschland besonders betroffen

Messaging Apps bleiben eine der wichtigsten mobilen Funktionen
84,5 Prozent der Internetnutzer:innen verwenden mindestens eine Messaging App pro Monat. WhatsApp führt mit 2,7 Milliarden aktiven Nutzer:innen, gefolgt von WeChat, Messenger, Telegram und Snapchat.
Navarra ordnet diesen Bereich als Teil des „Dark Social“ ein, also jener Kommunikation, die im Verborgenen stattfindet: in Chats, Gruppen und privaten Nachrichten. Dort entstehen Empfehlungen und Kaufentscheidungen, die sich kaum tracken lassen, für Marken aber oft entscheidender sind als öffentliche Likes oder Kommentare.
Social Media wird zur Suchmaschine – doch klassische Suche bleibt zentral
Immer mehr Menschen suchen nicht mehr bei Google, sondern direkt auf Social Media nach Marken, Produkten oder Ideen. 72,3 Prozent der Internetnutzer:innen recherchieren inzwischen auf Plattformen wie Instagram oder TikTok, auch LinkedIn wächst im B2B-Bereich spürbar. Fast die Hälfte der 16- bis 44-Jährigen hat im vergangenen Monat direkt über Social Media eingekauft, bei der Gen Z sind es sogar 59 Prozent.
Doch der nächste Umbruch steht schon bevor: KI verändert, wie wir suchen und wie Antworten aussehen. Immer mehr Nutzer:innen wenden sich an Tools wie ChatGPT oder Gemini, um Informationen zu finden, statt klassische Suchmaschinen zu nutzen. Der Digital 2026 Report zeigt, dass weltweit bereits über eine Milliarde Menschen monatlich KI-Plattformen verwenden. Zwar machen KI-Assistants laut eMarketer bislang nur einen kleinen Anteil an der gesamten Suchzeit aus, doch ihr Einfluss auf die Informationssuche wächst rasant.
Trotzdem bleibt die klassische Suche wichtig. Laut GWI nutzen aktuell 80,3 Prozent der Erwachsenen monatlich eine Suchmaschine, der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung, aber immer noch die klare Mehrheit. Google hält rund 90 Prozent aller Suchweiterleitungen, und der Traffic auf google.com ist in den vergangenen zwei Jahren nur leicht um ein bis zwei Prozent gesunken.
Auch wirtschaftlich bleibt die Suche ein Schwergewicht. Laut Statista investierten Unternehmen in diesem Jahr weltweit 352 Milliarden US-Dollar in Suchanzeigen, also fast eine Milliarde Dollar pro Tag. Social-Media-Werbung wächst mit rund 13 Prozent jährlich zwar schneller, doch zusammen machen Such-, Social- und zunehmend auch KI-gestützte Entdeckungsformate bereits mehr als die Hälfte aller globalen Werbeausgaben aus. Social Media inspiriert, KI erklärt, die Suche führt zur Entscheidung – und alle drei bleiben für Marken unverzichtbar.
State of Search 2025:
So sucht Deutschland
Über 1 Milliarde Menschen nutzen monatlich KI
Die Datenlage zeigt deutlich: Künstliche Intelligenz ist längst Teil des digitalen Alltags. Laut dem Digital 2026 Global Overview Report nutzen weltweit über eine Milliarde Menschen pro Monat KI-Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude. Darauf weist eine von Kepios durchgeführte Analyse hin. Diese Schätzung basiert auf einer Hochrechnung verschiedener Quellen, da es derzeit schwierig bleibt, eine exakte Zahl für die weltweite KI-Nutzung zu bestimmen.

Similarweb verzeichnete im August 2025 über 550 Millionen monatliche App-Nutzer:innen und rund 500 Millionen eindeutige Geräteidentitäten auf der Webversion von ChatGPT. OpenAI CEO Sam Altman sprach im Oktober 2025 von rund 800 Millionen wöchentlich aktiven ChatGPT-Nutzer:innen.
Auch jenseits von OpenAI wächst die Nutzung rasant. Zwischen 100 und 200 Millionen Menschen weltweit verwenden weitere generative KI-Tools wie Claude oder Perplexity AI, die sich vor allem im englischsprachigen Raum als Alternativen zu ChatGPT etablieren. In China, wo ChatGPT weiterhin blockiert ist, hat sich parallel ein eigenständiges KI-Ökosystem entwickelt – mit rund 250 Millionen aktiven Nutzer:innen, die lokale KI-Agents verwenden. Addiert man diese Zahlen, wird klar: Die globale Nutzung generativer KI liegt längst deutlich über der Milliardengrenze. KI ist damit kein Zukunftsversprechen mehr, sondern Teil alltäglicher Routinen. Sie prägt, wie Menschen Informationen suchen, Inhalte erstellen und miteinander kommunizieren.
Top 100 KI-Apps 2025:
Neue Player, All Stars und die Apps, die verlieren

Das Internet ist zum Lebensraum geworden
Der Digital 2026 Report zeigt deutlich, wie sehr Social Media, KI und Mobile inzwischen ineinandergreifen. Kommunikation, Unterhaltung, Shopping und Suche sind heute keine getrennten Welten mehr, sie verschmelzen zu einem gemeinsamen digitalen Alltag. Für Marken heißt das: Sichtbarkeit, Austausch und Kaufentscheidungen passieren längst am selben Ort. Social Media ist der erste Touchpoint, Messaging wird zum direkten Draht zur Community, Mobile Content sorgt für Reichweite und KI verändert, wie Informationen entstehen, gefiltert und verstanden werden.
Am Ende lässt der Report keinen Zweifel: Das Internet ist kein zusätzlicher Ort mehr. Es ist der Raum, in dem Menschen leben, arbeiten, sich austauschen und konsumieren.
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Quadrate-Streit: Ritter Sport setzt Markenrechtssreit um Quadrat-Haferriegel fort
Ritter Sport sieht seinen Markenschutz bedroht
Ritter Sport geht weiter gegen den quadratischen Haferriegel „Monnemer Quadrat Bio“ der Firma Wacker aus Mannheim vor: Das Unternehmen hat Berufung beim Oberlandesgericht Stuttgart eingelegt. Ritter Sport will demnach die Niederlage vor dem Landgericht Stuttgart vom Januar nicht akzeptieren.
Bei der Urteilsverkündung hatte der Vorsitzende Richter Thomas Kochendörfer gesagt: „Wir haben die Klage abgewiesen, weil wir keine Marke
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Prompting SEO? Mit Semrush App in ChatGPT
Über die Semrush App in ChatGPT können User mit Prompts in natürlicher Sprache SEO Insights aufrufen und ganze Reports erstellen lassen. Ist das der nächste Schritt auf dem Weg zur KI-Sichtbarkeitsanalyse?
In Zeiten der KI-Suche mit ChatGPT, Perplexity, Claude und Googles AI Mode verändert sich die Sichtbarkeit von Inhalten und Seiten im Web drastisch. Doch auch die Art und Weise, wie Seitenbetreiber:innen Analysen zu Traffic und Sichtbarkeit anstellen können, wird deutlich verändert. Dabei unterstützt die Künstliche Intelligenz ebenso. Die Analyseplattform Semrush bietet seit Kurzem eine ChatGPT App an, um direkt im AI Chat umfassende SEO Insights bereitzustellen. User müssen gar nicht erst in eine andere App wechseln, um Wettbewerbseindrücke, Performance-Zusammenfassungen und Keyword-Details in Berichtsform einzusehen.
Milliarden-Deal:
Adobe setzt auf Semrush und GEO

So funktioniert die Semrush App in ChatGPT: Per Prompt zu SEO-Analysen
Semrush wurde erst kürzlich von Adobe übernommen. Der Tech-Konzern sieht im Unternehmen einen wichtigen Faktor bei der Optimierung von Lösungen im Bereich der SEO und GEO. Anil Chakravarthy, Präsident von Adobes Digital Experience Business, betont die Relevanz generativer KI für die Markensichtbarkeit:
Brand visibility is being reshaped by generative AI, and brands that don’t embrace this new opportunity risk losing relevance and revenue. With Semrush, we’re unlocking GEO for marketers as a new growth channel alongside their SEO, driving more visibility, customer engagement and conversions across the ecosystem.
Adobe selbst bietet beispielsweise einen LLM Optimizer und die kostenlose Chrome-Erweiterung „Is Your Webpage Citable?“ an, um Unternehmen und User bei der Analyse ihrer eigenen Sichtbarkeit im Zeitalter der KI-Suche zu unterstützen.

Semrush liefert den Usern schon lange umfassende SEO-Einblicke in den eigenen Properties. Jetzt kommt eine dedizierte ChatGPT App dazu, die quasi ein SEO Prompting ermöglicht. Denn mithilfe der ChatGPT-nativen App können User direkt in der OpenAI-Chat-Oberfläche mit natürlicher Sprache Prompts nutzen, um spezifische SEO Insights hervorzuheben.
Basierend auf Semrush-Daten können Nutzer:innen dann zum Beispiel Traffic Insights und Wettbewerbsdaten erhalten. Sie können nach Keyword Analytics suchen, nach Backlink-Informationen oder auch Trends in Echtzeit verfolgen. Per Prompt lassen sich dann sogar ganze Analyseberichte in der App kreieren, die auf einen Blick Aufschluss über relevante Analysefragen geben.
Um die App zu nutzen, sollen User in den Einstellungen einfach auf Apps klicken. In unserem Test mit einem Free Account ist die Verknüpfung noch nicht zu sehen, sie dürfte dann aber bald verfügbar sein. Da Semrush eine Model Context Protocol (MCP) Server-Kompatibilität für die Trends und Standards API bietet, können User die Insights des Unternehmens auch mit einer Anbindung an andere KI-Tools wie Claude oder Cursor einsehen und einsetzen.
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Globale Kampagne: Jung von Matt und Mini laden zum Träumen ein
Mini starte eine neue Produktkampagne für die Cooper-Modelle
Mini startet eine neue globale Kampagne. Es ist der erste Produktauftritt von der neuen Leadagentur Jung von Matt. In der Kampagne zeigen Kunde und Agentur, warum Mini-Modelle Traumautos sind.
Die Situation hat vielleicht jeder schon erlebt. Man sieht ein Auto und beginnt zu träumen, welche Geschichten man mit dem Modell erleben könnte. Mini und Jung von Matt haben daraus jetzt eine internationale Kampagne entwickelt: drei Modelle, ein Träumer.
Das alles sind Emotionen, auf die Mini schon immer gesetzt hat, die aber wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Dynamik, Lebensfreude und Fahrspaß gehören dabei zum Markenkern. Hinter den Geschichten steht immer die gleiche Botschaft: Jedes Modell besitzt einen eigenen Charakter. Mit ihnen können Menschen daher unterschiedliche Seiten von sich selbst erleben.
Die globale Produktkampagne basiert auf einem modularen System. Der Autohersteller und Jung von Matt geben damit den Märkten auf drei Kontinenten mehr Flexibilität im Einsatz der Kampagne. Um regionale Eigenheiten hervorzuheben, lassen sich die einzelnen Modell-Geschichten anpassen oder erweitern. Die gemeinsame kreative Idee bleibt dabei erhalten.
Die Credits
Mini, Kunde
Jung von Matt, Lead-Kreativagentur,
The Marcom Engine / Serviceplan Group, Market Campaign Extension
Dentsu, Media, Data und Tech
Accenture Song, Social Media,
BECC Agency GmbH, Brand Design,
Hochkant Film GmbH & Co. KG, Post Production Company und Casting,
Klaus Kneist, Regie
Philipp Bach. Creator & Editor Social Media
Meiré und Meiré, Experiential
Not A Machine, Sound Studio,
2WEI Music, Music Production
Simon Heeger / Ralf Denker, Music Studio / Komponist
Ende Januar hatten die Jung von Matt-Standorte London und Zürich, die gemeinsam den globalen Etat von Mini halten, mit „Classic with a twist“ ihre Premierenarbeit für die Kultmarke vorgelegt. Jetzt folgt mit der Cooper-Kampagne die erste große globale Produktkampagne.
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