Künstliche Intelligenz
Digitale Souveränität: Wie der Plattformwechsel gelingt
Getrieben vom Marktführer Microsoft sollen längst nicht mehr nur Infrastruktur und Geschäftsanwendungen in die Cloud verlegt werden, sondern auch die alltäglichen Arbeitslasten der Anwender in Kollaborationsplattformen wandern. Dieser Trend hat allerdings so lange gebraucht, dass ihm jetzt ein Zweiter mit mindestens ebenso viel Wucht entgegenwirkt: die Frage nach digitaler Souveränität. Wo liegen welche Daten und wer entscheidet im Zweifel über ihre Verfügbarkeit – und damit über das Wohl und Wehe der eigenen Organisation?
Grund genug, nach Wegen zu suchen, die Daten im eigenen Haus oder zumindest in eigener Hoheit zu belassen und trotzdem dem Kollaborationsgedanken gerecht zu werden. Welche Produkte dafür infrage kommen, behandeln andere Beiträge in diesem Heft. Hier geht es um die grundlegendere Frage: Worin besteht die Kollaboration genau und worauf kommt es bei der Einführung an? Denn der Impuls, ein solches Werkzeug rasch zu beschaffen und agil bereitzustellen, ist ebenso naheliegend wie gefährlich. Ist die Einführung erst einmal misslungen, lässt sich verlorene Akzeptanz kaum durch Nachbesserungen zurückgewinnen.
- Kollaborationsplattformen scheitern selten an der Technik, sondern an unklaren Begriffen, überfrachtetem Funktionsumfang und fehlender Anwenderakzeptanz.
- Ein gemeinsames Glossar und eine gewichtete Anforderungsmatrix aus Anwenderinterviews bilden das Fundament jeder erfolgreichen Einführung.
- Das abstrakte Konzept des Information Items hält die Plattform bei Rechten, Revisionen und Zugriff durchgängig – solange man nicht jeden Sonderfall einzeln modelliert.
- Weniger ist mehr: Eine phasenweise Einführung mit spürbarem Nutzen schlägt die Eier legende Wollmilchsau.
Im Kern ist Kollaboration das Teilen und gemeinsame Bearbeiten von Informationen, die als Dateien vorliegen – Dokumente, Präsentationen, Tabellen sollen geteilt, editiert, kommentiert und diskutiert werden. Doch schnell kommt mehr hinzu: Projektinformationen, Skizzen, Mindmaps, Whiteboards, PDFs. Eine Kommentierung im Chat soll plötzlich im Dateikontext erhalten bleiben, womöglich mit anderen Rechten als die geteilte Datei. Es wird also rasch umfangreich – und kompliziert.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Digitale Souveränität: Wie der Plattformwechsel gelingt“.
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