Künstliche Intelligenz
Digitalpakt 2.0 – erneut 5 Milliarden, die nun hälftig geteilt werden
Dieses Mal wird hälftig geteilt – das ist nun abschließend geklärt. Bund und Länder haben sich während der Bildungsministerkonferenz in Berlin auf die endgültige Ausgestaltung des neuen Digitalpakts geeinigt. Wie schon der „Digitalpakt Schule“ wird auch der „Digitalpakt 2.0“ initial mit fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schulen ausgestattet. Dieses Mal sollen die Länder aber die Hälfte der Kosten tragen und zu einer Verstetigung von Mitteln für die digitale Infrastruktur im Schulsystem trägt der Pakt erneut nicht bei. Er soll aber weniger bürokratische Hürden stellen.
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Länder müssen mehr zahlen
Der erste Digitalpakt (2019–2024) war finanziell vorteilhafter für die Länder, die nur 10 Prozent der Kosten übernehmen mussten. Durch die Corona-Pandemie wurde dieser auch noch um 1,5 Milliarden Euro aufgestockt. Am Digitalpakt 2.0 sollen sich Bund und Länder jetzt mit je 2,5 Milliarden Euro hälftig von 2026 bis 2030 beteiligen. Der Bundesanteil soll dabei größtenteils aus dem Sondervermögen für „Infrastruktur und Klimaneutralität“ kommen, das 500 Milliarden Euro umfasst.
Karin Prien (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, sieht im Digitalpakt 2.0 einen entscheidenden Schritt für die Zukunft der Schulen und auch einen wichtigen Beitrag zur Gleichwertigkeit der Bildungschancen in Deutschland. Sie hob hervor, dass für den Digitalpakt 2.0 vereinfachte Verwaltungsprozesse und auch die Förderung länderübergreifender Projekte (Länderübergreifende Vorhaben, LüV) sicherstellen, „dass alle Schülerinnen und Schüler von digitaler Bildung profitieren“. Mit dem Digitalpakt 2.0 werde „die Grundlage für eine moderne Bildungslandschaft“ geschaffen, „damit alle Schulen die notwendige Ausstattung erhalten, um in der digitalen Welt zu bestehen“.
Wenig beschönigend erklärte sie des Weiteren, dass die deutsche Schulbildung mit dem Pakt 2.0 „digital anschlussfähig“ wird. Dass vornehmlich die Länder die Verantwortung für Bildung tragen, machte sie auch deutlich: „Der Bund unterstützt auch hier Länder und Kommunen bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben“. Damit der Bund überhaupt Gelder für die Digitalisierung der Schulen in den Ländern über einen Digitalpakt bereitstellen konnte, musste 2019 das Grundgesetz geändert werden.
Pauschalierte Zuweisungen
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Ein zentrales Element des Digitalpakts 2.0 sei die Vereinfachung der administrativen Prozesse. Kommunale Schulträger könnten künftig pauschalierte Zuweisungen erhalten. Dies reduziere den Bürokratieaufwand und könne für eine schnellere und unkomplizierte Umsetzung sorgen. Der sonst als großes Hindernis gesehene Föderalismus wird durch die LüV etwas aufgebrochen. Demnach können sich nun zwölf Länder zu einem gemeinsamen Vorhaben zusammenschließen und aus einem zentralen Pool auf Mittel zugreifen. Dies verstärke die Zusammenarbeit zwischen den Ländern und gewährleiste „eine effizientere Nutzung der Mittel“.
Die Mittel des Digitalpakt 2.0 sollen zudem jetzt auch explizit für Wartungs- und Supportstrukturen sowie zeitgemäße digitale Lernumgebungen genutzt werden dürfen. Dies geschieht durch die Pakt-Strategie aber erneut nur bis zum Auslaufen des Programms und ist keine Dauerlösung, wie sie etwa der rheinland-pfälzische Bildungsminister Sven Teuber (SPD) zuletzt gefordert hat. Auch neue Förderlücken wie beim Digitalpakt Schule scheinen damit vorprogrammiert.
Ein weiteres Element sei die Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“, erklärte das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), welche die Fortbildung von Lehrkräften in den Mittelpunkt stelle. Der Bund werde bis zu 250 Millionen Euro in praxisorientierte Forschung investieren. Dies geschehe mit fünf Forschungsclustern und einer wissenschaftlich geleiteten Transferstelle. Ziel sei es, gemeinsam mit der Praxis innovative Ansätze für den digitalen Unterricht zu entwickeln und Lehrkräfte gezielt auf neue Anforderungen vorzubereiten.
(kbe)
Künstliche Intelligenz
Apple geflippt: Nach dem Foldable könnte Apple ein Klapp-iPhone bringen
Die Standardformfaktoren bei Foldables sind ein im aufgeklappten Zustand Tablet-artiges Design – und Klapp-Geräte im Stil früherer Handys wie dem Motorola Razr. Während seit Langem bekannt ist, dass Apple die erstere Variante plant und vermutlich im September auf den Markt bringen wird, schienen Klapp- oder auch Clamshell-Modelle für den Konzern bislang kein Thema. Laut einem Bloomberg-Bericht vom Sonntag ändert sich das wohl aber: Demnach ist ein kleineres Falt-iPhone im Stil von Galaxy Z Flip und Co. angedacht.
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Noch in Entwicklung
Derzeit befindet sich das Projekt noch in einem frühen Stadium. In Apples Labors arbeitet man demnach an einem im zugeklappten Zustand quadratischen Clamshell-Look für das Gerät. Ob es auch auf den Markt kommt, ist allerdings nicht garantiert. Apple hofft aber, dass das erste Foldable so gut läuft, dass die Kundschaft für die Kategorie Nachfrage entwickelt.
Jedoch hatte das beim besonders dünnen iPhone Air, das im September 2025 erschienen war, bislang nicht wirklich geklappt. Auch gilt der Foldable-Markt an sich noch als Nische, auch wenn etwa Samsung seit vielen Jahren mitmischt; das erste Galaxy Fold erschien bereits 2019. In China (und mittlerweile bei Samsung) ist man bereits deutlich weiter, hat längst Foldables mit drei Faltungen auf dem Markt.
Größeres Foldable, Infos zu neuen MacBook-Pro-Modellen
Laut Bloomberg ist es auch möglich, dass Apple später noch an einem größeren, buchartigen Foldable arbeitet – derzeit ist ein relativ kleines mit einem Außenbildschirm von 5,5 Zoll geplant. Ein anderes Projekt, eine Art Riesen-iPad, stößt bei Apple angeblich auf interne Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Immerhin: Laut einem weiteren Leak aus China soll Apples erstes Foldable die bislang größte iPhone-Batterie aller Zeiten mitbringen – mit über 5.500 mAh.
Bloomberg machte noch weitere Angaben zu neuen Apple-Produkten. So sollten die lange erwarteten MacBook-Pro-Modelle mit M5 Pro und M5 Max zusammen mit macOS 26.3 erscheinen, das vermutlich in den kommenden Wochen kommt. Ein Event in Los Angeles, das im Januar für „Creator” stattfand, nutzte der Konzern nur, um sein neues, umstrittenes Abopaket Creator Studio an das Kreativpublikum zu bringen. Das zeigen kürzlich veröffentlichte Videos auf YouTube.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
EA schaltet „Apex Legends“ auf der Switch ab
Besitzer der Nintendo Switch können bald nicht mehr „Apex Legends“ spielen: EA beendet den Support des Online-Shooters auf der Nintendo-Konsole am 4. August. Danach wird „Apex Legends“ auf der Switch komplett unspielbar, teilte Entwickler Respawn in einem X-Post mit.
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Andere Plattformen sind nicht betroffen und werden weiterhin unterstützt. Dazu gehört auch die Nintendo Switch 2. Weil „Apex Legends“ Free-to-Play ist und jegliche Mikrotransaktionen und Errungenschaften an den Account gebunden werden, wird EA Spieler nicht für das Abschalten entschädigen. Gekaufte Items lassen sich in den meisten Fällen auf allen Plattformen weiterverwenden, gekaufte In-Game-Währung funktioniert immerhin auf der Switch 2.
Warum sich EA entschlossen hat, „Apex Legends“ auf der Switch einzustellen, geht aus dem X-Post von Respawn Entertainment nicht hervor. Das Vorgehen ist ungewöhnlich: Es kommt zwar häufiger vor, dass die Server von Online-Spielen heruntergefahren werden. Dass aber gezielt nur eine einzelne Plattform deaktiviert wird, ist eine Seltenheit in der Branche. Nintendo hat den Support der ersten Switch-Konsole nicht eingestellt.
Auch Steam Deck rausgeschmissen
Kurioserweise ist die Nintendo Switch nicht die erste „Mobilkonsole“, die nach dem Launch von „Apex Legends“ geblockt wird: Ende 2024 sperrte EA alle Linux-Systeme von dem Online-Shooter aus, was auch Besitzer des Steam Decks traf. EA begründete den Schritt damals mit dem Schutz vor Cheatern. Linux-Systeme seien Einfallstor für Exploits.
„Die Offenheit des Linux-Betriebssystems macht es für Cheater und Entwickler von Cheats attraktiv“, begründet EA die Entscheidung. Unter Linux seien Cheats schwieriger zu erkennen. Interne Daten zeigten laut EA, dass die Häufigkeit von Cheating unter Linux einen Entwicklungsaufwand nötig macht, der durch die geringe Anzahl legitimer Linux-Nutzer nicht zu rechtfertigen sei.
Wer „Apex Legends“ also mobil spielen möchte, braucht künftig eine Nintendo Switch 2 oder einen Handheld-PC mit Windows-Betriebssystem.
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(dahe)
Künstliche Intelligenz
Rückgrat der KI-Ära: Moderne Vektordatenbanken im Marktüberblick
Vektordatenbanken sind spezialisierte Systeme zum Speichern und Durchsuchen hochdimensionaler Vektor-Embeddings. Sie ermöglichen beispielsweise semantische Suche, Recommendation Engines und Retrieval Augmented Generation (RAG). Während traditionelle relationale oder dokumentenorientierte Datenbanken vor allem strukturierte Daten verwalten, speichern Vektordatenbanken numerische Repräsentationen – erzeugt aus Texten, Bildern, Audio oder Code. Die Nähe zwischen zwei Vektoren lässt sich über Distanzfunktionen wie Kosinus- oder euklidische Distanz berechnen. Suchanfragen liefern daher semantisch ähnliche Ergebnisse statt exakter Schlüsselworttreffer.
Die Entwicklung ist eng mit dem Durchbruch großer Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) verbunden. LLMs erzeugen Embeddings, die das Wissen in numerische Räume abbilden. Für personalisierte Antworten müssen Chatbots Dokumente nach Relevanz durchsuchen und den Kontext an das Modell anhängen. Daten liegen jedoch in unstrukturierten Formaten vor. Hier bietet eine Vektordatenbank eine persistent verfügbare, skalierbare Infrastruktur, die eingehende Texte automatisiert vektorisiert und mit Metadaten verknüpft, um schnelle Ähnlichkeitssuchen zu ermöglichen.
- Vektordatenbanken speichern und verwalten Informationen in Vektoren.
- Sie eignen sich besonders für KI-Anwendungen, bei denen eine semantische Suche in einer großen Menge unstrukturierter Daten wie Texten, Bildern und Audiodaten nötig ist.
- Wichtige Kriterien für die Wahl einer Vektordatenbank sind Skalierbarkeit, Performance, Sucharten, Multitenancy, Sicherheit und Compliance.

Dr. Fabian Deitelhoff ist IT-Leiter Head of Software Development und Head of Product bei der Education Partners GmbH. Zudem ist er als Autor, Dozent und Softwareentwickler tätig.
Bloße Vektorindizes wie Faiss sind nicht mit Vektordatenbanken gleichzusetzen. Faiss ist eine C++-Bibliothek von Meta für effiziente Ähnlichkeitssuche, die unter anderem CPU- und GPU-beschleunigte Indizes bereitstellt. Vollwertige Vektordatenbanken wie Pinecone, Weaviate, Qdrant, Milvus und Chroma bauen auf solchen Indexalgorithmen auf, bieten jedoch zusätzlich CRUD-Schnittstellen, Skalierung, Zugriffskontrollen und Integrationen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Rückgrat der KI-Ära: Moderne Vektordatenbanken im Marktüberblick“.
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