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Display Week: Samsung zeigt Fortschritte bei OLED, EL-QD und Micro-LED


Display Week: Samsung zeigt Fortschritte bei OLED, EL-QD und Micro-LED

Bild: Samsung Display

Zur Fachmesse Display Week in Los Angeles zeigt Samsung Display mit dem Flex Chroma Pixel ein OLED-Panel mit besonders hoher Farbraumabdeckung. Im Sensor OLED Display wiederum bringt Samsung organische Photodioden für das Auslesen biometrischer Daten unter. Auch Fortschritte bei EL-QD und flexiblen Micro-LED-Panels sind Themen.

OLED-Display mit 97 Prozent BT.2020

Das Flex Chroma Pixel beschreibt Samsung als „Wide Color Gamut OLED“, da es den BT.2020-Farbraum dem Hersteller zufolge zu 97 Prozent abdecke und damit herkömmlichen OLED-Panels mit im Regelfall 70 Prozent deutlich überlegen sei.

Flex Chroma Pixel mit 97 Prozent BT.2020 (Bild: Samsung Display)

Die höhere Farbraumabdeckung sei durch das Einbringen von Phosphoreszenz-sensibilisierter Fluoreszenz (PSF) erreicht worden. Dabei handelt es sich um ein emit­tierendes Material der nächsten Generation. PSF ist ein Prozess aus der Photochemie, bei dem ein Molekül zuerst Licht aufnimmt und in einen langlebigen angeregten Zustand (Phosphoreszenz-Zustand) übergeht. Statt selbst zu leuchten, überträgt es seine Energie auf ein zweites Molekül. Dieses zweite Molekül wird dadurch angeregt und sendet dann Fluoreszenzlicht aus. Einfach gesagt: Ein Molekül nimmt Energie auf und „reicht sie weiter“, sodass ein anderes Molekül zum Leuchten gebracht wird.

Sensor OLED Display liest biometrische Daten aus

Auf der Display Week zeigt Samsungs Displaysparte auch das Sensor OLED Display mit 6,8 Zoll und 500 ppi Pixeldichte – ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem zuvor gezeigten Prototyp.

Bei Sensor OLED Display werden organische Photodioden in das Panel integriert, die für das Auslesen biometrischer Informationen genutzt werden können. So ließen sich ohne zusätzlichen Sensor direkt Daten wie Herzfrequenz oder Blutdruck erfassen.

Sensor OLED Display (Bild: Samsung Display)

RGB-Pixel und OPD-Pixel (Organic Photodiodes) werden für das Sensor OLED Display in einem einzelnen Layer parallel aufgetragen. Zusätzlich kommt beim diesjährigen Prototyp erstmals „Flex Magic Pixel“ zum Einsatz, die Technologie hinter dem Privacy Display des Galaxy S26 Ultra (Test). Das Panel kann auf Wunsch des Anwenders somit vollständig oder nur in ausgewählten Bereichen die seitliche Ansicht verschleiern.

EL-QD macht weiteren Fortschritt

Samsung Display gab in Los Angeles auch Fortschritte im Bereich EL-QD bekannt. EL-QD (elektrolumineszente Quantum Dots) sind winzige Halbleiter-Nanopartikel, die Licht erzeugen, wenn elektrischer Strom durch sie fließt. Legt man eine Spannung an, werden Elektronen in den Quantum Dots angeregt und geben beim Zurückfallen Energie in Form von Licht ab. Die Quantum Dots erzeugen das Licht somit ohne den Einsatz von OLED direkt selbst. EL-QD gilt deshalb als potenzielle Weiterentwicklung von OLED.

EL-QD mit 6,5 Zoll und 400 cd/m² (Bild: Samsung Display)

Auf der Display Week zeigt Samsung Display ein 18-Zoll-Panel mit 500 cd/m² und ein 6,5-Zoll-Panel mit 400 cd/m². Aktuelle EL-QD-Panels erreichen somit eine 25 Prozent respektive 33 Prozent höhere Helligkeit als die letztjährigen Prototypen gleicher Größe.

Bis zu den Helligkeitswerten aktueller OLED-Panels und zur allgemeinen Marktreife dürfte aber noch einige Zeit vergehen. Samsung Display erklärt, dass in die aktuellen Prototypen Optimierungen der Quantum-Dot-Struktur und den Abstand einzelner Partikel geflossen seien. Diese Fortschritte hat das Unternehmen auch als „SID Distinguished Paper“ veröffentlicht.

Stretchable Display 2.0 dehnt sich im Auto

Auch dehnbare Micro-LED-Panels waren nach der Demonstration im letzten Jahr wieder ein Thema auf der Fachmesse. Das Stretchable Display 2.0 mit 200 ppi statt zuvor 120 ppi hat der Konzern für den potenziellen Einsatz in der Automotive-Branche vorgesehen, wo es für ein digitales Kombiinstrument zum Einsatz kommen könnte, das sich anhand der herrschenden Fahrbedingungen für zusätzliche visuelle Informationen verformen kann.

Stretchable Display 2.0 (Bild: Samsung Display)



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