Künstliche Intelligenz

Donnerstag: Datenleck bei US-Autoversicherer, Nigerias Presse gegen KI-Training


Cyberkriminelle haben Kundendaten des Kfz-Versicherers AssuranceAmerica erbeutet, darunter auch Führerscheinangaben. Die gestohlenen Daten könnten für Identitätsdiebstahl und Betrugsversuche genutzt werden. Betroffen sind 6,99 Millionen Kunden in über 12 US-Staaten. In Nigeria geraten Technologiekonzerne wie Meta, Alphabet und X aufgrund von Vorwürfen wettbewerbswidriger Praktiken ins Visier der dortigen Wettbewerbshüter. Denn die nigerianische Presse wirft den Unternehmen vor, redaktionelle Inhalte und sogar Rundfunkbeiträge unentgeltlich für das KI-Training verwendet zu haben. Derweil sind Firefox und der in den letzten Jahren populär gewordene walisische Fußballverein Wrexham AFC eine Kooperation eingegangen. Die prominenten Klub-Eigentümer und eine erfolgreiche TV-Dokumentation versprechen dem Mozilla-Browser als Trikotsponsor weltweite Aufmerksamkeit – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der US-amerikanische Autoversicherer AssuranceAmerica hat ein massives Datenleck erlitten. Offenbar wurden persönliche Informationen und Führerscheindaten von 6,99 Millionen Kunden gestohlen. Kriminelle könnten diese Daten für Identitätsdiebstahl und Betrugsversuche verwenden. Zwar sollen keine finanziellen Informationen der Kunden entwendet worden sein, aber trotzdem sollen Betroffene ihre Konten und Kontoauszüge prüfen. Wie die Angreifer an die Daten gekommen sind, hat die Versicherungsgesellschaft bislang nicht dargelegt, aber sie erklärte, dass die Cyberkriminellen einen Mitarbeiter ins Visier genommen haben. Vermutlich konnten sie dessen Zugangsdaten zu den Systemen erbeuten: Massiver Datendiebstahl bei US-Autoversicherer betrifft fast 7 Millionen Kunden.

Eine andere Art des Datendiebstahls beschäftigt Nigerias Präsident Bola Tinubu. Dieser hat die Wettbewerbsbehörde des Landes angewiesen, große Tech-Unternehmen und KI-Plattformen wegen mutmaßlich wettbewerbswidriger Praktiken, der unrechtmäßigen Nutzung von Nachrichteninhalten und anderer potenziell unlauterer Marktpraktiken zu untersuchen. Der Präsident reagiert damit auf die Petition nigerianischer Pressevertreter und Medienhäuser zu den Praktiken von Konzernen wie Google und Meta. Diesen werden die unbefugte Extraktion, das Scraping sowie die kommerzielle Nutzung urheberrechtlich geschützter Nachrichtenartikel und Rundfunkbeiträgen zur Entwicklung und zum Training von generativen KI-Modellen vorgeworfen, ohne dafür zu bezahlen: Nigeria untersucht große Tech- und KI-Unternehmen wegen „rechtswidriger“ Mediennutzung.

Firefox wird ab der kommenden Saison 2026/27 offizieller Sponsor des walisischen Traditionsclubs Wrexham AFC. Das Logo des Browsers aus dem Hause Mozilla ziert damit in der neuen Spielzeit und in den nächsten Jahren die Trikots der Männer- und Frauenmannschaft von Wrexham. Wrexham und Firefox zelebrieren ihr Zusammengehen als Kampf zweier Davids gegen eine Menge Goliath. Schließlich war der Verein 15 Jahre lang in der Versenkung der unteren Ligen verschwunden und klopft nun an die Tür zur Premier League, nachdem die Schauspieler Ryan Reynolds und Rob McElhenney diesen Ende 2020 gekauft und zu drei Aufstiegen in Folge geführt haben. Zum finanziellen Wert des Sponsorenvertrags machten beide Seiten keine Angaben: Firefox wird neuer Trikotsponsor beim „Hollywood-Club“ Wrexham AFC.

Die Weltraumsonde New Horizons der NASA ist sicher aus einer fast einjährigen Ruhepause geweckt worden und befindet sich weiterhin in einem guten Zustand. Laut NASA soll die Sonde jetzt wissenschaftliche Daten zur Erde schicken, die sie weit draußen am Rand des Sonnensystems im sogenannten Kuipergürtel gesammelt hat. Die Raumsonde ist aktuell etwa 9,5 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, Signale von und zu der Sonde benötigen für die Strecke fast neun Stunden. Während der 321 Tage langen Ruhephase war die Sonde nicht völlig inaktiv, sie hat aber keine Befehle erhalten und keine Daten zur Erde geschickt. Ihre Instrumente haben aber Daten gesammelt, und sie hat wöchentlich ihren Status zur Erde gemeldet: Fast neun Lichtstunden entfernte NASA-Sonde New Horizons beendet lange Ruhepause.

In der heutigen Ausgabe der #heiseshow geht es unter anderem um die deutsche IT-Erfolgsgeschichte AVM/Fritz, die 1986 als kleines BTX-Bastelprojekt von vier Berliner Studenten begann. Was hat AVM über vier Jahrzehnte so erfolgreich gemacht? Zudem diskutieren wir die Gefährlichkeit von Sicherheitslücken in Hoymiles-Wechselrichtern. Wie realistisch ist ein Angriff auf Balkonkraftwerke im Vorbeifahren? Derweil werden Akkuwechselstationen für Elektrofahrzeuge in China weiter ausgebaut, obwohl sich der Zeitvorteil des Akkutauschs mit der Einführung von 800-Volt-Systemen relativiert. Ist das Wechselkonzept ein Modell, das auch in Europa funktionieren könnte, oder macht Schnellladen es überflüssig? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: 40 Jahre AVM/Fritz, Wechselrichter-Lücke, Akkuwechselstationen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.

Auch noch wichtig:

Weiterlesen nach der Anzeige


(fds)



Source link

Beliebt

Die mobile Version verlassen