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Künstliche Intelligenz

Donnerstag: Open-Source-Office aus deutscher Cloud, M365-Copilot ohne US-Cloud


Mit „Ionos Nextcloud Workspace“ gibt es jetzt eine deutsche Konkurrenz zu Microsoft 365, der cloudbasierten Office-Suite. Der Verzicht auf US-Clouds soll die digitale Souveränität stärken, denn die auf Open Source basierende Office- und Kollaborations-Plattform wird in deutschen Rechenzentren betrieben. Diesen Trend hat Microsoft ebenfalls erkannt. Deshalb sollen auch Cloud-Kunden in Deutschland bis Ende nächsten Jahres die Option bekommen, dass ihre Copilot-Daten die Landesgrenze nicht überschreiten. Der Konzern will die Daten künftig in den Ländern verarbeiten und speichern, wo sich die jeweiligen Nutzer befinden. Derweil plant die EU, die europaweit geltende Rechtslage hinsichtlich Datenschutz zu verschlanken. Aus gleich vier Datengesetzen soll eines werden. In dem neuen Data Act soll auch die Cookie-Problematik adressiert werden, während die Vorratsdatenspeicherung einen eigenen Rechtsakt bekommen soll – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Diese Woche ist „Ionos Nextcloud Workspace“ an den Start gegangen. Die beiden Unternehmen bezeichnen die Plattform als „europäische Alternative zu Angeboten wie Microsoft 365„, die die digitale Souveränität der Nutzer unterstreicht, denn die Daten bleiben in Deutschland. Das soll „höchste Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit erfüllen“. Aber auch diese auf Open Source basierende Office- und Kollaborations-Plattform verzichtet nicht auf einen KI-Assistenten. Zudem bietet der Online-Arbeitsplatz erwartungsgemäß E-Mail, Office, Videokonferenzen und Chat, wobei die Software in deutschen Rechenzentren betrieben wird. Preislich positioniert sich Ionos Nextcloud Workspace wie versprochen unterhalb von M365: Office-Alternative aus Deutschland von Ionos und Nextcloud ist jetzt verfügbar.

Den Ruf nach digitaler Souveränität hat auch Microsoft gehört. Deshalb können Daten deutscher Copilot-Nutzer in Microsoft 365 ab Ende kommenden Jahres ausschließlich in deutschen Rechenzentren verarbeitet werden, wie der Konzern jetzt mitteilt. Die bisher in nur vier Ländern verfügbare Option der Copilot-Datenverarbeitung innerhalb der Landesgrenzen wird im nächsten Jahr auf elf weitere Standorte erweitert, darunter Deutschland, Polen und Italien. Bei der Nutzung von Copilot findet die Datenverarbeitung dann ausschließlich in Rechenzentren statt, die im jeweils eigenen Land stehen. Damit sollen insbesondere Kunden der öffentlichen Hand oder stark regulierter Branchen den M365-Copilot rechtskonform nutzen können, erklärt Microsoft: „Souveräne Datenverarbeitung“ für M365-Copilot kommt 2026.

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Die Rechtslage, auf die sich Microsoft bezieht, soll bald übersichtlicher werden. Denn mit dem digitalen Omnibusgesetz, mit dem die EU-Kommission einige Regeln im Digitalbereich auf einmal vereinfachen will, sollen Open Data Directive, Free Flow of non-personal Data-Verordnung, Data Governance Act und Data Act nur noch ein Gesetz werden – der dann überarbeitete Data Act. Damit soll der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) künftig vor allem ein Gesetz mit Regeln zur Datennutzung gegenüberstehen, begründete die zuständige EU-Beamtin das Vorhaben. Tatsächlich überlagerten sich die verschiedenen Rechtsakte teilweise. Doch auch die DSGVO selbst solle inhaltlich angefasst werden für den digitalen Omnibus: EU-Kommission will Datengesetze zusammenfassen.

Die Deutsche Bank hat umfangreiche Kredite für den Bau von KI-Rechenzentren vergeben. Gerät nicht bloß ein einzelner Kreditnehmer, sondern die Branche insgesamt in Zahlungsschwierigkeiten, könnte das die Bank hart treffen. Die Branche investiert derzeit hunderte Milliarden Euro in neue Rechenzentren, deren Computer bald technisch veraltet sein dürften. Zudem ist unklar, wer am Ende die Kosten tragen soll. Daher suchen Geldgeber nach Wegen, ihre finanziellen Risiken zu reduzieren. Jetzt wird berichtet, dass Manager der Deutschen Bank erwägen, auf fallende Aktienkurse von KI-Unternehmen zu wetten. Denn fallende Kurse könnten ein Indiz für finanzielle Schwierigkeiten der Branche sein. Kommt es dazu, könnte die Bank einen Teil der Kreditverluste durch die Spekulationsgewinne ausgleichen: Deutsche Bank sucht Ausweg aus dem Risiko der KI-Finanzierung.

Nicht zuständig erachtet sich ein britisches Gericht bezüglich des Kernvorwurfs der Bildagentur Getty Images gegen die Londoner KI-Firma Stability AI. Getty wirft Stability AI vor, Millionen Copyright-geschützter Fotos aus der Getty-Datenbank zum Trainieren der KI-Modelle verwendet zu haben. Doch hat Stability AI seine Modelle nicht in England oder Wales trainiert. Daher erklärte sich die Richterin für unzuständig; der Fall könne allenfalls dort verhandelt werden, wo das Training tatsächlich stattgefunden hat. Den weiteren Vorwurf, das fertig trainierte KI-Modell selbst sei eine rechtsverletzende Kopie der Trainingsbilder, hat die Richterin zwar inhaltlich behandelt, aber nicht anerkannt. Denn das Modell selbst speichert keine Kopien der Fotos: Londoner Gericht hilft Bildagentur Getty Images bei Copyright vs KI nicht.

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In der heutigen Ausgabe der #heiseshow sprechen wir unter anderem über den möglichen Kollaps des E-Rezept-Systems wegen fehlender Heilberufsausweise, vor dem Kassenärzte warnen. Droht tatsächlich die Rückkehr zum Papierrezept? Was bedeutet das für Patienten und Apotheken? Zudem diskutieren wir die weltweiten Änderungen bei Android, auf die sich Google und Epic Games geeinigt haben. Welche Auswirkungen hat das auf App-Stores und Entwickler, auch bei Apples App Store? Profitieren am Ende auch die Nutzer davon? Ferner blicken wir zurück auf 25 Jahre Internationale Raumstation. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse hat die ISS gebracht? Welche Rolle spielt sie für künftige Weltraummissionen? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: E-Rezept-Chaos, Android-Öffnung, ISS-Jubiläum.

Auch noch wichtig:


(fds)



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Alphabet erhöht Einnahmen weiter und kündigt Rekordinvestitionen in KI-Cloud an


Alphabet hat Umsatz und Gewinne sowohl im vierten Quartal 2025 als auch im gesamten letzten Jahr erneut gesteigert und dabei auch die Erwartungen der Analysten größtenteils übertroffen, obwohl diese bereits mit ordentlichem Wachstum gerechnet hatten. Nur die Werbeeinnahmen YouTubes fallen etwas niedriger aus als erwartet. 2026 wird der Google-Konzern die Ausgaben allerdings drastisch erhöhen. Sundar Pichai, Chef von Alphabet und Google, kündigte Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar an. Das entspricht praktisch einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.

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Im Ende Dezember abgeschlossenen vierten Quartal konnte Alphabet den Umsatz auf 113,83 Milliarden Dollar und den Betriebsgewinn auf 35,93 Milliarden Dollar steigern. Das entspricht Wachstumsraten von 18 und 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als Alphabets Wachstum die Anleger enttäuschte. Der Nettogewinn des letzten Quartals ist im Jahresabstand sogar um 30 Prozent auf 34,45 Milliarden Dollar gewachsen.

Im gesamten letzten Jahr ist der Umsatz Alphabets gegenüber 2024 um 15 Prozent auf 402,84 Milliarden Dollar gestiegen. Der Betriebsgewinn wuchs 2025 um 7 Prozent auf 129,04 Milliarden Dollar und der Nettogewinn im Jahresvergleich sogar um 32 Prozent auf 132,17 Milliarden Dollar. Gleichzeitig scheint die Zeit der Massenentlassungen vorüber zu sein, zumindest bei Google. Alphabet zählte Ende 2025 mit 190.820 Mitarbeitern 4 Prozent mehr Angestellte als Ende 2024.

Google-CEO Pichai bezeichnet die Finanzergebnisse als „großartiges Quartal für Alphabet“ und betont, dass der Jahresumsatz erstmals 400 Milliarden Dollar übertroffen hat. Gleichzeitig hat der YouTube-Umsatz mit Werbung und Abonnements 60 Milliarden Dollar überstiegen. Pichai verweist auch auf mehr als 325 Millionen zahlende Abonnenten für die verschiedenen Dienste des Konzerns, angeführt von Google One und YouTube Premium.

Den größten Teil des Umsatzes von Alphabet machen weiterhin die Werbeeinnahmen aus. Diese sind im letzten Quartal um fast 14 Prozent auf 82,28 Milliarden Dollar gestiegen. Einnahmen durch Abonnements, Plattformen und Geräte fallen mit 13,58 Milliarden Dollar dagegen bescheiden aus, sind gegenüber dem Vorjahr aber immerhin um fast 17 Prozent gestiegen. Das Cloud-Geschäft zeigt allerdings das größte Wachstum. Hier konnte Google den Quartalsumsatz im Jahresabstand um enorme 48 Prozent auf 17,66 Milliarden Dollar steigern.

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Genau hier will der Datenkonzern 2026 mehr investieren, wohl um das Wachstumspotenzial voll ausschöpfen zu können. Die für dieses Jahr angekündigten Investitionen von 175 bis 185 Milliarden Dollar sollen vorrangig in KI-Computing-Kapazitäten für Google DeepMind fließen, erklärte Alphabet-Finanzchefin Anat Ashkenazi laut CNBC im Gespräch mit Analysten, „um der signifikanten Kundennachfrage im Cloud-Bereich gerecht zu werden und strategische Investitionen in andere Bereiche zu tätigen“. Zudem sollen die Ausgaben dazu genutzt werden, um „die Benutzererfahrung verbessern und einen höheren ROI für Werbetreibende in Google-Diensten erzielen“.

Weiterhin betont Alphabet, dass Googles Künstliche Intelligenz in Form der Gemini-App mittlerweile mehr als 750 Millionen Nutzer zählt, die die App mindestens einmal im Monat verwenden. Im letzten Quartal waren es noch 650 Millionen monatlich aktive Nutzer. „Mit zunehmender Größe werden wir deutlich effizienter“, sagte Pichai dazu. „Durch Modelloptimierungen sowie Effizienz- und Nutzungsverbesserungen konnten wir die Gemini-Servicekosten pro Einheit bis 2025 um 78 Prozent senken.“

Anleger waren trotz dieser höheren KI-Effizienz nicht begeistert. Googles Aktienkurs hat nachbörslich teilweise um rund 3 Prozent nachgegeben. Das Papier hat sich aber schnell erholt und liegt mittlerweile wieder fast auf dem Niveau zum Abschluss des gestrigen Börsentages.


(fds)



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Ikea Grejsimojs: Neuer Bluetooth-Lautsprecher für 15 Euro


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Ikea erweitert sein Lautsprechersortiment um ein kinderfreundliches Modell: Der neue Bluetooth-Lautsprecher ist Teil der neuen Grejsimojs-Kollektion, bei der das schwedische Möbelhaus auf verspielte und farbenfrohe Designs setzt, die über das Kinderzimmer hinaus ansprechen sollen. Das Gerät kommt in Form einer lila Maus daher, deren Schwanz als Trageschlaufe dient.

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Das für Kinder ab drei Jahren geeignete Gerät ist auf Robustheit ausgelegt und ist nach IP44 gegen Wasserspritzer und leichten Regen, aber nicht gegen das Untertauchen in Wasser geschützt. Im Inneren arbeitet ein einzelner 1,6-Zoll-Treiber mit einer Gesamtleistung von 2 Watt.

Der Lautsprecher verfügt über zwei Bedientasten: Auf der Unterseite befindet sich eine Taste für das Ein- und Ausschalten sowie die Bluetooth-Kopplung, während auf der Oberseite ein Knopf für Wiedergabe und Pause (Play/Pause) platziert ist. Die Lautstärke wird über das Quellgerät eingestellt. Zum Schutz des empfindlichen Gehörs von Kindern verfügt das Gerät über eine fest verbaute Lautstärkebegrenzung.

Der Grejsimojs-Lautsprecher lässt sich mit anderen Bluetooth-Lautsprechern von Ikea koppeln, sofern diese die entsprechende Verbindungsfunktion unterstützen. Ein Stereomodus, bei dem der linke und rechte Kanal separat auf zwei Lautsprecher aufgeteilt werden, ist nicht vorgesehen. Auch auf die bei anderen Modellen verfügbare Funktion „Spotify Tap“ müssen Käufer verzichten. Mit dieser ist es möglich, per Knopfdruck die zuletzt gehörte Spotify-Playliste fortzusetzen oder neue Musik basierend auf den eigenen Hörgewohnheiten zu entdecken.

Die Akkulaufzeit gibt Ikea mit bis zu 24 Stunden an, sofern die Wiedergabe bei 50 Prozent der maximalen Lautstärke erfolgt. Geladen wird der Lautsprecher über einen USB-C-Anschluss an der Unterseite. Das Ladekabel und der Netzadapter sind nicht im Lieferumfang enthalten, Ikea bietet jedoch ein passendes Stromversorgungs-Set für 5 Euro an. Der Bluetooth-Lautsprecher selbst kostet 15 Euro.

Der Grejsimojs-Lautsprecher folgt auf die Einführung der höherwertigeren Bluetooth-Lautsprecher [Link auf Beitrag 4984266]Solskydd und Kulglass im Dezember sowie Blomprakt im Oktober. Im Gegensatz zu Grejsimojs unterstützen diese Geräte „Spotify Tap“. Der Preis beträgt je nach Modell zwischen 50 und 100 Euro.

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Auf der CES 2026 im Januar kündigte Ikea einen weiteren Lautsprecher an: Kallsup ist ein würfelförmiges Gerät mit einer Kantenlänge von sieben Zentimetern, das sich mit bis zu 99 weiteren Kallsup-Einheiten verbinden lässt. Der Preis soll zwischen 5 und 10 Euro betragen, wobei die Markteinführung für April erwartet wird.


(tobe)



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KI-Update kompakt: AI Safety Report, OpenClaw, Firefox, Gaming-Aktien


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Die Fähigkeiten sogenannter General-Purpose-KI haben sich im vergangenen Jahr rasant entwickelt. KI-Modelle wie ChatGPT, Gemini und Claude werden leistungsfähiger, doch bestehende Sicherheitspraktiken kommen nicht hinterher. Zu diesem Schluss kommt der kürzlich veröffentlichte zweite International AI Safety Report, an dem über 100 Forschende aus mehr als 30 Ländern mitgearbeitet haben.

Vor allem in Mathematik, Naturwissenschaften und Programmierung gab es große Sprünge. Nutzbarkeit und Risiko von KI seien eng verbunden, ein starker Anstieg der Leistung verstärke zugleich die potenziellen Risiken. Besonders alarmierend: KI erkennt immer zuverlässiger Sicherheitslücken in Software. Auch die Verbreitung von KI-generierten Fake-News bereitet Sorge. Hinzu kommt, dass KI-Systeme Menschen daran hindern, informierte Entscheidungen zu treffen. Das kritische Denken werde geschwächt, viele würden KI blindlings vertrauen.

Die bestehenden Sicherheitspraktiken können den Forschenden zufolge nicht ausreichend Abhilfe schaffen, da neue Fähigkeiten der KI unvorhersehbar und die Funktionsweisen von Modellen unzureichend erforscht seien. Positiv sei, dass zwölf KI-Unternehmen im vergangenen Jahr Sicherheitsframeworks veröffentlichten. Zentral sei aber vor allem eine Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

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Die Pariser Staatsanwaltschaft hat am Dienstag die Räumlichkeiten des Kurznachrichtendiensts X in der französischen Hauptstadt durchsuchen lassen. Die Razzia wurde von der Abteilung für Cyberkriminalität zusammen mit Europol durchgeführt. Sie erfolgte im Zuge von Ermittlungen, die vor einem Jahr eingeleitet wurden und in denen es um die Algorithmen und die Auswahl angezeigter Beiträge geht. Die Staatsanwaltschaft hat bereits zugesichert, dass sich die Ermittlungen nicht mehr nur auf möglicherweise längst überholte Zustände bei X beschränken sollen, berichtet die Tageszeitung Le Figaro.

Inzwischen hat auch der KI-Chatbot Grok immer mehr Einfluss darauf, was Nutzern angezeigt wird. Darum sollen die Ermittlungen entsprechend ausgeweitet werden. Dabei sei auch explizit auf die sexuellen Deepfakes verwiesen worden, mit denen Grok nach dem Jahreswechsel weltweit für Aufsehen gesorgt hat. Laut einem Bericht der Washington Post könnte Ziel dieser Funktion gewesen sein, bewusst die Popularität von Grok zu steigern. Die durchschnittliche Anzahl der täglichen App-Downloads des KI-Chatbots stieg weltweit in den ersten drei Januarwochen, als der Skandal publik wurde, um 72 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Dezember.

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Auch die Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurde bereits in die Ermittlungen aufgenommen, nachdem antisemitische Ausfälle des KI-Chatbots im Sommer vergangenen Jahres für Entsetzen gesorgt hatten. Indes hat Elon Musk bereits am Montag bekannt gegeben, dass xAI von seiner Firma SpaceX übernommen wurde. Fast konstante Sonnenenergie soll in Zukunft die Künstliche Intelligenz Grok antreiben, mit anfangs einer Million Satelliten.

OpenClaw ist der neue Trend in der KI-Szene. Der autonome Agent hat auf GitHub mehr als 150.000 Sternebewertungen eingesammelt. User loben, dass der KI-Assistent sich proaktiv um Aufgaben kümmert und ihnen wirklich Arbeit abnimmt. Die Installation erfolgt mit einem einzigen Shell-Befehl, der Zugriff über Chat-Tools wie WhatsApp oder Telegram. Durch die Installation erlauben User OpenClaw kompletten Zugriff auf ihr Endgerät und alle Daten. Das Tool übernimmt auch eigenständig Aufgaben, die nicht direkt per Prompt angestoßen wurden.

Die Möglichkeiten werden nur dadurch realisiert, dass der KI-Assistent vollständigen Zugriff auf System und angebundene Dienste bekommt. OpenClaw kann Shell-Befehle ausführen und auf Passwort-Manager zugreifen. Der KI-Assistent speichert seine Erinnerungen als unverschlüsselte Textdateien. Würden Angreifer Zugriff auf das Gerät bekommen, könnten sie die Dateien ohne weiteres lesen. Sicherheitsexperten empfehlen, OpenClaw nur auf Zweitgeräten zu installieren.

OpenAI hat für seinen Programmier-Assistenten Codex eine macOS-App vorgestellt. Die soll die Verwaltung und Steuerung mehrerer KI-Agenten erleichtern. Nutzer können verschiedene Aufgaben parallel abarbeiten lassen. Die Agenten lassen sich asynchron über mehrere Projekte hinweg steuern. Die App steht ab sofort Nutzern aller Bezahl-Tarife zur Verfügung. Parallel zur Veröffentlichung verdoppelt OpenAI die Nutzungslimits für zahlende Kunden.

Seit bald elf Jahren betreibt Google den Mobilfunkdienst Fi Wireless. Telefonate routet der Konzern über eigene Server. Dort greift eine Künstliche Intelligenz ein, um Hintergrundgeräusche zu unterdrücken und gesprochenes Wort zu verstärken. Noch ist unklar, ob auch internationale Verbindungen bearbeitet werden, wie lange die Daten gespeichert bleiben und was Google sonst damit macht.

heise online hat Google dreimal um Auskunft gebeten, aber keine Antwort erhalten. Nicht ausgeschlossen ist daher, dass die KI durch Stimmerkennung die Identität der Teilnehmer feststellt oder Gesprächsinhalte mithört.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Im Firefox Browser sollen mit einem einzigen Schalter ab Ende des Monats alle KI-Funktionen abgeschaltet werden können. Mit dem nächsten Update, das Ende Februar herauskommen soll, soll dieser Knopf eingefügt werden. Der Schalter soll so funktionieren, dass man alle KI-Funktionen pauschal ablehnen kann, ohne dass das bei Updates rückgängig gemacht wird. Es gibt aber auch die Möglichkeit, einzelne KI-Funktionen ab- und anzuschalten. Es muss sich noch zeigen, wie tief diese Abschaltung wirklich funktioniert.

Die US-Regierung hat das „Project Vault“ bekannt gegeben, eine strategische Reserve für kritische Mineralien wie Kobalt oder Lithium im Wert von 12 Milliarden Dollar. Diese soll die amerikanische Industrie unabhängiger von chinesischen Importen machen. Sie spielen eine zentrale Rolle beim massiven Ausbau der KI-Recheninfrastruktur.

Das Vorhaben kombiniert rund 2 Milliarden Dollar privates Kapital mit einem 10-Milliarden-Dollar-Kredit der US Export-Import Bank. Zu den beteiligten Unternehmen gehören Google, General Motors und Boeing.

Nachdem Google sein experimentelles KI-Tool Project Genie veröffentlicht hat, sind die Aktienkurse von Branchengrößen der Spieleindustrie Ende vergangener Woche drastisch eingebrochen. Take-Two fiel um 10 Prozent, Roblox büßte 12 Prozent ein und Unity verlor 21 Prozent an Wert. Project Genie kreiert aus Textbeschreibungen oder hochgeladenen Bildern interaktive Umgebungen. In Wirklichkeit ist die Technologie noch sehr begrenzt.

Die Erlebnisse sind auf 60 Sekunden beschränkt, Spielmechaniken und Sound fehlen. Vor diesem Hintergrund ist der Kurssturz eine Überreaktion der Wall Street.

Google DeepMind und die Datenplattform Kaggle bauen ihre gemeinsame KI-Testumgebung „Game Arena“ aus. Auf der Plattform treten KI-Modelle in strategischen Spielen gegeneinander an. Bisher maßen sich die Systeme vor allem im Schach, nun kommen Werwolf und Poker hinzu. Poker prüft, wie gut ein Modell mit Risiken und unvollständigen Informationen umgeht.

Werwolf misst laut Google etwa gut die Soft Skills, die zukünftige KI-Assistenten in ihrer Zusammenarbeit mit Menschen benötigen, darunter Kommunikation, Verhandlung und die Fähigkeit Mehrdeutigkeit zu navigieren. Zudem dient das Spiel Werwolf auch der Sicherheitsforschung: Es zeigt, ob eine KI Manipulationen durchschauen kann, aber auch wie gut sie andere KI-Modelle im Spiel täuschen kann.

Aktuell werden die Ranglisten von Googles eigenen Modellen Gemini 3 Pro und Gemini 3 Flash dominiert.

Ein Jahr, nachdem der Nobelpreis für Chemie an das KI-Modell AlphaFold von Google DeepMind vergeben wurde, hat das Unternehmen jetzt das KI-Modell AlphaGenome vorgestellt. Zwar gilt das menschliche Genom seit 2022 als komplett entschlüsselt, doch welche Prozesse etwa für bestimmte Krankheiten oder Reaktionen auf Umweltfaktoren verantwortlich sind, ist oft unklar.

Mit einer Auflösung bis hinab zu einzelnen Basenpaaren kann das neue Modell laut Studie für eine Sequenz von bis zu einer Million Basenpaaren Tausende molekularer Eigenschaften vorhersagen. Unter anderem, wo bestimmte Gene in verschiedenen Zell- und Gewebetypen beginnen und enden, die Menge der produzierten RNA und auch, welche DNA-Basen zugänglich sind, nahe beieinander liegen oder an bestimmte Proteine gebunden sind. Grob gesagt, liefert das neue Modell ein größeres Bild mit einer höheren Auflösung.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

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(igr)



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