Künstliche Intelligenz

Donnerstag: Perplexity-KI ohne Anzeigen, Google-KI für 30-sekündige Musikstücke


Die KI-Branche sucht derzeit nach Einnahmequellen. Doch während der Konkurrent OpenAI in ChatGPT Werbung testet, schafft Perplexity in seinem Chatbot Anzeigen wieder ab. Diese untergrüben das Vertrauen der Nutzer. Statt Gratis-Nutzern Werbung zu präsentieren, soll Perplexity diese mit überzeugenden Antworten zu Abo-Abschlüssen bewegen. Ähnlich geht auch Google bei Gemini vor. Der KI-Assistent erlaubt selbst Gratis-Nutzern nun, KI-Musik zu kreieren. Die 30-sekündigen Tracks entstehen auf Basis von Textanweisungen, Bildern oder Videos, wobei Google Urheberrechte beachten will. Die Musikstücke werden zudem mit unhörbaren Wasserzeichen gekennzeichnet, die aber per KI erkannt werden können. Derweil warnt Microsoft vor einer sich vergrößernden digitalen Kluft und will bis 2030 fünfzig Milliarden US-Dollar in den Ausbau von KI im Globalen Süden investieren. Dabei geht es nicht nur um Infrastruktur in Form neuer Rechenzentren, sondern auch um Ausbildung der Menschen und Förderung von Innovationen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Aus Angst vor einem Vertrauensverlust der Nutzer hat das KI-Start-up Perplexity auf Werbung verzichtet, während Konkurrenten wie OpenAI mit seinem KI-Chatbot ChatGPT den umgekehrten Weg einschlagen und Werbung testen. Perplexity war der Financial Times zufolge eines der ersten Unternehmen auf dem Gebiet der generativen künstlichen Intelligenz (KI), das 2024 Werbung einführte und testweise gesponserte Antworten unter den Antworten seines Chatbots anzeigte. Die Werbeanzeigen waren gekennzeichnet, und Perplexity erklärte, dass sie keinen Einfluss auf die Antworten des Chatbots hätten. Ende 2025 wurde jedoch begonnen, die Werbung schrittweise wieder abzuschaffen. Jetzt erklärt Perplexity, den Einsatz von Werbung nicht weiterzuverfolgen – aus Angst vor Vertrauensverlust: Perplexity verzichtet auf Werbung.

KI ohne Werbung verspricht auch Google für Gemini, das Nutzern ab sofort auch die Erstellung von Musik per generativer Künstlicher Intelligenz erlaubt. Die 30 Sekunden langen Tracks werden anhand textlicher Vorgaben des Anwenders generiert, die KI kann aber auch Musik auf Basis von Bildern oder Videos komponieren, inklusive Gesang. Sie steht allen volljährigen Nutzern Geminis in den Sprachen Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Hindi, Japanisch, Koreanisch und Portugiesisch zur Verfügung. Die produzierten Musikstücke sind mit einem unhörbaren Wasserzeichen versehen, um sie als KI-generiert zu kennzeichnen. Google verspricht, Urheberrechte einzuhalten. Gratis-Nutzer Geminis dürfen bis zu 10 Tracks pro Tag erstellen lassen: Google Gemini kann jetzt KI-Musik generieren – in 30-Sekunden-Happen.

KI ist auch Microsoft wichtig. Deshalb hat der US-Technologiekonzern angekündigt, bis zum Ende dieses Jahrzehnts 50 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz, die Qualifizierung von Fachkräften und Innovationen in Ländern des globalen Südens zu investieren. Leitende Mitarbeiter Microsofts zeigten sich besorgt über die wachsende Kluft im Bereich KI zwischen sogenannten Industrie- und Entwicklungsländern. „Künstliche Intelligenz verbreitet sich mit beeindruckender Geschwindigkeit, doch ihre Akzeptanz ist weltweit nach wie vor sehr ungleichmäßig“, schreiben sie. „Wir müssen dringend handeln, um die wachsende KI-Kluft zu überwinden.“ Es geht aber wohl auch gegen Chinas Dominanz in Schwellenländern: Microsofts 50 Milliarden US-Dollar für den KI-Ausbau im globalen Süden.

Ein anderer Datenkonzern begrüßt mit Virtuix einen weiteren offiziellen Partner für Quest-Zubehör, denn der US-Hersteller ist dem „Made for Meta“-Programm beigetreten. Dessen Produkt Omni One ist somit das erste VR-Laufband, das von Meta zertifiziert ist. Die Partnerschaft sieht vor, dass Virtuix Omni One mit den Headsets und Inhalten des Quest-Ökosystems kompatibel macht. Damit erhält Virtuix Zugang zur mit Abstand größten VR-Plattform, während Quest-Nutzer die Möglichkeit bekommen, VR-Spiele auf eine neue Art zu erleben. Omni One soll die Illusion körperlicher Fortbewegung in virtuellen Welten erzeugen und zugleich Motion Sickness eindämmen. Nutzer sollen damit gehen, rennen, knien und springen können: VR-Laufband Omni One wird offizielles Meta-Quest-Zubehör.

In der heutigen Ausgabe der #heiseshow besprechen wir unter anderem über das nun auch in Deutschland diskutierte Social-Media-Verbot für Minderjährige. Sogar Regeln für Erwachsene werden ins Spiel gebracht. Wie realistisch ist ein solches Verbot hierzulande? Derweil erklärt Spotifys Co-CEO, dass die besten Entwickler des Unternehmens dank KI-Tools kaum noch selbst Code schreiben. Was bedeutet das für die Rolle von Softwareentwicklern in der Praxis? Welche Risiken birgt KI-generierter Code? In Deutschland fordert der Energiekonzern Eon, Smart Meter in allen Haushalten zur Pflicht zu machen. Was verspricht sich Eon von einer Pflicht, wer würde die Kosten tragen? Ist eine flächendeckende Messpflicht sinnvoll für die Energiewende, oder wiegen Datenschutzbedenken zu schwer? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: Social-Media-Verbot, Spotifys KI-Entwicklung, Smart-Meter-Pflicht.

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Auch noch wichtig:

  • Briefkastenfirmen, gefälschte Dokumente, gestohlene Identitäten. Recherchen von c’t zeigen, dass es Kriminelle leicht haben, Ressourcen im Internet zu erhalten. c’t deckt auf: Das Firmengeflecht der Bulletproof-Hoster enthüllt.
  • Viele haben sich an ChatGPT und andere nette KI-Helfer gewöhnt: Reiseplanung, Alltagsfragen, Assistenz im Job. Die rasante Entwicklung wirft aber Fragen auf und entfacht eine Debatte über Super-KI: „Wenn das jemand baut, sterben alle“.
  • Das größte Elektroschiff, die China Zorrilla, ist mit einem Evakuierungssystem ausgestattet worden. Die Fähre soll noch 2026 in Dienst gestellt werden: Weltgrößtes Elektroschiff steht kurz vor der Auslieferung und Inbetriebnahme.
  • Ein Großteil aller Solarzellen kommt aus China. Doch in Deutschland wird weiter geforscht und auch produziert. Geht vielleicht doch noch etwas? Ein Fraunhofer-Institut erzielt einen praxisnäheren Rekord: Effizientestes Solarmodul der Welt.
  • Im Windows Admin Center können Angreifer ihre Rechte ausweiten. Microsoft stuft das als kritisch ein und rät Admins zum Aktualisieren: Microsofts Warnung vor kritischer Sicherheitslücke in Windows Admin Center.
  • Nachdem Tesla im wichtigsten US-Markt ein einmonatiger Verkaufsstopp angedroht worden war, hat der Konzern eingelenkt und wirbt nicht mehr für den „Autopilot“: Tesla verzichtet nach Drohung auf Werbung für „Autopilot“ in Kalifornien.
  • Eine DDoS-Attacke auf die IT-Systeme der Deutschen Bahn hat das Buchungssystem gestört. Bahn.de und DB Navigator waren betroffen: Website und App der Deutschen Bahn nach DDoS-Attacke zeitweise gestört.
  • KI-Tools verändern die Softwareentwicklung grundlegend. Wer in Grundlagenwissen und tiefe Expertise investiert, sichert seine Karriere langfristig: Warum T-förmiges Wissen in Zeiten von KI wichtiger wird denn je.
  • Mit einem Kontextfenster von einer Million Token kommt Claude Sonnet in Version 4.6 heraus. Der kostenlose Chatbot nutzt 4.6 standardmäßig: Anthropic veröffentlicht Claude Sonnet 4.6 – das kann alles besser.
  • Nach mehrmonatiger Pause hat Samsung die Verteilung von Play-Dienste-Updates für seine Galaxy-Smartphones und -Tablets wieder aufgenommen: Samsung verteilt wieder Play-Dienste-Updates für Galaxy S25 und weitere.
  • Nach MySQL-Community-Gipfeln fordert ein offener Brief Oracle zu Dialog über die Zukunft der Datenbank auf. Genügen Oracles jüngste Ankündigungen den Kritikern? Das zeigt der offene Brief an Oracle: Ist MySQL noch zu retten?


(fds)



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