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Dreo Turbocool 765S im Test: Turmventilator mit App kühlt mit feinem Sprühnebel


Der Turmventilator Dreo Turbocool 765S gefällt im Test dank kräftigem Wind, smarter App-Steuerung und einer ausgezeichneten Nebelfunktion.

Klassische Ventilatoren bewegen nur Luft. Der Dreo Turbocool 765S geht weiter und kombiniert kraftvollen Wind mit feinem Sprühnebel. Ein großer 6-l-Tank versorgt das Gerät mit Wasser, das per Verdunstung zusätzlich kühlt.

Mit aktuell rund 205 Euro bei Amazon (15-%-Coupon anklicken) positioniert sich der smarte Turmventilator im oberen Mittelfeld. Damit ist er teurer als der Dreo Pilot Max S (Testbericht), bleibt aber unter den Preisen vergleichbarer Dyson-Modelle. Spannend ist der direkte Vergleich mit dem Shark Flexbreeze Pro Mist (Testbericht), der ebenfalls auf Sprühfunktion setzt. Ob der Dreo die richtige Wahl ist, klärt unser Test.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Dreo Turbocool 765S misst rund 90 cm in der Höhe. Das schlanke Turmgehäuse verjüngt sich nach oben und wirkt edel. Die Verarbeitung übertrifft das Niveau vieler günstiger Turmventilatoren deutlich, der breite Sockel sorgt für sicheren Stand. Oben sitzt ein gut sichtbares, rundes Display, darunter befindet sich das Touch-Bedienfeld. Die mitgelieferte Fernbedienung findet auf der Rückseite oben einen sicheren Halter.

Der 6-l-Wassertank lässt sich unkompliziert entnehmen und befüllen. Wir empfehlen entkalktes oder zumindest kalkarmes Wasser. Kalkhaltiges Leitungswasser hinterlässt sonst weiße Ablagerungen und kann die feinen Düsen verstopfen. Eine regelmäßige Reinigung und Entkalkung ist Pflicht. Das Netzkabel (1,8 m) bietet ausreichend Spielraum. Einen Akku gibt es nicht – der Turbocool 765S ist auf eine Steckdose angewiesen.

Windkraft, Lautstärke & Oszillation

Die Windleistung beeindruckt für einen Turmventilator. Mit laut Hersteller bis zu 10 m/s Luftgeschwindigkeit gehört der Dreo zu den kräftigeren Vertretern seiner Zunft. In wenigen Metern Entfernung ist der Luftzug noch sehr deutlich spürbar. Bei 7 m bleibt er gut wahrnehmbar, nach 10 m kommt immerhin ein leichter Hauch an. Die Herstellerangabe zur Reichweite (rund 18 m) erscheint uns aber übertrieben.

Zwölf Geschwindigkeitsstufen und vier Ventilatormodi sorgen für feine Abstufung. Auf niedrigster Stufe messen wir flüsterleise 24 dB(A) in einem halben Meter Abstand. Auf höchster Stufe steigt der Wert auf laute 60 dB(A). Die Oszillation arbeitet etwas lauter als der Ventilator auf niedrigster Stufe, ist aber nach wie vor recht ruhig. Gleiches gilt für die Sprühnebelfunktion. Die horizontale 90°-Oszillation verteilt die Luft gleichmäßig. Eine vertikale Oszillation fehlt.

Bedienung & App

Die Steuerung gelingt über drei Wege: Touchfeld am Gerät, Fernbedienung oder Dreo-App. Alle drei Optionen bieten Zugriff auf die zwölf Geschwindigkeitsstufen, vier Ventilatormodi und vier Nebelstufen. Ein Schlafmodus und eine Kindersicherung runden das Paket ab.

Die App-Steuerung via WLAN macht den Turbocool 765S smart. Geschwindigkeit, Modus, Nebelstufe und Oszillation lassen sich bequem vom Sofa aus regeln. Der integrierte Feuchtigkeitssensor ermöglicht eine automatische Regelung der Luftfeuchtigkeit. Auch Zeitpläne und Automatisierungen sind einrichtbar. Die Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Assistant funktioniert zuverlässig. In diesem Punkt hängt der Dreo den Shark Flexbreeze Pro Mist klar ab, der komplett offline bleibt.

Wer sein Smart Home über Home Assistant betreibt, freut sich über die offizielle Dreo-Integration. Der Turbocool 765S (Modellbezeichnung DR-HPF010S) steht auf der offiziellen Kompatibilitätsliste. Ein/Aus, Lüfterstufe, Modi und Oszillation lassen sich direkt aus Home Assistant heraus steuern. Automatisierungen, Szenen und Dashboards sind ebenfalls möglich. Ein Wermutstropfen: Die Integration nutzt aktuell die Dreo-Cloud und arbeitet nicht vollständig lokal.

Besonderheiten

Die Nebelfunktion ist das Highlight des Geräts. Vier Nebelstufen erzeugen einen erstaunlich feinen Sprühnebel. Hier zeigt sich der entscheidende Vorteil gegenüber dem Shark Flexbreeze Pro Mist: Während Shark eher grobe Tröpfchen ausspuckt, die für Innenräume kaum tauglich sind, vernebelt der Dreo das Wasser deutlich feiner. Das Ergebnis ist eine angenehme Erfrischung statt unschöner Wasserflecken.

Auf niedriger Stufe hält der 6-l-Tank über 24 Stunden, auf maximaler Stufe immerhin sieben Stunden. Die tatsächliche Raumtemperatur senkt der Nebel nur begrenzt. Er verbessert vor allem die gefühlte Kühlung durch Verdunstung, was sich erfrischend anfühlt. In bereits feuchten Räumen verpufft der Effekt, in trockenen Räumen wirkt er deutlich besser.

Stromverbrauch

Auf niedriger Stufe gibt sich der Turbocool 765S sparsam mit nur 2,9 W. Auf höchster Stufe steigt der Verbrauch auf 39 W. Die Oszillation kostet zusätzliche 3,8 W. Je nach Intensität schlägt die Nebelfunktion mit weiteren 21 bis 41 W zu Buche. Der Hersteller nennt eine maximale Leistungsaufnahme von 96 W, wir messen maximal 84 W. Herstellerangabe wirkt damit etwas zu hoch gegriffen. Insgesamt gehört der Dreo damit zu den leistungshungrigen Ventilatoren.

Preis: Was kostet der Dreo Turbocool 765S?

Aktuell liegt der Preis bei Amazon bei rund 205 Euro, wenn man den 15-%-Coupon anklickt.

Fazit

Der Dreo Turbocool 765S ist ein richtig gutes 2-in-1-Gerät. Turmventilator und Luftbefeuchter ergänzen sich sinnvoll. Die Windleistung überzeugt, der Luftstrom reicht bis in ferne Raumecken. Zwölf Geschwindigkeitsstufen und vier Modi bieten ausreichend Flexibilität.

Besonders die Nebelfunktion hebt sich von der Konkurrenz ab. Anders als beim Shark Flexbreeze Pro Mist erzeugt der Dreo einen wirklich feinen Sprühnebel statt grober Tropfen. Das macht den Einsatz auch in Innenräumen möglich. Die smarte App-Steuerung mit Feuchtigkeitssensor, Automatisierungen und Sprachbefehlen ergänzt die Grundausstattung. Dank offizieller Home-Assistant-Integration fügt sich der Turmventilator zudem nahtlos in bestehende Smart-Home-Setups ein. Der große 6-l-Tank ermöglicht lange Laufzeiten ohne Nachfüllen.

Schwächen gibt es trotzdem. Auf höchster Stufe ist der Turmventilator deutlich hörbar. Eine vertikale Oszillation fehlt. Regelmäßige Entkalkung ist Pflicht, am besten nutzt man nur entkalktes oder kalkarmes Wasser. Wer einen smarten Turmventilator mit echtem Zusatznutzen für trockene Räume sucht und das nötige Kleingeld hat, trifft mit dem Dreo eine gute Wahl. Für reine Kühlung ohne Nebelbedarf gibt es allerdings günstigere Alternativen.



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