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Drogeriemarkt: DM liefert mit eigenen Mitarbeitern einen bewegenden Dove-Moment


dm wirbt mit den eigenen Mitarbeitern

Mütter und junge Familien sind zwei der wichtigsten Zielgruppen von DM. Jetzt zeigt das Karlsruher Drogerieunternehmen in einer Social-Media-Kampagne, wie wichtig ihre Themen den eigenen Mitarbeitern sind. Die von Wongdoody kreierte Kampagne erinnert wohl nicht ganz zufällig an die Haltungskampagnen von Dove.

Wer einmal eine DM-Filiale besucht hat, weiß: Neben Wellness, Bio und Beauty sind Produkte rund um das Kind eine der stärksten – und

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Initiative „Recht gegen Rechts“: Laut gegen Nazis e. V. sichert sich erneut Markenrechte an Neonazi-Code


Der Merch von Laut gegen Nazis e. V. deutet Nazi-Codes bewusst um, um sie aus ihrem rechten Kontext zu drängen.

Die Verbreitung von Code-Begriffen der Neonazi-Szene und die Normalisierung rechten Gedankenguts stoppen – das ist das Ziel der Initiative „Recht gegen Rechts“ von Laut gegen Nazis e. V. und Jung von Matt. Jetzt konnte sich der Verein die Markenrechte am Nazi-Code „ESSESS“ sichern.

Codes werden in der Neonazi-Szene häufig als Wiedererkennungszeichen verwendet, oder um strafrechtlich verbotene Inhalte zu verschlüsseln. U

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Claude bleibt werbefrei: Anthropic attackiert OpenAI


Deshalb werden User auch künftig keine gesponserten Links im Chat sehen und auch die Konversationen sollen in keiner Weise durch Advertiser oder Dritten beeinflusst werden. Damit möchte sich das KI-Unternehmen von Erfahrungen in Social Media und klassischen Suchmaschinen absetzen, wo User bereits an die Mischung aus gesponserten und organischen Inhalten gewöhnt seien. Vielmehr strebe man an, mit Claude eine Kreations- und Arbeitsumgebung zu schaffen, die an klassische Werkzeuge und Kontexte der nicht-digitalen Welt erinnert:

Our experience of using the internet has made it easy to assume that advertising on the products we use is inevitable. But open a notebook, pick up a well-crafted tool, or stand in front of a clean chalkboard, and there are no ads in sight.

Anthropic möchte sich aber ebenfalls von der Konkurrenz absetzen, die entschieden hat, Ads in KI-Konversationen zu integrieren. Das ist zum einen Google, da der Suchmaschinenprimus längst Werbung in AI Overviews und ebenso im AI Mode – neuerdings mit exklusiven Angeboten für User – integriert. Zum anderen ist damit OpenAI gemeint. Denn OpenAI hat kürzlich den Start von Ads auf ChatGPT bekanntgegeben. Diese Ads sollen zunächst nach Impressions abgerechnet werden und nach Angaben von The Infor,ation 60 US-Dollar pro 1.000 Views kosten. Erste Test-Advertiser sollen mindestens 200.000 US-Dollar an Ausgaben bewilligen, wie OpenAI gegenüber Adweek bestätigte.

Was die Ads brisant macht und wie Sam Altman reagiert

Genau diese Werbeintegration lehnt Anthropic nicht nur ab, das Unternehmen führt sie mit den neuen Ads sogar ad absurdum. In zwei Video-Ads können die Zuschauer:innen zugespitzt zwei mögliche Konversationsthemen mit einer KI verfolgen, die mit Schauspieler:innen personifiziert werden. Wir sehen einen jungen Mann, der einen gut trainierten Sportler um Rat für ein Sixpack bittet, dann aber anstelle eines idealen Trainingsplans mit einer Werbung und Discount-Option konfrontiert wird und perplex erscheint.

Dann gibt es ein Video, in dem ein Mann in einem Therapie-Setting über die Kommunikation mit seiner Mutter sprechen möchte, ehe er von einer Frau über Dating-Optionen für Frauen im gehobenen Alter informiert wird.

Beide Ads sind mit dem Slogan untermalt: „Ads are coming to AI. But not to Claude.“ Der Hinweis auf Werbung im KI-Kontext geht ganz klar in Richtung OpenAI, selbst wenn Google, Perplexity, Microsoft und Co. ebenfalls AI-Werbung integrieren. Das lässt sich daran ablesen, dass OpenAIs CEO Sam Altman mit einem langen Post auf X auf diese Werbung reagiert hat. Altman schreibt, er habe die Ads lustig gefunden und gelacht. Zugleich kritisiert er aber, dass diese Darstellung von Werbung in einem KI-Chat überzogen, ja „unehrlich“ sei.

[…] Our most important principle for ads says that we won’t do exactly this; we would obviously never run ads in the way Anthropic depicts them. We are not stupid and we know our users would reject that.

Tatsächlich gibt OpenAI an, mit Werbung zunächst keine Gespräche direkt zu beeinflussen, sondern nur ergänzende Links am Fuß der Ergebnisse auf ChatGPT anzubieten. Dabei sollen sensible Themen ausgespart werden – wie etwa jenes, bei dem es um therapeutische Hilfe für die Kommunikation in der Familie geht. Außerdem wagt Altman im Post einen Gegenangriff und schreibt, es sei typisch für Anthropic, auf „Doppelzüngigkeit“ zu setzen, um mit einer irreführenden Ad auf hypothetische irreführende Ads hinzuweisen. Im Super Bowl aber hätte er es nicht erwartet. OpenAI selbst werde beim Super Bowl für Developer und Builder werben, die man mit der neuen Codex App bereits erfreut. Überdies sei es das Ziel des Unternehmens, KI-Lösungen für möglichst viele Menschen, auch kostenlos, anzubieten und nicht das Feld „einem autoritären Unternehmen“ zu überlassen – womöglich spielt er auf Google an. Auch Anthropic kritisiert er nochmals und schreibt, das Unternehmen biete ein „teures Produkt für reiche Leute“.

Besonders brisant ist im Zusammenhang dieser digitalen Auseinandersetzung nicht zuletzt, dass Anthropics CEO Dario Amodei einst als Forschungsdirektor bei OpenAI tätig war. Im KI-Wettbewerb 2026 müssen sich beide Unternehmen vor allem gegen Google behaupten. Anthropic aber wird gerade im Bereich Coding von vielen Usern geschätzt und bietet immer wieder neue Lösungen wie Claude Cowork und neuerdings eine Claude Agents SDK-Integration in Apples Xcode an. Die Spekulationen um den Start des Modells Claude 5 heizen den Markt zudem weiter an; einen Markt, in dem Unternehmen mithilfe von Werbung viel Geld umsetzen können. Aber nicht in Claude.


Im Browser, mit Ordnern, im Arbeitsalltag:

Claude Cowork übernimmt deine Aufgaben

Laptop auf einem Schreibtisch, Logo von Anthropic ist darauf zu sehen
© Anthropic (Änderungen vorgenommen via Canva)





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Vergleichende Werbung: Pepsi vergreift sich zum Super Bowl am Eisbären von Coca-Cola


Pepsi vergreift sich zum Super Bowl am ikonischen Polar Bear des Rivalen Coca-Cola

Seit über hundert Jahren setzt Coca-Cola den Eisbären als Werbemaskottchen ein. Jetzt scheint das tierische Testimonial gewissermaßen aufs Glatteis zu geraten. Das suggeriert jedenfalls Pepsi. Im Super-Bowl-Spot des Erzrivalen fährt der Polar Bear urplötzlich auf Pepsi ab. Die Reaktionen sind amüsant – nicht zuletzt dank KI.

Der Polar Bear gehört bei Coca-Cola schon lange zum Werbeinventar. Seinen ersten Einsatz als Coke-Botschafter hatte er im Jahre 1922 auf einer Printanzeige in Frankreich. Spätestens seit der 1993 gestarteten „Always Coca‑Cola“-Kampagne ist der Eisbär aus dem Werbeinstrumentarium der Marke nicht mehr wegzudenken. 
Umso frecher ist die Kampagne, mit der Pepsi seinen Wettbewerber nun zum Super Bowl aufzieht. In dem von der Omnicom-Agentur BBDO kreierten Commercial tritt der ikonische Eisbär nämlich zu einer Blindverkostung an – Pepsi gegen Coke. Das für ihn unerwartete Ergebnis – ihm schmeckte wenig überraschend die Pepsi besser – haut ihn dermaßen aus der Bahn, dass er sogar auf der Couch eines Psychiaters landet und sich auf dem Nachhauseweg kaum zurückhalten kann, als er in einem Restaurant Gästen beim Pepsi-Trinken zuschaut.
Als dann auch noch eine adrette Eisbärin vorbeischaut und ihm eine Pepsi anbietet, ist es aus mit der Treue zu seinem langjährigen Werbepartner. Für Coke wird es am Ende sogar noch richtig bitter. Denn der Werbefilm endet mit einer Szene, in der die beiden Eisbären während eines Konzertes eng umschlungen vor tausenden Zuschauern von einer Stadionkamera beim Genuss einer Pepsi eingefangen werden – eine Reminiszenz an den weltweit beachteten Kisscam-Vorfall bei einem Coldplay-Konzert vergangenen Sommer in Boston. Musikalisch untermalt wird die Fahnenflucht passenderweise mit dem Queen-Klassiker „I want to break free“.

Eisbär-Spot von Coca-Cola von 1999 

Coca-Cola wird die werbliche Attacke seitens des Mitbewerbers so gar nicht schmecken. Vor allem der Umstand, dass das Commercial ausgerechnet in der Werbepause des diesjährigen Super Bowl ausgestrahlt wird, dürfte dem Konzern übel aufstoßen. Grund: Das Finale der Profi-Football-Liga der USA ist eines der weltweit größten Sportereignisse mit einer enormen Reichweite. Im letzten Jahr hatten beim Super Bowl laut Nielsen im Schnitt 123,7 Millionen Zuschauer eingeschaltet – ein Rekord.

So reagiert das Netz auf den Pepsi-Spot

Eine werbliche Antwort von Coca-Cola lässt bislang allerdings auf sich warten. Das Unternehmen, das in diesem Jahr auf eine Präsenz beim Super Bowl verzichtet, konzentriert sich derzeit vor allem auf seine Kampagnen zur Fußball-WM, die bereits international und nun auch in Deutschland angelaufen sind. Reaktionen auf die Pepsi-Attacke gibt es freilich trotzdem. Zwar nicht von Coke selbst. Dafür springen aber andere in die Bresche. So gibt es in den sozialen Netzwerken eine Reihe von Adaptionen des Pepsi-Spots, die sich durchaus sehen lassen können. Dass dabei KI zum Einsatz kam, versteht sich angesichts der fixen Umsetzung von selbst. 



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