Digital Business & Startups
Earlybird verrät: Mit diesem Template überzeugt ihr Investoren
Rund 50.000 Startup-Pitches gehen jedes Jahr bei Earlybird ein. Die meisten scheitern bereits an der ersten Nachricht. Denn wer Investoren mit einer generischen Mail kontaktiert, geht schnell unter. Earlybird-Partner Andre Retterath hat uns eine Vorlage gezeigt, die die wichtigsten Elemente eines erfolgreichen VC-Pitches auf wenige Absätze verdichtet. Wir zeigen das komplette Template – inklusive einer Beispiel-Mail.
So sieht die perfekte Mail an Investoren aus
Digital Business & Startups
5 neue Startups: AITHEA, ioncentric, Elephant, caremare, Invertix
#Brandneu
Es ist wieder soweit – neue Startups stehen in den Startlöchern! Hier sind einige spannende junge Unternehmen, die man kennen sollte. Heute werfen wir einen Blick auf diese Neugründungen: AITHEA, ioncentric, Elephant, caremare und Invertix.

deutsche-startups.de stellt heute erneut eine Auswahl junger Startups vor, die in den vergangenen Wochen und Monaten gegründet wurden oder kürzlich aus dem Stealth-Mode hervorgetreten sind. Noch mehr spannende Neugründungen gibt es übrigens in unserem Newsletter Startup-Radar.
AITHEA
AITHEA aus München, von Aneta Klosek ins Leben gerufen, widmet sich dem Thema Compliance. „Unsere Mission ist es, Unternehmen weltweit mit KI-gestützten Tools dabei zu unterstützen, die Komplexität der Financial Crime Compliance und Trade Compliance souverän zu meistern“, erklärt das Startup.
ioncentric
Das DeepTech Startup ioncentric aus Heilbronn hat eine integrierte IoT-Plattform zur Digitalisierung und Analyse von Energiesystemen im Angebot. „Unsere Vision: Jedes Produkt erhält eine digitale Identität, die Transparenz, Nachhaltigkeit und Vertrauen schafft“, führt das von Andrej Russkov, Salvatore Sternkopf und Marcel Feldmann gegründete Unternehmen aus.
Elephant
Hinter der Elephant Company aus Berlin, von Maurice Zomorrodi, Niklas Dehio und Melchior Schramm an den Start gebracht, steckt eine KI-gestützte Plattform, „mit der Unternehmen Wissen, Prozesse und Trainingsinhalte an operative Teams weitergeben können – etwa in Produktion, Logistik oder technischem Außendienst“.
caremare
Die noch frische Firma caremare aus Hamburg, von Sven Jarck auf die Beine gestellt, möchte die Naturkosmetikbranche neu denken. Dabei setzt es auf eine Kombination aus „nachweislicher Wirksamkeit, COSMOS-zertifizierter Naturkosmetik und einem Nachhaltigkeitsmodell, das echten Impact erzeugt“.
Invertix
Bei Invertix aus München, von Joseph Perrotta und Kaan Durmaz angeschoben, dreht sich alles um „Superintelligenz für erneuerbare Energien“. Die Firma bietet autonome KI-Mitarbeiter, „die sich in Ihre Daten einklinken – um Anlagen zu überwachen, Berichte zu erstellen, Umsätze abzugleichen, Verträge zu verfolgen und Alarme zu priorisieren“, heißt es.
Tipp: In unserem Newsletter Startup-Radar berichten wir einmal in der Woche über neue Startups. Alle Startups stellen wir in unserem kostenpflichtigen Newsletter kurz und knapp vor und bringen sie so auf den Radar der Startup-Szene. Jetzt unseren Newsletter Startup-Radar sofort abonnieren!
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3
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Wie ein einziger Moment aus einer Krise eine Erfolgsgeschichte machte
Flavio Holstein wollte zur U23-WM im Rudern. Stattdessen gründete er ein Startup – und stellte erst spät fest, dass er für die falschen Kunden baute.
Flavio Holstein wollte eigentlich zur U23-Weltmeisterschaft. Heute verkauft der 34-Jährige Rudergeräte für mehrere Tausend Euro an Privatkunden in ganz Europa. Dazwischen liegen ein abgebrochener Leistungssport-Traum, eine Gründung an der TU Berlin, schwache Verkaufszahlen und ein Pivot, der sein Startup rettete.
Das Unternehmen Augletics sitzt heute in einem Industriegebiet in Königs Wusterhausen bei Berlin. Gründerszene war vor Ort und hat sich die Produktion angeschaut. In einer großen Halle voller Schraubstationen und Mechanik entwickelt und verkauft Holstein intelligente Rudergeräte für das Training zuhause. Die Halle riecht nach Metall und Produktion, zu Beginn hätte Holstein hier auch noch komplett selber Hand angelegt, meint er zu Gründerszene. Und bald solle auch eine zweite Halle folgen, Augletics sei am wachsen. Doch das hätte Anfangs niemand gedacht.
Vom Leistungssport zur Gründung
Rudern, Studium, Training. Jahrelang drehte sich Holsteins Alltag um den Leistungssport. Sein großes Ziel war die U23-Weltmeisterschaft. Irgendwann wurde ihm jedoch klar, dass der Weg an die Spitze zwar möglich war, ihm langfristig aber keine berufliche Perspektive bieten würde.
Also konzentrierte er sich auf sein Studium des Computerengineering an der TU Berlin. Lange hielt die neue Richtung allerdings nicht. Mit Unterstützung des EXIST-Gründerstipendiums gründete er bereits wenige Monate später sein eigenes Unternehmen.
Die Idee entstand direkt aus seiner Zeit als Sportler: Die Rudergeräte, auf denen er trainierte, überzeugten ihn nicht. Sie seien laut gewesen und hätten zu wenige Trainingsdaten geliefert. Holstein wollte beides verbessern: die Hardware und die Software.
Gründerszene hat das aktuelle Rudergerät vor Ort getestet: Ein schlichtes aber schickes Design ist mit einem großen Monitor gekoppelt, auf dem die verschiedenen Trainingsprogramme genutzt werden können. Beim Start der Ruderbewegung ist kein Geräusch zu hören, man gleitet wie auf Wasser. Besonders auffällig: Das Rudern ist fast angenehm, die Kraftanstrengung kaum zu spüren.
Die falsche Zielgruppe
Anfangs richtete sich Augletics an Rudervereine. Das schien logisch. Schließlich kannte Holstein den Markt aus eigener Erfahrung. Das Problem: Der Markt war zu klein. Es gab nur wenige Vereine, und noch weniger kauften regelmäßig neue Geräte.
Später versuchte das Team auch Fitnessstudios als Kunden zu gewinnen. Doch die Verkäufe blieben enttäuschend. „Wir haben vielleicht drei oder vier Geräte pro Monat verkauft“, erinnert sich Holstein. Für ein Hardware-Startup war das zu wenig.
Rückblickend sagt er, dass das Team zu stark vom Produkt gedacht habe. „Wir waren am Anfang sehr produktgetrieben“, sagt er. Das Gerät stand im Mittelpunkt, nicht die Frage, wer es eigentlich kaufen würde.
Der Pivot kam auf einer Messe
Viel Zeit blieb nicht mehr. Nach Holsteins Einschätzung hätte Augletics mit den damaligen Verkaufszahlen nur noch wenige Monate durchgehalten. Dann kam der entscheidende Moment. Auf einer Messe bemerkte er, dass sich plötzlich Menschen für das Produkt interessierten, die mit dem Rudersport überhaupt nichts zu tun hatten. „Da waren Leute, die eigentlich nach einer Sauna für ihr Eigenheim gesucht haben und dann an unserem Rudergerät hängen geblieben sind“, sagt er.
Während auf Fitnessmessen oft nur ein oder zwei Geräte verkauft wurden, gingen auf Heimmessen an einem Tag acht oder neun Geräte über den Tisch. Fast zeitgleich häuften sich Bestellungen im Online-Shop von Menschen, die nie gerudert hatten. Für Holstein war klar: Die eigentliche Zielgruppe waren nicht Rudervereine, sondern Privatkunden.
Vom Sportgerät zum Designobjekt
Augletics änderte daraufhin seine Strategie grundlegend. Statt ein Gerät für Insider zu bauen, entwickelte das Team ein Produkt für Menschen, die zuhause trainieren möchten. Das Rudergerät sollte nicht mehr wie ein Trainingsgerät aus dem Verein wirken, sondern wie ein hochwertiges Möbelstück, das ins Wohnzimmer passt. Der Kurswechsel zahlte sich aus.
Heute ist Augletics nach eigenen Angaben in Deutschland, Frankreich, Belgien und Italien aktiv. In den vergangenen Jahren sei der Umsatz jeweils um rund 40 bis 50 Prozent gewachsen. Eine wichtige Lektion aus dem Leistungssport habe ihn dabei bis heute begleitet: „Leistungssport ist eine gute Schule fürs Dranbleiben und Durchbeißen“, sagt Holstein. Gerade in der schwierigen Phase vor dem Pivot habe ihm diese Mentalität geholfen. Nicht aufgeben, weiter verbessern – bis das Produkt und der Markt endlich zusammenpassen.
Digital Business & Startups
+++ Booom +++ Martin Scorsese +++ Black Forest Labs +++ Noscendo +++ innoGPT +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ Booom: VC mit der Power von sennder +++ Hollywood-Legende Martin Scorsese setzt auf Black Forest Labs +++ MedTech Noscendo ist insolvent +++ Bootstrapping-Hit: innoGPT wächst auf 1 Million Euro ARR +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Dienstag, 9. Juni).
#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries
+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND
#STARTUPTICKER
Booom
+++ InvestorsToWatch! Mit Booom haben die sennder-Gründer Julius Köhler, Nicolaus Schefenacker und David Nothacker in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Ex-SquareOne-Partner Felix Plapperer einen spannenden Frühphasen-Investor aufgebaut. Der Münchner Geldgeber taucht inzwischen regelmäßig in Investmentmeldungen rund um aufstrebende B2B-Software-Startups auf. Zuletzt investierte das Team gemeinsam mit Earlybird Venture Capital, Lucid Capital und Heliad 6,9 Millionen Euro in das Münchner LegalTech bayshore. Zum Portfolio des Geldgebers gehören inzwischen Startups wie GeneralMind, Afori, Taskwise, Atira, Emidat, Resourcify, Comstruct und Spread. Der im Sommer 2024 gestartete Investor verwaltet einen 17 Millionen Euro schweren Fonds und investiert zwischen 100.000 und 400.000 Euro in Angel-, Pre-Seed- und Seed-Runden. Als besonderen Mehrwert verspricht Booom seinen Portfoliounternehmen neben Kapital eine enge Zusammenarbeit mit den sennder-Gründern. Gerade die Kombination aus Kapital und operativer Unterstützung durch die sennder-Gründer dürfte für viele junge B2B-Startups interessant sein. Mehr über Booom
Martin Scorsese – Black Forest Labs
+++ Schon wieder Promi-Alarm in der deutschen Startup-Szene! Hollywood-Legende Martin Scorsese arbeitet künftig mit dem Freiburger KI-Unicorn Black Forest Labs zusammen. „Martin Scorsese has spent six decades bringing stories to life. Now, he’s helping us shape visual intelligence with human taste and craft at the center“, teilt das Unternehmen mit. Scorsese selbst sagt zur Zusammenarbeit: „There’s always been this problem of how do you communicate what you see in your head to your cast and crew? There are some things you have to see and feel.“ Black Forest Labs, von den ehemaligen Stability-AI-Entwicklern Robin Rombach, Patrick Esser und Andreas Blattmann gegründet, hat sich auf offene KI-Modelle zur Bildgenerierung spezialisiert. Vor Scorsese sorgten in der deutschen Startup-Szene bereits die amerikanische Schauspielerin Sarah Jessica Parker und Hollywood-Star Brad Pitt für Promi-Glanz. (New York Times, Gründerszene) Mehr über Black Forest Labs
Noscendo
+++ Pleite! Das millionenschwere Duisburger MedTech-Unternehmen Noscendo ist insolvent. Zur Insolvenzverwalterin wird Rechtsanwältin Sarah Wolf bestellt. Das Unternehmen, 2018 gegründet, entwickelt softwaregestützte Lösungen zur Identifizierung und Bewertung von Krankheitserregern. Investoren wie Earlybird, Wieland Capital, Paua Ventures, der High-Tech Gründerfonds (HTGF), Revent sowie ein Family Office investierten in den vergangenen Jahren rund 27 Millionen Euro in die Jungfirma. Die Hintergründe der Insolvenz sind bisher nicht bekannt. Im Jahresabschluss für 2024 ist jedoch zu lesen, dass für 2026 eine weitere Finanzierungsrunde über bis zu 12 Millionen Euro geplant war. Zugleich warnte das Unternehmen bereits: „Sollte die Gesellschaft nicht in der Lage sein, die erforderlichen finanziellen Mittel zu beschaffen, könnte dies die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit den Fortbestand der Gesellschaft ernsthaft gefährden.“ Der Fall zeigt einmal mehr, dass selbst gut finanzierte MedTech-Unternehmen derzeit unter Druck stehen. Im MedTech- und HealthTech-Segment ist derzeit viel Licht (große Finanzierungsrunden)- aber auch viel Schatten (zahlreiche Insolvenzen) zu sehen. Mehr über Noscendo
innoGPT
+++ Stark unterwegs – ohne Investoren! Das junge Unternehmen innoGPT, das bisher komplett gebootstrappt ist, verkündet zwei Jahre nach der Gründung 1 Million Euro Annual Recurring Revenue (ARR). „Einnahmen aus KI-Consulting und Schulungen fließen in die Weiterentwicklung der KI-Plattform innoGPT, die derzeit mit rund 30 % pro Monat wächst“, teilt das Team mit. innoGPT bündelt KI-Modelle wie OpenAI, Anthropic und Mistral. „Sicher ausgerollt in einer DSGVO-konformen Plattform – so wird aus Schatten-KI produktive, messbare Unternehmens-KI. Verständlich und einfach für dein ganzes Team“, heißt es aus dem Unternehmen, das aus der Marketing-Agentur moin media und dem Unternehmen Magic Labs entstanden ist. innoGPT, 2024 von Maurice Brumund und Mike Koene gegründet, betreut derzeit nach eigenen Angaben „über 1.000 Unternehmen und mehr als 600 Professionals“. Mehr über innoGPT
Ark Climate
+++ „Als ich 2024 die Idee hatte, KI in den öffentlichen Sektor zu bringen, kam mir viel Zweifel entgegen“, sagt Ruth Bosse, Gründerin des Münchner GovTechs Ark Climate. „Jetzt, zwei Jahre später, ist KI für den öffentlichen Sektor ein zentrales Thema.“ Mehr über Ark Climate
Startup-Radar
+++ Die Startup-Welt schläft nie! Zeit, einen Blick auf einige brandneue Unternehmen zu werfen, die man unbedingt auf dem Radar haben sollte. Diese Jungfirmen stellen wir euch heute vor: tvently, Carbony, SilverFriend, QUCOXX und Kai Karosse. Mehr im Startup-Radar
#JOBS
MünchenMusik Gruppe
+++ Unser Job des Tages! MünchenMusik Gruppe sucht einen Online Marketing Manager (m/w/d). 1984 gegründet, ist MünchenMusik einer der großen Klassikveranstalter Deutschlands. Im Firmenverbund als MünchenMusik Gruppe bieten wir einzigartigen Musikgenuss in den schönsten Konzertsälen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ Wärmepumpen-Startup Galvany sammelt 10 Millionen ein +++ Handwerker-Startup Tawo erhält 4,5 Millionen +++ Manuel Ortlechner investiert in SportsTech Zone14. Mehr im Deal-Monitor
Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker
Foto (oben): KI
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