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Ein Buch zu Weihnachten? Hier unsere Tipps! › PAGE online


Für Kreative, Kinder, Reisende und Typo-Fans und alle anderen, die eine schöne, spannende und besondere Lektüre lieben. Hier 15 Bücher, die uns in diesem Jahr besonders gefallen haben.

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Wir haben geblättert und gestaunt, manches Buch zur Seite gelegt, vor allem aber haben wir uns immer wieder an spannenden und gut gestalteten Büchern erfreut.

An solchen, die einen in fremde Welten oder auf andere Kontinente führen, von Gestaltung und Kreativität erzählen, die Kindern auf ganz eigene Art aus dem Leben erzählen, die experimentiren und sich was trauen – und die eine Freude sind, sie zu lesen und anzuschauen.

Anders Reisen

Ortswechsel Bukarest

Wer schon einmal in Bukarest war, weiß, was es für eine faszinierende Stadt die rumänische Metropole ist.

Auf der einen Seite stehen dort Prachtbauten wie »das Ding«, wie Ceausescus Palast auch genannt wird, den der Diktator einst ohne Rücksicht auf Verluste mitten in die Stadt rammte, auf der anderen Seite gibt es lauschige Stadtviertel, viel Grün, Synagogen und orthodoxe Kirchen, streunende Katzen und Straßenhunde, wunderbare Grillstände und Markthallen und dazu Wohnblocks und viel Kultur – und immer mehr auch junges, alternatives Leben.

Die preisgekrönte Illustratorin Arinda Crăciun, die viele Jahre in Bukarest wohnte und heute in Berlin lebt, ist für dieses Stadttagebuch nach Bukarest zurückgekehrt. Wir kommen mit ihr am Flughafen an und flanieren mit ihr durch die Stadt, riechen den Duft der Linden und streifen an Geißblatt-Hecken entlang. Wir tauchen in die Kultur der Stadt ein, in ihre Geschichte, ihre Denker:innen, Dichter:innen und Feministinnen, schlendern über Märkte und durch Plattenbausiedlungen.

Mit Acrylmarkern gezeichnet, ist das ein ganz besonderer Blick auf die Stadt, kenntnisreich, persönlich und bunt. Und eine Einladung, mal gewohnte touristische Trampelpfade zu verlassen und sich nach Bukarest aufzumachen, wo man wirklich Neues entdecken kann.

Arinda Crăciun, Eva Ruth Wemme: Ortswechsel Bukarest. Ein Stadttagebuch, Susanne Rieder Verlag, Buchgestaltung: Yimeng Wu, 128 Seiten. Durchgehend farbig illustriert. 24 Euro. ISBN 978-3-948410-88-9

 

Hallo Kopenhagen

Kopenhagen ist hip – und eine Stadt, die sich nicht an einen heran schmeißt, sondern die man entdecken muss. Und das am besten mit diesem uniquen Reiseführer, der mit überbordender Gestaltung und Fotografie in das Herz der Metropole führt.

Aber genauso auch an ihre Ränder, zu Aufsehenerregendem und wenig bekanntem, zu Kreativen und hinein in aktuelle dänische Literatur.

Und das – in seiner dritten und komplett neuem Auflage – mit einem überbordenden Layout, wie man es von dem Ankerwechsel Verlag aus Hamburg St. Pauli kennt.

Gestaltet wurde das lebendige Schmuckstück von der Grafikdesignerin Violetta Sanitz – und einmal mehr wurde diese Publikation klimaneutral und lokal in der Reset St. Pauli Druckerei hergestellt.

Alles zu dem Buch hier.

Hallo Kopenhagen. Ein Blick in die Stadt, Ankerwechsel Verlag, Softcover mit offener Fadenbindung, 196 Seiten, 23 x 15,7 Zentimeter, 32 Euro, ISBN: 978-3-947596-15-7 (3. vollständig überarbeitete Auflage)

 

Italien auf dem Teller

»Splendido Autunno/Inverno«, das neue Kochbuch von Juri Gottschall & Mercedes Lauenstein, besticht einmal mehr auch durch sein umwerfend minimalistisches Design, das viel (Weiß)-Raum für den Genuss lässt.

2015 haben die beiden das »Splendido Magazin« gegründet und zeigen seither, wie man La dolce Vita, italienische Kultur und vor allem die italienische Küche, auf den Punkt bringt.

Und das neben dem Magazin in bisher drei Kochbüchern, von denen gleich zwei mit dem Deutschen Kochbuchpreis ausgezeichnet wurden.

»Splendido. Autunno/Inverno« widmet sich mit 70 neuen Rezepten und mehr als 90 Fotografien dem Herbst und Winter.

Alles über das Buch hier.

Juri Gottschall & Mercedes Lauenstein: Splendido Autunno/Inverno, 208 Seiten, 20 x 24,5 Zentimeter, ca. 90 farbige Abbildungen. € 32,00, ISBN 978-3-7558-2011-6

 

Gigantische Berge und wie man sie erklimmt

Aufregende Expeditionen auf die höchsten Berge der Welt. Und weil man damit gar nicht früh genug anfangen kann, führen die Autorin Robin Jacobs und Illustrator Ed J. Brown Kinder auf acht der höchsten Berge der Welt.

Auf die Gipfel des Kilimandscharo, des Fuji, des Matterhorns und natürlich des Mount Everests. Die Kinder lernen über die ersten Bergsteiger, die sie erklommen haben, über Kultur und Aufstiege, die besten Knoten und was man selbst beim Klettern beachten sollte.

In mitreißenden Illustrationen, die manchmal leicht abstrahiert und dann wieder ganz realitätsgetreu sind, in schönsten Farben und mit feinen Linien und lebendigen, lockeren Strichen, erfährt man etwas über den Tourismus am Everest oder die verschiedenen Gesichter des Matterhorns.

Man lernt die Menschen am Kilimandscharo kennen und erfährt, dass der Vulkanberg Chimborazo in Ecuador mit seiner Bergspitze am weitesten von allen Gipfeln der Welt vom Erdmittelpunkt entfernt ist.

Und bei alldem können nicht nur Kinder staunen, sondern die Erwachsenen gleich mit.

Robin Jacobs, Ed J. Brown: Gigantische Berge und wie man sie erklimmt, 80 Seiten, komplett illustriert, E.A. Seemanns Bilderbande, ab 8 Jahren, 22 Euro, ISBN 978-3-69001-006-1

 

© Thames & Hudson

Italienische Reise

So sind Sie noch nicht durch Italien gereist: Auf den Spuren großer Künstler. Und das ist ein augenöffnendes Erlebnis.

»Als Caravaggio 1592 das erste Mal nach Rom kam, war es die reichste und glamouröseste Stadt der Welt – und eine der gefährlichsten«, heißt es auf dem Rücken dieses prächtigen Bandes.

Und diesen frischen Blick und diese Spannung hält »Italy: In the Footsteps of Great Artists« . Ob man mit Caravaggio im 17. Jahrhundert durch die Straßen Roms streift, mit Canaletto Venedig entdeckt oder mit Giotto das mittelalterliche Florenz.

In zwölf Kapiteln führt die »Kunst des Reisens« durch das Land, jeder Abschnitt beginnt mit einer illustrierten Karte, führt durch kleine Gassen und zu spektakulären Orten, in Museen und zu Wahrzeichen, in Ateliers und tief in die Geschichte hinein.

Eigentlich könnte man dabei ganz gemütlich in seinem Sessel sitzen bleiben. Doch die Neugier, selbst an diese Orte zu reisen und sich auf die Spurensuche zu machen, wächst von Seite zu Seite.

Italy: In the Footsteps of the Great Artists, Hardcover, Thames & Hudson, Englisch, 352 Seiten, 450 Illustrationen, 69,95 Euro, ISBN: 9780500027530 

»Italy: In the Footsteps of Great Artists« © Thames & Hudson
»Italy: In the Footsteps of Great Artists« © Thames & Hudson

 

Vom Gestalten

© David Zwirner Books

Ab ins Typografen-Studio

Willkommen in der Tiefdruckwerkstatt! Die Illustratorin Gaby Bazin nimmt uns mit ins Geschehen – von der Evolution des Buchdrucks bis hin zur digitalen Type.

Kleine Charaktere spielen in den leuchtenden Illustrationen die Hauptrolle und führen leicht verständlich die verschiedenen Facetten des Typografiehandwerks vor – und verraten viele Kniffe und Geheimnisse des Gestaltens.

Das Buch folgt auf den Erfolgstitel »Meet the Lithographer« und bietet ebenfalls einen Einblick in einen der vielen Berufe in der Kreativbranche. Und das auf ganz kreative Weise, anschaulich und unterhaltsam und mit spannenden Infos.

Gaby Bazin: Meet the Typographer. 40 Seiten, New York (David Zwirner Books), 18,99 Euro. 978-1-64423-157-9

© David Zwirner Books
© David Zwirner Books

 

Eins wie keins!

Fünf Jahrzehnte Type-Design aus einem der bekanntesten Studios der Welt. Emigre veröffentlicht seit der Foundry-Gründung 1986 zu jedem neuen Font kleine Booklets, die die Eigenschaften der Schrift grafisch inszenieren: die »Emigre Type Specimens«.

Auf über 1000 Seiten sind hier alle Schriftsamples, Skizzen und zusätzliche Materialien aus Emigres Archiv gesammelt.

Eine typografische Reise durch die Designgeschichte, herausgegeben von dem ebenso legendären Letterform Archive in San Francisco.

Emigre Fonts: Type Specimens 1986–2024. Letterform Archive Books,  1264 Seiten. 75 Euro, 979-8-98914-236-1

 

Hands on!

Szenograf:innen aufgepasst – und auch alle anderen, die sich für »Nachhaltige Designprozesse« interessieren. Die Produktdesigner und Innenarchitekten Thomas Wüthrich und Yves Raschle haben sie klar und handlungsorientiert strukturiert.

Ihre Publikation führt von den Grundlagen nachhaltigen Gestaltens zu Konzept, Entwurf, Planung, Ausführung und Nutzung. Die einzelnen Schritte sind Punktgenau unterteilt und dazu gibt es konkrete Handlungsoptionen, die, ganz leicht auffindbar, mit einem großen Punkt markiert sind.

Überhaupt ist der Leitfaden, der sich an Design-Berufsfelder wie Produkt-, Industrie- oder Modedesign, Innenarchitektur
und Szenografie richtet, klar und ganz zeitgemäß gestaltet. Er ist eine interessante Lektüre und kann genauso gut als Nachschlagewerk genutzt werden.

Hochinformativ und intelligent strukturiert, führt der Ratgeber auch zahlreiche Beispiele an, die von Patagonia über die Papilio Straßenlampe, die klimaneutral arbeitet, zu künstlichen Korallenriffen führt – und zu umwerfend praktischen Entscheidungshilfen und Anwendungen.

Thomas Wüthrich, Yves Raschle: Nachhaltige Designprozesse. Leitfaden für die gestalterische Praxis und Lehre, Park Books, 256 Seiten, 106 farbige und 44 schwarzweiße -Abbildungen, 38 Euro, ISBN 978-3-03860-448-8

Die 17 SDGs (Sustainable Development Goals) der UN-Agenda 2030 bieten eine international anerkannte Grundlage für eine globale nachhaltige Entwicklung. © United Nations 17 Nachhaltigkeitsziele – SDGs, basierend auf der Darstellung der Vereinten Nationen 2019.
Materialsammlungen und Musterkataloge sind eine wichtige Grundlage für viele Unternehmen in der Kreativwirtschaft. © Foto: Mark Niedermann

 

Nachdenken über das Zeichnen

Die spanische Illustratorin Carmen José nimmt einen mit in den Wald – und in ihren kreativen Prozess hinein. Und das in wunderschönen, lyrischen Aquarellen und in feinlinigen Zeichnungen.

Die Idee zu diesem Buch entstand, als Rita Fürstenau, die Verlegerin des Rotopol Verlags, Carmen José zu sich aufs Land einlud

Dort ist die Illustratorin, die an der WDKA Art University of Rotterdam lehrt und zu deren Auftraggeber:innen Netflix oder das Bauhaus Dessau gehören, spazieren gegangen, ist geschwommen, hat gelesen und ausgespannt.

Und sie hat gezeichnet und sich Notizen gemacht und aus ihnen ist schließlich dieses Buch entstanden, das von einem Wald, von der Natur, von Bäumen und Zweifeln und vom Zeichnen selbst erzählt.

Mehr zu dem Buch hier.

Carmen José: I don’t know how to draw a tree, 80 Seiten, Farbe, Englisch, Rotopol Verlag, 20 Euro, ISBN 978-3-96451-032-7

 

Für junge Leser:innen

Richtig schön abheulen

Wenn schon weinen, dann aber richtig. Heulen eben und wie ein Wasserfall, denn nur so lohnt es sich. Nur so ist einem die maximale Aufmerksamkeit sicher – und außerdem kann man auf diese Weise ordentlich was anfangen mit dem leicht salzigem Wasser.

Das findet Noemi Vola, junge italienische Autorin und Illustratorin, die weiß, wovon sie spricht. Mit dem Weinen kennt sie sich auch. Zumindest mit traurigen Gefühlen.

Darüber hat die Italienerin, die auch für Vogue Kids und Mousse illustriert, bereits das Kinderbuch »Über das unglückliche Leben der Regenwürmer« herausgebracht, dann folgte Unbedingt mal wieder so richtig heulen!.

Und darin geht es um das Schluchzen, so richtig mit verschlucken und nach Luft schnappen. So wie Kinder es besonders gut können. Mit überlebensgroßen Gefühlen und der ganzen Verzweiflung der Welt.

Denn es muss schon richtig laufen, damit als das möglich ist, was einem in diesem Tränen-Buch so wunderbar zum Lachen bringt.

Alles über das Buch hier.

Noemi Vola: Wenn du weinst wie ein Wasserfall, Leykam Verlag, 44 Seiten, ab 4 Jahren, 18,50 Euro, ISBN 9783701183647

 

In die Pedale treten

Die Lektüre um aufs Rad zu steigen, um zu Staunen und zu Spielen: Das Kinderbuchdebüt des Illustrators Caspar David Engstfeld aka Krashkid ist ein kunterbuntes Erlebnis – und ein unbändiger, kreativer Spaß.

Bekannt ist Krashkid für seine leuchtend bunten Murals, seine Arbeiten für das ZEIT Magazin, für den Spiegel oder Fritz Kola. Und jetzt hat er sein erstes Kinderbuch herausgebracht.

Und das ist nicht nur mitreißend illustriert sondern auch ideenreich gestaltet.

Sticker sind dabei und sind sind eine ebensolche Freude, wie der Siebdruck auf dem Cover, das haptische Überzugsmaterial und das ausklappbare Vorsatzpapier.

Mit der Widmung »Für alle, die sich einen Traum erfüllen möchten, aber noch nicht genau wissen wie«, wird man in die Geschichte liebevoll hineingezogen – und taucht sofort tief ein.

Alles über das Buch hier.

Caspar David Engstfeld: Boah, was für ein Fahrrad!, 32 Seiten, 6-10 Jahre. Ankerwechsel Verlag, Hardcover mit ausklappbarem, bedrucktem Vorsatzpapier. 22 Euro, ISBN: 978-3-947596-22-5

Grille, die Großes lernt

Eine tolle Überraschung: Die Leipziger Illustratorin Anna Haifisch, preisgekrönt für ihren »zittrigen Strich« und ihren »seufzenden Humor«, hat ihr erstes Kinderbuch herausgebracht.

Darin erzählt sie von einer Grille, die, immer schick in schwarzen Stiefelchen, auf Wanderschaft geht und erlebt, wie wichtig es in schwierigen Zeit ist, einander zu helfen.

Natürlich muss sie auf dem Weg dorthin einiges bewältigen und das alles ist in satten Grün-, Gelb und Orange-Tönen koloriert und wunderbar erzählt. Es ist spannend und auf wunderbar lakonische Art herzergreifend.

Anna Haifisch: Die Grille in der Geige. 32Seiten, Rotopol, ab 4+Jahren, 16 Euro, 978-3-96451-061-7

 

Das besondere Buch

Die Nixen von Estland

Als Kat Menschik zu ihrem 30. Geburtstag eine DDR-Ausgabe der »Nixen von Estland« des Schriftstellers Enn Vetemaas (1936-2017) geschenkt bekam, war sie ein wenig enttäuscht, dass dieses wunderbare Bestimmungsbuch dieser anmutigen Geschöpfe, so gar nicht illustriert war.

Also nahm sie es selbst in die Hand. Und der Rest ist sozusagen Geschichte.

Denn auch Hans Magnus Enzensberger (1929-2022) fielen Menschiks überbordende, heitere und zwischen den Stilen changierenden Nixen-Illustrationen in die Hand und er engagierte sie für seine Buchreihe »Die Andere Bibliothek«.

Zu dessen 40. Jubiläum wurde das Nixen-Buch, das von den nackttittigen Wuchtbrummen, von Schönhaarigen, Heulsusen und Lauthalsigen erzählt, von ihren Füßen, ihrer Kinderliebe, ihren Heilungskräften und Muscheldekoren – und das mit hunderten Illustrationen – neu erschienen. Und es ist, samt des Nachwarts von Florian Illies, eine riesige Freude. Und ob Kat Menschik schon mal selbst eine Nixe gesehen hat? Natürlich!

Een Vetemaa: Die Nixen von Estland, Die Andere Bibliothek, 352 Seiten, Deutsch, 28 Euro, ISBN 978-3-8477-2063-8

aus: Die Nixen von Estland

 

Wenn der Krebs kommt

Persönlich und emphatisch, unglaublich informativ und fantasievoll illustriert: Die großartige Graphic Novel »Das Ende der Unversehrtheit« nimmt einen auf ganz eigene Weise auf die schwierige Reise nach einer Brustkrebsdiagnose mit.

Es sei »kein klassisches Lehr- oder Aufklärungsbuch«, schreibt Dr. med. Bärbel Grashoff, die seit Jahrzehnten in Ulm eine gynäkologische Praxis betreibt, über ihre Graphic Novel. Und das ist gut so. Sehr gut sogar.

Stattdessen setzt »Das Ende der Unversehrtheit« auf eine umwerfende Mischung aus Verstand und Herz, auf umfassende Informationen über Brustkrebs und die Reise, auf die man sich nach der Diagnose begeben muss.

Gleichzeitig steckt die Graphic Novel voller Emotionen, voller Mitgefühl – und Erfahrung, da Dr. med. Bärbel Grashoff selbst an Brustkrebs erkrankt.

Egal, wie es einem selbst gerade geht, ob man erkrankt ist oder nicht, ist die Graphic Novel die perfekte Begleitung, denn sie ist ein Mutmacher, nicht zu verzweifeln und zeigt, wie viel Hoffnung es gibt.

Alles über das Buch hier.

Dr. med. Bärbel Grashoff: Das Ende der Unversehrtheit. Eine Graphic Novel über Brustkrebs. Illustrationen: Marie Luisa Kerkhoff, Ankerwechsel Verlag, 160 Seiten, 32 Euro, ISBN: 978-3-947596-19-5

 

Beginn einer Liebe?

Das ist eine Seltenheit: Eine illustrierte Erzählung für Erwachsene. Über gleich 25 Seiten ziehen sie sich durch das neue Buch des Bestsellerautors Ewald Arenz, der immer mitten aus dem Leben erzählt, doch aus besonderer Perspektive.

Ganz so wie in seinem neuen Buch »Katzentage«, das um die Verliebtheit kreist – und um Paula und Peter, die am letzten Tag eines Kongresses die Nacht miteinander verbringen und anschließend drei Tage miteinander verbringen.

Illustriert hat die Geschichte Florian Bayer,  Professor an der Merz Akademie. Er kennt Würzbürg gut, hat lange dort gelebt. Für das Buch fuhr er immer wieder dorthin, lief in langen Spaziergängen die Wege ab, die Peter und Paula in der Geschichte nehmen. Er die Motive und ließ die Atmosphäre der Stadt auf sich wirken.

So entstanden Bilder, die in goldenes Herbstlicht und in eine flirrende Atmosphäre getaucht sind und die, wie in einem Film, beständig die Perspektive wechseln und einen tief in die Geschichte hineinziehen.

Alles über das Buch hier.

Ewald Arenz: Katzentage, mit Illustrationen von Florian Bayer, etwa 100 Seiten, gebunden, 13,4 mal 20,8 Zentimeter, 22 Euro, ISBN 978-3-7558-0056-9

 



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Was ist eigentlich Accompanying Content? › PAGE online


Wer viel mit Online-Videowerbung zu tun hat, sollte sich das genauer anschauen. Denn begleitende Inhalte können die User-Experience verbessern und haben immer größeren Einfluss auf zukünftige Videowerbeformate im Web.

Was ist eigentlich Accompanying Content? › PAGE online

Das digitale Video-Ökosystem sortiert sich neu; nicht erst seit gestern. Ein erneuertes Marktumfeld entsteht, in dem »Accompanying Content« eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Diese Content-Art wird zum Baustein – und der wird zukünftig für Reichweitenaufbau und Markenkommunikation immer relevanter. Daher lohnt es für Publisher, Werbungtreibende, Kreativagenturen und Tech-Anbieter, sich damit auseinanderzusetzen.

Bei einigen Werbungtreibenden der Kreativbranche mag das längst angekommen sein, bei anderen vielleicht weniger. PAGE fasst die Thematik  zusammen und erklärt anhand eines Whitepapers vom BVDW, wo die Vorteile liegen können.

Das Video-Ökosystem

Um zu verstehen, dass es heutzutage Mischformen von Online-Videowerbung gibt, sollte man sich kurz nochmals vor Augen führen, wie das Video-Ökosystem bislang aufgebaut war. Es gab die »Instream-(Click-to-Play)-Videos, die vor, während oder nach einem Hauptvideo abgespielt werden«. Und es gab »die Outstream-Videoanzeigen in textbasierten Umfeldern, also außerhalb von Video-Content«.

Im Zuge der Entwicklungen von Mischformen hatte das IAB Tech Lab eine neue Kategorie geschaffen: Accompanying Content. Das sind begleitende Inhalte, die vor, während oder nach Videos zu sehen sind. Das Ganze wird automatisch abgespielt und ohne Unterbrechung der Streams. Dies war ein wichtiger Schritt, um die Marktstruktur hinsichtlich Preisen, Budgets oder Kampagnenqualität wieder transparenter und vergleichbarer zu machen.

Per definitionem ist die Kategorie wie folgt beschrieben:

»Accompanying Content (plcmt=2) beschreibt Pre-Rolls, Mid-Rolls oder Post-Rolls, die vor, während oder nach einem Content Stream wiedergegeben werden, wobei der Player in Text- oder Bildinhalte eingebettet ist. Die Wiedergabe startet per Autoplay ohne Ton, sobald der Player in den sichtbaren Bereich der Nutzer:innen gelangt. Beim Scrollen kann der Player in ein Sticky- oder Floating-Format wechseln. Der Ton kann optional von Nutzer:innen aktiviert werden.« (Quelle: IAB Tech Lab)

Unterscheidungsmerkmal User Intent

Für Kampagnen und deren Videowerbungen sollten Kreative und Werbeplanner sich die Unterscheidungsmerkmale genau ansehen, denn hier erschließt sich, wen man womit in welchem Format erreicht. Ein Beispiel: Bei Accompanying Content konsumiert ein:e User primär Text- oder Bild-Inhalte, das Video läuft nur ergänzend. Beim klassischen Instream besteht seitens der User der klare Wunsch, ein Video zu sehen. Das lässt Rückschlüsse auf Gestaltungselemente und Formate ziehen, die man einplanen sollte.

Weitere Unterscheidungsmerkmale finden sich im Whitepaper.

Harmonisch eingebettet, ohne zu stören

Im Paper sind außerdem einige Vorteile für Werbungtreibende aufgelistet. Diese betreffen Reichweite und Skalierbarkeit, Zielgruppenansprache und Relevanz, Sichtbarkeit und Werbewirkung, Kosten sowie Messbarkeit.

Wenn Werbeinhalte näher an den jeweils relevanten Contents integriert werden können, beispielsweise innerhalb eines Artikel-Layouts, lässt sich bestenfalls die Akzeptanz der User erhöhen. Weil Accompanying Content – ergänzender Content automatisch (Autoplay, muted) – in die User Experince im Web »harmonischer eingebettet ist«, kommt die Botschaft besser an. Das Stichwort dazu lautet qualitativ hochwertige Content-Nähe, ohne den eigentlichen Lesefluss von Usern zu stören.

Visuelle Einbettung fürs Auge

Ebenso die visuelle Einbettung im Design der jeweiligen Website ist enorm wichtig, denn nur so lassen sich rundum sehr gute Nutzungserlebnisse schaffen. Hier sind dann nicht nur die Werbungtreibenden oder die Kampagnenentwickler:innen gefragt, sondern auch Webdesigner:innen. Man sieht, dass hier viele verschiedene Akteure teilhaben, wenn Accompanying Content sinnvoll geplant und umgesetzt wird.

Die Bedeutung von begleitenden Inhalten für Videowerbung steigt, die Bewegtbildnutzung verlagert sich zunehmend ins Open Web. Gründe genug, sich das Thema anzuschauen. Zum Whitepaper.



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L’Université Claude Bernard Lyon 1 ändert Name und Logo – Design Tagebuch


Die L’Université Claude Bernard Lyon 1, eine der größten Hochschulen Frankreichs, ändert ihren Namen in „Lyon 1 Université“. Damit verbunden ist die Umstellung auf ein neues Corporate Design.

Mit über 47.000 Studierenden gehört die L’Université Claude Bernard Lyon 1 zu den größten Hochschulen Frankreichs. Sie ist Teil der Université de Lyon. Bis Ende der 1960er Jahre gab es in Lyon nur eine einzige große staatliche Universität (l’Université de Lyon). Infolge der Studentenproteste vom Mai 1968 wurde durch das sogenannte Loi Edgar Faure (1968) beschlossen, die riesigen, zentralisierten Universitäten Frankreichs in kleinere, autonomere Einheiten aufzuteilen. Die Verwendung der Ziffer „1“ geht auf eine tiefgreifende Reform des französischen Hochschulsystems im Jahr 1970 zurück.

In Lyon führte dies im Dezember 1970 zur Gründung von zunächst zwei (später drei) eigenständigen Universitäten, die zur Unterscheidung schlicht durchnummeriert wurden: Lyon 1 – (Claude Bernard): Zusammenschluss der ehemaligen Fakultäten für Naturwissenschaften und Medizin. Lyon 2 – (Lumière): Fokus auf Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften (später folgte eine weitere Abspaltung). Lyon 3 – (Jean Moulin): Entstand 1973 durch eine Abspaltung von der Lyon 2 (Schwerpunkte: Rechtswissenschaften, Sprachen und Betriebswirtschaft). Die „1“ im Namen ist also das Erbe der Dezentralisierung von 1970, durch die die spezialisierten Teiluniversitäten in Lyon entstanden sind.

Lyon 1 Université Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Lyon 1 Université, Bildmontage: dt
Lyon 1 Université Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Lyon 1 Université, Bildmontage: dt

Vor wenigen Tagen hat die Universität eine Umbenennung und ein damit einhergehendes Rebranding angekündigt. Künftig tritt die Universität unter dem Namen „Lyon 1 Université“ auf. Die Ziffer „1“ wird auf diese Weise von einer rein administrativen Nummer zu einem zentralen Bestandteil des Eigennamens. In gewisser Weise unterstreicht die Uni damit ihren Führungsanspruch als wissenschaftliche Institution der Stadt.

Premiere feierte das mit einem rot-magentafarbenen Verlauf ausgestattete Universitätslogo im Rahmen der Zeremonie zum Gelübde von Bruno Lina, seit 12. Januar Präsident der Uni. Das neu geschaffene Logo löst das im Jahr 2007 eingeführte Logo mit Farbringen und eingebetteter UCLB-Wortmarke ab.

Wie die Uni mitteilt, wurde das Logo / Corporate Design in einem mehrmonatigen Prozesses unter Einbindung von fast 1.000 Mitarbeitern und Studenten entwickelt. Entsprechende Workshops zur Neugestaltung der Marke wurden durchgeführt, Umfragen durchgeführt und ausgewertet. „Wir wollten ein lesbares und modernes Logo“, so die Uni. Das Design sei das Ergebnis einer kollektiven Reflexion und eines partizipativen Prozesses. „Für die Schaffung des neuen Lyon 1 University-Logos haben wir nach einem zeitgenössischen Zeichen gesucht, das in der Lage ist, die aktuellen Ambitionen unserer Universität zu verkörpern, in der sich jeder gegenseitig erkennen und ein kollektives Stolzmuster finden kann“, wie es in der von der Uni veröffentlichten Meldung zum Rebranding heißt.

Die Umstellung auf das neue Design solle schrittweise ab dem ersten Quartal 2026 erfolgen.

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NEW STANDARD.S kurbelt Kreislaufwirtschaft an › PAGE online


Das Berliner Designstudio NEW STANDARD.S macht vieles eindrucksvoll anders. Es setzt sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein – und launcht jetzt ein Pro-bono-Programm zur Stärkung zirkulärer Start-ups. Noch kann man sich bewerben!

NEW STANDARD.S kurbelt Kreislaufwirtschaft an › PAGE online
© Philotheus Nisch

»Unsere Branche – Werbung und Kommunikation – ist für die Klimakrise mitverantwortlich«, heißt es von dem Designstudio NEW STANDARD.S aus Berlin-Neukölln. »So wie wir Teil des Problems sein können, können wir auch Teil der Lösung sein«.

Und dafür setzten sich die Kreativen mit gezielten Kampagnen und Corporate Designs ein – und jetzt auch mit einem jährlichen Pro-bono-Programm, das zirkuläre Start-ups unterstützen möchte.

Damit möchte das Studio die Transformation zur Kreislaufwirtschaft, beschleunigen.

Noch bis zum 31. Januar 2026 können sich Start-Ups aus der Circular Economy bewerben. Und das für ein Programm, in dessen Mittelpunkt ein sechswöchiger Brand- und Communication-Sprint (Gegenwert: 50.000 Euro) mit Fokus auf Marke, Messaging und Pitch Deck steht.

Zirkuläre Marken stark machen

Und nicht nur die Expertise von NEW STANDARD.S, sondern auch ihr Portfolio ist eindrucksvoll. Darin finden sich Kampagnen für den A-GAIN Guide gegen Fast Fashion, für Zero Waste und dazu unterstützt das Studio den »Kreisler« Reparatur- und Leihladen.

Gemeinsam mit dem zirkulären Start-up, das ausgewählt wird, arbeitet NEW STANDARD.S an zentralen Grundlagen der Markenführung, an der Identity, verständlichem Messaging sowie der Überarbeitung oder Entwicklung eines überzeugenden Pitch Decks.

Viele Circular Start-ups hätten bereits funktionierende Lösungen, tragfähige Geschäftsmodelle und böten echte Alternativen, häufig aber fehle ihnen eine Marke, die das vorhandene Potenzial klar und überzeugend vermittelt, heißt es von Maximilian Mauracher, Mitgründer und Geschäftsführer von NEW STANDARD.S.

Wer das ändern möchte, kann sich für das Pro-bono-Programm bewerben.

Dafür gibt es keine formalen Branchen- oder Größenanforderungen. Voraussetzung ist allein, dass man als Start-up die Phase der reinen Ideenfindung hinter sich hat und eine marktreife oder bereits getestete Lösung vorweisen kann.

 

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