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Künstliche Intelligenz

Ein echter Roboter für 343 Euro


Wozu soll denn bitte ein Roboter für den Schreibtisch gut sein? Die Antwort darauf gibt’s im c’t-3003-Testvideo zu Reachy Mini von Hugging Face beziehungsweise Pollen Robotics.

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(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)

Guckt mal hier, ich habe jetzt einen Roboter auf dem Schreibtisch stehen! Der heißt Reachy Mini, ist komplett Open Source und hat mich inklusive Versand und Steuern 343 Euro gekostet. Ja, guckt mal, Reachy erkennt mich und begrüßt mich, ich kann Radiosender mit seinen Antennen einstellen, ich steuere ihn mit meinem Finger und tanzen kann er auf jeden Fall besser als ich. Ja, was soll ich sagen: Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal mit einem Technik-Gadget so viel Spaß hatte.

Und ihr denkt jetzt vielleicht: Hä, testen die bei c’t 3003 jetzt Spielzeug? Also, würden wir durchaus. Aber Reachy ist meiner Meinung nach alles andere als ein Spielzeug. In diesem Video sage ich euch, warum, und ich zeige euch, was man alles damit machen kann. Bleibt dran.

Ja, Reachy Mini, meinen neuen Roboterfreund, den habe ich lustigerweise in unserem eigenen c’t-3003-Newsletter entdeckt, den ich meistens nicht mehr selbst schreibe, sondern das macht mein Kollege Jonathan. Und der ist in Sachen Robotik und KI offenbar manchmal besser informiert als ich – oder schneller auf jeden Fall. Ich habe jedenfalls vorher noch nie von dem Ding gehört und im Newsletter davon gelesen und habe ihn dann sofort bestellt. Im Juli 2025 war das. Mich hat vor allem das putzige Aussehen überzeugt, aber auch weil ich den Hersteller Pollen Robotics kenne und schätze. Das ist ein Roboterhersteller aus Frankreich, der kürzlich von Hugging Face gekauft wurde. Wenn ihr mal was mit Machine Learning oder lokaler KI gemacht habt, kennt ihr die vielleicht. Da werden zum Beispiel die ganzen KI-Modelle von den lokalen LLMs gehostet.

Naja, ich habe auf jeden Fall auch mal peinlicherweise auf einer Roboterveranstaltung in Frankreich so einen großen Reachy-2-Roboter von Pollen vielleicht so ein bisschen kaputt gemacht. War aber wirklich ein Versehen, aber vermutlich war das der Grund, warum die auf meine Anfrage nach dem Testmuster nicht geantwortet haben. Naja, ich habe den Reachy Mini dann also ganz normal bezahlt und ganz normal gekauft und das Ding kam jetzt an in einem ziemlich kleinen, aber dafür umso schwereren Paket. Und da wusste ich auf jeden Fall noch nicht, was da auf mich zukommt, was das Ding so alles kann. Hat mich echt positiv überrascht, da komme ich gleich aber noch zu.

Was man auf jeden Fall vorher sagen muss: Man kann den nur als Bausatz kaufen. Tatsächlich ist das auch nicht einfach nur ein paar vorbereitete Module zusammenstecken, sondern das sind zum großen Teil wirklich Standardbauteile. Dass da in dem Handbuch drinsteht, dass der Aufbau drei Stunden braucht, das hat mir tatsächlich erst ein bisschen Angst gemacht. Aber ganz ehrlich, am Ende hat das richtig, richtig Spaß gemacht. Also wenn ich so überlege, hätte ich direkt noch mal Lust, so ein Ding zusammenzubauen. Also ich kam mir auf jeden Fall – also ich als jemand, der nicht wirklich viel Erfahrung mit Elektronikbasteleien hat – sehr clever vor.

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Und das Handbuch, wow, also für so ein kleines Serien-Gadget extrem gut gemacht und auch schön, dass es das nicht nur als PDF gibt, sondern richtig gedruckt im Karton. Ich wusste immer genau, was zu tun war. Es wurden auch oft häufige Fehler direkt proaktiv angemerkt bei den Arbeitsschritten, also dass man direkt weiß, da müsste man besonders aufpassen. Man bekommt direkt beim Aufbauen ein richtig gutes Gefühl dafür, wie Roboter funktionieren. Und ich habe auch direkt was Neues gelernt, nämlich was eine Stewart-Plattform ist, also was eigentlich heute Hexapod heißt, mit sechs Motoren, die sich jeweils immer nur in eine Richtung bewegen können. Und ja, damit wird Reachys Kopf bewegt.

So, also jedenfalls alles fertig gebaut und was jetzt? Ja, ich habe die Lite-Version gekauft. Die braucht zwingend einen per USB angeschlossenen Computer. Es gibt auch noch eine Wireless-Variante mit Raspi 4 und Akku an Bord, aber die kostet 150 Euro mehr. Weil das Ding eh stationär ist, dachte ich mir, ich habe eh in jedem Raum einen Computer stehen, ist egal. Auf jeden Fall Rechner dran. Dann habe ich mir die Desktop-Steuerung runtergeladen. Die braucht man nicht, kann man auch direkt alles über das SDK machen. Aber so ist es viel komfortabler. Das Ding heißt auf jeden Fall Reachy Mini Control, gibt es für Linux, macOS und Windows. Und ja, ich muss sagen, hat mich wirklich direkt beeindruckt, weil das Teil wirklich sehr poliert aussah. Es hat so eine richtig schöne Science-Fiction-mäßige Startanimation. Und dann laufen da die ganzen Motor-Checkups durch. Und dann kann man auch direkt so Apps starten. 13 Stück gibt es offiziell vom Hersteller, also heute. Aber wenn man hier den Haken bei „Official“ wegnimmt, dann sind es – also während ich das Video aufnehme – 69 und es werden wirklich täglich mehr zurzeit.

Aber jetzt mal ganz kurz, ganz stumpf technisch: Was kann der physisch, der Reachy? Also der Reihe nach. Er kann sehen. Konkret ist da eine Raspberry Pi Camera V3 eingebaut mit 12 Megapixeln Auflösung. Er kann hören mit dem 4er-Mikrofon-Array. Er kann sprechen oder singen mit dem 5-Watt-Soundsystem. Und bewegungsmäßig kann er auf der Stelle rotieren. Er kann seinen Kopf über diesen erwähnten Hexapod in alle Richtungen bewegen und er kann die beiden Antennen unabhängig voneinander bewegen. Die Software kennt tatsächlich immer die Position aller Motoren. Eigentlich sind das Aktoren, also Smart-Aktoren, konkret Dynamixel-Servomotoren. Und man kann hier in der Desktop-Software auch ganz schön sehen, wenn ich da dran rumdrücke und den Roboter bewege, dann verändert sich das Rendering hier in Echtzeit. Also die Software weiß immer, wo sie sich befindet. Und das Coole ist, dass man die Motoren auch weich schalten kann, also dass die nachgeben sozusagen. Und dann lässt sich damit so etwas wie Motion Capturing machen. Ich kann Reachy Mini so marionettenmäßig Bewegungsabläufe beibringen. Auch übrigens mit Ton. Ich kann dabei auch Sachen sagen.

Und das Spannende dabei: Alleine die Dynamixel-Servos, die dabei liegen, würden auf dem freien Markt schon 450 Euro kosten. Also über 100 Euro mehr, als ich für das ganze Paket bezahlt habe. Und wenn man sich die Motoren auf freiem Markt kauft, dann ist da natürlich noch kein Gehäuse dabei, keine Kamera, keine Mikrofone. Also das ist tatsächlich preislich ein wirklich, wirklich gutes Angebot und auch wirklich sehr knapp kalkuliert, muss das sein. Womöglich sogar von Hugging Face subventioniert. Und die sind ja wegen des völlig von der Realität abgekoppelten KI-Booms ganz gut mit Risikokapital finanziert. Also wer weiß.

So, aber jetzt natürlich die wichtigste Stelle des Videos, auf die ihr alle hinfiebert: Was kann das Ding Sinnvolles? Wozu ist das überhaupt gut? Und meine Antwort ist: Für nichts. Nein, das stimmt natürlich nicht. Nee, je nachdem. Ich finde es total sinnvoll, aber es kann erstmal nichts Sinnvolles. Denn es geht darum, dass ihr und ich lernen können, wie man für Roboter entwickelt und wie man Roboter programmiert. Und da das Ding sehr viel mitbringt, was echte, große Roboter auch mitbringen, würde ich das so einschätzen, dass sich das wirklich auch extrem gut übertragen lässt. Pollen hat ja mit Reachy 2 auch einen großen Roboter mit Armen im Programm und für den lässt sich nahezu genau auf die gleiche Weise entwickeln wie Reachy Mini. Die nutzen auch beide das genau gleiche SDK.

Und jetzt sagt ihr vielleicht: SDK, was ist das eigentlich und kompliziert und Softwareentwicklung? Ich kann auch nicht wirklich gut programmieren, aber wir haben 2026, No-Code ist das Ding und ich habe da auch überhaupt keine Sicherheitsbedenken bei so einem Roboter, der bei mir einfach am Schreibtisch steht. Und ich habe es dann einfach mal ausprobiert mit Claude Code, das habe ich benutzt, und habe gesagt, hey, ich möchte aus Reachy gerne Grüßy machen, den Grüßroboter. Das heißt, er soll irgendwo am Eingang stehen, also weiß ich nicht, im Büro zum Beispiel, und dann unterschiedliche Menschen erkennen und je nach Tageszeit mit Namen begrüßen. Und ganz wichtig, das soll alles lokal passieren. Ich habe kein Interesse daran, dass das Ding die ganze Zeit ein Video streamt, irgendwie so um AI schickt mit allen Leuten, die da bei mir vorbeikommen. Vor allem wäre das auch teuer, so über deren API, aber da sage ich gleich noch konkret was zu.

Ja, und dann habe ich Claude Code einfach einen Link auf die Reachy-Dokumentation gegeben und dann hat er sich das reingezogen und dann hat er losgelegt. Und ja, was soll ich sagen, das hat erstaunlich gut funktioniert. Ich werfe da ein paar Bilder der Leute drauf und wenn die jetzt in den Raum kommen, begrüßt Reachy die mit Namen und das funktioniert alles lokal. „Guten Abend, Kino.“ Also, ist ein bisschen zeitverzögert, das ist ja in dem Fall gar nicht mal so problematisch.

Ich habe auch so eine Konversations-Laber-App, Vibe, gekodet, die auch lokal läuft, wo dann erst das, was ich sage, über Whisper transkribiert wird, dann an ein lokales LLM geschickt wird und dann die Antwort aus dem Reachy-Lautsprecher über die Sprachsynthese-Bibliothek Piper ausgegeben wird. Ah, boah, das ist super langsam. Man muss auch manuell mit so einem Aufnahmeknopf im Browser-Frontend da rumfummeln und naja, ist nicht so richtig cool.

Hey, kannst du was Cooles sagen auf Englisch? „Hallo, ich bin Reachy Mini, ein kleiner expressiver Roboter von Pollen Robotics. Teuer ein Spinett Osage in Englisch. Hello World!“ Die offizielle Konversations-App zapft einfach die OpenAI API an, also die sogenannte Real-Time API, und ja, das funktioniert viel besser. „Yo Reachy, altes Haus, kannst du bitte nur plattdeutsch mit mir reden?“ Klar, ich snack nur platt mit dir. Was gibt das für dich? Kannst du wohl ein bisschen tanzen? Aber das Ding hat in meinen ungefähr 20 Minuten Nutzung über 5 Euro Kosten angesammelt. Also das lag auch daran, weil das Reachy-Kamerabild auch übertragen und ausgewertet wurde. Kannst du sehen, was ich mache? „Jo, nun kann ich mitkicken. Wenn du was zeigen willst, kannst du das ruhig machen.“ Also finanziell würde ich sagen, ist das auf Dauer nicht so richtig nachhaltig. Obwohl es tatsächlich erstaunlich gut funktioniert. Also auch das GPT-5 über dieses MCP-Protokoll, da haben wir ja schon mal ein Video drüber gemacht, wo die Roboterbewegung steuern kann. Man kann also einfach so locker sagen: „Hö, bewegt doch mal den Kopf nach links.“ Und zack, macht er das. „Bewegt den Kopf nach links.“

Was ich auf jeden Fall sehr interessant fand: Alle verfügbaren OpenAI-Stimmen passten null zu so einem kleinen süßen Roboter. Hört mal. Da konnte ich auf jeden Fall mit meiner lokalen Variante und mit Piper deutlich überzeugendere Ergebnisse hinkriegen, finde ich.

Es gibt aber außer so „ich will mit meinem Roboter reden“ auch wirklich etliche andere kreative Anwendungen, die ohne Cloud-KI auskommen. Zum Beispiel hier Reachy Mini Radio, wo man mit der Antenne unterschiedliche Webradiosender auswählen kann. Richtig cool ist auch die riesige mitgelieferte Emotionsbibliothek. Die kann man sich hier zum Beispiel mit der Emotions-App angucken und hat dann hier in so Kreisen und da kann man dann so unterschiedliche Emotionen auswählen. Und ich finde das wirklich ganz überzeugend und natürlich ganz wichtig: Tanzen.

Die Software-Plattform, das muss man auch ganz deutlich sagen, die ist noch sehr frisch. Also heute zum Beispiel ist die Kontrollsoftware dreimal geupdatet worden und hat zwischendurch auch einfach mal gar nicht funktioniert, was natürlich blöd ist, wenn man da gerade dran rumbastelt an dem Roboter. Also alles wirklich sehr, sehr Work in Progress, muss man bedenken. Aber auch ganz klar ist: Reachy gehört für mich zu den ausdrucksstärksten Robotern, die ich bislang gesehen habe. Da kann man richtig mit Persönlichkeit arbeiten.

Was man aber auch noch sagen muss: Reachy kann halt natürlich nicht woanders hingehen. Da sind keine Beine oder Räder dran. Und obwohl er Reachy heißt, kann er nichts „reachen“, also nix greifen. Aber ey, tut mir einen Gefallen, kommt mir jetzt bitte nicht mit diesem für mich absoluten Anti-Wort „Spielerei“. Denn das ist keine Spielerei, denn ich weiß nicht, wie ich auf andere Weise so viel in so kurzer Zeit über die ganz konkrete Nutzung und Entwicklung von modernen Robotern hätte lernen können. Ja, und auch über Bilderkennung zum Beispiel. Dafür muss man natürlich ein Interesse haben, ist klar. Oder halt eine konkrete Anwendung, die man mit Reachy umsetzen will. Ist das beides nicht vorhanden, dann braucht man Reachy natürlich nicht. Und also als reines Deko-Objekt sind 343 Euro natürlich auch viel zu viel.

Interessiert ihr euch aber für Roboter und sind beim Gucken dieses Videos bei euch direkt tausend Ideen rausgesprudelt, was man mit dem lustigen Gesellen alles anstellen kann, dann kann ich euch Reachy Mini wirklich doll ans Herz legen. Ich habe auch das Gefühl, dass die Community da gerade sehr aktiv wird und da gerade sehr viele interessante Sachen entstehen. Also ich bleib da auf jeden Fall dran. Schreibt mir gerne in die Kommentare, was ihr damit machen würdet. Interessiert mich wirklich sehr. Ich werde da sicherlich auch noch etwas mehr in unserem Podcast c’t 4004 drüber reden. Wenn euch das interessiert, gern reinhören. Tschüss.

c’t 3003 ist der YouTube-Channel von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.


(jkj)



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Neue Waymo-Robotaxis Ojai besser für schlechtes Wetter geeignet


Waymo erweitert seine Flotte von Robotaxis um die 6. Generation autonomer Fahrzeuge. Die Ojai-Robotaxis basieren auf Minivans des chinesischen Autoherstellers Zeekr, einer Geely-Tochter. Technisch werden die Autos mit verbesserten Kameras, Lidar und Radar ausgestattet, was vor allem der Sicherheit beim Fahren in schlechten Wetterbedingungen zugutekommen soll. Das ist notwendig für die geplante Expansion Waymos sowohl in den Nordosten der USA als auch international. Gleichzeitig werden die Kosten gesenkt.

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Dies hatte die Tochter des Google-Konzerns Alphabet bereits im Sommer 2024 angekündigt. Die neuen Waymo-Robotaxis brauchen weniger Kameras und Radare und basieren auf Elektroautos der Marke Zeekr des chinesischen Konzerns Geely. Derzeit ist Waymo mit umgebauten Fahrzeugen des ebenfalls batteriebetriebenen Jaguar-Modells iPace unterwegs. Diese werden aber nicht ersetzt, die Robotaxi-Flotte wird um die Ojai genannten Minivans ausgebaut.

Die neuen Ojai-Robotaxis wurden insbesondere beim Kamerasystem verbessert, schreibt Waymo. Die Auflösung der Hauptkamera wurde auf 17 Megapixel erhöht, bislang wurden 5- oder 8-Megapixel-Sensoren verwendet. Zudem wurde die Lichtempfindlichkeit verbessert, sodass das Bildverarbeitungssystem auch bei schlechten Lichtverhältnissen etwa dunkel gekleidete Personen auf der Straße eher bemerken soll. Das ist auch nützlich bei Regen oder Schnee. Zudem integriert Waymo „Reinigungssysteme zur Aufrechterhaltung der Sichtbarkeit“. Angesichts der besseren Kameras hat Waymo gleichzeitig die Anzahl reduziert, was die Kosten reduziert.

Daneben wurden auch die Lidar- und Radar-Systeme der Robotaxis verbessert, wobei Waymo auch von den gesunkenen Kosten gerade bei lasergestützter Technik profitiert. Auch die Optimierungen in diesen Bereichen sollen bei schlechten Wetterbedingungen helfen. Zudem soll „die Leistung bei Regen oder Schnee durch den Einsatz neuer, intern entwickelter Algorithmen verbessert werden“. Weniger bekannt ist, dass die Robotaxis auch über Mikrofone verfügen, um etwa Sirenen von Einsatzkräften frühzeitig zu erkennen und zu lokalisieren, selbst wenn diese Fahrzeuge noch gar nicht zu sehen sind.

Das Fahren bei schlechtem Wetter wird wichtig bei Waymos Expansionsplänen, denn der Betreiber hat erst letzte Woche angekündigt, den autonomen Taxidienst künftig auch in Boston im amerikanischen Nordosten anzubieten, eine der schneereichsten Großstädte der USA. Der Bundesstaat Massachusetts muss zunächst allerdings vollständig autonome Fahrzeuge legalisieren. Die beschleunigte globale Expansion umfasst auch Tokio, wo im Winter ebenfalls mit Schnee gerechnet werden muss. Bislang ist Waymo vorwiegend in schneefreien Städten der USA unterwegs, nämlich in Austin, Atlanta, Phoenix und Miami sowie in Los Angeles und San Francisco, wo die ersten Ojai-Robotaxis jetzt den Betrieb aufnehmen.

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Die chinesische Basis der neuen Waymo-Robotaxis hat allerdings bereits politische Bedenken innerhalb der USA ausgelöst. Erst letzte Woche gab es eine Anhörung im Senat zur Zukunft selbstfahrender Autos, wo der republikanische Senator Bernie Moreno zum Waymo-Sicherheitschef sagte: „Wir befinden uns in einem Wettlauf mit China, aber es scheint, als ob Sie sich mit China verbünden.“

Waymo-Sprecherin Sandy Karp hat dies gegenüber CNBC aber zurückgewiesen. Waymo werde Zeekr keinen „Zugriff auf seine streng geschützte Technologie für autonomes Fahren, Sensordaten oder Fahrerinformationen“ gewähren. Der chinesische Autohersteller stelle lediglich die „Basisfahrzeuge“, Waymo installiere die Technik für autonomes Fahren in den Autos innerhalb der USA. Neben den Zeekr-Minivans soll die Technik künftig auch im Hyundai Ioniq 5 eingebaut werden.

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(fds)



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Android ermöglicht Mitschnitt von Anrufen


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Mit einer neuen Funktion in Android ermöglicht Google, laufende Anrufe aufzuzeichnen. Wie im September 2025 angekündigt, soll die Funktion in allen Ländern verfügbar sein, „in denen Pixel unterstützt wird“. Laut Google soll das Feature aber auch auf Geräten anderer Hersteller bereitgestellt werden.

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Für Google stellt die Integration der Anrufaufzeichnung in gewisser Weise eine Kehrtwende dar: Denn im Jahr 2022 hatte der Hersteller sämtliche Drittanbieter-Apps mit diesem Feature aus dem Play Store geworfen. Hintergrund war damals, dass Anbieter von Anrufaufnahme-Apps eine Accessibility-Schnittstelle (API) ausnutzen. Laut Google dürfen jedoch nur Anwendungen diese API nutzen, die nachweislich Menschen mit Behinderung helfen.


Anrufaufnahme – Einstellungen in der Android-Telefon-App

Anrufaufnahme – Einstellungen in der Android-Telefon-App

Einstellungen der Anrufaufnahme in der Android-Telefon-App.

(Bild: heise medien)

Nun bringt der Hersteller die Anrufaufnahmefunktion selbst: Sie wird Teil der Telefon-App, scheint derzeit hierzulande jedoch nur für Betatester bereitzustehen, wie anfänglich etwa auch die iPhone-ähnlichen „Kontaktposter“. Die neue Funktion zur Aufnahme von Telefonanrufen wurde uns gestern auf einem Pixel 10 Pro angeboten, später auch auf einem Pixel 8. Offenbar wird sie aber auch schon für Geräte anderer Hersteller freigegeben. Ein Leser von Stadt-Bremerhaven.de will die Funktion schon auf seinem Fairphone 6 gesehen haben.


Anrufaufnahme - Screenshots: Warnhinweis und Wiedergabe

Anrufaufnahme - Screenshots: Warnhinweis und Wiedergabe

Vor der Anrufaufnahme erscheint ein großer Warnhinweis.

(Bild: heise medien)

Nutzer der Phone-App können die Anrufaufnahmef direkt über ein Auswahlfenster während eines Anrufs aktivieren. In den App-Einstellungen steht Nutzern zudem die Möglichkeit zur Wahl, sämtliche Anrufe von unbekannten Nummern aufzuzeichnen. Ebenso kann man für bestimmte Rufnummern festlegen, dass Anrufe automatisch aufgezeichnet werden. Die aufgezeichneten Anrufe sind direkt in der Anrufübersicht anhör- und auch teilbar. Laut Google bleiben die gespeicherten Anrufe nur lokal auf dem Gerät und werden nicht extern gesichert. Um den Speicher zu schonen oder Daten zu schützen, können Nutzer in den Einstellungen festlegen, ob Aufnahmen nach 7, 14 oder 30 Tagen automatisch gelöscht werden sollen.

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In Deutschland darf man einen Anruf nicht heimlich und ohne Einverständnis des Gegenübers aufzeichnen: Nach Paragraph 201 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs ist das unbefugte Mitschneiden von Telefongesprächen untersagt – es ist ansonsten eine „Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes“. Um einen Anruf aufzeichnen zu dürfen, benötigt man die explizite Zustimmung des Gesprächspartners. Bei Verstoß drohen Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.

Die Gesprächspartner werden beim Start „hörbar darüber benachrichtigt, dass der Anruf aufgezeichnet wird“, betont Google. Dieser Hinweis ersetzt keine Einverständniserklärung. Auch beim Beenden der Aufnahme werden laut Google beide Parteien darüber informiert, dass der Anruf nicht mehr aufgezeichnet wird.

Google macht in einem Support-Dokument zur Funktion zudem darauf aufmerksam, dass Nutzer vor der ersten Anrufaufzeichnung darauf hingewiesen wird, dass man die örtlichen Gesetze für die Aufzeichnung von Anrufen einhalten muss.

Google macht in dem Dokument zudem deutlich, dass auf unterstützten Pixel-Geräten Android 14 oder neuer installiert sein muss. Zudem funktioniere das Ganze nur ab einem Pixel 6 oder neuer. Überdies müsse die aktuelle Version der Telefon-App vorliegen (derzeit nur Beta), außerdem müsse man sich in einem der Länder oder einer der Regionen befinden, in denen die Anrufaufzeichnung unterstützt werde.

Dass die Funktion auch auf Nicht-Pixel-Modellen unterstützt wird, bestätigt Google in dem Support-Dokument auch. Auf den Smartphones muss mindestens Android 9 oder neuer installiert sein. Wir haben bei Google nachgefragt, ob die Funktion bald für alle freigeschaltet wird.


(afl)



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WF-1000XM6: Sonys Premium-In-Ears erscheinen in sechster Generation


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Sony bringt eine neue Baureihe seiner Premium-In-Ears: Die sechste Version der WF-1000-Serie soll ihre Vorgänger vor allem in Sachen aktive Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancelling, ANC) und Telefonie übertrumpfen. Der Verkauf soll noch im Laufe dieses Februars beginnen; die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 300 Euro.

Das Versprechen für die sechste Version klingt ähnlich wie jenes, das Sony für die fünfte Generation gab: Telefonie und ANC sollen verbessert worden sein. Während das ANC der Vorgängerversion schon zu den Klassenbesten gehörte, galt das in unserem Test nicht für die Gesprächsqualität bei Telefonaten. Um das zu ändern, spendiert Sony den WF-1000XM6 mehr Mikrofone als dem Vorgänger. Insgesamt acht anstelle der sechs in den WF-1000XM5 sollen für klare Telefonate und wirkungsvolle aktive Geräuschunterdrückung sorgen. Außerdem übernehmen die In-Ears den Noise-Cancelling-Prozessor QN3e des Over-Ear-Modells WH-1000XM6. Laut Sony reduziert die aktuelle Generation Umgebungsgeräusche 25 Prozent besser als die Vorgängerversion. Der aktiven Geräuschunterdrückung stellt Sony zudem eine verbesserte passive Dämmung zur Seite. Die Ohrstöpsel aus Schaumstoff sollen Störgeräusche effektiver maskieren als die Silikonvarianten. Sie liegen in vier verschiedenen Größen bei.

Die In-Ear-Kopfhörer selbst sind ein wenig kleiner als die Vorgänger, allerdings ist das Gehäuse kantiger und damit weniger hosentaschenfreundlich geworden.

Auch am Klang hat der Hersteller gearbeitet. Neu entwickelte Lautsprechereinheiten sollen einen präziseren, verzerrungsärmeren Klang liefern als beim Vorgänger. In der zugehörigen App steht ein Zehn-Band-Equalizer bereit, um den Klang an die eigenen Vorlieben anzupassen. Die Kopfhörer verstehen neben den Codecs SBC und AAC die hochauflösende Variante LDAC. Per Multipoint-Bluetooth lassen sich zwei Abspielquellen gleichzeitig verbinden. 1,5-mal größere Antennen als im Vorgängermodell sorgen laut Hersteller für eine stabilere Verbindung. Die integrierten Akkus der WF-1000XM6 sollen bis zu acht Stunden mit aktiver Geräuschunterdrückung halten. Das Ladecase hat genug Akkukapazität für zusätzliche 16 Stunden Laufzeit, bevor es ans Ladekabel muss.


(rbr)



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