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Eröffnung nach nur 3 Jahren: Infineons Smart Power Fab in Dresden geht in Betrieb

Es war eine Wette auf die Zukunft, aber sie ging voll auf: Infineons neue Fabrik ist die modernste Europas und genau zum richtigen Zeitpunkt (fast) fertig geworden. Denn die Nachfrage nach modernen Chips unterschiedlichster Art ist hoch und steigt stetig, Infineon kann diese nun in größerem Umfang bedienen.
Sechs Stockwerke auf 40 Meter
Sechs Stockwerke und insgesamt 40 Meter hoch ist das neue Gebäude in Dresden und erst auf der vorletzten Etage liegt das Herz des Gebäudes: der Reinraum. In den Etagen direkt darunter und darüber wird unter anderem die Luft gefiltert und ständig ausgetauscht. Die erste Etage ist wiederum allein der Technik und der Vorbereitung der Produktion wie etwa der Chemikalien ausgelegt. Und im Erdgeschoss findet sich der Wareneingang, im Keller stehen 60 große Tanks, die Wasser aufbereiten und Abwasser beherbergen und dann auch abführen können. Ziel am Standort ist es, bis zum Jahr 2033 45 Prozent des benötigten Wassers aus recyceltem Produktionswasser zu beziehen.
Das alles wiederum findet sich im Schnitt durch den Kern der Fabrik, am Rand des Gebäudes sind noch Büros und viel zusätzliche Technik zu finden, wie im Übersichtsbild deutlicher wird.
In nur 17 Monaten errichtet
In nur 17 Monaten wurde das Gebäude von bis zu 2.400 Arbeitern gleichzeitig auf der Baustelle fertiggestellt. Ohnehin ging es alles ziemlich flott: Der erste Spatenstich erfolgte im Mai 2023, Richtfest war im April 2025, im Juli 2025 war der Reinraum fertig, ab Oktober 2025 wurden die Anlagen installiert. Heute fand nun bereits die Eröffnung statt – vor dem einmal geplanten Termin, erklärt Infineon dazu stolz unter Beisein der kompletten Führungsetage, aber auch vielen Politikern und einem zugeschalteten Bundeskanzler aus Berlin. Fertig ausgerüstet wird aber noch die kommenden Monate, bis es dann so richtig losgehen kann mit der Produktion.
Infineon ging in Vorleistung
Ein Grund für die rasche Umsetzung war, dass Infineon allein in Vorleistung gegangen war. 5 Milliarden Euro wurden insgesamt für den Bau veranschlagt, Infineon hat sie vorerst ohne externe Mittel geschultert. Zwar wurden Subventionen und Beihilfen in Aussicht gestellt, die wurden im Rahmen des European Chips Act sowie des Innovationsprogramms IPCEI ME/CT (Important Project of Common European Interest on Microelectronics and Communication Technologies) aber erst im Februar 2025 in Höhe von 920 Millionen Euro offiziell genehmigt.
In Zukunft arbeiten am neuen Standort 1.000 Angestellte zusätzlich bei Infineon und produzieren Milliarden von Chips auf 300-mm-Wafern, viele weitere Arbeitsplätze entstehen im Zulieferbereich und dem Umfeld der Anlage – Experten gehen laut Infineon von einem positiven Jobeffekt von 1:6 aus. D.h. auf einen neuen Mitarbeiter bei Infineon kommen sechs weitere bei anderen Firmen hinzu.