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Erstklassiges WLAN-Mesh-System mit Top-Software: Ubiquiti Unifi im Test


Schickes Design, hervorragende Software: Das Mesh-System aus Unifi Dream Router 7 und Unifi Express 7 bietet weitaus mehr als reine Durchsatzraten.

Das Unifi-Mesh von Ubiquiti folgt einem ähnlichen Konzept wie das Fritz-Mesh. So gibt es einen vollwertigen Meshrouter und einen reinen Knoten/Access Point, der sich nahezu vollständig auf das Weiterreichen des WLAN-Signals fokussiert. Unsere gewählte Zusammensetzung besteht aus dem Ubiquiti Unifi Dream Router 7 und dem Access Point Unifi Express 7.

Wir haben uns hier für den Express 7 entschieden, weil wir ein klassisches Mesh abbilden möchten, das sowohl eine drahtlose als auch kabelgebundene Kommunikation zwischen den Knoten unterstützt (Wireless und wired Backhaul) – so wie alle anderen Mesh-Systeme in unserer Bestenliste. Andere Unifi-Modelle unterstützten mitunter ausschließlich kabelgebundenes Backhaul.

Unser gewählter Aufbau dient somit exemplarisch, ist aber so gewählt, dass er eine ähnliche Funktionalität wie die anderen Mesh-Systeme in unserer Bestenliste bietet. Welchen AP man am Ende nutzt, kommt aber auf den persönlichen Bedarf und die eigenen Vorlieben an – hier kann man flexibel wählen.

Der Dream Router und der Unifi Express unterstützen beide das durchsatzstarke 6-GHz-Band, MLO (Multi-Link Operation) und besitzen ein kleines Status-Display. Im Test zeigen sich die Stärken und Schwächen des Aufbaus und wie das System im Vergleich zur Konkurrenz bestehen kann.

Die Testgeräte haben uns die Kollegen von Mindfactory zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Funktionen und Anschlüsse bietet das Ubiquiti Unifi Mesh?

Auch wenn es Unifi nicht so bewirbt, hat der Unifi Dream Router 7 (UDR 7) eine theoretische Übertragungsrate von maximal 11.000 Mbps. Erwartungsgemäß ist das 6-GHz-Band mit 5,7 Gbps am durchsatzstärksten, dicht gefolgt vom 5-GHz-Band mit 4,3 Gbps. Deutlich schwächer ist dann wiederum das 2,4-GHz-Band mit nurmehr 688 Mbps.

MLO wird in den neueren Firmwareversionen nun unterstützt, wenn auch nur als „alternating MLO“ – das ist aber aktuell bei allen bekannten Mesh-Systemen mit Wifi 7 der Fall. So wechselt der Router nur flüssig zwischen den Frequenzbändern, sollte es etwa Signalstörungen auf einem Band geben. Das gleichzeitige Senden auf mehreren Frequenzbändern (simultaneous MLO) ist damit aber eben nicht abgedeckt, wodurch die Pseudoklassen, etwa von 11.000 BE, noch rein theoretische Werte sind.

Abgesehen davon nutzt das Mesh im 6-GHz-Band den erweiterten Kanal von 320 MHz und allgemein die 4K-QAM, was den Datendurchsatz zu vorherigen Standards noch einmal deutlich erhöht.

Ubiquiti Unifi Dream Router 7: Anschlüsse

Der UDR 7 bietet dreimal 2,5-Gigabit-LAN, einmal 2,5-Gigabit-WAN und noch einmal WAN als 10-Gigabit-SFP+-Port. Für den üblichen Nutzer ist das erst einmal wenig sinnvoll. Wer aber höchstmögliche Stabilität benötigt, hat so auch beim WAN immer die Option für ein „Fallback“, sodass die Verbindung zum Internet eine gewisse Redundanz aufweist. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn man selbst Services hosten möchte. Am ersten LAN-Port liefert der UDR 7 auch PoE (Power over Ethernet) mit einem Budget von 15,4 W.

Der Unifi Express 7 (UX 7) verfügt über einen LAN-Anschluss mit 2,5 Gigabit und einen WAN-Anschluss mit 10 Gigabit – hier als üblicher RJ45-Stecker. Die Stromversorgung erfolgt am Dream Router mittels zweipoligem Netzstecker und am Express 7 mit dem mitgelieferten USB-C-Netzteil. Beim VPN stellt das Unifi-Mesh die Protokolle Ipsec, OpenVPN, Wireguard und L2TP, sowie das proprietäre „Site Magic“.

Ubiquiti Unifi Express 7: Anschlüsse

Zudem gibt es umfangreiche VLAN-Funktionen, sowohl zur Trennung der Drahtlosnetzwerke, als auch für die LAN-Ports am Gerät selbst. Der Dream Router 7 verfügt außerdem noch über einen Steckplatz für eine microSD-Karte, mit der der interne Netzwerk-Speicher von 64 GB (62,5 GB nutzbar) noch einmal erweitert werden kann.

Einrichtung: Welche Schritte sind beim Ubiquiti Unifi Mesh erforderlich?

Zum Einrichten des Routers laden wir zunächst die „UniFi“-App herunter. In der App werden wir dann dazu aufgefordert, das Bluetooth zu aktivieren, über das der eingeschaltete Router dann anschließend gefunden wird. Als Nächstes sollen wir wieder über den WAN-Anschluss eine Verbindung zum Internet herstellen. Wir nutzen einen OpnSense-Router in unserem Netzwerk, über den der Unifi-Router eine IP-Adresse zugewiesen und den gewünschten Internetzugriff bekommt.

Es folgt nun schon die Einrichtung des WLANs, wobei wir den Knoten selbst auch umbenennen können. Im Folgenden vergeben wir noch ein Passwort für den sicheren Zugriff auf die Oberfläche des Routers, sei es über die App oder Weboberfläche. Damit ist der erste Teil der Einrichtung bereits problemlos abgeschlossen. Die App teilt uns sofort mit, sobald der Mesh-Knoten Unifi Express 7 hochgefahren ist, dass sie ein kompatibles Gerät gefunden hat und die Integration ins Mesh beginnen kann.

Nach einer kurzen Wartezeit, wobei der Fortschritt auch auf den Displays an den Gerät live angezeigt wird, ist das Mesh bereits einsatzbereit. Wir aktualisieren jetzt noch die Firmware des Routers auf die neueste Version 4.1.22 und die des „Unifi Network“ auf 10.0.162. Die App ist sehr übersichtlich, optisch ansprechend gestaltet und bietet obendrein eine enorme Menge an Optionen – so muss eine moderne Netzwerk-App aussehen.

Was uns zuerst gar nicht aufgefallen ist, für den ein oder anderen allerdings störend sein könnte: Die App ist in einigen Teilen nur auf Englisch. Die Weboberfläche ist ähnlich gestaltet und liefert auch eine gute Nutzererfahrung, wir bleiben allerdings erst einmal bei der App. Für unsere Tests setzen wir eigene Werte für die Wifi-Geschwindigkeit, indem wir für jedes Frequenzband die maximale Kanalbreite einstellen.

MLO ist nach dem Firmwareupdate ebenfalls verfügbar und wir schalten es trotz der minimalen Umsetzung an – was man hat, will man ja auch nutzen. Wir hatten anfänglich Probleme, dass sich unsere Testgeräte mit dem Wifi-7-Standard verbinden. Das konnten wir anhand der grafischen Wifi-Topologie in der App aber schnell feststellen und durch einen Neustart aller Geräte beheben.

Performance: Wie schnell ist das Ubiquiti Unifi Mesh?

Wir testen die reale Geschwindigkeit des Meshs wieder zuerst an unseren drei statischen Messpunkten. Dabei steht der UDR 7 im Büro im Obergeschoss und der Express 7 im Flur des Untergeschosses bei drahtloser Koppelung (Wireless Backhaul).

Allerdings können wir nur mit dem Minisforum M1 Pro (Wifi-Chipsatz: Intel BE200) einen starken Durchsatz von 2334 Mbps Down- und 2173 Mbps Upload mit dem Openspeedtest messen. Mit Iperf sind es noch 1,82 Gbps in einem Messzeitraum von 10 Sekunden. Wichtig zu erwähnen ist, dass beim Openspeedtest bereits 4 Prozent Toleranz beaufschlagt sind, die durch das andere Messverfahren in etwa verloren gehen. Dabei handelt es sich um den Standardwert der Software, den wir unverändert lassen.

Unsere weiteren Testgeräte erzielen nur 1892 Mbps im Down- und 1644 Mbps im Upload (Geekom A9 Max) bzw. 1727 Mbps und 1836 Mbps im Falle des Pixel 10 Pro XL. Mit Iperf 3 messen wir nur 992 Mbps mit dem A9 Max, beim Pixel sind es wiederum 1,43 Gbps im Upload und 1,41 Gbps im Download.

Am zweiten Messpunkt im Flur, direkt neben dem Mesh-Satelliten, messen wir zunächst wieder die gesamte WLAN-Geschwindigkeit. Dabei muss das Signal aus dem 1. OG vor allem den Fußboden mit Heizung durchdringen. Hier liegen die Messwerte wieder sehr nah beieinander, wobei das Pixel die höchsten Ergebnisse erreicht. Im Openspeedtest sind es zwischen 47 (M1 Pro) und 60 Mbps (A9 Max) im Down- und 138 (Pixel) bis 193 Mb/s (A9 Max) im Upload. Mit Iperf liegen die Werte nur noch zwischen 139 (M1 Pro) und 170 Mb/s (A9 Max) für die Mini-PCs.

Das Pixel bildet hier das Schlusslicht mit 98 Mbps im Up- und 53 Mbps im Download. Mithilfe der App können wir sehen, dass sich unsere Testgeräte mit dem richtigen Knoten verbinden, was sonst zumindest die vergleichsweise schlechten Werte erklärt hätte. Über das Display meldet der Express 7 allerdings eine schlechte Verbindungsqualität an unserem Standard-Messpunkt.

Bei direkter Verbindung der Mini-PCs mit dem Satelliten im Flur per LAN messen wir die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen den beiden Mesh-Knoten. Die Messungen fallen hier entgegen unserer Erwartungen bei beiden Mini-PCs sogar schlechter aus – vielleicht nur durch ein ungünstiges Verschieben des Mesh-Knotens. Im Download des Openspeedtest liegen wir bei 48 bis 53 Mbps und im Upload bei 135 bis 165 Mbps. Die Messwerte in Iperf ähneln stark den Upload-Werten mit 120 bis 141 Mbps. Uns ist schon seit einiger Zeit aufgefallen, dass die Werte im Upload gerade bei schlechterer Verbindungsqualität deutlich besser sind, als der Download – einen klaren Grund hierfür kennen wir zum aktuellen Zeitpunkt aber nicht.

Am dritten Messpunkt in der Küche, wobei der Satellit auf halbem Weg zum Hauptknoten liegt, sinken die Werte natürlich abermals. Hier messen wir im Openspeedtest zwischen 36 (A9 Max) und 73 Mbps (Pixel) im Down- und 126 (Pixel) bis 160 Mbps (M1 Pro) im Upload. Das sind nicht sonderlich gute Messwerte, ein solches Ergebnis war aber nach den Werten aus dem vorherigen Test schon in gewisser Art vorauszusehen.

Als Nächstes bewegen wir uns vom Hauptknoten im Obergeschoss durch den Flur in die Küche und anschließend wieder zurück. Wir gehen also an allen vorherigen Messpunkten vorbei und beobachten auf dem Pixel mit dem Openspeedtest, wie gut der Wechsel im Mesh vonstattengeht. Dafür nutzen wir wie bisher zunächst eine drahtlose Verbindung zwischen den Mesh-Knoten (Wireless-Backhaul).

Dabei sehen wir in einem von drei Durchläufen einen vollständigen Verbindungsabbruch während des Download-Tests beim Zurückwechseln zum Hauptknoten. Die Verbindung kann automatisch nicht rechtzeitig wiederhergestellt werden, womit der Upload-Test in diesem Fall fehlschlägt. In den beiden anderen Durchläufen funktioniert alles genauso, wie es soll. Mit einem Wired Backhaul können wir einen Verbindungsabbruch vollständig umgehen.

Zuletzt testen wir den Hauptrouter alleine und ohne Hindernisse. Dazu messen wir mit dem Pixel in einer Entfernung von 15 und 30 Metern im Freien. Bei 15 m erhalten wir 763 Mbps im Down- und 543 Mbps im Upload, die Werte sind auch durchweg sehr stabil. Bei 30 Metern messen wir noch 473 Mb/s im Download und 313 Mb/s im Upload, ebenfalls sehr stabil.

So lässt sich sagen, dass das Unifi-Mesh, bestehend aus dem Dream Router 7 und Express 7, die in Deutschland übliche Internetgeschwindigkeit von 31 bis 100 Mb/s bei uns im gesamten Haus bereitstellen kann. Bei einer optimalen Platzierung sind auch noch höhere Geschwindigkeiten bei den genutzten Flächen drin.

Der Verbrauch des Dream Routers beläuft sich auf 11 W im Idle und 13 W bei aktivem Geschwindigkeitstest.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Ubiquiti Unifi Mesh?

Optisch spielen sowohl der Dream Router als auch das Express 7 in einer ganz anderen Liga. Beide sind in schlichtem Weiß gehalten und aus PC (Polycarbonate) gefertigt. Die Geräte wirken so enorm hochwertig und weisen auch keine scharfen Kanten, etwa an der Unterseite, auf. Auf den Mesh-Knoten findet sich nur dezent das Logo des Herstellers wieder. Der Dream Router 7 kommt in einer eher zylindrischen Form mit abgerundeten Kanten und misst 110 mm im Radius, bei einer Höhe von 184,1 mm. Der Express 7 erinnert an einen kompakten Mini-PC und misst 117 × 117 × 42,5 mm. Beide haben ein 0,95-Zoll-großes Farbdisplay auf der Vorderseite, das die aktuelle Bandbreitennutzung des Geräts, sowie die Anzahl verbundener Clients anzeigt.

Die Stromversorgung des Dream Routers erfolgt über einen zweipoligen Netzstecker und beim Express 7 über USB-C. Für beides sind die benötigten Kabel und das Netzteil im Lieferumfang enthalten. Im Lieferumfang gibt es zudem ein Werkzeug, um den Adapter für den SFP+-Port wieder entfernen zu können.

Preis: Was kostet das Ubiquiti Unifi Mesh?

Der Unifi Dream Router 7 ist bei Galaxus aktuell am günstigsten mit 242 Euro. Den Unifi Express 7 gibt es derzeit für 180 Euro. Insgesamt kommt man also für das gesamte Mesh in dieser Zusammenstellung auf 422 Euro.

Bei Amazon kostet der Dream Router 7 derzeit knapp 283 Euro. Das Unifi Express 7 ist dort zudem aktuell im Angebot für 184 Euro (467 Euro insgesamt).

Fazit:

Das Ubiquiti Unifi Mesh, in unserem Fall bestehend aus dem Dream Router 7 und dem Express 7, zielt vor allem auf ein ideales Nutzererlebnis ab – egal ob Netzwerkprofi oder absoluter Anfänger. Das kostet aber auch, denn für mindestens 422 Euro (UDR7: 242 Euro + UX7: 180 Euro) liefert das Mesh am Ende des Tages weniger Durchsatzleistung als andere Mesh-Systeme in diesem Preisbereich.

Die Geschwindigkeiten halten wir für den üblichen Haushalt trotzdem für mehr als ausreichend und die Tests zeigen grundsätzlich eine dauerhaft stabile Verbindung. So hat uns das Mesh insgesamt doch überzeugt, allen voran durch die hervorragende Software, die wir im Vergleich für am besten strukturiert halten – bis auf einzelne fehlende deutsche Übersetzungen. Wir gehen davon aus, dass Ubiquiti das Mesh mit der Zeit noch weiter durch Softwareupdates verbessern wird, auch wenn das natürlich kein Grund sein sollte, das System zu kaufen, wenn der aktuelle Zustand einem noch nicht ausreicht.



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Das beste Thermostat für die Fußbodenheizung – kompatibel mit Home Assistant


Thermostat für Fußbodenheizung: Aqara W500 im Test – auch für Home Assistant

Das Aqara W500 für Fußbodenheizungen unterstützt Thread oder Zigbee und lässt sich auch mit Home Assistant steuern. Was es sonst noch kann, zeigt der Test.

VORTEILE

  • für wassergeführte und elektrische Fußbodenheizungen
  • kompatibel mit Matter-kompatiblen Smart-Home-Zentralen
  • mit Zigbee viele Funktionen, auch unter Home Assistant

NACHTEILE

  • Aqara Tür-/Fenstersensor kann nicht gekoppelt werden
  • Display bei Dunkelheit nur mit Hintergrundbeleuchtung ablesbar

Das Aqara W500 für Fußbodenheizungen unterstützt Thread oder Zigbee und lässt sich auch mit Home Assistant steuern. Was es sonst noch kann, zeigt der Test.

Aqara liefert mit dem W500 sein erstes Thermostat für Fußbodenheizungen, wobei das W500 sowohl elektrische Heizungen bis 3600 Watt als auch wassergeführte Systeme unterstützt. Das ist nicht die einzige Besonderheit: Anwender können auch entscheiden, mit welcher Funktechnik sie das W500 betreiben möchten.

Im Auslieferungszustand funkt das Thermostat mit Thread und lässt sich damit etwa in Matter-fähige Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) wie Amazon Alexa, Apple Home, Google Home, Home Assistant, Homey Pro oder Samsung Smartthings einbinden. Dann muss man allerdings auf einige Funktionen wie smarte Zeitpläne, Temperaturkalibrierung und Fenster-Offen-Erkennung verzichten respektive manuell erstellen.

Für Power-User empfiehlt Aqara daher, das Thermostat im Zigbee-Modus und einem Aqara-Hub zu betreiben, womit sämtliche Funktionen des W500 zur Verfügung stehen. Home-Assistant-Anwender können das Thermostat über Zigbee2MQTT ebenfalls in diesem Modus ansteuern.

Im Auslieferungszustand funkt das Aqara-Thermostat mit Thread und lässt sich mit Matter-kompatiblen mit Thread-Border-Router in Betrieb nehmen. Mehr Funktionen bietet es im Zigbee-Modus. Dann kann man etwa die Temperatur des internen Sensors kalibrieren und externe Temperatursensoren verwenden. Allerdings lassen sich die meisten Funktionen, die der Zigbee-Modus in Kombination mit einem Aqara-Hub unter anderen Smart-Home-Lösungen per Automatisierungen oder Szenen realisieren.

Als optionales Zubehör bietet Aqara außerdem den Climate Sensor W100 an, der, wie das Thermostat auch, ein LC-Display bietet und mit dem man das W500 manuell bequem vom Sofa aus steuern kann. Doch nicht nur das: Mit den programmierbaren Bedientasten kann der W100 auch als Schalter oder zur Aktivierung von Szenen dienen.

Lieferumfang, Design, Bedienung und weitere Funktionen

Das Aqara-Thermostat W500 wiegt 244 g und passt mit seinen Abmessungen von 86 × 86 × 45 mm in normale EU-Hohlwanddosen. In unserer Testwohnung sind Hohlwanddosen mit einer Tiefe von 62 mm verbaut, in denen das W500 problemlos Platz findet.

Das W500 verfügt über ein 4,6 × 6,9 cm großes LC-Display, das gut zwei Drittel der Vorderfläche einnimmt und auf Tastendruck hintergrundbeleuchtet wird. Rechts daneben befinden sich drei Tasten, mit denen man die Temperatur sowie den Modus einstellen kann. Klickt man gleichzeitig auf die Plus- und Minus-Taste, wechselt die Temperaturanzeige oben im Display von Celsius auf Fahrenheit.

Unterhalb der Temperatur zeigt der Bildschirm die aktuelle Raumluftfeuchtigkeit in Prozent an. Während die Temperatur mit einer Nachkommastelle angezeigt wird, erscheint die Luftfeuchtigkeit nur in ganzen Zahlen. Je nach Status sind weitere Symbole auf dem Bildschirm zu sehen, die über den Betriebszustand informieren. Witzig ist die kleine schwarz-weiß-karierte Flagge, die sich zeigt, wenn die Zieltemperatur bald erreicht ist.

Das Thermostat gibt es nur in Weiß, seine Bedieneinheit mit integriertem Bildschirm hat eine Tiefe von etwa 1,4 cm und ist rundherum geschlossen, bis auf eine kleine Öffnung an der rechten abgerundeten Ecke. Durch die Öffnung gelangt Luft ins Gehäuse, sodass die Sensoren Temperatur und Luftfeuchte erfassen können.

Für die Montage der Halterung mit dem eigentlichen Thermostat sind Schrauben sowie ein passender Schraubendreher im Lieferumfang zur Montage an der Hohlraumdose enthalten. Die Anschlüsse sind klar gekennzeichnet, sodass eine Verkabelung schnell erledigt ist.

Das Aqara-Thermostat W500 ist für Fußbodenheizungen gedacht und kann entweder per Thread oder per Zigbee betrieben werden. Mehr Funktionen stehen mit Zigbee bereit. Eine direkte Integration in Home Assistant ist mit Zigbee2MQTT möglich.

Im Lieferumfang ist außerdem noch ein NTC-Fußbodenfühler mit einem zwei Meter langen Kabel enthalten, der zusätzlich die Temperatur des Bodens erfasst und mit dem Thermostat verbunden wird. Damit ist eine präzisere Heizungssteuerung möglich, was etwa im Badezimmer sinnvoll ist, wenn morgens primär der Boden nach dem Duschen warm sein soll. Andererseits überwacht man damit den Boden, um diesen vor Überhitzung zu schützen, was bei hiesigen wassergeführten Bodenheizungen mit niedriger Vorlauftemperatur weniger relevant ist als bei elektrischen Varianten. In der Praxis dürfte er allerdings nur verwendet werden, wenn sich die Wohnung gerade im Bau befindet und man ihn unsichtbar verlegen kann.

Wird ein Access Point oder ein Hub benötigt?

In jedem Fall wird für den Betrieb des Aqara-Thermostats W500 ein Hub benötigt. Wer das Thermostat im Auslieferungszustand mit Thread betreibt, benötigt dafür eine Matter-kompatible Smart-Home-Zentrale, die wie Amazon Alexa, Apple Home, Aqara M3, Google Home, Home Assistant, Homey Pro oder Samsung Smartthings einen Thread-Border-Router bietet.

Alternativ kann man das Thermostat mit Zigbee funken lassen, wofür allerdings ebenfalls ein Hub mit entsprechender Unterstützung benötigt wird. In der Regel wird dies ein Aqara-Hub wie der M3 sein. Eine direkte Verbindung mit Home Assistant, etwa über Zigbee2MQTT, ist aber auch möglich.

Bei der Inbetriebnahme mit der Aqara-App kann man das Funkprotokoll von Thread auf Zigbee umstellen. Während man es mit Thread direkt in Matter-kompatible Smart-Home-Lösungen einbinden kann, bietet das W500 mit Zigbee mehr Funktionen und reagiert schneller.

Inbetriebnahme

Nachdem man das Thermostat angeschlossen hat, befindet es sich im Kopplungsmodus. Im Auslieferungszustand funkt es mit Thread und kann damit bereits mit den oben aufgeführten Smart-Home-Lösungen in Betrieb genommen werden.

Wer allerdings das volle Potenzial ausschöpfen möchte, stellt das W500 mit der Aqara-App auf Zigbee um. Ein Aqara-Hub ist für die Umstellung nicht nötig. Die App reicht hierfür aus. Eine spätere Umstellung ist jederzeit möglich. Dafür drückt man zweimal kurz und anschließend für fünf Sekunden die Reset-Taste am oberen Gehäuserand. Damit werden Netzwerkinformationen gelöscht, aber andere Einstellungen erhalten. Für einen vollständigen Werks-Reset drückt man 10 Mal schnell die Reset-Taste.

Die Inbetriebnahme mit Thread und Abscannen des Matter-Codes, der sich auf dem Thermostat und in der mitgelieferten Kurzanleitung befindet, hat im Test erst nach mehreren Versuchen funktioniert. Erst nachdem wir den VPN-Dienst im Smartphone und auf dem iPad deaktiviert hatten, gelang die Einbindung, sowohl direkt am Aqara-Hub M3 als auch mit Home Assistant. Die Kontaktaufnahme mit Zigbee gelang mit beiden Smart-Home-Systemen auf Anhieb.

Standardmäßig unterstützt das Aqara-Thermostat W500 das Funkprotokoll Thread. Damit kann man es direkt in Matter-kompatible Smart-Home-Zentralen mit Thread Border Router wie Home Assistant oder Apple Home integrieren. Allerdings unterstützt das W500 mit Zigbee mehr Funktionen.

Steuerung mit der App

Am komfortabelsten gelingt die Steuerung mit der Aqara-App. Hier stehen im Zigbee-Modus Zeitpläne parat, die man sehr einfach konfigurieren kann. Unter Home Assistant muss man diese mit Automatisierungen oder Blueprints erstellen. Das ist deutlich anspruchsvoller, aber machbar. Eine Anpassung des Temperatursensors ist mit beiden Lösungen möglich. Während das mit der Aqara-App in den Einstellungen gelingt, muss man diese unter Home Assistant über das Dashboard von Zigbee2MQTT vornehmen.

Die Heizleistung orientiert sich standardmäßig am internen Temperatursensor des Thermostats. Es ist aber auch möglich, einen externen zu verwenden. Die Fenster-Offen-Erkennung basiert standardmäßig auf einem starken Temperaturabfall. Passiert dies, wird die Heizleistung unterbrochen.

Die Fensteroffenerkennung aufgrund eines starken Temperaturabfalls hat im Test funktioniert. Ein vorhandener Tür-/Fenstersensor ließ sich im Test allerdings nicht koppeln. In einer gut sanierten Wohnung fällt die Temperatur bei einem gekippten Fenster allerdings nicht so stark, dass dieser Alarm auslöst. Um die Funktion zu überprüfen, haben wir daher mit der Koppelung eines externen Sensors einen Temperaturabfall simuliert.

Nützliches Zubehör: Aqara Climate Sensor W100

Der optional erhältliche und mit zwei CR2450-Batterien betriebene Climate Sensor W100 unterstützt wie das Thermostat Thread oder Zigbee und erlaubt eine Koppelung mit diesem. Wie das Thermostat erfasst es Temperatur und Luftfeuchte. Zudem kann es außerdem noch Werte eines zweiten, etwa draußen positionierten, Hygrometers anzeigen. Mit den drei Tasten kann man nicht nur das Thermostat steuern, sondern zudem auch Szenen aktivieren oder einen Lichtschalter simulieren. Dafür müssen die Leuchtmittel allerdings vom Hub aus ansteuerbar sein. Mit dem Aqara-Hub funktioniert das einwandfrei. Unter Home Assistant klappt letzteres bislang nicht.

Mit dem Aqara Climate Sensor W100 kann man das Thermostat W500 steuern. Auch ist die Koppelung eines externen Temperatursensors möglich. Und mit den drei programmierbaren Tasten kann man den W100 auch als Schalter verwenden oder Szenen aktivieren.

Wie gut ist die Smart-Home-Anbindung?

Wie bereits erwähnt, ist das Aqara-Thermostat dank der Unterstützung von Zigbee oder Thread für die Integration in ein Smart-Home-System bestens geeignet. Ein Hub wird in jedem Fall benötigt, sollte aber bei Smart-Home-Enthusiasten ohnehin installiert sein. Wer Apple Home verwendet, kann es ohne Umwege direkt integrieren.

Mehr Funktionen bietet das W500 als auch der Climate Sensor W100 mit Zigbee. Wer schon einen Aqara-Hub wie den M3 verwendet, wird es daher auch mit diesem Funkprotokoll in Betrieb nehmen. Das Gleiche gilt für Home-Assistant-Anwender, die beide Geräte über Zigbee2MQTT direkt einbinden können, wobei der Climate Sensor bisher nicht alle Funktionen bietet.

Preis

Mit einem regulären Preis von rund 70 Euro ist das Aqara-Thermostat W500 für Fußbodenheizungen im mittleren Preisbereich angesiedelt. Aktuell ist es für 63 Euro im Angebot. Den Climate Sensor W100 gibt es derzeit für 36 Euro.

Fazit

Mit dem W500 präsentiert Aqara ein smartes Thermostat für Fußbodenheizungen, das mit einem modernen Design und einem LC-Display eine smarte Steuerung der Fußbodenheizung erlaubt. Da wassergeführte Fußbodenheizungen allerdings sehr träge auf Eingaben reagieren, sind Energiesparziele mit smarten Thermostaten kaum realisierbar. Allenfalls bei längerer Abwesenheit kann sich eine Absenkung der Temperatur auszahlen.

Für Smart-Home-Fans ist die Kombination aus dem Thermostat W500 und dem Climate Sensor W100 eine gute Wahl. Beide Geräte lassen sich über Zigbee oder Thread in fast jedes Smart-Home-System einbinden. Der Climate Sensor W100 kann zudem als Schalter dienen oder Szenen auslösen.



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Drei Fragen und Antworten: Was Führungskräfte für die stillen Techies tun können


Wieder mal von den Dampfplauderern aus der anderen Abteilung ausgekontert worden, wieder mal im Meeting kaum zu Wort gekommen, wieder mal kein Gehör bei der Geschäftsführung für die technischen Argumente gefunden: Das sind Erfahrungen, die ITler mit introvertierter Persönlichkeit im Arbeitsleben häufig machen. Der ITler und Berater Peyman Pouryekta erklärt, was Führungskräfte machen können, um ihre stillen Schaffer besser glänzen zu lassen.

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Ein Bild des Interviewpartners Peyman Pouryekta

Ein Bild des Interviewpartners Peyman Pouryekta

Peyman Pouryekta hat rund 20 Jahre Erfahrung in der IT und ist selbst ausgebildeter Softwareentwickler. Als selbstständiger Experte berät er CTOs, Firmen und Venture Funds.

(Bild: Peter Rigaud)

Der introvertierte Techie aus der IT ist ein verbreitetes Klischee. Wie häufig ist das wirklich noch in diesem Berufsfeld?

Früher war dieses Klischee des introvertierten Techies sicher zutreffender als heute. Menschen, die sehr tief in eine Materie eingetaucht sind, wirkten auf Außenstehende oft wie aus einer anderen Welt. Und wenn wir ehrlich sind, gibt es das natürlich immer noch, aber das Berufsfeld ist deutlich vielfältiger geworden – mit introvertierten und auch extrovertierten Persönlichkeiten.

Für viele Tech-Rollen und das tiefe sowie fokussierte Arbeiten braucht es eine ruhige Atmosphäre. Introvertierte schöpfen ihre Energie häufig genau aus so einem Umfeld, deswegen passt die Kombination sehr gut für sie. Gleichzeitig gibt es aber immer mehr Tech-Expertinnen und -Experten, die als CTOs, im Produktmanagement oder in der Softwareentwicklung aktiv Netzwerke aufbauen und ihre Arbeit wirklich sichtbar machen.

Entscheidend ist nicht, ob man introvertiert oder extrovertiert ist, sondern wie man seine Stärken einbringt. Viele introvertierte Techies kommunizieren lieber schriftlich oder in einer kleineren Runde. Das kann effektiver sein, bringt aber auch das Risiko mit sich, übersehen zu werden, vor allem, wenn man seine Ideen nicht klar vermitteln kann.

Vor welchen Herausforderungen steht man als Führungskraft introvertierter Angestellter?

Eine der größten Herausforderungen ist, dass das Wissen introvertierter Mitarbeitender nicht wahrgenommen wird, obwohl es für strategische Entscheidungen oft ausschlaggebend ist. Ich sehe, wie sich in vielen Unternehmen vor allem diejenigen durchsetzen, die laut und präsent sind. Wer sich lieber im Hintergrund hält, wird seltener wahrgenommen, selbst wenn er entscheidendes Wissen mitbringt.

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Ich hatte mal einen Fall, in dem sich die Führung von IT und Produkt auf eine gemeinsame Linie einigen musste. Die IT-Führung war eher introvertiert, die Produktführung eher extrovertiert. Dreimal dürfen Sie raten, wer die Moderation übernommen hat – das Produkt-Team. Die IT-Themen wurden kaum berücksichtigt, das Team wurde mitten in seiner Präsentation unterbrochen und am Ende fehlte die IT-Perspektive auch in der Entscheidung. Später stellte sich auch heraus, dass wichtige technische Aspekte ignoriert worden waren – was das Unternehmen nicht nur Zeit, sondern auch eine Menge Geld kostete.

Ein Problem, das ich immer wieder beobachte, ist die Art und Weise, wie Meetings organisiert werden – oder besser gesagt: nicht organisiert werden. Oft laufen sie nach dem Prinzip „Wer was zu sagen hat, sagt es einfach“. Das kann offen und dynamisch wirken, führt aber dazu, dass vor allem extrovertierte Teilnehmende das Gespräch dominieren. Sie denken laut, reagieren spontan und setzen dadurch oft die Richtung der Diskussion und nehmen den Raum ein.

Introvertierte hingegen brauchen mehr Zeit zum Reflektieren und teilen ihre Gedanken lieber strukturierter. Ohne klare Moderation und Gesprächsregeln kann es leicht passieren, dass ihr Wissen im Hintergrund bleibt. Der Unterschied wird sofort spürbar, wenn Meetings mit einer festen Agenda und klaren Redezeiten gestaltet werden. Sobald jede Person einen definierten Zeitraum für ihre Inhalte bekommt, verändert sich die Dynamik: Plötzlich kommen auch die Stimmen zu Wort, die vorher untergegangen sind.

Noch entscheidender ist die neutrale Rolle der Moderation. Ein guter Moderator hält sich eher im Hintergrund und geht auf alle Teilnehmenden ein, stellt gezielt Fragen und sorgt dafür, dass nicht nur die Lautesten gehört werden. Ich habe erlebt, wie allein diese Anpassung dazu führte, dass strategische Entscheidungen fundierter getroffen wurden, weil plötzlich nicht nur Meinungen, sondern auch echte Expertise im Raum sichtbar wurden.

Was sollte man als Führungskraft unbedingt tun und was vermeiden gegenüber Introvertierten?

Man sollte unbedingt dafür sorgen, Meetings so zu strukturieren, dass alle zu Wort kommen. Introvertierte arbeiten besonders effektiv, wenn sie genug Zeit zur Vorbereitung haben. Außerdem lohnt es sich, als Führungskraft seinen Mitarbeitenden Möglichkeiten zur Weiterentwicklung anzubieten, um zum Beispiel Präsentationstechniken und Storytelling besser zu beherrschen.

Vermeiden sollte man, extrovertierte Verhaltensweisen als einzig richtig anzusehen und introvertiertes Verhalten als negativ darzustellen. Introvertierte in große, laute Gruppen zu setzen oder sie zu spontanen Präsentationen zu zwingen, kann sie eher ausbremsen, als ihr Potenzial zu fördern. Ein typisches Problem zeigt sich meist nach Meetings: Während extrovertierte Teilnehmende die Diskussion dominieren, analysieren introvertierte oft erst später, was im Meeting besprochen wurde und bringen meist erst dann wertvolle neue Perspektiven mit. Doch zu diesem Zeitpunkt ist die Entscheidung aus dem Meeting meist schon gefallen.

Eine einfache, aber effektive Lösung ist es, Feedback-Schleifen nach den Meetings einzuführen. Wer Zugang zu Meeting-Notizen hat und Kommentare oder Ergänzungen nachträglich einbringen kann, sorgt für fundiertere Entscheidungen. Auch asynchrone Kommunikation oder gezielte Follow-ups helfen, alle Perspektiven einzubeziehen. Eine gute Führungskraft erkennt diese Unterschiede und schafft Strukturen, in denen sowohl introvertierte als auch extrovertierte Persönlichkeiten wachsen und zum Erfolg beitragen können.

Herr Pouryekta, vielen Dank für das Interview!

In der Serie „Drei Fragen und Antworten“ will die iX die heutigen Herausforderungen der IT auf den Punkt bringen – egal ob es sich um den Blick des Anwenders vorm PC, die Sicht des Managers oder den Alltag eines Administrators handelt. Haben Sie Anregungen aus Ihrer tagtäglichen Praxis oder der Ihrer Nutzer? Wessen Tipps zu welchem Thema würden Sie gerne kurz und knackig lesen? Dann schreiben Sie uns gerne oder hinterlassen Sie einen Kommentar im Forum.


(axk)



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Neue Xbox-Chefin verspricht „Rückkehr der Xbox“ ohne KI-Müll


Nach dem überraschenden Führungswechsel bei Microsofts Xbox-Sparte haben die neue Leiterin der Abteilung, Asha Sharma, und ihr Content-Chef, Matt Booty, in internen Memos ihre Pläne grob umrissen. Beide Schreiben liegen The Verge vor, das sie vollständig veröffentlicht hat.

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Die beiden Memos unterscheiden sich deutlich. Matt Booty führt nur sehr knapp aus, dass der Schwerpunkt bei den Spielen und der Art, wie die Kunden sie nutzen, liegen soll – eine Selbstverständlichkeit. Immerhin gibt es eine deutliche Aussage zur Zukunft der hauseigenen Studios: „Um es klarzustellen: Es sind keine organisatorischen Veränderungen in unseren Studios geplant“. Ob das weitere Entlassungen, wie sie Microsoft im vergangenen Jahr tausendfach vornahm, ausschließt, ist damit dennoch nicht gesagt.

Getreu ihrer neuen Position als Chefin der gesamten Spieleaktivitäten von Microsoft entwirft Asha Sharma deutlich mehr Vision und Positionierung in ihrem Memo. Sie nennt drei Schwerpunkte: „Tolle Spiele“, „Die Rückkehr von Xbox“ und „Die Zukunft des Spielens“. Der zweite davon, der auch die Zukunft der Microsoft-Konsolen betrifft, dürfte für die Branche wohl am wichtigsten sein. Denn Sharma macht ein klares Bekenntnis zu den Geräten: „Wir werden unsere Wurzeln mit einem erneuerten Bekenntnis zu Xbox feiern, angefangen bei Konsolen, die uns geprägt haben.“ Dennoch betont die Managerin im Folgenden, dass Microsoft seine Cross-Platform-Strategie nicht aufgeben will.

Eine konkrete Ankündigung einer neuen Xbox ist das dennoch nicht – dafür wäre es auch noch zu früh. Bisher wurde die nächste Generation nach Playstation 5 und Xbox Series X/S für 2027 erwartet. Auch AMD hatte kürzlich klar gesagt, dass die Entwicklung seines Semi-Custom-Chips für Microsoft für eine Veröffentlichung im kommenden Jahr geplant ist. Die aktuelle Speicherkrise lässt jedoch eher eine Verschiebung um ein oder zwei Jahre für beide Unternehmen erwarten.

Ein weiteres bei Spielern stark umstrittenes Thema spricht Asha Sharma auch an, bleibt dabei jedoch unscharf. Man wolle zwar Spiele „mit den modernsten Technologien“ erschaffen, aber sie sollen, so wörtlich, „Kunst, erstellt von Menschen“ bleiben. Immerhin schreibt Sharma auch: „Wir werden weder kurzfristige Effizienz anstreben noch unser Ökosystem mit seelenlosem KI-Schrott überschwemmen.“

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