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Künstliche Intelligenz

Erstmals per ICE nach Polen: Bahn lässt ICE 3neo ausbauen


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Der ICE 3neo soll künftig auch nach Polen und Frankreich fahren. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, investiert sie dazu 200 Millionen Euro in die Ausrüstung der Züge, damit diese den Anforderungen in den beiden Ländern genügen. Bislang ist der ICE 3neo bereits auf Fahrten nach Brüssel und Amsterdam unterwegs, ist also für Belgien und die Niederlande zugelassen. Bis zu 32 Züge sollen jetzt technisch angepasst werden. Es wäre das erste Mal, dass ein ICE von Berlin nach Warschau fahren kann.

Mit den entsprechenden Anpassungen ist Hersteller Siemens Mobility beauftragt worden. Diese sollen bereits während des Baus der Züge im Siemens-Werk Krefeld erfolgen. Das Zulassungsverfahren und die Produktion werden nach Angaben der Bahn mehrere Jahre dauern. Erste zugelassene Fahrzeuge werden für das Jahr 2031 erwartet. Der Lieferplan der Züge sieht vor, dass diese bis 2032 bereitstehen.

Die Deutsche Bahn hat insgesamt 90 Züge des Typs ICE 3neo bei Siemens Mobility bestellt. 29 wurden bereits ausgeliefert. Der erste ging im November 2022 in Betrieb. Im Juni 2024 löste der ICE 3neo ältere Bauarten auf die Verbindungen von Frankfurt nach Amsterdam und Brüssel ab. Dadurch sei die Zahl der Zugausfälle deutlich gesunken, teilt die Bahn mit. Seit Oktober 2023 präsentiert sich der Zug mit neuem Interieur.

Die länderspezifischen Anpassungen umfassen den Einbau technischer Komponenten, damit die Züge mit der Signaltechnik und den Strecken in Polen und Frankreich kompatibel sind. Unterschiede gibt es zum Beispiel beim Bahnstrom: Polen nutzt hauptsächlich 3 kV Gleichstrom, während Deutschland 15 kV Wechselstrom mit 16,7 Hz verwendet. Frankreich hat sogar zwei verschiedene Stromsysteme – im Norden und Osten 25 kV/50 Hz Wechselstrom, im Süden und Südwesten 1,5 kV Gleichstrom. Bei der Signaltechnik nutzt Polen mit SHP ein System, das dem Prinzip der deutschen Indusi folgt. Seit 2012 werden Strecken sukzessive auf das europäisch einheitliche ETCS umgerüstet. In Frankreich kommt TVM zum Einsatz.

Der ICE 3neo (Baureihe 408) hat eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h und Sitzplätze für 439 bzw. 878 Personen (Doppelzug). Er bietet Fahrgästen Steckdosen an allen Plätzen, auch in der 2. Klasse, und seit einigen Monaten in der 1. Klasse auch eine induktive Lademöglichkeit für Smartphones. Der Zug hat ein Leergewicht von 460 Tonnen und eine Leistung von 8000 kW (10.900 PS).


(mki)



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Kurz erklärt: Das ist Agentic AI


Während die Reasoning-Fähigkeiten großer Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) total 2024 sind, betonen die Modellanbieter jetzt die agentische Natur ihrer Systeme. Gemeint ist damit, dass die Modelle komplexe Aufgaben autonom lösen und dazu selbstständig weitere LLMs oder andere Werkzeuge hinzuziehen. Das kann vom Browser und der Taschenrechner-App über die Dokumentenablage bis zur Entwicklungsumgebung reichen.

Ziel der autonomen agentischen LLMs ist laut Werbeversprechen, die bisherige Arbeitswelt umzukrempeln, die Digitalisierung der Wirtschaft und Verwaltung abzuschließen und schlussendlich Menschen bei vielen Tätigkeiten zu ersetzen – was Kosten einspart. Nicht nur bei öden, repetitiven Aufgaben – auch komplexe Geschäftsprozesse, Softwareentwicklung und Forschung sind das Ziel der Agenten.

Während die Wirtschaft – vom KMU bis zum Megakonzern – damit einen Wachstumsschub erfahren soll, würden die Systeme Angestellten dann Zeit für andere Aufgaben geben, die bislang ständig hinten runterfallen. Unterm Strich soll die Technik alle noch effizienter machen und die Lücke der Fachkräfte füllen, so die Eltern des Gedanken.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kurz erklärt: Das ist Agentic AI“.
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Intel: 5,7 Milliarden US-Dollar erhalten, Aktie wird verwässert


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Intels Finanzchef David Zinsner hat den Erhalt von 5,7 Milliarden US-Dollar von der US-Regierung bestätigt. Zudem ist jetzt klar, woher die Aktien für den 9,9-Prozent-Anteil der Regierung stammen: Intel gibt rund 433 Millionen neue Aktien für die US-Regierung heraus, statt bestehende eigene Anteile zu verkaufen.

Das sagte Zinsner im Rahmen der Deutsche Bank 2025 Technology Conference (Aufnahme bei Intel, Transkript bei Seekingalpha). Er gab zu, dass dieser Vorgang den Aktienkurs verwässert. Bestehende Aktionäre müssen sich also auf einen sinkenden Wert einstellen. Intel legt den Fokus aktuell auf Geld, um den Konzern zu stabilisieren. Wenn es langfristig bergauf geht, würden Aktionäre davon profitieren, argumentiert der Finanzchef.

Zinsner stellt das neue Abkommen mit der US-Regierung als vorteilhaft dar, obwohl die vorherige Biden-Regierung dieselbe Summe als Subvention zugesagt hatte. Demnach wäre zweifelhaft gewesen, ob Intel die ausgehandelten Meilensteine zur Auszahlung der restlichen Gelder überhaupt erreicht hätte.

Wie die Meilensteine aussahen, verraten die beteiligten Parteien wie üblich nicht. Denkbar wäre die Errichtung abgemachter Fertigungskapazität und die zeitige Verfügbarkeit neuer Fertigungsprozesse. Intel hat den Bau neuer Halbleiterwerke aus Geldnot jedoch verschoben oder komplett ausgesetzt.

Zudem hätte die US-Regierung Rückforderungsrechte auf bereits 2,2 Milliarden Dollar ausgezahlte Fördermittel gehabt. Auf diese Klausel verzichtet die Regierung jetzt.

Die Bilanzaufstellung für das laufende Quartal dürfte für Intel derweil gut aussehen: Neben den 5,7 Milliarden Dollar von der US-Regierung erhält der Konzern zwei Milliarden vom Investor Softbank. Eine Milliarde kommt durch den Teilverkauf der Automotive-Sparte Mobileye rein, weitere 4,5 Milliarden folgen durch den anstehenden Teilverkauf des FPGA-Designers Altera (Zinsner sprach von 3,5 Milliarden, dabei sollte es sich jedoch um einen Versprecher gehandelt haben). Das ergibt gut 13 Milliarden Dollar.

Intel will derweil weitere Investoren für die Chipfertigungssparte Intel Foundry finden. Sie verursacht derzeit jedes Quartal Milliardenminus, seitdem Intels CPU-Sparte ihre Chips zu branchenüblichen Preisen bei der Schwestersparte einkauft. Intel hofft auf die Fertigungsgeneration 14A für weitere Kunden.

Ganz veräußern will Intel die Foundry derweil nicht. Die Firma muss die nächsten fünf Jahre mindestens 51 Prozent der Anteile halten, ansonsten hat die US-Regierung ein Anrecht auf den günstigen Kauf fünf weiterer Prozent des Restkonzerns.


(mma)



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Künstliche Intelligenz

Bcachefs-Dateisystem verbleibt offenbar stagnierend in Linux


Nach wiederholten Unstimmigkeiten mit dem Entwickler des Dateisystem Bcachefs hat Linus Torvalds den Bcachefs-Code von Linux nun als „extern gewartet“ deklariert. Die Kennzeichnung ist ein Novum – und da der Erfinder und leitende Entwickler des Kernels sie nicht näher erläutert hat, ist unklar, was sie genau bedeutet. Der gemeinhin erwartete und von Torvalds mehrfach in Aussicht gestellte Rauswurf der in Linux als experimentell geltenden Bcachefs-Unterstützung ist damit aber allem Anschein vorerst vom Tisch.

Zugleich spricht die neue Auszeichnung jedoch auch dafür, dass der im Kernel erhaltene Bcachefs-Code bis auf Weiteres nicht groß verändert werden wird – er bleibt damit auf dem Stand von Linux 6.16, denn Torvalds hatte die Änderungen nicht integriert, die Bcachefs-Entwickler Kent Overstreet für die derzeit vorbereitete Version 6.17 eingereicht hatte. Bereits Bcachefs verwendende Nutzer können durch den Verbleib allerdings gefahrlos auf 6.17 und spätere Kernel-Versionen wechseln – der Ansatz vermeidet so eine „Regression“ für Nutzer, die bei der Linux-Entwicklung untersagt ist, weil das Torvalds ein großer Dorn im Auge ist.


Quellcode-Änderung

Quellcode-Änderung

Was Torvalds Statusänderung genau bedeutet, ist unklar.

(Bild: heise medien)

Problemlos klappen Kernel-Updates zumindest, solange Nutzer und Distributionen nicht Kernel mit neuerem Bcachefs-Code verwenden, den Overstreet extern pflegt: Dieser oder zugehörige Userspace-Werkzeuge könnten bei einmaliger Verwendung inkompatible Änderungen an den Dateisystemstrukturen vornehmen, woraufhin der Bcachefs-Code des offiziellen Kernels dann das Einhängen des Dateisystems verweigern sollte.

Prinzipiell wäre es möglich, dass jemand anders als Mittler agiert und neueren Bcachefs-Code von Overstreet nimmt und zur Aufnahme in Linux an Torvalds schickt und dort die Pflege übernimmt. So eine Person geriete aber vermutlich schnell zwischen die Fronten, was die Arbeit enorm schwer macht. Vor einer Weile gab es mal einen Bcachefs-Mitentwickler, der offenbar gewillt war, so eine Postion einzunehmen – er hat jedoch der Bcachefs-Entwicklung nach Streit mit Overstreet aber den Rücken gekehrt.

Kent Overstreet war mit Torvalds unter anderem angeeckt, weil er in der Stabilisierungsphase neuer Kernel-Version mehrfach größere Änderungen zur Aufnahme einreichte. Die waren aus Torvalds Perspektive gefährlich und hätten daher einige Wochen bis zum Beginn der Entwicklung der darauffolgenden Version warten sollen. Hunderte andere Kernel-Entwickler meistern dieses Entwicklungsmodell seit Jahrzehnten weitgehend reibungslos. Auch mit diesen Entwicklern stritt Overstreet mehrfach im Rahmen der Bcachefs-Entwicklung, etwa, weil er von ihnen betreuten Linux-Kernel-Code ohne adäquate Absprache oder gar hinter deren Rücken veränderte. Schon bei Bcachefs-Vorläufer Bcache hatte es vor über einem Jahrzehnt auch immer mal wieder Zank mit Overstreet gegeben – bis dieser die Betreuung der SSD-Festplatten-Cache-Lösung Bcache aufgab und sich Bcachefs zuwandte, ohne sich einen Nachfolger aufgebaut zu haben.

Die Patch-Beschreibung zum neuen Status bei Bcachefs und einige Stimmen im Umfeld des Kernels deuteten darauf hin, dass Torvalds die jetzt umgesetzte Vorgehensweise in Absprache mit anderen zentralen Entwicklern von Linux getroffen hat. Welche Auswirkungen der Schritt auf die Linux-Welt hat, bleibt abzuwarten. Große Distributoren wie Debian, Fedora oder openSUSE werden weiter das in Linux enthaltene Bcachefs nutzen oder es bei ihren Kerneln komplett deaktivieren. Dass diese Overstreets neueren Bcachefs-Code einbauen, ist eher unwahrscheinlich, denn das verkompliziert die Wartung. Zudem verweigern dann wahrscheinlich noch mehr Kernel-Entwickler von Nutzern der Distributionen eingesandte Bug-Reports, weil solche Modifikationen leicht zu Fehlern führen können. Die sollten mit dem offiziellen Kernel nicht auftreten. Einzelne kleinere Distributionen werden das aber vermutlich nicht scheuen, um gezielt Fans von Bcachefs anzusprechen.


(dmk)



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