Künstliche Intelligenz
Europäischer Gesundheitsdaten(t)raum: „Wer jetzt nicht anfängt, hat ein Problem“
Bessere, datengesteuerte Medizin – mit diesem Anspruch soll unter anderem das geplante Medizinregistergesetz die Nutzung von Gesundheitsdaten für die Forschung in Deutschland vereinfachen und vereinheitlichen – zahlreiche weitere Gesetze sind entweder in Arbeit oder bereits auf den Weg gebracht worden, etwa das Gesundheitsdatennutzungsgesetz oder die Verordnung für den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS). All diese Gesetze sollen den Zugang zu Gesundheitsdaten in Europa – und perspektivisch auch darüber hinaus – ermöglichen. Der Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums für das Medizinregistergesetz sorgt für Debatten über die Umsetzung, wie aus 67 Stellungnahmen hervorgeht.
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Weit über die übliche Kritik hinaus, etwa die an mangelnder Interoperabilität oder fehlenden Mitteln, geht jedoch die fundamentale Kritik des Netzwerks Datenschutzexpertise. In seiner Stellungnahme (PDF) warnt es, dass zwar den Bedürfnissen der Forschung entsprochen werde, dabei aber „selbst die grundlegendsten Anforderungen des Datenschutzes (Zweckbindung, Transparenz, Schutzvorkehrungen, Kontrolle) missachtet werden“. Aufgrund der Unvereinbarkeit mit Grundgesetz und Europarecht müsse der Entwurf „umfassend überarbeitet werden“. Doch ausgerechnet diese wohl schärfste Stellungnahme ist auf der Webseite des Ministeriums nicht zu finden – trotz Hinweisen.

Dennis Geisthard ist Chef des Digital HUB der forschenden Pharmaunternehmen.
(Bild: vfa)
In diesem Spannungsfeld zwischen dem Versprechen auf medizinischen Fortschritt, Sorgen um den Datenschutz und handfesten wirtschaftlichen Interessen positioniert sich auch die Pharmaindustrie. Über die Pläne zur Gesundheitsdatennutzung in Deutschland und Europa, die Kritik und die zentrale Frage, wer am Ende von den wertvollen Gesundheitsdaten profitieren soll, haben wir mit Dennis Geisthardt vom Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) gesprochen.
Bei einer Veranstaltung der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF) wurde von Industrievertretern begrüßt, dass sich Unternehmen im Rahmen des European Health Data Space (EHDS) auf Geschäftsgeheimnisse berufen können, um Datenanfragen abzulehnen. Wie passt das zum Gemeinwohl, wenn man Daten aus einem gemeinsamen Topf bekommt, aber selbst nichts zurückgeben will?
Das Thema geistiges Eigentum ist insbesondere auf internationaler Ebene für uns natürlich wichtig. Wir haben jetzt gesetzliche Verpflichtungen, Daten zu teilen. Das bringt uns in eine Situation, wo wir alle Datensätze, die unter den EHDS-Anwendungsbereich fallen – und das sind wahrscheinlich 99,9 Prozent aller Datensätze, die wir haben – in einem Metadatenkatalog listen müssen, damit sie angefragt werden können.
Aber die Möglichkeit, sich auf Geschäftsgeheimnisse zu berufen, schafft doch ein Schlupfloch?
Die Frage ist: Was passiert mit Datensätzen, die wir eingekauft haben, die wir als Grundlage für unsere Forschung nutzen und aus denen sich gegebenenfalls patentierbare Ergebnisse ableiten lassen? Wenn klar wird, dass Unternehmen A ganz spezifische Daten zu bestimmten Indikationen hat und Unternehmen B das sieht, entsteht natürlich Konkurrenz. Das kann Wettbewerbsverzerrungen auslösen und in Summe die Innovationskraft der gesamten Branche schwächen.
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In welchen konkreten Fällen können solche Ansprüche auf geistiges Eigentum, sogenannte IP-Claims, dann geltend gemacht werden?
Das wissen wir noch nicht. Das ist die Frage, die zuerst beantwortet werden muss. Es gibt eine Industrieinitiative – die Innovative Health Initiative –, die versucht, ein Rahmenwerk und Guidelines zu etablieren, wie im Rahmen des EHDS mit IP-Rechten umgegangen werden soll. Aber eine finale Antwort haben wir bisher nicht.
Wo bleibt da das Gemeinwohl?
Jede Forschungsinitiative ist erstmal gemeinwohlorientiert, weil wir versuchen, die Versorgung besser zu machen. In welchen Fällen das dann mit einem IP-Claim belegt werden kann, sodass ein Antrag auf den Metadatensatz gesondert geprüft werden muss – das wissen wir noch nicht.
Wir wollen und können einen Konsens finden, der allen passt – in spezifischen Datenanfragen und spezifischen Datenfällen. Aber insbesondere für Legacy-Daten – also Daten, die wir vor Inkrafttreten des EHDS erhoben oder eingekauft haben – brauchen wir einen Mechanismus, der diesen Konsens ermöglicht. Sei das eine finanzielle Kompensation oder ein Teil der Gebührenordnung.
Kompensation für wen?
Wenn wir als Unternehmen einen Datensatz bei uns tragen, den wir selbst finanziert haben – entweder weil wir ihn eingekauft oder weil wir selbst eine Studie erstellt haben – dann ist die Frage: Wie wird mit den entstandenen Kosten umgegangen? Dafür muss es einen Kompensationsmechanismus geben.
Bei uns im Forum kam oft die Frage, ob nicht auch die Patienten etwas zurückbekommen sollten – schließlich sind es ihre Daten.
Absolut, das teilen wir. Wir finden auch, dass insbesondere mit Blick auf die Patienten incentiviert werden sollte, dass entsprechende Daten der Forschung zur Verfügung stehen.
In die Richtung, wer seine Daten nicht spendet, zahlt drauf?
Nein, das darf keine Malusregelung sein. Man darf keinen Nachteil dadurch haben, dass man Daten nicht teilt, aber man sollte einen Vorteil haben, wenn man Daten teilt.
Und wie will man langfristig sicherstellen, dass Nicht-Teilen keinen Nachteil bringt?
Das ist schwierig, das würde ich unterschreiben. Aber die Frage ist ja, warum Menschen manche Daten komplett bereitwillig teilen und andere nicht.
Die Bereitschaft der Patienten, Daten zu teilen, ist hoch – vor allem für gemeinnützige Forschung. Bei Pharmaunternehmen gibt es Vorbehalte aufgrund von Profitmotiven, beispielsweise teure Patente auf Medikamente, die den Zugang zu Therapien erschweren und als eigennützig empfunden werden.
Mit den Vorbehalten haben wir zu kämpfen, das macht es schwieriger. Für Europa würde ich das nicht so unterschreiben. Beispielsweise funktionieren unsere Preisbildungssysteme in Deutschland und Europa anders als im internationalen Vergleich. Und das ist gut so, solange sie adäquat Innovationen zulassen. Außerdem ist es so: Wenn ich krank bin, dann bin ich in der Regel bereit, meine Daten für Forschung zu teilen. Und dann ist mir als Patient egal, ob das für Pharmaforschung oder für öffentliche Forschung genutzt wird. Das wird bei dieser Debatte immer vergessen.
Die oft genutzte Faustregel in der Politik ist: Datenschutz ist was für Gesunde. Die Frage ist: Wenn wir präventiv schon Daten bereitstellen können, die in eine allgemeine Versorgungsverbesserung fließen, und ich als Versicherter einen direkten Mehrwert wahrnehme – dass mit meinen Daten etwas gemacht wird, was langfristig eine Verbesserung für mich oder andere bewirken kann – dann wird auch die Bereitschaft höher.
Wäre es nicht insgesamt günstiger, nicht immer mehr auf Widerspruchslösungen (Opt-out) beim Teilen von Gesundheitsdaten zu setzen, sondern in ein gutes Opt-in und vernünftige Aufklärung?
Wir hatten ja lange ein Opt-in bei der elektronischen Patientenakte (ePA). Ich habe 2022 mal eine Keynote bei einem großen gesetzlichen Krankenversicherer gehalten. Da habe ich in einem Raum voller Krankenkassenvertreter gefragt: Wer hat denn hier eine ePA? Die Händezahl war überschaubar. Und wer nutzt sie? Da blieben vielleicht zwei Hände oben – bei 120 Leuten im Raum.
Ich hatte damals selbst eine ePA, weil es mich technisch interessiert hat. Aber ich hatte nichts davon. Ich bin relativ jung, habe eine überschaubare Krankenhistorie. Und selbst die Chroniker im Raum haben sie nicht genutzt, weil sie keinen messbaren Mehrwert hatten.
Dass nicht aufgeklärt wurde, ist genau das Problem, das wir bis heute bei all unseren TI-Anwendungen haben (Anm. d. Red.: Anwendungen der Telematikinfrastruktur). Die Mehrwerte werden nicht wahrgenommen, nicht richtig kommuniziert, nicht richtig beleuchtet. Das führt dazu, dass die Nutzungsraten absolut niedrig sind. Das müssen wir verbessern.
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Trade Republic erhält Lizenz für eigenen Handelsplatz
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat dem Berliner Unternehmen Trade Republic – genauer deren Tochter Trade Republic Business III – den „Betrieb eines multilateralen Handelssystems“ erteilt. Das geht aus einem Eintrag in der Unternehmensdatenbank der Behörde hervor, der auf den 23. Januar 2026 datiert ist. Das Unternehmen selbst hat sich bisher nicht öffentlich dazu geäußert, wie es die Erlaubnis nutzen will.
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Mit dem Schritt reagiert Trade Republic aber offenkundig auf das im Juli 2026 in Kraft tretende Verbot sogenannter Rückvergütungen oder „Payment for Order Flow“ (PFOF) durch die EU. Dabei zahlt der Handelsplatz beziehungsweise ein sogenannter Market Maker dem Broker für ausgeführte Orders eine Provision aus der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs, dem „Spread“. Solche Provisionen sind bisher allgemein im Wertpapierhandel üblich.
Neobroker nutzen dabei in besonderem Maß außerbörsliche, aber regulierte elektronische Handelsplätze. Solche Handelsplätze treten oft zugleich als Market Maker auf und halten als solche gängige Wertpapiere für den Kauf vor und nehmen verkaufswilligen Inhabern Wertpapiere ab, wenn sich kein anderer Käufer findet. Da Neobroker aber anders als Banken oder herkömmliche Onlinebroker deutlich geringere Handelsentgelte von ihren Kunden verlangen, stellen PFOF bisher eine bedeutende Einnahmequelle für die stark auf das Smartphone ausgerichteten Dienste dar. Diese Einkünfte werden künftig wegbrechen.
Neue Regeln, neue Strategien
EU-Parlament, -Rat und -Kommission hatten im PFOF einen Interessenskonflikt gesehen. Ihrer Meinung nach könnte er die Broker dazu verleiten, für ihre Kunden unvorteilhafte Konditionen anzubieten oder die Kunden durch Gamification ihrer Apps zu häufigem und dabei für unerfahrene Anleger oft verlustbringendem Handel („Daytrading“) zu animieren. Auch Verbraucherschützer hatten wiederholt auf diese Gefahr hingewiesen. Deutschland, wo Neobroker sich besonders stark auf PFOF stützten, hatte von einer Übergangsfrist bis 30. Juni 2026 Gebrauch gemacht.
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Mit dem eigenen Handelsplatz hat Trade Republic künftig die Möglichkeit, selbst als Market Maker aufzutreten. Momentan arbeitet das Unternehmen dazu mit dem Dienstleister Lang & Schwarz zusammen. Die Kurse sind dabei eng an die Referenzkurse der Leitbörsen gebunden, in Deutschland beispielsweise das Handelssystem Xetra. Bereits Ende 2024 hatte Trade Republics Konkurrent Scalable Capital verkündet, in Zusammenarbeit mit der Börse Hannover eine eigene Handelsplattform namens „European Investor Exchange“ (EIX) aufzubauen. Die meisten Kunden von Scalable Capital, das auch als Market Maker auftritt, sind mittlerweile an EIX angeschlossen.
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Beide Neobroker haben zwischenzeitlich außerdem die Erlaubnis erworben, als Vollbanken zu arbeiten. Trade Republic hat das Verrechnungskonto beispielsweise in ein Girokonto umgewandelt, auf dem die Einlagen wie beim Tagesgeld und auf relativ hohem Niveau verzinst werden – Beträge über 5000 Euro legt der Broker dabei (anfangs auch aufgrund der Werbung zum Missfallen von Verbraucherschützern) in Geldmarktfonds an. Außerdem gibt er eine Debitkarte heraus und verdient an der sogenannten Interchange-Gebühr, die Händler beim Bezahlen entrichten müssen. Scalable Capital verzinst bisher Beträge auf dem Verrechnungskonto, bietet aber keine klassischen Bankdienstleistungen an.
(mon)
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Nvidia will mehr in OpenAI investieren – aber keine 100 Milliarden
„Wir werden eine Menge Geld investieren“, sagte Nvidia-CEO laut einem Bericht von Bloomberg am vergangenen Samstag vor Journalisten bei einem Besuch in Taipei. Der Mitbegründer des Chipentwicklers dementierte damit Berichte der letzten Tage, laut denen er sich aus der nächsten Finanzierungsrunde beim ChatGPT-Entwickler zurückziehen wolle. Gerechnet wurde bisher damit, dass Nvidia rund 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI anlegen wird.
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Das hatten die beiden Unternehmen im September 2025 auch beschlossen. Damals hieß es, man wolle gemeinsam das „größte KI-Infrastrukturprojekt der Geschichte“ auf die Beine stellen. Geplant waren mehrere Rechenzentren, die mit 10 Gigawatt einen Energiebedarf aufweisen sollten, welcher der Leistung von 10 Kernkraftwerken entsprechen würde. Auch die Zahl von 100 Milliarden US-Dollar Investitionsvolumen nannten die beiden Firmen ausdrücklich.
OpenAI braucht frisches Geld für Börsengang
Am vergangenen Freitag meldete jedoch das Wall Street Journal, dass diese Pläne Nvidia-intern stark kritisiert worden wären. Deshalb sollen sie inzwischen „auf Eis liegen“, so die Zeitung. Dem widersprach laut Bloomberg Huang jedoch am folgenden Tag im taiwanischen Taipei. Man wolle die „vielleicht größte Investition, die wir je getätigt haben“ bei OpenAI vornehmen. Auf Nachfrage, ob das Volumen 100 Milliarden US-Dollar erreichen würde, sagte Huang: „Nein, nein, nichts dergleichen“, wie wiederum Reuters berichtet.
Damit steht offenbar fest, dass das ursprünglich vorgesehene Investitionsvolumen von Nvidia allein vom Tisch ist. Möglich ist jedoch, dass die 100 Milliarden gemeinsam mit anderen aufgebracht werden. Jüngsten US-Berichten zufolge ist unter anderem Amazon bereit, bis zu 50 Milliarden zu investieren. Die aktuelle Finanzierungsrunde ist besonders wichtig, weil OpenAI seine Bewertung dadurch stark steigern möchte. In diesem oder dem kommenden Jahr soll das Unternehmen seinen Börsengang wagen, der als Lackmustest für die gesamte KI-Branche gilt.
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(nie)
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Internet zu lahm, Paket weg: Mehr Ärger landet bei den Schlichtern
Ist das Internet zu langsam oder sind Pakete beschädigt oder verloren gegangen, können sich Verbraucher direkt an die Internetanbieter oder Paketdienste wenden. Bringt das nichts, kann man sich an eine Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur (BNetzA) wenden, damit diese zwischen beiden Seiten vermittelt. Wie die Bundesnetzagentur der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte, stiegen die Zahlen der Schlichtungsverfahren sowohl im Bereich Telekommunikation als auch bei den Postdiensten.
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Mit 5.524 Anträgen im Jahr 2025 hat sich die Zahl der Schlichtungen im Zusammenhang mit Internetanbietern gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt, damals waren es laut Tätigkeitsbericht (PDF) der BNetzA 2.534 Fälle. Hierbei ging es um Vertragsinhalte, technische Störungen, Rechnungsbeanstandungen, zu langsames Internet und andere Ärgernisse. Im Bereich Postdienste wurden 4.805 Schlichtungsanträge gestellt, gut ein Viertel mehr als im Vorjahr (3.821 Anträge). Meistens wurde über verloren gegangene Sendungen gestritten, in einem Fünftel der Anträge ging es um Beschädigungen.
Die Zahlen der Schlichtungsverfahren darf man nicht mit den Zahlen der eingereichten Beschwerden über Internetanbieter und Post- und Paketdienstleister verwechseln, denn längst nicht jede Beschwerde landet bei den Schlichtungsstellen. Zum Beispiel weil sich Verbraucher und Dienstleister selbst geeinigt haben oder weil die Verbraucher den Aufwand scheuen oder Kosten befürchten – dabei sind die Schlichtungsverfahren der BNetzA für beide Seiten kostenlos, sie tragen lediglich ihre eigenen Kosten.
Viele Schlichtungsversuche bringen nichts
Die Einflussmöglichkeiten der Bundesnetzagentur sind aber begrenzt, schließlich agiert sie im Schlichtungsverfahren als Vermittler zwischen Dienstleister und Kunden – nicht als Regulierer. Häufig verlaufen die Verfahren im Sande: Do können Firmen können die Teilnahme verweigern oder bei ihrer Sicht der Dinge bleiben. Beharren beide Seiten auf ihren Positionen oder beenden sie das Verfahren vorzeitig, scheitert die Schlichtung. Auch sind beide Seiten nicht verpflichtet, einen etwaigen Vorschlag der Schlichtungsstelle anzunehmen.
So kam es nur in 1.274 Fällen zu einer Einigung zwischen Provider und Kunden. Von den 2.199 zulässigen Post-Schlichtungsanträgen, die im vergangenen Jahr abschließend bearbeitet wurden, gab es nur 823 Einigungen. Die Bundesnetzagentur lobt in ihrem Tätigkeitsbericht ausdrücklich die weiterhin hohe Bereitschaft der Firmen zur freiwilligen Teilnahme, die Telekommunikationsunternehmen würden von der Schlichtung als Instrument konstruktiver Konfliktlösung profitieren. Um welche Firmen genau es bei den Schlichtungen geht, darf die Netzagentur aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlichen. Aufgrund des hohen Marktanteils von DHL dürfte im Bereich Post- und Paketdienstleistungen auch ein Großteil der Verfahren gegen DHL gerichtet gewesen sein.
Der Bundesverband Paket und Expresslogistik, dem abgesehen von DHL praktisch alle in Deutschland tätigen, große Paketdienste angehören, sieht den Anstieg der Schlichtungsanträge vor allem als Folge der gestiegenen Bekanntheit des Verfahrens. Zudem verwies der Verband darauf, dass der Anteil der Schlichtungen an den mehr als vier Milliarden Paketsendungen, die 2025 in Deutschland zugestellt wurden, nur „ein äußerst kleiner Bruchteil“ sei. „Auf mehr als eine Million zugestellte Pakete kommt rechnerisch nicht einmal ein Schlichtungsantrag.“ Die Firmen nähmen aber jede Beschwerde ernst und würden auch in die Qualitätssicherung investieren. Marktführer DHL wollte sich auf Anfrage von dpa nicht zu dem Anstieg der Schlichtungsanträge äußern.
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(mid)
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