Social Media
Feed und Fudder Podcast 65 – KI & Social Media: Was kann der Mensch besser?
KI im Social Media Marketing: Eigentlich kaum noch wegzudenken und das Dauerthema für alle Social Media Manager*innen. Klar, Künstliche Intelligenz und in unserer Branche allem voran GenAI können vieles bewerkstelligen. Aber welche Rolle bleibt für uns Menschen übrig, wenn KI alles mit einem Klick oder Prompt erledigt.
Auf der AllSocial Marketing Conference haben wir Stimmen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum eingefangen und Social Media Expert*innen gefragt: Was kann der Mensch besser als die Maschine? Ganz oben auf der Liste: kritisches Denken. Eine Fähigkeit, die sich nicht automatisieren lässt und die im Social Media Management (hoffentlich) auch künftig unverzichtbar bleibt.
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Wie KI Social Media revolutioniert – Künstliche Intelligenz im Social Media Marketing
KI im Social Media Marketing: Fünf Tipps für den Einstieg
Transkript Feed und Fudder Podcast Folge 65 – KI & Social Media: Was kann der Mensch besser?
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Hier gibt es das Transkript zu Folge 65 – KI & Social Media: Was kann der Mensch besser?
Transkript
Nicola
Hallo und Servus zu einer neuen Folge Feed und Fudder mit Alex und mir, der Nici.
Alexander
Hallo, herzlich willkommen.
Nicola
Herzlich willkommen zurück vor allem. Wir waren in Berlin, in der Hauptstadt. Nicht Social Media Hauptstadt, sondern einfach nur Hauptstadt. Aber es gab einen Grund. Wir wollen gar nicht so tief über unsere Ausflüge nach Berlin reden, aber das ist der Aufhänger gewesen für die heutige Folge.
Alexander
Wir waren auf der AllSocial Marketing Conference in Berlin und – keine Sorge, ihr müsst nicht abschalten, wenn ihr nicht dabei wart. Wir haben eine uns eine themenfokussierte Folge überlegt und uns auf der Konferenz umgehört. Falls ihr selbst mal Teil der Konferenz werden wollt, schaut doch einfach auf unserer Website vorbei. Wir haben euch alles in der Folgenbeschreibung verlinkt.
Und ja, es ist eigentlich das Thema im Social Media Marketing – und natürlich auch in anderen Marketingdisziplinen – um das man nicht herumkommt: Künstliche Intelligenz. Wir sprechen auch immer wieder über KI, aber eigentlich reden wir heute über Menschen. Wir haben uns überlegt: Was kann der Mensch im Social Media Management und Marketing eigentlich noch besser als die Maschine?
Nicola
Absolut. Das ist wahrscheinlich die zentralste Frage. Wir reden ja ganz oft darüber, was die Technik total gut kann. Aber viel spannender ist am Ende des Tages: Was kann der Mensch? Und wofür ist es wertvoll, vielleicht in Zukunft auch mehr darauf zu schauen, wie man sich besser aufstellt. Und ich denke, deswegen haben unsere Jobs ja auch noch ihre Berechtigung. Und vielleicht eine kleine Side Story: In Berlin auf der AllSocial Marketing Conference hast du die Stimmen gesammelt. Also vielen Dank nochmal. Sonst hätten wir jetzt gar nichts, denn ich habe keine Stimmen gesammelt.
Es sind verschiedene Personen aus dem Social Media Marketing, die aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen, teilweise vom Verlag, teilweise langjährige Digitalexperten. Und das ist richtig spannend, weil es durch die Bank weg unterschiedliche Perspektiven sind. Wir haben jemanden von der Agentur, jemanden aus der Schweiz, aus unterschiedlichen Ecken Deutschlands.
Ich finde es immer spannend, dass wir nicht nur im eigenen Saft braten und nur schauen, was wir hier in Baden-Württemberg zwischen Mannheim und Heidelberg finden, sondern auch bundesweit und ob es den Leuten ähnlich geht und ob sie es ähnlich sehen. Deswegen bin ich sehr gespannt auf die Stimmen. Ich habe sie noch nicht gehört du kennst sie, ich kenne sie nicht.
Alexander
Das ist cool, dann bin ich auch auf deine Meinung gespannt. Aber vielleicht kurz, bevor wir uns die Stimmen anhören: Was denkst du eigentlich? Was kann der Mensch besser?
Nicola
Was kann der Mensch besser? Ich habe mich in den letzten Monaten viel mit solchen Themen beschäftigt und bin zuversichtlich, denn die Maschine ist nur so gut wie der Mensch. Ich war die Tage in Heilbronn – tatsächlich vorgestern. Dort entsteht eines der größten Zentren für künstliche Intelligenz in Europa, falls das jemand noch nicht mitbekommen hat. Das ist total spannend, und da wurde auch viel darüber gesprochen.
Ein Speaker aus dem Silicon Valley hat mir sehr aus dem Herzen gesprochen. Er hat die Perspektive USA, Deutschland, Silicon Valley sehr KI-orientiert gespiegelt. Deutschland dagegen sehr verhalten. Letztlich ist die KI auch nur ein Spiegel von uns. Und deswegen ist der Mensch so oder so essenziell.
Denn wie wir die KI nutzen, wie wir sie trainieren, nur so gut kann sie überhaupt sein. Es ist am Ende ein bisschen wie das Schneewittchen-Thema: „Spieglein, Spieglein an der Wand.“ Ich glaube, das kann man sich merken und sich selbst an die Nase fassen. Wir müssen jetzt entscheiden und überlegen, welche KI-Systeme wir haben wollen, denn wir sind essenziell für das, was am Ende entsteht.
Alexander
Ich bin bei dieser Frage gar nicht so optimistisch. Für mich gibt es eine Fähigkeit, bei der der Mensch der KI sehr überlegen ist. Hoffentlich bleibt das auch noch eine Weile so. Aber die Frage ist: Ist diese Fähigkeit in Zukunft überhaupt noch gewollt? Wir im Social Media Marketing müssen ja oft ums Eck denken. Wir müssen schauen: Passt das zur Markentonalität? Ist es auch lustig?
Für mich ist es die Fähigkeit, kritisch zu denken. KI-Modelle sind darauf trainiert, immer zu antworten. Egal, was man fragt, es kommt immer eine Antwort. Während wir Menschen Nein sagen können. Wenn ich frage: Hast du dich schon mal mit byzantinischer Brückenarchitektur des 15. Jahrhunderts beschäftigt? Dann sagen die meisten: „Puh, kein Plan.“ Wenn man keine Ahnung hat, sagt man normalerweise “Nein”.
Nicola
Es gibt Menschen, die auch darauf immer antworten. Aber ja, oftmals merkt man dann: „Kein Plan.“ Und ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt. Wenn die KI nur ein Spiegel ist, wird sie belanglos. Das merkt man jetzt schon. Es gibt YouTube-Videos, die komplett KI-generiert sind. Dieser Content überflutet gerade die Plattform. Oder klassisch: LinkedIn-Beiträge.
Es gibt so viele Beiträge, die über eine KI produziert wurden. Es wird belanglos. Und diese Gleichförmigkeit und Belanglosigkeit, da wird der Mensch wieder spannend, weil wir eben das Kreative haben. Es hilft nichts, wenn du einen super Prompt schreibst und dir ein cooles Video produzieren lässt. Es wird nicht gut, wenn du nicht selbst eine kreative Leistung einbringst. Sonst ist es belanglos.
Alexander
Genau. Das ist auch der zweite Punkt, auf den man achten muss: KI-Modelle sind nicht nur darauf trainiert, immer zu antworten. Sie wollen dich auch bei der Stange halten. Sie wollen, dass du im Tool bleibst, nicht zum anderen Anbieter gehst. Sie sind Konkurrenten untereinander. Deshalb antworten sie auch immer positiv. Sie sagen dir das, was du hören willst. Kritik erfährst du selten. Du kannst natürlich einen Prompt machen wie „Bitte kritisiere mich“ oder „Lektorier das“, aber es wird immer so formuliert, dass du einen Folgeprompt eingibst. Du sollst nicht sagen: „Ich bin wütend, ich klappe den Laptop zu, dieses Tool nutze ich nie wieder.“ So ist das Ganze nicht gedacht.
Nicola
Es soll ja motivierend sein. Die Art der Formulierung ist oft sehr motivierend.
Alexander
Und was du gerade angesprochen hast, aber diese Menge schon. Und da ist halt meine wirkliche Bedenken: Ich finde, der Mensch ist kritisch. Kritisches Denken, das kann die Maschine eben nicht. Auch wenn die künstliche Intelligenz nicht wie Menschen denkt, sondern nach Wahrscheinlichkeiten arbeitet.
Sie rechnet aus, was zum Beispiel bei Texten mit der höchsten Wahrscheinlichkeit als nächstes kommt – welches Wort, welcher Buchstabe. Nur: Du hast doch gesagt, gerade YouTube, LinkedIn, das ist schon so geflutet. Es ist halt die Frage: Wollen wir Menschen überhaupt noch die Fähigkeit des kritischen Denkens? Also unabhängig von der KI. Ich glaube, der Mensch ist beim kritischen Denken der Maschine überlegen. Aber wollen wir das auch in Zukunft?
Nicola
Ja, das wird man sehen. Ich bin gespannt, was deine Interviewgäste geantwortet haben. Ich weiß es nicht. Ich würde jetzt mal, wir haben ja einen Pool an verschiedenen Stimmen. Darf ich mir einen aussuchen?
Alexander
Natürlich.
Nicola
Dann würde ich mit Lutz Hanus starten. Lutz ist aus Hanau. Aöso Grüße nach Hanau, nicht von Hanau. Agenturgründer, Social Media Nerd, irgendwie ewig schon dabei. Deswegen bin ich sehr gespannt, was er sagt. Ich würde mal sagen: Los geht’s.
Nicola
Also: Der Mensch ist der bessere Mensch.
Nicola
Okay. Ja, was sagst du dazu?
Alexander
Das geht ja auch in die Richtung, was man zurzeit so mitbekommt. Wenn man liest, wie sich auch OpenAI noch mehr für persönliche, emotionale Themen öffnen will. Ich finde es tatsächlich ganz wichtig, dass man sich dieses Menschsein bewahrt. Ich merke selbst täglich in der Arbeit: Die Versuchung, alles von der KI machen zu lassen, ist groß.
Aber da leidet irgendwann auch die eigene Arbeit. Also: Macht auch mal wieder Sachen von Hand. Und wenn es nur ist, einen Gedanken mit Stift und Papier aufzuschreiben oder einen Satz mit den eigenen Gedanken zu Ende zu bringen. Nicht sofort die KI fragen, ob sie ihn zu Ende schreibt. Ich glaube, das müssen wir uns wirklich bewahren.
Nicola
In dem Punkt ergänzend: Erfahrung wird wichtiger. Das wird nochmal eine andere Diskussion, inwiefern junge Menschen Erfahrung sammeln können, um dann auch kritisch zu hinterfragen, um Ergebnisse zu prüfen. Ich glaube, aktuell ist es noch so, dass unsere Erfahrung uns sehr wertvoll begleitet und wichtiger wird. Aber weiter geht’s. Wen haben wir noch? Du darfst dir jemanden aussuchen. Hast du einen Favoriten?
Alexander
Dann lass uns doch mal reinhören, was Sascha Pallenberg gesagt hat.
Nicola
Sascha Pallenberg – MAZ ab. Finde ich total schön, ähnlich auch mit dem Stichwort Erfahrungswerte. Also auch dieses, was man im Leben schon mitgemacht hat, ob Schmerz, Enttäuschung, oder auch positive Erfahrungen. Aus diesem Schmerz oder diesen Erfahrungen ergeben sich neue Dinge und das darf man nicht unterschätzen. Ich glaube, dieser Erfahrungswert ist schon wichtig.
Alexander
Ich finde auch, was er sagt mit dem Werkzeug. Es sollte im Social Media Marketing ein Werkzeug bleiben. Denn wenn wir jetzt alle Social Media Manager durch die KI ersetzen, dann haben wir irgendwann das, was diese Sora-App macht: Netzwerke, in denen nur noch KIs miteinander reden. Wollen wir das? Brauchen wir das? Ich würde nicht sagen, dass KI Social Media Manager ersetzt. Aber anderes Beispiel: Ich könnte bis zur nächsten Aufnahme die KI bitten, mir Chirurgie beizubringen. Und dann frage ich nächste Woche: Darf ich dich operieren? Ich habe jetzt eine Woche lang mit KI Chirurgie gelernt.
Nicola
Dann würde ich sagen: Nein.
Alexander
Genau. Du würdest sagen: Spinnst du?
Nicola
Bitte nicht.
Alexander
Also man kann sich mit KI natürlich alles irgendwie selbst beibringen. Aber man braucht trotzdem reale, praktische Erfahrung außerhalb des Eingabefensters mit dem Chatbot.
Nicola
Absolut. Weiter geht’s mit Karoline Hellmann. Sowieso spannende Person, spannende Branche. Aber hören wir doch mal rein, was Karoline sagt.
Nicola
Sehr cool, prägnant. Viel Liebe für die Kolleginnen und Kollegen. Also das ist wohl ein gutes Team. Ja, Zusammenarbeit, Teamarbeit, menschliche Zusammenarbeit.
Alexander
Deshalb auch hier mit Stiftung Warentestm da arbeitet sie ja. Und da finde ich es sehr gut, dass dort noch Menschen testen. Denn die sind natürlich kritisch. Wie ich gesagt habe: Wenn diese Tools nur positiv antworten, wäre mal spannend, eine KI solche Sachen testen zu lassen wie Stiftung Warentest. Dann vergleichen: Wer ist am Ende kritischer, die menschlichen Tester oder die KI?
Nicola
Ja, in dem Fall, glaube ich, ist es ähnlich. Ich denke, bei all diesen Tests wird KI auch in Zukunft eine Rolle spielen, vielleicht sogar jetzt schon. Es gab mal das Beispiel, wie viele Stunden es dauert, eine Matratze zu testen. Dann wird sie durch eine Maschine geschickt, ein Dauertest quasi. Und da macht es total Sinn, KI in diesen maschinellen Tests einzusetzen. Aber wenn es darum geht, kritisch zu hinterfragen, Empfehlungen auszusprechen – Stichwort Chirurg – ja, wem glaube ich da eher? Ich denke, bis zu einem gewissen Grad kann KI Antworten liefern. Aber da ist noch Spielraum.
Alexander
An der Stelle eine kleine Social Media Empfehlung: Die Kanäle von Stiftung Warentest sind richtig klasse. Ich finde, die verknüpfen geschickt, was sie tun, mit coolem Social Media Content.
Nicola
Auf jeden Fall – kann man echt empfehlen. Jetzt haben wir: Du darfst wählen – Matthias Göbel, Stefanie Söhnchen oder Andreas Szabó.
Alexander
Dann lass uns mal Stefanie hören, dann haben wir auch eine Agentursicht.
Nicola
Total guter Punkt, ehrlicherweise. Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung. Das ist dann die Frage, wie sich unsere Arbeitswelt verändert. Ich glaube, wir werden mehr Kontrollfunktionen übernehmen müssen und stärker prüfen, ob das Ergebnis passt oder nicht. Aber ich finde das auch mega anstrengend. Denn manchmal und da spielt der Erfahrungswert mit rein ist es schneller und einfacher, wenn ich es selbst mache, als wenn ich im Nachgang prüfen muss, ob das, was die KI ausgegeben hat, überhaupt stimmt oder sinnvoll ist. Es hört sich immer logisch an. Es klingt erstmal logisch.
Alexander
Ich glaube auch, wir werden als Social Media Manager in Zukunft – ich kann noch nicht sagen, wie hoch der Anteil ist – aber wir werden so eine Art KI-Beauftragte für die Marken und Unternehmen, deren Accounts wir betreuen. Nicht nur, wie Stefanie sagt, die Qualitätskontrolle übernehmen, sondern auch selbst prüfen: Wie stehen wir als Marke in KI-Tools da? Wie antworten die? Welche Informationen geben sie raus, wenn man nach uns sucht?
Nicola
Absolut. Und letztlich, ja, das wird anstrengend. Ich hatte es schon angesprochen: Wie ist das mit jungen Kolleginnen und Kollegen, die neu in den Arbeitsmarkt kommen und vielleicht diese Erfahrungswerte noch gar nicht haben? Ich glaube, das wird ein Bildungs-, Schulungs- und Ausbildungsthema. Inwiefern müssen wir junge Menschen so ausbilden, dass sie kritisch hinterfragen?
Wir beide sind Geisteswissenschaftler und sagen: Ja, komm, wir haben sowas studiert. Das finde ich eine interessante Wendung, denn als wir studiert haben, hieß es: Geisteswissenschaft braucht kein Mensch, dafür gibt’s kein Geld, die Studiengänge streichen wir. Heute, glaube ich, sind sie wichtiger denn je.
Alexander
Geht mir auch so. Ich glaube, geisteswissenschaftliche Studiengänge sind durch dieses kritische Denken extrem wertvoll. Und kritisches Denken ist für mich eine wichtige Zukunftskompetenz, weil vieles andere kann die KI erledigen. Aber dieses kritische Denken, hoffentlich wird es nicht ersetzt.
Nicola
Absolut. Und das wird uns noch beschäftigen. Aber ich bin zuversichtlich, vielleicht auch, weil wir das ein Stück weit persönlich und subjektiv im Studium gelernt haben. Unabhängig vom Thema: Wie gehe ich systematisch und methodisch an Dinge heran, die nicht offensichtlich sind, wo die Datenlage nicht klar ist? Und wie kann ich das kritisch beleuchten, sodass ich nicht alles für gegeben nehme? Ich glaube, das wird ein mega wichtiger Skill. Bin ich voll bei dir.
Nicola
Dann haben wir noch Matthias und Andreas. Ich würde sagen, wir hören Andreas und schließen mit Matthias ab. Das ist nochmal eine andere Perspektive. Andreas ist bei der AWO in Sachsen und auch freischaffend. Er hat viele verschiedene Einblicke, oft in soziale Betriebe, also Orte, wo Menschen sind. Deswegen bin ich gespannt, was er antwortet.
Nicola
Also noch sehr positiv. Aber was ganz klar mitschwingt: Aus Social-Sicht: Was ist eigentlich der Kern von Social Media? Es ist der Mensch. Und dafür brauchen wir Menschen. Ja, wie siehst du das?
Alexander
Wird hoffentlich so bleiben. Ich hoffe aber auch, dass es so bei der… Ja, ist halt die Frage: Interessiert es die Leute irgendwann überhaupt noch?
Nicola
Du zweifelst. Du zweifelst aber.
Alexander
Oder ist es ihnen egal, ob der Kanal von einem Social Media Manager betrieben wird oder von einer Maschine? Wenn man sieht, wie erfolgreich diese KI-Influencer sind…
Nicola
Ich glaube tatsächlich auch, dass man gewisse emotionale Trigger setzen kann, ohne dass man einen Menschen braucht. Und dass wir Menschen schon auf Dinge reagieren, also es funktioniert ja auch, die Algorithmen funktionieren über Dopaminausschüttungen und alles. Das geht auch ohne Mensch. Ich hoffe aber, dass echte Geschichten bleiben.
Ich glaube, es geht in zwei Richtungen: Das eine ist optimierter Content, den wir konsumieren – schau dir das Thema Entertainment an. Viele Creator machen inzwischen richtige Soaps, komplett durchinszeniert, komplett gescriptet, da ist nichts echt. Wir haben immer wieder die WWE, das gleiche Thema. Das heißt, wir mögen auch Unterhaltung, bei der wir genau wissen, dass sie fake ist. Das muss nicht echt sein – es unterhält mich trotzdem. Und das hat seine Berechtigung und funktioniert sehr gut.
Gleichzeitig glaube ich, dass echte Geschichten und echte Menschen weiterhin gefeiert werden. Ich glaube, beides wird bleiben. Was schwieriger wird, sind die Deepfakes. Zora ist gerade ein aktuelles Thema – ein Feed aus KI-generierten Videos. Die wirken, die triggern mich auch total. Und theoretisch könnte ich mich darin verlieren. Aber ich glaube, es wird immer schwieriger zu erkennen, was echter Content ist – in Anführungsstrichen.
Alexander
Wobei ich hoffe, dass diese echten oder „echten“ Geschichten bestehen bleiben. Denk doch mal an unsere Fails und Wins. Die machen wir auch bald wieder, keine Sorge. Da haben wir doch manchmal richtig coole, nette und herzerwärmende Geschichten dabei gehabt. Das wäre schade, wenn die durch KI-generierten Content verdrängt würden. Und bei der WWE: Das ist alles fiktiv, aber das Storytelling, das sie betreiben, wird bis heute von einem menschlichen Autorenteam gemacht. Es gibt auf Netflix zwei Dokus dazu, bis heute schreiben Menschen die Geschichten.
Nicola
Absolut, genau. Da wird wirklich noch auf das Autorenteam gesetzt. Aber auch spannend zu beobachten, wie sich das entwickelt. Letztlich glaube ich, dass echte Geschichten sich immer wieder durchsetzen weil der Mensch ist auch krass unlogisch. Und durch diese unlogischen Dinge, die der Mensch manchmal macht – komische Sachen, lustige Sachen, manchmal auch dumme Sachen – entsteht etwas, das bleibt. Das wird weiterhin spannend sein und uns amüsieren.
Jetzt haben wir noch eine finale Stimme zu dem Thema. Frage: Bevor wir mit Matthias final durchstarten. Gibt es etwas, das du bei allen gehört hast oder bei allen unterschreiben würdest?
Alexander
Man merkt schon: Der Punkt Kreativität, aber auch das Thema Qualitätskontrolle, das kam bei allen raus. Und auch, wie Caroline es gesagt hat, diese menschlichen Geschichten. Und was du gesagt hast.
Nicola
Ja, ich bin gespannt, was Matthias jetzt als finale grande zu dem Thema sagt: Was kann der Mensch in Zeiten von KI und Social Media eigentlich besser?
Nicola
„Kenn dich damit aus, wofür du es nutzt“ – ist ein guter Satz.
Alexander
Das wäre wirklich eine Zitate-Kachel wert und ein LinkedIn Learning.
Nicola
Auf jeden Fall. Was Matthias sagt, ist genau das: Erfahrungswerte. Wenn ich mich mit einem Bereich sehr gut auskenne, kann ich challengen, ob die Ergebnisse der KI qualitativ gut sind. Und ich glaube, das wird die größte Schwierigkeit. Denn Punkt 1 – geht dir so, geht mir so – wir kennen uns nicht in allen Bereichen voll gut aus.
Also sind wir dankbar, wenn die KI uns hilft. Und gerade in Bereichen, wo man sich nicht so gut auskennt, nutzt man eher Hilfstools. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mir geht es oft so. Das heißt: Gerade da, wo es sinnvoll wäre, kann ich weniger challengen. Und gleichzeitig ist die Frage: Wie muss unser Arbeitstag und unsere Lernbereitschaft aussehen, damit wir das können? Das wird eine Herausforderung.
Alexander
Auf jeden Fall. Wir haben auch auf dem Blog einen Beitrag, in dem wir uns Gedanken gemacht haben, wie man KI überhaupt in den Social Media Alltag integrieren kann. Einfach ist das nicht. Man muss sich Zeit nehmen – Zeit für sich. Und man muss aufpassen, dass man durch die KI nicht ins Mikromanagement fällt. Das habe ich schon ein paar Mal gemerkt. Und eine kleine Vorschau: Wir wollen in Zukunft mal eine Folge machen, in der wir beide über unsere eigene KI-Erfahrung im Bereich Social Media berichten.
Nicola
Egal wie, ich glaube, es kam jetzt sowohl in Berlin als auch in Heilbronn und hier im Podcast raus, dass diese Frage uns noch weiter beschäftigen wird. Denn daraus entstehen ganz viele Folgefragen. Unter anderem: Wir haben gehört, Kreativität ist super wichtig und das wird unser wichtigster Punkt bleiben. Aber was ist denn Kreativität? Und wie kann man sie fördern? Wie kann man sich selbst kreativ challengen? Ich glaube, das ist ein großes Feld. Qualitätskontrolle haben wir auch ein paar Mal gehört, also diese letzte Instanz, die prüft: Klingt gut, ist aber nicht gut. Auch das wird wichtig sein, gerade für junge Menschen, die in den Beruf einsteigen.
Wie komme ich zu Erfahrungswerten? Beispiel: Wenn du Pilotin oder Pilot bist, musst du X Flugstunden haben. Obwohl das Flugzeug vollautomatisiert fliegen könnte – und es tut das auch meistens – werden Start und Landung noch händisch gemacht. Technisch wäre das nicht unbedingt nötig, aber es gibt Mechanismen: Übungsstunden, Theorie-Teil und so weiter. Ich glaube, das wird eine wichtige Frage, weil unser Beruf nicht so durchdekliniert ist. Es heißt nicht: Du musst 100 Posts händisch gemacht haben. Als ich ins Berufsleben eingestiegen bin, musste ich ein Volo machen. Ich hätte gar keine Juniorstelle bekommen ohne ein Volontariat. Das war der praktische Nachweis, da hat man richtig gearbeitet. Das werden Fragen sein, die uns in Zukunft beschäftigen.
Alexander
Und ich hoffe trotzdem, dass Kreativität und Individualität erhalten bleiben. Denn wir haben sechs Leute gefragt und sechs unterschiedliche, persönliche Antworten bekommen. Hätten wir sechs KI-Chatbots gefragt, hätten wir wahrscheinlich ziemlich ähnliche Antworten bekommen.
Nicola
War eigentlich eine gute Idee, hätte man mal dagegenhalten können. Muss ich zugeben, habe ich gar nicht dran gedacht. Aber das wäre auch mal interessant, vielleicht in der nächsten Folge: Was kann der Mensch besser, was kann die KI besser? Und wir fragen Chatbot, den Copilot, ChatGPT und was es sonst noch gibt. Wir fragen mal verschiedene Language Models, was sie sagen. Vielleicht ist das aufschlussreich.
Alexander
Ich würde das mal machen.
Nicola
Das ist das Pendant. Ende vom Lied: Ihr habt bis hierher zugehört und ihr habt einfach nur Menschen zugehört, die sich Gedanken darüber machen, wie wir in unserem Berufsfeld weiterarbeiten werden oder was sich verändern wird. Ich bin gespannt, wie ihr das seht. Es wäre sehr interessant, eure Meinung zu hören.
Also schreibt uns, kommentiert, wenn ihr eine explizite Meinung habt oder auch Sorgen. Ich kann verstehen, dass man sich Sorgen macht das ist berechtigt. Umso wichtiger ist es, darüber zu reden und auch die Chancen zu betrachten. Zu sagen: Okay, wir werden diese Veränderung nicht stoppen können. Wir müssen durch diese Tür gehen, aber wie? Und wie können wir es selbst gestalten? Je bewusster wir mit der Situation umgehen, desto besser wird es.
Alexander
Ja, schreibt uns gerne und Gruß an alle menschlichen Zuhörerinnen und Zuhörer. Vielen Dank fürs Zuhören.
Nicola
Ich glaube, bisher haben wir keine Bot-Zuhörer, oder? Also das kann man sagen: 100 % Organic Human. Und vielen Dank an alle, die uns ihre Stimme geliehen haben. Das ist immer sehr bereichernd. Und das machen wir mal wieder. Danke dir, Alex.
Alexander
Danke dir – macht’s gut.
Nicola
Ciao.
Social Media
Die Macht des privaten Teilens: Warum Dark Social der nächste große Wettbewerbsvorteil ist
Es ist eine unbequeme Wahrheit für alle, die im Social-Media-Marketing arbeiten: Der Großteil des Content-Sharings unter der Gen Z findet an Orten statt, die nicht sichtbar sind. Die Rede ist von „Dark Social“ – sprich DMs, Gruppenchats, WhatsApp-Threads und Discord-Servern, in denen über Marken diskutiert, sie empfohlen oder abgelehnt werden, ohne eine einzige nachverfolgbare Spur zu hinterlassen.
Wer Erfolg immer heute noch hauptsächlich an öffentlichen Engagement-Metriken misst, betrachtet also nur einen Bruchteil des Gesamtbildes.
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Der Wandel vom Broadcast zum Intimen
Gen Z hat nicht aufgehört zu teilen – sie haben das Teilen nur verlagert. Laut GWI-Research teilen Konsumenten eher über Dark-Social-Kanäle (63 %) als über offene Social-Media-Plattformen (54 %). Noch aufschlussreicher: Etwa 20 % teilen ausschließlich über diese Kanäle, wobei WhatsApp und Facebook Messenger die bevorzugten Dienste sind. (GWI 2025)
Das ist keine marginale Verhaltensänderung. Es ist eine fundamentale Umstrukturierung der Art und Weise, wie Markenbotschafter funktionieren. Das wirkmächtigste Marketing findet in Räumen statt, die Marken nicht gebaut haben, nicht kontrollieren können und nur schwer messen können.
Die Ogilvy-Studie „For Gen Z“ zeigt: Etwa 80 % des Content-Sharings unter der Gen Z findet über private Social- oder Messenger-Kanäle statt. Messaging-Apps haben mittlerweile 20 % mehr aktive Nutzer pro Monat als traditionelle soziale Netzwerke.
Was das für Markenstrategien bedeutet
Für Influencer Marketing bedeutet das konkret: Wenn ein Creator ein Produkt in einem öffentlichen Post teilt, lassen sich Impressionen, Engagement und Reichweite tracken. Aber was, wenn derselbe Creator eine Empfehlung in seinen engen Freundeskreis-Chat schickt oder einen Produktlink direkt an zwanzig Menschen sendet, die seiner Meinung tatsächlich vertrauen?
Zunächst die gute Nachricht: Links zu Websites zur Empfehlung von Produkten oder Marken rangieren hoch unter den privat geteilten Inhalten und werden von jedem Zweiten geteilt. (GWI 2025) Hinzu kommt: Markenbotschafter existieren und sind aktiv. Sie sind nur nicht sichtbar.
Die Implikationen sind erheblich. Die tatsächliche Reichweite jeder digitalen Kampagne wird wahrscheinlich untererfasst – zumindest in gewisser Weise. Das stellt Marken vor viele Herausforderungen, nicht nur wenn es um die genaue Messung des ROI geht. Aber es gibt hier auch Möglichkeiten für Marketer, diese organische Online-Mundpropaganda für sich zu nutzen, um ihre Botschaft zu verbreiten.
Für private Teilbarkeit designen
Die Marken, die im Dark Social gewinnen, versuchen nicht, private Räume zu infiltrieren – sie kreieren Inhalte, die es wert sind, dort geteilt zu werden. Ein entscheidender Unterschied.
Nutzer aus der Gen-Z verbringen täglich mehrere Stunden damit, zwischen Instagram, TikTok und einer Handvoll anderer Social Apps zu wechseln. Wie viel Zeit sie in sozialen Medien verbringen, wurde über die Jahre gut dokumentiert, aber was sie tatsächlich tun, verändert sich und ist weniger öffentlich als je zuvor. (Adweek 2025)
Schlagzeilen über Tumblrs Wiederauferstehung, wobei die Gen Z 50% der monatlich aktiven Nutzer ausmacht, sind das jüngste Signal dafür, dass Intimität, Anonymität und gemeinsame Interessen dieser Generation mehr bedeuten als Massenvisibilität. (Adweek 2025)
Das sagt etwas Wesentliches aus: Gen Z schätzt echte Verbindung mehr als performative Sichtbarkeit. Sie wollen Dinge teilen, die sie in ihren vertrauten Kreisen nachdenklich, witzig oder informiert erscheinen lassen – nicht Dinge, die aussehen wie Werbung für alle, die sie je getroffen haben.
Die entscheidende Frage lautet also: Ist der Content etwas, das jemand wirklich einem Freund schicken würde? Löst er ein Gespräch aus, löst er ein Problem oder schafft er einen gemeinsamen Moment? Oder sieht er einfach nur gut in einem öffentlichen Feed aus?
Bestehende Creator-Communities anzapfen
Hier liegt der echte Wettbewerbsvorteil für Influencer Marketing. Die wertvollsten Creator-Partnerschaften drehen sich nicht nur um Reichweite, sie drehen sich um Zugang zu bestehenden Dark Communities, in denen Vertrauen bereits etabliert ist.
Discord ist das perfekte Beispiel. Wie ein Kollege es neulich formulierte: Discord funktioniert als eine weitere Form von CRM. Es bringt die engagiertesten Fans in direkte Konversation, was auf Algorithmus-gesteuerten Plattformen wie Instagram zunehmend schwierig ist. Apple, Xbox, Gucci und Kenzo haben alle aktive Communities über private Discord-Server aufgebaut, in denen Markenvertreter direkt mit Mitgliedern interagieren.
Die Beauty-Marke Glossier hat seine gesamte Marke aufgebaut, indem es Community über private Slack-Kanäle nutzbar machte und loyale Kunden einlud, an Produktentwicklungsgesprächen teilzunehmen. Die frühe Einbindung von Loyalisten in Entwicklungsgespräche hat dabei verändert, wie Marken auf bedeutungsvolle, langfristige Weise mit ihren Kunden zusammenarbeiten können.
Drei konkrete Handlungsempfehlungen für Dark Social Channels
1. Für Teilbarkeit in intimen Kontexten designen: Content kreieren, den Menschen in ihren Gruppenchat weiterleiten wollen, nicht nur öffentlich liken. Das heißt: nützlich, überraschend, unterhaltsam oder so spezifisch für ein Nischeninteresse, dass es zur sozialen Währung innerhalb dieser Community wird.
2. Mit Creators zusammenarbeiten, die echten Einfluss in privaten Communities haben – nicht nur große öffentliche Followerzahlen. Ein Creator mit bescheidenen öffentlichen Zahlen, aber starken DM-Beziehungen und aktiven Gruppenchats kann mehr tatsächliche Käufe generieren als jemand mit Millionen Followern, aber oberflächlichem Engagement.
3. Eigene private Räume bauen: Der Dark-Social-Raum bietet einen natürlicheren Kommunikationskanal, um Konsumenten zu erreichen. Und die meisten Konsumenten stimmen zu, dass sie sich wohler fühlen, sie selbst zu sein, wenn sie privat teilen, verglichen mit öffentlichen Teilen an einen Feed von Followern. (GWI 2025) Hier entwickeln sich echte Markenbeziehungen.
Fazit
Dark Social ist keine Bedrohung, die gemanagt werden muss. Es ist eine Chance, die es zu ergreifen gilt. Konsumenten werden immer eine Präferenz dafür haben, privat mit Freunden und Familie zu teilen. (GWI 2025)
Die Marken, die bei Gen Z gewinnen werden, sind diejenigen, die verstehen, dass Teilen sich vom Broadcasting zum intimen Austausch verlagert hat. Die Frage ist nicht mehr nur „Wie werden wir gesehen?“ sondern „Wie werden wir es wert, privat geteilt zu werden?“
Wenn ein Produkt zu dem wird, worüber jemand unaufgefordert seinem besten Freund schreibt, ist etwas erreicht, das keine noch so große bezahlte Reichweite replizieren kann. Das ist die Macht von Dark Social – und es ist Zeit, dafür zu designen.
Hinweis: Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag. Es besteht keine bezahlte Kooperation.
Social Media
Feed und Fudder Podcast 72 – Unsere Erfahrungen mit KI-Tools & Social Media
KI-Ära wurde jüngst zum Wort des Jahres gekürt. Wie passend, ist doch KI für uns im Social Media Marketing ebenso kaum noch wegzudenken. Doch nach dem anfänglichen Hype um die ganzen Tools machte sich auch Ernüchterung breit: Komme ich überhaupt noch mit?
Gefühlt sind alle anderen weiter und absolute KI-Profis. Keine Sorge, damit seid ihr nicht allein, und wir nehmen euch in der neuesten Folge des Feed und Fudder Podcasts mit auf unseren Erfahrungen mit KI-Tools. Was hilft unserem Workflow, welche KI-Tools* finden wir besonders hilfreich und wann sollte man besser auf KI verzichten und sich lieber rein menschlichen Inhalten widmen?
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Feed und Fudder Podcast 65 – KI & Social Media: Was kann der Mensch besser?
KI im Social Media Marketing: Fünf Tipps für den Einstieg
Transkript Feed und Fudder Podcast Folge 72 – Unsere Erfahrungen mit KI-Tools
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Hier gibt es das Transkript zu Folge 72 – Unsere Erfahrungen mit KI-Tools
Transkript
Nicola
Hallo und Servus zu einer neuen Folge Feed & Fudder mit Alex und mir, der Nici. Schön, dass du da bist. Schön, dass ihr alle da seid. Momentan sind viele Leute kränklich, wir halten noch die Stellung.
Alexander
Hallo, herzlich willkommen. Schön, dass du da bist. Schön, dass ihr alle da seid, die uns zuhören. Ich glaube, bei mir macht sich auch eine Erkältung breit – aber erst nach der Aufnahme.
Nicola
Oh nein. Ingwer, Ingwer, Ingwer, schnell wie es geht.
Alexander
Aber ich habe eine News. KI-Ära wurde genau heute, ein paar Minuten vor unserer Aufnahme, zum Wort des Jahres erklärt.
Nicola
KI-Ära. Wow. Das hat uns schon krass beschäftigt dieses Jahr. AI, KI, ChatGPT, Gemini, Llama – lauter Wörter, die wir vor zwei, drei Jahren nicht kannten. Mein Wortschatz ist gewachsen.
Alexander
Wie ein LLM. Ein Zungenbrecher, den ich nie aussprechen kann. Wir dachten uns: Es gibt so viele KI-Learnings, wir sind beide ein bisschen genervt davon. Aber wir nutzen die Tools ja auch. Wir lassen euch heute teilhaben: unsere Erfahrungen, welche Tools wir nutzen, was uns geholfen hat.
Nicola
Warnung: Es ist nicht systematisch, nicht vollständig, super subjektiv. Ich beschäftige mich mittelmäßig viel damit.
Alexander
Es ist kein Praxistest, kein Tool-Vergleich. Es geht um den Weg, den wir genommen haben. KI prägt immer mehr den Alltag von Social-Media-Managern. Wir wollten einfach mal sagen, wie es uns raffnet. Ich habe ja gesagt, ich bin genervt von diesen Learnings. Mein Tipp: Vergesst FOMO bei KI-Tools.
Nicola
Ganz ehrlich, FOMO ist ein schlechter Berater im Social Business. Man kann ständig Trends oder Tools verpassen. Ich habe mir über Jahre angewöhnt, FOMO keinen Raum zu geben. Das ist eine mentale Haltung. „Gib dem FOMO keinen Raum“ – das wäre ein Thema für die Jutetaschen auf der Social Marketing Konferenz.
Alexander
Ja. Und ihr kennt es sicher: Man loggt sich bei LinkedIn ein, und jeder Beitrag ist High-Skill-Level, fantastisch, was jemand mit KI macht. Da denkt man: Da komme ich nicht ran. Ich versuche nur, meine Prompts halbwegs gut zu machen. Mein Ansatz: Nicht vergleichen, sondern schauen, was sind meine Aufgaben, wo unterstützt mich KI und wo nicht.
Nicola
Absolut. Status ist: Wir nutzen KI im beruflichen Alltag. Das hat sich radikal verändert im Vergleich zum letzten Jahr. Damals habe ich viele Tools getestet. Dieses Jahr ist es angekommen – wir nutzen es regelmäßig.
Alexander
Genau.
Nicola
Wir nutzen KI für Content-Erstellung, Planung, Automatisierung, Analyse. Content-Erstellung heißt auch Texte. Hast du noch ein Feld, wo man KI gut nutzen kann?
Alexander
Da fällt mir Canva ein, mit seinen KI-Features.
Nicola
Noch mal einen Schritt zurück: Kategorien sind Content-Erstellung, Planung, Automatisierung, Analyse.
Alexander
Das deckt alles ab.
Nicola
Dann springen wir da durch. Typische KI-Tools für Social-Media-Menschen sind Texte, Captions, Ideen, Bilder, Videos.
Alexander
Fürs Texten hilft mir KI sehr – allerdings nur bedingt. Ich nutze trotzdem Hand und Kopf. Man darf das Denken nicht auslagern. Schreiben ist mehr als Buchstaben aneinanderreihen.
Nicola
Zitat: „Man darf das Denken nicht auslagern.“ Bist du Germanist zufällig?
Alexander
Ja.
Nicola
Natürlich weiß ich das, wir haben zusammen studiert. Aber es ist schön, das mal zu sagen: Du bist offiziell Germanist.
Alexander
Ich breche eine Lanze für die Geisteswissenschaften. Wir werden oft belächelt – „Was wird man da, Taxifahrer?“ Aber man lernt kritisches Denken. Gerade in der KI-Ära halte ich das für eine der wichtigsten Fähigkeiten überhaupt.
Nicola
Es wird wichtiger in der Zukunft. Der Germanist sagt: Buchstaben aneinanderreihen reicht nicht, Kopfarbeit bleibt wichtig.
Alexander
Ich habe ein KI-Tool, das sich an meinen Stil gewöhnt – super hilfreich. KI ist gut, wenn man Alternativen braucht: zehn Headlines, einen Absatz freundlicher oder lustiger schreiben. Man hat schnell Varianten, für die man sonst lange bräuchte. Wichtig ist, unterschiedliche Prompts zu geben, sonst sind die Antworten ähnlich.
Ich bin nicht so begabt im Überschriften schreiben, eher Long-Copy-Mensch. Da hilft mir KI, Headlines knackiger zu machen. Ich habe meinen Schreibprozess unterteilt: Absätze, Headlines. Den vollen Text schreibe ich selbst – mein Stil, meine Gedanken. Kolumnen und Kommentare kann KI nicht gut. Aber Headlines oder CTAs – da hilft sie ungemein.
Ich habe meinen Schreibprozess aufgegliedert und geschaut: Wo ist KI gut, wo nicht. Das kann man mit jedem Prozess im Social-Media-Management machen.
Nicola
Da würde ich total einsteigen. Genauso ähnlich mache ich es auch. Ich schreibe nicht den perfekten Prompt und erwarte, dass das Ergebnis perfekt ist. Das brauche ich auch gar nicht. Ganz oft kommen Tipps wie „so hast du den perfekten Prompt“. Das ist gar nicht mein Ansatz. Ich weiß ungefähr, was ich möchte, und frage mich: Was erleichtert mir den Zwischenschritt?
Aus meiner Erfahrung dauert die Arbeit an einem perfekten Prompt oft lang, und das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend. Also mache ich die einzelnen Schritte gesondert. Ich schreibe nicht: „Bitte erstelle mir eine SEO-Meta-Description, einen LinkedIn-Post und dies und jenes“ in einem Prompt, sondern ich mache die Befehle einzeln. Die Ergebnisse sind besser, und ich kann sie anpassen.
So schreibe ich mir zum Beispiel einen Abstract für einen Blog. Der ist nicht perfekt, aber eine gute Basis, um ihn zu verfeinern. Dann sage ich: „Bitte füge noch Gedanke XY hinzu und formatiere mir das.“ Den Text übernehme ich nicht Copy-Paste, sondern schreibe ihn um. Das spart mir viel Zeit, es bleibt mein Text, und Schreibblockaden sind einfacher weg. Manchmal habe ich viele Gedanken im Kopf, und mir hilft es, wenn die KI diese Gedanken sortiert oder besser formuliert.
Alexander
Das finde ich auch gut – zum Sortieren und Zusammenfassen. Ich bin ein Verfechter, dass man Social-Media-Posts von Hand schreiben sollte, weil das menschliche Kommunikation ist. Auf LinkedIn gibt es so viele KI-Posts – wer hat da Lust zu interagieren? Persönlich geschrieben bleibt wichtig.
Aber was mir hilft: Ich habe einen ganzen Blog-Beitrag und sage der KI: „Nenn mir die wichtigsten Punkte für den Social-Media-Beitrag.“ Oder: „Mach mir eine optimierte Meta-Description.“ Dann bekomme ich Bullet Points mit den wichtigsten Punkten und mache daraus selbst einen Post.
Nicola
Ja, ähnlich mache ich es auch. Ich nutze KI sehr viel für Text, liegt auch an den Sprachmodellen. Zum einen, um Gedanken zu ordnen. Oft habe ich einen Mix aus Ideen und Fakten, und es hilft brutal, das in eine Ordnung zu bringen. Oder ich sage: „Schreibe mir diesen Body-Text in Bullet Points.“ Das sind simple Sachen.
Und Thema Alternativen: Ich lasse mir gerne alternative Headlines geben. Ich übernehme sie nicht direkt, aber baue mir aus den Ideen meine eigene. Das ist sehr hilfreich.
Alexander
Wo es mir am meisten hilft: Wir haben auf der All-Social-Website immer das Transkript vom Podcast. Früher musste ich das von Hand machen – ein Riesengeschäft. Jetzt nutze ich KI, den Copilot. Er ordnet es nach den Speakern, Nikola und mich, alles geklettet, Reinschrift, Füllwörter draußen.
Meine vier Prompt-Tipps: Erstens, unterschiedliche Prompts geben – das hilft. Zweitens, klare Anweisungen geben, nicht vage sein. Zum Beispiel: „Das ist das Transkript von einem Podcast, fass es bitte so zusammen.“ Drittens, den Befehl „bitte ohne Markup“ nutzen – dann kann man es einfach rauskopieren ohne Sonderzeichen oder Emojis. Viertens, wissen, dass KI-Tools so trainiert sind, dass ihr dranbleiben sollt. Sie antworten immer positiv. Man muss manchmal sagen: „Bitte sei kritisch.“
Sie sind programmiert, immer zu antworten, egal, was man eingibt. Wir hatten das Beispiel „byzantinische Brückenarchitektur“ – es kommt immer etwas raus. Deswegen ist kritisches Denken wichtig. Gerade bei Kommunikation nach außen: Social-Media-Posts lieber selbst schreiben. Da ist kritisches Denken und persönliche Ansprache dabei.
Nicola
Gehen wir mal da rein. Das Transkript war ein Punkt, an dem wir beide sehr geknabbert haben. Jetzt einen Schritt zurück: Wir nennen Tools, die wir nutzen, völlig subjektiv. Wir verdienen nichts damit. Wir nutzen Zencaster zum Aufnehmen. Auch da gibt es Alternativen. Zencaster hat ein KI-Feature, das Transkripte erstellt.
Dieses Transkript können wir runterladen. Aber die Überarbeitung ist unfassbar viel Arbeit. Da sind wir an Grenzen gestoßen – ich auf jeden Fall – mit ChatGPT. Ich nutze es sehr oft, aber es hat krasse Schwächen. Beim Transkript, wo klare Befehle nötig wären, waren die Ergebnisse schlecht. Ich habe lange an den Prompts gefeilt. Aber nichts dazu zu erfinden war schwer für ChatGPT. Nichts wegzulassen, was wichtig ist, auch. Ein Transkript muss echt sein, man kann keine Sätze weglassen oder umschreiben. Die Qualitätskontrolle war so aufwendig, dass es sich nicht lohnt.
Alexander
Dann sind wir auf den Co-Piloten umgestiegen.
Nicola
Das war schwierig. Und da sind wir auf den Co-Piloten umgestiegen, genau. Der Witz war: Aus deiner Erfahrung war der Co-Pilot deutlich besser, weil er weniger erfindet und weniger eigenständig ändert. Wobei ich bei den Prompts auch immer ganz explizit gesagt habe: Bitte ändere nichts. Bleib bei der Quelle, bleib beim echten Geschriebenen. Die Prompts waren super simpel, teilweise nur Anweisungen, was er nicht machen soll. Zum Beispiel: „Bitte ändere den Namen von Alex zu Alexander.“ Es waren keine krassen Prompts – und trotzdem hat er den Text verfälscht.
Übrigens: Wenn ihr Interviews führt und Transkripte habt, genau das gleiche Problem. Das ist oft mühselig, weil man beim Wort bleiben muss. Ein Punkt, den ich gerne als Prompt nutze, ist: „Zieh mir die fünf besten Zitate raus.“ Das klingt simpel, weil das Transkript ja eins zu eins der Wortlaut ist. Aber ChatGPT zieht zwar Zitate raus – ob die stimmen, ist fraglich. Ganz oft stimmten sie nicht.
Alexander
Da war viel Halluzination dabei. Es wurden einfach Sachen erfunden, die wir im Podcast nicht gesagt haben. Wir haben es gleich nach der Aufnahme getestet, weil da das Gedächtnis am frischesten ist.
Beim Co-Pilot ist es jetzt eine fortlaufende Unterhaltung. Jeden Freitag machen wir das Transkript, immer das Gleiche. Ich habe ihm beigebracht: Wenn ich sage „Bist du bereit für ein neues Transkript“, dann entfernt er sämtliche Timestamps, ordnet die Sätze den jeweiligen Sprechern zu und fasst sie als zusammenhängende Absätze. Unser Zencaster schreibt sonst jeden Satz mit „Alexander“ davor, auch wenn ich fünf Minuten am Stück rede. Der Co-Pilot fasst das zusammen: Einmal mein Name, dann der ganze Block. Und natürlich ohne Fettung, ohne Markups und ohne Gedankenstriche.
Nicola
Ja, das ist auch ein nerviges Ding. Mache ich übrigens auch immer: „Bitte ohne Gedankenstrich.“ Eine Sache, wo ChatGPT und auch Jasper AI – übrigens auch ein gutes Tool – Probleme hatten, war das Thema Sprecherblöcke. Ich kam mit Jasper AI nicht so gut klar vom Handling, kenne aber einige, die damit arbeiten. Qualitativ ist es ähnlich wie ChatGPT. Aber es ist auch Typsache, was einem liegt.
Ich habe getestet, wie die Tools mit Sprecherblöcken umgehen. Ich weiß nicht, warum das so schwierig ist. Beim Co-Pilot war es viel besser. Im Transkript hast du jeden Satz mit Timecode – sinnvoll. Wenn du sagst „Bitte entferne die Timecodes“, hast du trotzdem Namen und Doppelpunkt. ChatGPT hat es nicht hinbekommen, die Sprecherblöcke sinnvoll zusammenzufassen. Ich habe alles Mögliche probiert, es hat nicht gestimmt. Am Ende habe ich es händisch gemacht – nervig.
Das sind Punkte, wo man denkt: Der Befehl ist klar und einfach, aber es hakt. Unsere Erfahrung: Gerade beim Transkript war der Co-Pilot, obwohl oft gesagt wird, er sei nicht so gut, viel besser.
Alexander
Genau. Das ist die wichtigste Erfahrung, das Learning, das wir heute teilen können: Schaut euch genau an, was eure Aufgaben und Arbeitsschritte sind, und testet einfach. Für uns ist das Transkript durch den Podcast ein wichtiger Prozessschritt. Wir haben verschiedene Tools getestet. Zwei Punkte gebe ich mit: Kennt eure Arbeitsschritte und testet.
Nicola
Ja, und manche Tools sind im Ergebnis nicht so gut, auch wenn man denkt, der Arbeitsschritt wäre klein und klar definiert. Wo ich nicht so viel mache, aber viel getestet habe, ist Video. Ich finde die neuen KI-Features in der Adobe Cloud sehr gut. Adobe hat generell super Produkte – keine Werbung, einfach aus Erfahrung. Die neuen KI-Features verändern den Arbeitsprozess nicht komplett, aber verbessern ihn. Das finde ich persönlich sehr gut.
Und du hast Canva schon angesprochen. Viele Social-Media-Managerinnen arbeiten mit Canva. Da gibt es viele neue KI-Features – manche besser, manche schlechter. Ich bin nicht überzeugt, dass alles besser ist. Mich nervt, dass Canva durch die vielen Updates ständig das Overlay und Design ändert und ich Dinge nicht mehr finde.
Alexander
Das stimmt. Canva ist so wichtig bei uns im Beruf und es ändert sich ständig. Was mir noch fehlt, wenn ich schon so viel KI mache – beim Co-Pilot ist das so gut – ist eine bessere Integration direkt im Arbeitsprozess.
Nicola
Du kommst mit dem Co-Pilot gut klar. Ich glaube, das ist der Punkt. Jeder muss subjektiv für sich rausfinden, mit welchem Tool er arbeiten kann. Jasper AI ist ein super Tool, aber ich kam damit nicht klar.
Alexander
Genau, ich arbeite voll gern mit dem Co-Piloten. Wenn jemand anderes sagt, er findet den nicht gut, dann ist das so. Ich kann einfach gut damit arbeiten. Bei Canva hätte ich gern, dass die KI-Funktionen direkter eingebunden sind. Zum Beispiel eine KI-Sprechblase neben dem, was man gerade bearbeitet: „Mach den Hintergrund grün“ oder „ändere das Layout“. Es geht schon ein bisschen, aber die Bearbeitung mit KI ist nicht so ausgereift wie händisch.
Nicola
Ja, das Handling ist nicht optimal. Bei Adobe-Produkten gefällt mir das besser. Das Handling bleibt gleich, aber einzelne Optimierungen laufen über KI, oft im Hintergrund, ohne dass ich es merke. Oder ich kann gezielt sagen: „Optimier mir das mit KI-Feature XY.“ Bei Canva ist das Handling schlechter geworden. Dabei war der USP von Canva das einfache Handling. Vielleicht ändern sie es wieder. Grundsätzlich gibt es nette Features wie den Background-Remover.
Alexander
Manchmal sind die simpelsten Tools die wichtigsten. Mir geht es auch so mit dem Background-Remover. Ich bekomme viele Bilder von Gastautorinnen und Autoren. Ohne den Background-Remover wäre ich aufgeschmissen.
Nicola
Früher war das mühselig. Jetzt ist es ein Klick, zack, und das Ergebnis ist super. Das spart wahnsinnig viel Zeit. Bei Videotools kommt es darauf an, wie viel man damit machen muss. Ein Tool, das ich gerne nutze, ist Clap. Das gibt es schon seit Jahren, jetzt mit KI-Optimierung. Es ist für Shorts und YouTube. Ich liebe es, weil es aus einem großen Video viele kleine Shorts macht. Das ist sonst unfassbar nervig.
Früher war es einfach eine Software, jetzt ist es eine KI-Software. Das hat sich richtig gelohnt. Wahrscheinlich gibt es auch tolle Automatisierungs- und Planungstools. Wir arbeiten viel mit Trello. Da sind auch KI-Features drin. Ich habe den Mehrwert noch nicht gespürt. Wie geht es dir damit?
Alexander
Wir schieben Karten hin und her bei Trello – genauso wie immer. Ich weiß nicht, wo da die KI ist.
Nicola
Vielleicht passiert etwas im Hintergrund. Aber nicht alles ist Gold, nur weil KI draufsteht. Das ist ein Learning dieses Jahr: Wo macht es Sinn, wo nicht? Es gibt viele Features, die ich nicht kenne, die vielleicht hilfreich sind. Ich bin dankbar für kleine Hacks. Es sind nicht immer die großen, sondern kleine Features, die das Leben erleichtern.
Alexander
Da ist was Wahres dran.
Nicola
Das reicht mir manchmal auch. Ich kann nicht immer das Rad neu erfinden. Aber manchmal entdecke ich ein Feature bei Trello und denke: „Krass, mega, habe ich noch nicht genutzt.“
Alexander
Ich habe bei Trello nie einen KI-Button gesehen. Bei Canva kommt immer „Magic AI“ mit Effekten, Sternchen, blinkend: „Drück mich.“
Nicola
Stimmt. „Drück mich.“ Das nervt mich auch. Ich will es nicht. „Drück mich, ich bin KI.“
Alexander
Bei Trello gibt es das nicht. Es kommt nicht mal ein Hinweis, wo die KI-Features sind. Falls jemand von Trello mithört: Bitte erklärt uns, wo wir die KI finden.
Nicola
Was kann die überhaupt? Keine Ahnung. Ich glaube, es gibt KI-Plugins für Automatisierung. Aber das ist wahrscheinlich nicht Teil unseres Prozesses. Deswegen ist die Frage: Was ist dein Prozess? Wie beim Background-Remover – klein, simpel, aber wertvoll.
Und zum Thema: Wo nutzen wir KI viel? Ich google unfassbar viel. Zu allem. Ich google eigentlich alles. Und da erwische ich mich, dass ich die Gemini-Zusammenfassung lese. Ich hasse es – und mache es trotzdem.
Alexander
Das ist halt so ein guilty pleasure.
Nicola
It’s a guilty pleasure, ja. Ich hasse es, weil ich weiß, dass es uns auch Reichweite nimmt. Das nimmt dem Blog AllSocial.de Reichweite, es nimmt allen Publishern Reichweite. Es ist blöd, aber es funktioniert leider.
Alexander
Ihr dürft die Gemini-Zusammenfassung nutzen, ohne Wenn und Aber, aber bitte klickt auch unseren AllSocial Blog an.
Nicola
Ja, genau. Aber geht es dir nicht auch so? In dem Moment, wo ich mich erwische, dass ich die Gemini-Zusammenfassung nutze, ist es wohl doch ganz gut. Offensichtlich funktioniert es.
Alexander
Ja. Gut, manchmal muss es schnell gehen, dann ist es nicht schlimm.
Nicola
Und ich will es gar nicht und mache es trotzdem. Bei der Vorbereitung auf die Folge habe ich gemerkt, dass ich es inzwischen nutze. Dann muss man sagen: Die Tools funktionieren. So wie bei Trello, wo ich die KI-Features nicht merke, ist es bei Gemini so, dass ich sie indirekt nutze.
Die Erfahrungen hier sind sehr subjektiv und nicht vollständig. Es gibt unfassbar viele Tools mit KI. Irgendwann wird die Frage sein: Gibt es überhaupt Tools ohne KI? Wahrscheinlich nicht.
Alexander
Stimmt. Irgendwann ist es wie ein Label. Früher war jedes Tool Blockchain-basiert. Bei KI muss man aufpassen.
Nicola
Da müssen wir abwarten.
Alexander
Es macht nur Sinn, wenn KI einen Mehrwert bietet. Wir haben nichts gegen Trello. Tut uns leid, wenn wir da was falsch darstellen.
Nicola
Wir arbeiten ja mit Trello, wirklich täglich und wöchentlich.
Alexander
Aber ich sehe da keinen KI-Mehrwert im Unterschied zu vorher.
Nicola
Aktuell, in unserem Prozess. Es gibt bestimmt andere Prozesse, wo das anders ist. Aber bei uns spielt es keine Rolle. Dann ist es auch okay.
Alexander
Falls jemand unter unseren Zuhörerinnen und Zuhörern viel mit Trello-KI arbeitet, bitte schreibt uns und erzählt, was ihr da macht.
Nicola
Ja, wäre interessant.
Alexander
Das wäre mega interessant. Aber anscheinend ist es kein Problem, das wir dringend lösen müssen wie beim Transkript.
Nicola
Das Transkript war ein nerviges Thema, weil es viel Zeit gekostet hat. Aber wir sehen den Mehrwert, wenn wir es machen.
Alexander
Wir haben pro Woche eins gebraucht, also mussten wir es schnell lösen.
Nicola
Genau. Bei Videos oder Grafikthemen ist es ähnlich: Da, wo der Schuh am meisten drückt, sollte man ansetzen.
Alexander
Das ist ein gutes KI-Fazit – Menschen gemacht, von dir.
Nicola
Die KI-Ära: Da, wo der Schuh drückt. Am Ende des Tages noch eine Kleinigkeit, dann kommen wir zu den Wins und Fails. Ideengenerierung nutze ich sehr viel. Unabhängig von Text oder Content-Bearbeitung stelle ich einfach eine Frage. Auf Basis der Antwort denke ich weiter. Das funktioniert für mich wahnsinnig gut.
Es heißt nicht, dass die Antworten immer gut sind. Aber es ist wie ein Sparring-Partner. Man stellt eine Frage, bekommt eine Antwort, und denkt weiter. Das ist toll, vor allem weil wir beide im Homeoffice arbeiten. Es ist angenehm, wenn das Gehirn angeregt wird.
Alexander
Das ist wichtig.
Nicola
Ja, schon. Es bringt neuen Input.
Alexander
Wir verteufeln KI nicht, aber man sollte sie kritisch nutzen. Am hilfreichsten ist es, wenn man selbst herausfindet, wo sie unterstützt.
Nicola
Wir nutzen sie ja jeden Tag.
Alexander
Wir wollen keine Blaupause geben wie diese Super-Prompts auf LinkedIn. Wir sagen: Findet für euch heraus, wo KI am meisten hilft.
Nicola
Ja, und wo die Grenzen sind. In diesem Rausfinden merkt man auch, wo man selbst gut ist. Manchmal denkt man: Das mache ich lieber selber.
Alexander
Das stimmt.
Nicola
Oder nicht?
Alexander
Nein, ich bin begeistert. Das ist ein guter Einwand.
Nicola
Und was auch richtig gut ist – da kommen wir zu unseren Schmankerl der Woche. Ich habe nur Schmankerl dabei.
Alexander
Ich auch tatsächlich.
Nicola
So gut kann Werbung sein. Ich habe etwas von Iceland Air mitgebracht. Die Airline hat sehr witzige Videos gepostet. Im American-Sitcom-Style geht es darum, dass die Bilder von Island nur AI-generated sein können, weil sie zu schön sind, um echt zu sein.
Im nächsten Video ist er dann in Island und wird von einer Einheimischen überzeugt, dass es echtes Wasser ist, kein Blue Screen. Wie bei der Truman Show sagt er immer: „Das kann nicht sein.“ Am Ende wird er gezwungen zuzugeben: Es ist echt.
Alexander
Das ist mega passend zur heutigen Folge und echt lustig.
Nicola
Mega unterhaltsam.
Alexander
Wir sagen so oft: Werbung muss nicht langweilig sein. Oft gibt es viele Entscheidungsebenen, viel Geld wird ausgegeben, und dann soll es ernst wirken. Aber Humor ist einfach lustig.
Nicola
Es spielt auch mit Klischees. Man merkt die amerikanische Perspektive auf Island. Gleichzeitig ist es kreativ und passt zum heutigen Tag, wenn KI-Ära Wort des Jahres ist. Es spielt mit dem Trend. In ein paar Jahren wird man sagen: Zeitgeist, aber jetzt passt es.
Alexander
Ich habe auch was mitgebracht. Es geht um User-Generated-Content. Jemand hat auf X ein historisches Bild der Habsburger gepostet – Maximilian III. von 1580, mit großem Kragen und aufgeplusterten Hosen. Der Kommentar war: „Die Habsburger hatten Stil.“
Nicola
Sieht super bequem aus, was er anhat.
Alexander
Eduard von Habsburg, ein Nachfahre, hat es geshared mit dem Kommentar: „Was meinst du, hatten?“ Genau das ist der Punkt: Humor, Augenzwinkern, eigene Marke aufgegriffen. So simpel und clever kann man mit User-Generated-Content umgehen.
Nicola
Es ist so simpel. Ein historisches Bild wird mit einem kleinen Satz in die Neuzeit gebracht. Sehr schönes Beispiel.
Alexander
Charmant und clever.
Nicola
Ich habe zwei Food-Beispiele. Du darfst entscheiden: California Land oder The Länd, unsere Hometown Baden-Württemberg.
Alexander
Natürlich The Land.
Nicola
Viele wissen vielleicht nicht: Bald ist Landtagswahl. Cem Özdemir ist im Wahlkampfmodus. Nicht aggressiv, eher sympathisch. Er veröffentlicht viele Videos – sehr lustig. Ein Video: Er überlebt einen Tag ohne Butterbrezel. Kommentare: „Ein Leben ohne Butterbrezel ist möglich, aber sinnlos.“ Super sympathisch, trifft einen Nerv.
Alexander
Wir sind Fans von Lokalkolorit im Social-Media-Content.
Nicola
Total. Er spielt bewusst mit Klischees. Clever. In NRW würde es nicht funktionieren, muss es auch nicht. Er will ja hier gewählt werden. KI hilft da nicht – man muss die Trigger der Menschen verstehen. Erfahrung zählt.
Alexander
Genau, Erfahrung.
Nicola
In Interviews spricht er auch so. Bei Caren Miosga sagte er: „Das ist wie ein Trollinger, der zu lang steht.“ Das versteht nur im Ländle jemand – und lacht.
Alexander
Super.
Nicola
Subtil, aber clever. Und zum Thema Schwaben: Ein deutscher Schwabe in Kalifornien hat ein Weingut, backt jeden Tag einen Kuchen. Glass Rose Farm. Sie haben erst vor wenigen Wochen angefangen, jetzt 112.000 Follower. Videos wie „My Dad Bakes a Cake a Day“ haben über eine Million Views. Sehr sympathisch, schwäbisch und kalifornisch zugleich.
Alexander
Das ist super. Muss ich mir anschauen.
Nicola
Ja, guck es dir an. Ein Video hatte über sechs Millionen Views. Respekt. Gut gemacht.
Alexander
Macht mehr schwäbischen Content – bringt Millionen Reichweite.
Nicola
Der Bienenstich hatte zwei Millionen Aufrufe. Mein Lieblingskuchen übrigens. Falls ihr mal mit mir Kuchen essen wollt – Bienenstich geht immer.
Alexander
Ich mag Bienenstich auch.
Nicola
Food Content ist immer noch ein Thema, sehr persönlich gestaltbar. Zum Abschluss: Heute ist eine lange Folge. Warum haben wir so viel geredet?
Alexander
Wir sind bei 40 Minuten. Alle reden über Spotify Wrapped. Es gibt auch Wrapped für Podcasts. Wir haben sehr gute Werte. 40 Follower haben uns als Top-Podcast, Nummer 1. Danke an euch. Wir würden euch gern kennenlernen.
Nicola
Großen Dank. 40 Personen haben uns auf Platz 1. Habt ihr kein anderes Leben? Wenn ihr bis hierher gehört habt, seid ihr wahrscheinlich noch da. Wir freuen uns sehr. Vielleicht packen wir euch alle mal in einen Raum und gehen essen. Und weil ihr so lange zugehört habt: Das Kabuto-Thema steht im Raum. Update, Alex.
Alexander
Unsere 40 Top-Fans wissen: Es geht um eine wertlose Pokémon-Karte. Letzte Woche unter 10 Dollar, jetzt über 10 Dollar. Es gibt eBay-Auktionen im vierstelligen Bereich. Seine Reichweite ist extrem gewachsen, auch Presseberichte. Er versteigert gerade eine Kabuto-Karte bei eBay – über 10.000 Dollar – zugunsten eines Kinderkrebskrankenhauses in Tennessee.
Nicola
Sehr schön. Richtig gut, ein Beispiel für den guten Zweck.
Alexander
Genau. Reichweite aufgebaut und sinnvoll genutzt.
Nicola
Mega interessant, dieses Kabuto-Thema. Bleiben wir dran. Es gibt Wetten auf Kabuto-Karten von 1999, schon bei 2.000 Dollar. Vielleicht hat jemand von euch noch Karten. Schaut mal im Keller. Behaltet sie – vielleicht eine Geldanlage.
Alexander
Genau.
Nicola
Spannendes Thema. Vielen Dank, Alex. Wir hören uns nächste Woche.
Alexander
Ich wünsche dir, dass du dir jetzt einen Bienenstich gönnst.
Nicola
Ja, ich habe jetzt den Druck. Wo finde ich Bienenstich? Danke.
Alexander
Frag die KI.
Nicola
Mach’s gut, wir hören uns. Ciao.
Alexander
Macht’s gut, ciao.
Social Media
KI zum Kuscheln: Warum (noch) nicht alle Creator digitale Haustiere in ihren Feeds zeigen
Gastbeitrag von Thomas ‚pixelschmitt‘ Schmitt
Eine kleine Social-Media-Beobachtung über KI, Persönlichkeit und spielerische Selbstinszenierung
Nicht jede Entwicklung im Social Web beginnt sichtbar. Manche entstehen leise. Sie erscheinen vereinzelt, tauchen wieder auf und bleiben dann als kleines, wiederkehrendes Motiv im Feed bestehen. Genauso verhält es sich mit den digitalen Haustieren, die derzeit bei einigen Creatorinnen und Creatorn zu sehen sind. Es handelt sich nicht um einen Trend im klassischen Sinn, sondern um eine subtile Micro-Bewegung, die viel darüber verrät, wie natürlich KI inzwischen eingesetzt wird.

Der erste Impuls kam von Lutz Hanus. Während seines Urlaubs erschien in seinen Fotos erstmals ein Zebra. Es war eine unaufgeregte, beiläufige Szene. Das Tier erhielt später den Namen Pepsi Carola. Das Besondere daran war nicht die Technik, sondern die Selbstverständlichkeit, mit der das Zebra in den Bildern auftauchte. Genau das machte die Idee anschlussfähig.
Nach und nach griffen weitere Creatorinnen und Creator diese Form der Inszenierung auf. Nicht als Challenge, nicht als geplantes Format, sondern als persönliche Ergänzung ihrer Inhalte. Daraus entstand ein kleiner Instagram Zoo.

Der kleine Instagram Zoo
Die Tiere sind keine täglichen Begleiter, aber sie erscheinen konsistent und erzeugen dadurch Wiedererkennung.

Spiegelbilder statt Zufallswahl
Auffällig ist, dass die Wahl der Tiere selten zufällig ist. Sie spiegeln auf subtile Weise die Personen dahinter. Bei pixelschmitt wird das besonders deutlich. Mit seinen zwei Metern Körpergröße entschied er sich bewusst für eine Giraffe, um ein visuelles Echo seiner eigenen Statur zu setzen. Die Giraffe erscheint daher als kleine, humorvolle Erweiterung seiner eigenen Präsenz.

Ganz im Gegenteil dazu Lutz Hanus, der bei seiner Urlaubsschnaps-Idee überlegte, was das abstruseste Tier ist, auf das man auf Kreta treffen kann: Logisch, ein Zebra.
Und die Geschichte zum Tier hat er direkt mitentwickelt: “Pepsi-Carola hat ihre Wurzeln in Ostindien, ist aber auf Kreta geboren. Ihre Urgroßeltern kamen einst aus Ostindien als Gastarbeiter nach Kreta. Sie ist ne kleine Party-Maus. Wir haben uns direkt angefreundet, sie möchte jetzt mit nach Deutschland…”
Es folgte eine gemeinsame Flugreise, gemeinsame Konferenzbesuche und uvm.: Alle “Auftritte” von Pepsi Carola gibt´s auch hier auf Instagram zum Nachschauen.
Auch bei den anderen Creatorinnen und Creatorn wird sichtbar, dass die Tiere als zusätzliche Ebene der Selbstinszenierung funktionieren. Sie dienen als visuelle Marker und sorgen für einen Wiedererkennungseffekt, ohne die Inhalte zu dominieren.
Warum die Bilder funktionieren
Digitale Tiere erzeugen sofort Aufmerksamkeit und wirken gleichzeitig unaufdringlich. Sie bringen Leichtigkeit in den Feed, ohne den Anspruch an professionellen Content zu mindern. Gleichzeitig machen sie KI verständlich und zeigen, wie einfach sie sich in alltägliche Szenen integrieren lässt.
In manchen Situationen übernehmen die Tiere sogar eine kleine zusätzliche Rolle. Wenn pixelschmitt beispielsweise während langer oder verspäteter Bahnfahrten postet, taucht die Giraffe häufig mit auf. In diesen Momenten wirken die Tiere fast wie kleine Emotional Support Animals. Sie bieten einen humorvollen Kontrast zu Situationen, die sonst eher nüchtern wären. Bei Lutz Hanus ist es oft so, dass sie das alltäglich Erlebte um eine humoristische, ironische Komponente erweitern. Schließlich erlebt die Neubürgerin Pepsi-Carola vieles zum ersten Mal.

Die Rolle von KI-Tools wie Higgsfield.ai
Dass solche Bilder überhaupt so regelmäßig auftauchen, liegt auch an der inzwischen technischen Niedrigschwelligkeit. Die Tiere entstehen per Prompts in ChatGPT oder Gemini. Plattformen wie Higgsfield.ai ermöglichen die Integration der Tiere mit wenigen Klicks. Ein Foto reicht aus, die App setzt das Tier realistisch in die Szene.
Früher wären dafür umfangreiche Kenntnisse in diversen Spezialprogrammen und viel Zeit nötig gewesen, funktioniert das Ganze heute mit einem einfachen Prompt in wenigen Minuten. Dadurch wird KI nicht zu einem separaten Tool, sondern zu einem alltäglichen Bestandteil kreativer Arbeit.
Ein kleines Phänomen mit klarer Botschaft
Der kleine Instagram Zoo ist (noch) keine große Bewegung. Er zeigt jedoch, wie spielerisch und unkompliziert KI in persönlichen Content integriert werden kann. Er steht für einen Umgang, der nicht technikzentriert ist, sondern kreativ und menschlich.
Ein Zebra wie Pepsi Carola, ein Alpaka, eine Giraffe, ein Hirsch und ein Capybara verdeutlichen, wie leicht KI persönliche Geschichten erweitern kann.
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