Social Media
Feed und Fudder Podcast 83 – GEO: Citation Drift
GEO für LLMs ist gerade das Marketing-Buzzword und das nicht ohne Grund. Immer mehr Menschen stellen ihre Fragen direkt an KI-Tools und Chatbots. Logisch also, dass Marken in genau diesen Antworten auftauchen wollen.
Doch wie schafft man es überhaupt, von einer KI genannt zu werden? Das Zauberwort lautet GEO! Nur hat GEO einen kleinen Haken: den sogenannten GEO Citation Drift. KI-Antworten sind unbeständig, Nennungen schwanken stark, und dauerhafte Sichtbarkeit ist schwer zu halten.
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GEO für die KI-Suche – Erfolgsfaktor Social Media: Die besten Insights aus Blog und Podcast
Feed und Fudder Podcast 52 – GEO: SEO für KI-Tools und Chatbots
Transkript Feed und Fudder Podcast Folge 83 – GEO: Citation Drift
Transkript
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Hier gibt es das Transkript zu Folge 83 – GEO: Citation Drift
Nicola
Hallo und Servus zu einer neuen Folge Feed und Fudder mit Alex und mir, der Nici. Hallo Alex.
Alexander
Hallo, herzlich willkommen.
Nicola
Schön, dass wir uns wieder hören. Du hast dich erfolgreich zurückgemeldet aus Hamburg und der Schnupfen ist wohl auch vorbei.
Alexander
Der ist weg. Und witzigerweise haben sich ein paar Leute nach der Konferenz gemeldet, die es auch erwischt hat.
Nicola
Das ist der Fluch der Messehallen. Aber schön, dass du wieder frisch und munter da bist. Danke auch nochmal für die Insights und an euch Hörerinnen und Hörer. Ich hoffe, es war interessant, mal einen subjektiveren Einblick zu bekommen.
Alexander
Genau. Und heute drehen wir uns im Kreis.
Nicola
Erzähl.
Alexander
Wir haben heute ein besonderes Thema. Achtung: GEO Citation.
Nicola
Citation.
Alexander
Geo Citation.
Nicola
Drift. Schrift. Drift, Drift, Drift. Ja, lass uns einen total sperrigen Titel nehmen. Macht überhaupt nichts.
Alexander
Alles für die Spotify‑SEO.
Nicola
Es geht tatsächlich um Nennungen oder das Zitieren von Inhalten. Und wie wir darauf kamen, ist eigentlich ein alter Hut. Springen wir mal 100 Jahre zurück in die Vergangenheit. Liebe Grüße übrigens an einen Hörer aus Wien, der uns geschrieben hat. Wir erzählen gerne mal, wie wir zu Social gekommen sind, aber das machen wir in einer anderen Folge. Spoiler!
Hier wollen wir über Nennungen sprechen. Sowohl du als auch ich haben in der PR gearbeitet. Ich kann mich gut erinnern: Grüße nach Mannheim ans Stadtmarketing. Als Praktikantin und Werkstudentin durfte ich Artikel ausschneiden und Clippings machen. Das hieß super neudeutsch Clippings, aber im Prinzip waren es Zeitungsschnipsel. Ich musste sie mit der Schere ausschneiden, auf Papier kleben, in einen Leitzordner einheften und in den Keller stellen. Da stehen sie wahrscheinlich heute noch.
Alexander
Wir haben fast die gleiche Erfahrung. Ich habe auch ein PR‑Praktikum gemacht und musste exakt das Gleiche tun. Mir blieb nur das Ausschneiden erspart, das hat eine Clipping‑Firma gemacht. Aber man hat gesehen, dass es von Hand ausgeschnitten war. Ich musste es dann auch auf weißes Papier kleben, in Leitzordner sortieren und ins Lager stellen. Wenn Kunden kamen, hat man die Ordner rausgeholt und gezeigt: Eins, zwei, drei, vier Nennungen.
Nicola
Genau. Das KPI war Nennungen und man hat einfach gezählt. Der nächste Schritt der Digitalisierung war dann, dass aus Papierschnipseln PDFs wurden. Dann hat man PDFs ausgeschnitten und digital abgeheftet.
Die neueste Entwicklung, und das ist noch gar nicht so lange her, sind Nennungen über Monitoring‑Tools. Ihr kennt diese Tools: Social‑Media‑Nennungen, Podcast‑Nennungen, Medien‑Nennungen. Und das ist schwieriger, weil man definieren muss: Was ist eine Nennung im Social‑Bereich? Und wie ordnet man Reichweite zu? Früher war es einfach: Die Zeitschrift hat X Abonnenten, also hat der Artikel X Menschen erreicht. Heute ist das komplexer.
Alexander
Und dieses Nennungsthema erlebt jetzt eine neue Dimension. Viele Tools versuchen jetzt, GEO‑Features einzubauen und herauszufinden, wie oft man in einem LLM‑Modell genannt wird.
Nicola
Ja, und das Lustige ist: Früher war Schere und Kleber das Tool der Wahl. Heute sind es Software‑Tools. Aber das Problem ist das gleiche: Wie trackt man das? Was ist das KPI? Erfassen wir alles? Früher hatte man Angst, einen Artikel zu übersehen. Heute hat man Angst, eine Erwähnung im Social‑ oder KI‑Kontext zu verpassen.
Alexander
Genau. Unternehmen wollen wissen: Tauche ich auf, wenn Leute etwas eingeben? Werde ich in Antworten genannt? Viele SEO‑Tools bieten jetzt Geo‑Features an, bei denen man Prompts analysieren kann. Aber ein Prompt ist nicht wie ein Keyword. Ein Keyword bleibt ein Keyword. Ein Sportschuh ist ein Sportschuh.
Aber Prompts sind unendlich variabel. Niemand weiß, wie Menschen schreiben. Ich sage immer: Bitte zu meiner KI. Wenn man überall „bitte“ reinschreibt, erwischt man vielleicht alle, die höflich sind.
Nicola
Vielleicht solltest du einen AllSocial‑Artikel über „Bitte“ schreiben und rankst dann im Bereich Freundlichkeit.
Alexander
Genau. Und anders als früher, wo Suchmaschinen Keywords zugeordnet haben, versucht KI, auf jedes Wort eines Prompts zu antworten – basierend auf Wahrscheinlichkeiten. Deshalb ist Prompt‑Tracking schwierig. Viel wichtiger ist: Wo werde ich als Marke überhaupt genannt? Und da gibt es eine faszinierende Entwicklung.
KI automatisiert alles, aber die Tools selbst vertrauen KI‑Content nicht. Das ist die Ironie. Und wenn man schaut, welche Quellen KI‑Modelle am häufigsten nutzen, ist Reddit ganz oben – also menschlich getriebener Content.
Nicola
Also ein Forum halt.
Alexander
Wir finden aber auch oft YouTube. Und wenn man sich dort die Kommentarspalten anschaut, sind die sehr lebhaft. Das sind echte Menschen. Und dann gibt es PR‑Quellen, bei denen Redaktionen entschieden haben, dass ein Artikel faktenkorrekt ist und relevant genug, um veröffentlicht zu werden.
Die KIs ziehen in ihren Antworten also vorrangig menschlichen Content heran, nicht KI‑Content. Außer man bewegt sich auf Plattformen wie Moldburg, wo nur noch Bots miteinander sprechen.
Nicola
Ja, aber das ist ja der Wert. Echte Menschen sind halt echte Menschen. Zitat des Tages. Letztlich ist es ein Perpetuum mobile, wenn KI KI‑Content zitiert, der wiederum KI‑Content zitiert. Das führt komplett in die Irre. Deshalb ist die menschliche Grundquelle entscheidend.
Aber unsere Herausforderung in PR und Kommunikation bleibt: Ich habe eine Message oder Kampagne und muss sie irgendwie messen. Ich muss messen, was Erfolg ist. Im E‑Commerce ist das einfach: Leads, Abverkauf, klare Zahlen. In der Kommunikation ist es schwieriger. Und eigentlich hat sich seit Schere und Kleber nichts geändert: Wir versuchen immer noch, über eine komplizierte Brücke zu messen, ob eine Kampagne erfolgreich war.
Und das ist die Grundfrage: Was ist Erfolg? Und wo willst du stattfinden? Jetzt kommen Sprachmodelle und KI dazu und wir wollen in diesen Sprachmodellen stattfinden! Warum eigentlich? Muss man das überhaupt?
Alexander
Weil die Leute immer mehr KI nutzen. Klassische Suchen gehen zurück. KI ist überall eingebunden: im Browser, im Smartphone, im Fernseher, im Auto, im Kühlschrank. Überall laufen KI‑Assistenten und KI‑Agenten, die auf Sprachmodellen basieren. Sprachmodelle sind der Touchpoint für fast alles.
Nicola
Ja, absolut. Wenn wir bei Futter bleiben: KI‑Modelle sind überall involviert.
Alexander
Genau. Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Problem. Bei klassischen Clippings war es so: Wenn der Ordner im Keller steht, dann steht er da. Wenn wir heute ins Stadtmarketing Mannheim gehen würden, würden wir den Ordner finden, aufschlagen und das Clipping wäre noch da. Es bleibt bestehen.
Bei KI‑Tools ist das anders. Die Quellen wechseln permanent. Nur weil du heute einen guten Artikel platziert hast, heißt das nicht, dass er morgen noch in den Modellen auftaucht. Es kann eine Stunde später schon verschwunden sein, je nach Prompt, je nach Datenbank, je nach Aktualisierung.
Wir finden aber auch oft YouTube. Und wenn man sich dort die Kommentarspalten anschaut, sind die sehr lebhaft. Das sind echte Menschen. Und dann gibt es PR‑Quellen, bei denen Redaktionen entschieden haben, dass ein Artikel faktenkorrekt ist und relevant genug, um veröffentlicht zu werden. Die KIs ziehen in ihren Antworten also vorrangig menschlichen Content heran, nicht KI‑Content. Außer man bewegt sich auf Plattformen, auf denen nur noch Bots miteinander sprechen.
Nicola
Ja, aber das ist ja der Wert. Echte Menschen sind halt echte Menschen. Zitat des Tages. Letztlich ist es ein Perpetuum mobile, wenn KI KI‑Content zitiert, der wiederum KI‑Content zitiert. Das führt komplett in die Irre. Deshalb ist die menschliche Grundquelle entscheidend. Aber unsere Herausforderung in PR und Kommunikation bleibt: Ich habe eine Message oder Kampagne und muss sie irgendwie messen.
Ich muss messen, was Erfolg ist. Im E‑Commerce ist das einfach: Leads, Abverkauf, klare Zahlen. In der Kommunikation ist es schwieriger. Und eigentlich hat sich seit Schere und Kleber nichts geändert: Wir versuchen immer noch, über eine komplizierte Brücke zu messen, ob eine Kampagne erfolgreich war.
Und das ist die Grundfrage: Was ist Erfolg? Und wo willst du stattfinden? Jetzt kommen Sprachmodelle und KI dazu und wir wollen in diesen Sprachmodellen stattfinden. Warum eigentlich? Muss man das überhaupt?
Alexander
Weil die Leute immer mehr KI nutzen. Klassische Suchen gehen zurück. KI ist überall eingebunden: im Browser, im Smartphone, im Fernseher, im Auto, im Kühlschrank. Überall laufen KI‑Assistenten und KI‑Agenten, die auf Sprachmodellen basieren. Sprachmodelle sind der Touchpoint für fast alles.
Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Problem. Bei klassischen Clippings war es so: Wenn der Ordner im Keller steht, dann steht er da. Wenn wir heute ins Stadtmarketing Mannheim gehen würden, würden wir den Ordner finden, aufschlagen und das Clipping wäre noch da. Es bleibt bestehen.
Bei KI‑Tools ist das anders. Die Quellen wechseln permanent. Nur weil du heute einen guten Artikel platziert hast, heißt das nicht, dass er morgen noch in den Modellen auftaucht. Es kann eine Stunde später schon verschwunden sein, je nach Prompt, je nach Datenbank, je nach Aktualisierung.
Und deshalb sollte man vorsichtig sein, wenn Agenturen plötzlich behaupten: „Wir sind die führende Geo‑Agentur.“ Da sollten die Ohren klingeln.
Nicola
Spitzen. Oder wie nennt man das?
Alexander
Bei allem, was wir tun, arbeiten wir auf fremdem Grund, etwa Social‑Media‑Plattformen. Und selbst da können wir mit SEO‑Tools Google noch halbwegs emulieren. Wir haben Studien, wir kennen die Algorithmen zumindest teilweise. Aber KI‑Tools sind eine Blackbox. Keines der großen Modelle ist Open Source. Wir wissen nur: Die Antworten basieren auf Wahrscheinlichkeiten. Wie die Quellen ausgewählt werden, wissen wir nicht.
Wenn jemand sagt, er sei führend in Geo, muss man ehrlich sein: Wir arbeiten hier mit der größten Blackbox im Online‑Marketing.
Nicola
Und wenn wir über Nennungen sprechen, ist die Herausforderung bei KI‑Tools die Dynamik. Es ist nicht reproduzierbar. Bei Social‑Nennungen kann ich Posts oder Kommentare verlinken. Bei KI‑Nennungen ist es flüchtig. Du kannst einen Treffer haben, machst vielleicht einen Screenshot, aber er ist weg. Es ist wie Hörensagen im Dorf: Jemand hat angeblich etwas gesagt, aber du kannst es nicht beweisen.
Alexander
Genau. Und es ist doppelt flüchtig. Erstens müsstest du exakt denselben Prompt reproduzieren. Zweitens kann sich das Modell inzwischen verändert haben und anders antworten. Es gibt Tools, die historische Daten sammeln und dir zeigen, wie oft du genannt wurdest. Aber du kannst diese Nennungen kaum recyceln oder reproduzieren.
Nicola
Und das ist die Schwierigkeit: diese Flüchtigkeit. Und dann ist die Frage aus strategischer Sicht: Ist eine Nennung überhaupt etwas wert?
Alexander
Sie ist etwas wert, wenn jemand nach einem Produkt sucht, dich findet und kauft. Aber die Analyse ist schwer. Wir müssen schauen, wie sich die Messbarkeit entwickelt. Vielleicht bieten KI‑Anbieter irgendwann interne Analysen an. Bing macht das schon ein bisschen: Über die Developer‑Tools kann man sehen, wie man im Co‑Pilot erscheint. Vielleicht gibt es irgendwann Business‑Metriken wie im Meta‑Ads‑Manager.
Nicola
Das wäre interessant. Ich weiß nicht, ob sie daran arbeiten. Aber grundsätzlich ist es gut, genannt zu werden, weil viele Menschen KI nutzen. Es ist nur schwer zu analysieren. Siehst du es auch so, dass man die Maßnahmen, die man ohnehin für SEO macht, weiter ausbauen sollte? Also Inhalte so optimieren, dass sie Antworten auf Fragen liefern, die Menschen sowieso stellen würden?
Alexander
Absolut. Bleibt bei dem, was man ohnehin gut macht, denn gewisse Dinge verlieren nie an Wert. Branding und Markenaufbau zum Beispiel. Wenn Menschen eine Marke kennen, geben sie in KI‑Prompts eher ein: „Buch mir eine Reise mit Anbieter XY“, statt einfach nur „Buch mir eine Reise nach Thailand“. Markenbewusstsein bleibt also entscheidend.
SEO bleibt ebenfalls wichtig. Trotz aller Rufe „SEO ist tot“ sieht man, dass Google für seine AI‑Antworten oft dieselben Quellen nutzt wie für die klassische Suche. Und PR bleibt wichtig, nicht nur weil ich PR‑Freelancer bin, sondern weil PR für menschliche Beziehungen steht. Gerade im Zeitalter von AI‑Slop werden menschliche Beziehungen wichtiger denn je.
Nicola
Da hatten wir mal eine Folge mit Jan. Liebe Grüße an Jan. Könnt ihr euch gerne nochmal anhören. Vielleicht machen wir in einem halben Jahr ein Update.
Alexander
Absolut. Und jetzt, nachdem wir so viel über das Problem gesprochen haben, kommen wir zur Lösung. Stand jetzt muss man akzeptieren: Man kann KI‑Nennungen nicht so messen wie Social‑Media‑Metriken. Auch wenn es Tools gibt, sind das Momentaufnahmen. Wenn du es bei Google auf Platz 1 schaffst, bleibst du dort oft länger sichtbar als in einer KI‑Antwort, die sich ständig ändert.
Wir können uns vorstellen, dass die Tools besser werden. Vielleicht gibt es irgendwann einen Co‑Pilot‑Business‑Manager, so wie den Meta‑Ads‑Manager. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis KI‑Tools Werbung integrieren. Spätestens dann braucht es messbare Ergebnisse.
Nicola
Ja, definitiv. Sobald Werbung geschaltet werden kann, braucht es harte Zahlen: Reichweite, Umfeld, Sichtbarkeit. In Social Media kam die Professionalisierung der Analytics auch über den Werbeanzeigenmanager.
Alexander
Und wenn wir über Citation Drift sprechen, heißt das: Es ist ein Kreislauf. Man muss kontinuierlich dranbleiben. Vielleicht taucht eine Nennung wieder auf, die verschwunden war. Und man braucht eine Mischung: menschliche Beziehungen, PR, SEO, Content. Der Marketing‑Mix wird wichtiger denn je.
Früher sprach man vom T‑Shaped‑Marketing. Heute ist es eher ein breiter Mix. Und ja, der gute alte Marketing‑Mix bleibt relevant.
Nicola
Hallo, ich habe in Mannheim studiert. Marketing‑Mix, erstes Semester. Ich habe das Buch von Professor Homburg noch zuhause. Damals war alles einfacher. Manchmal wünsche ich mir die Zeit zurück.
Alexander
Es ist natürlich eine Budgetfrage, aber der Marketing‑Mix wird wichtiger. Und kontinuierliche Formate auch. Wir haben in einer der letzten Folgen über Social‑Media‑Serienformate gesprochen. Durch den Drift werden serielle Formate, Long‑Form‑Content oder Artikelreihen wichtiger.
Und etwas finde ich besonders spannend: Es hieß immer „Video first“. Für Social Media stimmt das. Aber KI‑Modelle brauchen Text. Für Bilder brauchst du Alt‑Texte. Für Videos brauchst du Beschreibungen. Für KI‑Antworten brauchst du Blogartikel, PR‑Texte, strukturierte Inhalte.
Also: Text wird wieder wichtiger. Kontinuierliche Formate werden wichtiger. Und der Marketing‑Mix wird wichtiger. Das sind meine drei Erkenntnisse aus dem aktuellen Citation Drift.
Nicola
Vielen Dank. Ich glaube, das ist eine gute Zusammenfassung. Und dann geht es direkt weiter mit unseren Hot‑and‑Not‑Learnings der Woche. Sollen wir mal wieder ein bisschen einführen? Ich habe etwas mitgebracht: Papst Leo hat eine AI‑Kommission ins Leben gerufen. Das passt ganz gut zu unserem Thema. Ich finde es spannend, dass der Vatikan sagt: Wir müssen uns das anschauen. Es geht vor allem um das Potenzial und die Effekte des menschlichen Impacts. Also darum, was der Mensch leisten kann und wie wichtig er in der Ära der KI bleibt. Auch auf dem heiligen Stuhl hat man erkannt, dass Mensch und KI ein Thema sind. Interessant, dass selbst tausendjährige Institutionen mit der Zeit gehen.
Alexander
Ich habe auch eine Nachricht mitgebracht, kein Win oder Fail, aber wichtig: Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass Unternehmen komplett für KI‑Halluzinationen haften. Man kann Fehler nicht auf die KI schieben. In dem Fall ging es um einen Klinik‑Chatbot, der bei der Terminvergabe autonom gehandelt und vieles falsch gemacht hat. Patienten haben sich beschwert, die Klinik wollte es auf das Modell schieben, aber das Gericht sagte: Nein, ihr seid verantwortlich, wenn ihr so etwas einsetzt. Das passt gut zu dem, was wir heute besprochen haben.
Und ich habe noch ein Fail. Wir haben über Clippings gesprochen und über LinkedIn. Dort sieht man viele merkwürdige Learnings. Und wir haben über serielle Formate und Kontinuität gesprochen. Aber ein Posting, das ich gesehen habe, war wirklich fragwürdig: In der Notaufnahme zu landen ist kein Grund, Social‑Media‑Postings nicht vorzubereiten.
Nicola
Dumm ist nur, wer Dummes tut.
Alexander
Genau. Gesundheit geht vor. Auch wenn wir sagen, man sollte kontinuierlich dranbleiben, gesund werden ist wichtiger.
Nicola
Gesundheit ist das Allerwichtigste. Ich zitiere den Post, den du mir geschickt hast, und ich habe nur den Kopf geschüttelt: „Ich sitze gerade in der Notaufnahme auf Mallorca und bereite meine Social‑Media‑Posts für die nächsten Tage vor.“ Da denkt man sich: Leute, ihr seid motiviert, ihr nehmt euren Job ernst, aber Gesundheit geht vor.
Alexander
Und wenn du gesund bist, kannst du auch wieder posten.
Nicola
Absolut. Und der Algorithmus wird es vielleicht verzeihen. Vielleicht brauchen wir eine Krankmeldung für den Insta‑Feed. Nicht nur eine Krankmeldung für den Arbeitgeber, sondern auch für den Algorithmus und das KI‑Modell. „Lieber Algorithmus, ich bin eine Woche krank. Bitte verzeih mir.“
Nicola
Rank mich nicht runter, nur weil ich krank bin. Wer weiß, vielleicht sollten wir das mal bei Meta einreichen.
Nicola
In dem Sinne wünsche ich dir eine schöne Woche. Schön, dass wir uns gehört haben. Euch da draußen auch eine gute Zeit. Bleibt gesund. Wir hören uns. Ciao.
Alexander
Macht’s gut.