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Fehlkonfiguration: Weiter Chaos bei elektronischen Heilberufsausweisen


Bis Mitte 2026 muss die Verschlüsselung aller elektronischen Heilberufsausweise von RSA auf Elliptic Curve Cryptography (ECC) umgestellt werden. Nach Lieferschwierigkeiten bei den Vertrauensdiensteanbietern, einer Sicherheitslücke und anderen Pannen ruft der Anbieter Medisign jetzt die seit Jahresbeginn produzierten elektronischen Heilberufsausweise wieder zurück.

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„Um die Interoperabilität seiner elektronischen Heilberufsausweise (eHBA) innerhalb der Telematikinfrastruktur sicherzustellen, wird Medisign alle Ausweise austauschen“, teilt das Unternehmen mit. Die betroffenen Ärzte und Apotheker will Medisign über eine E-Mail informieren. Da kein Sicherheitsproblem vorliege, seien die Ausweise weiterhin einsetzbar.

Ob noch andere Anbieter von der Fehlkonfiguration betroffen sind, ist noch unklar. Die Redaktion hat jedoch auch Hinweise auf Fragen aufwerfende Tauschvorgänge bei anderen Anbietern erhalten. Nachfragen von heise online an die Beteiligten sind noch nicht beantwortet. Für die Betroffenen ist es schwer, zu erkennen, ob es sich bei den Informationsmails zum eHBA-Tausch um Phishing oder um echte E-Mails handelt.

Betroffen sind laut Medisign elektronische Heilberufsausweise, die ausschließlich über ECC-Zertifikate verfügen (ECC-only) und seit Anfang Januar ausgegeben werden. Ausweise der Generation 2.1, die sowohl über RSA- als auch über ECC-Zertifikate verfügen und bis Ende 2025 produziert wurden, sind nicht vom Kartentausch betroffen. Bei einer technischen Analyse sei eine Fehlkonfiguration im Personalisierungsprozess festgestellt worden.

Wie Medisign mitteilt, erfolgt der Tausch in Abstimmung mit der Gematik. „Der bei der Personalisierung durch das Kartenbetriebssystem zwingend erzeugte RSA-Schlüssel ist bei den ECC-only-Karten nicht deaktiviert und könnte unter Umständen zu Interoperabilitätsproblemen mit einigen Konnektoren führen“, heißt es von Medisign, das sich bei seinen Kunden entschuldigt. Betroffene müssen nichts tun, da sie ohne zusätzliche Identverfahren ihre Karte erhalten. Die nächsten Schritte sollen ebenfalls im Brief erklärt werden. Sobald der neue eHBA freigeschaltet ist, werde die alte Karte gesperrt.

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Der aktuelle Rückruf reiht sich in eine ganze Serie von Problemen rund um die Umstellung von RSA- auf ECC-Verschlüsselung ein. Bereits im Januar war bekannt geworden, dass eHBA der Generation 2.1 bestimmter Anbieter aufgrund einer Schwachstelle in der ECDSA-Implementierung eines Infineon-Chips ausgetauscht werden müssen. Die Gematik hatte den betroffenen Karten Anfang 2025 die Zulassung entzogen. Zwar bestand laut Behörden keine akute Gefahr für die Telematikinfrastruktur, dennoch müssen die Karten bis spätestens Ende Juni 2026 ersetzt werden. Wie viele ersetzt werden müssen, wollen die Beteiligten nicht sagen. Ein Anbieter beruft sich auf Geschäftsgeheimnisse.

Auch organisatorisch lief die Umstellung der eHBAs und weiterer Komponenten im Gesundheitswesen nicht reibungslos. Die Gematik sah sich im November 2025 gezwungen, die Frist für die verpflichtende ECC-Umstellung zu verlängern, nachdem klar wurde, dass tausende Ärzte und Apotheker ihre neuen Ausweise nicht rechtzeitig erhalten. Hintergrund waren unter anderem Produktions- und Ausgabeschwierigkeiten – maßgeblich beim Anbieter Medisign, aber auch bei D‑Trust.

Bei D‑Trust kam es zudem zu Versandpannen: In einzelnen Fällen wurden eHBA an falsche Empfänger verschickt. Das Unternehmen sprach von einer Störung bei der Zuordnung von Karten und Lieferdokumenten. Zwar seien die Karten ohne PIN nicht nutzbar gewesen und umgehend gesperrt worden, betroffene Ärzte mussten die Sendungen jedoch teils auf eigene Kosten zurückschicken.


(mack)



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Windows-Update-Vorschau jetzt als Update außer der Reihe verfügbar


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Update-Vorschauen für Windows aus dem März haben für Fehlermeldungen gesorgt, weshalb Microsoft die Verteilung noch am vergangenen Wochenende gestoppt hat. Nun hat Microsoft ein Update außer der Reihe herausgegeben, das das fehlerhafte Updatepaket ersetzt.

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Microsoft erklärt im Message Center der Windows-Release-Health-Notizen, dass das Update aus der Nacht zum Mittwoch das Problem der vorhergehenden Update-Vorschau-Version löst, bei dem sinngemäß die Fehlermeldung auftrat: „Einige Update-Dateien fehlen oder haben Probleme. Wir versuchen, das Update später erneut herunterzuladen. Fehlercode: (0x80073712)“. Das kumulative Update mit der KB-Nummer KB5086672 ersetzt die vorhergehenden Aktualisierungen für Windows 11 25H2 und 24H2. Es enthält laut Microsoft auch die Sicherheits-Patches und Verbesserungen des März-Patchday-Updates.

Die neue Fassung des Updates kommt nun automatisch auf Windows-11-Rechner mit den Builds 25H2 und 24H2, die in den Windows-Update-Einstellungen die Option „Erhalten Sie die neuesten Updates, sobald sie verfügbar sind“ aktiviert haben, führt Microsoft weiter aus. Es ist jedoch auch als optionales Update erhältlich, wenn Interessierte die manuelle Update-Suche starten und die Option nicht angeschaltet haben.

Die Update-Vorschau liefert Verbesserungen wie die Unterstützung von Bildschirmen mit mehr als 1000 Hertz Refresh-Rate, verbesserte automatische Bildrotation und HDR-Zuverlässigkeit sowie verbesserte Effizienz beim Stromverbrauch von mittels USB4 verbundenen Monitoren im Schlafmodus. Der Datei-Explorer gibt den Entwicklern zufolge heruntergeladene Dateien verlässlicher frei und unterstützt die Spracheingabe beim Umbenennen von Dateien.

Zudem haben sie die Dialogboxen in den Einstellungen unter „Konten“ – „Andere Nutzer“ an die moderne Windows-Optik angepasst. Sie unterstützen nun auch den Dark-Mode. Ob diese Dialogboxen verfügbar sind, hängt davon ab, ob das Gerät in einer Domäne hängt oder ein Schulkonto darauf genutzt wird. Die Sprachausgabe gibt nun reichhaltigere Bildbeschreibungen auf Copilot+-PCs aus und funktioniert auf allen Windows-11-Geräten, wodurch Nutzer und Nutzerinnen unmittelbar Beschreibungen auf dem Gerät erhalten oder Copilot zu mehr Details befragen können.

Microsoft hat einen Support-Eintrag für das Update KB5086672 bereitgestellt. Es hebt die Windows-Versionen auf den Stand 26200.8117 (Windows 11 25H2) und 26100.8117 (Windows 11 24H2). Es löst die defekte Update-Vorschau mit dem KB-Eintrag KB5079391 ab, das nun nicht mehr zum Download bereitsteht; das hatte die letzte Zahl der Build-Nummern auf Version 8116 gehievt.

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Die Entwickler haben dort nun auch den Hinweis ergänzt: „Dieses Update wird neuen Geräten aufgrund eines Installationsproblems nach der Veröffentlichung nicht mehr angeboten. Das Problem wurde im Out-of-Band-Update vom 31. März 2026 behoben – KB5086672 (Betriebssystembuilds 26200.8117 und 26100.8117). Dieses neuere Update enthält alle Verbesserungen und Features, die Teil dieses Updates waren, sowie eine Behebung des Installationsproblems.“


(dmk)



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50 Jahre Apple: So alt wird sonst kein Apfel | Mac & i-Podcast


Ab und zu totgesagt, oft unterschätzt, gerne missverstanden und inzwischen längst übermächtig: Apple kann pünktlich zum 1. April ganz ohne Scherze auf 50 Jahre Firmengeschichte zurückblicken. In der schnelllebigen IT-Branche ist der Konzern damit ein wahres Urgestein, das gleich mehrfach Computergeschichte geschrieben und zugleich die Welt verändert hat – vom Macintosh bis zum iPhone.

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In Episode 118 blicken Malte Kirchner und Leo Becker ausführlich zurück auf die oft bewegte Apple-Geschichte, die sich praktischerweise gut in Kapitel unterteilen lässt. Wir fangen vorn an, widmen uns aber primär der zweiten Steve-Jobs-Ära, in der Apple ein unglaubliches Innovationstempo mit immer neuer Hardware vorlegte. Natürlich beschäftigt uns ebenso die Ära Cook und der sich abzeichnende nächste Umbruch. Einen Schwenk zu persönlichen Geräte-Highlights können wir uns dabei nicht verkneifen.

Der Apple-Podcast von Mac & i erscheint mit dem Moderatoren-Duo Malte Kirchner und Leo Becker im Zweiwochenrhythmus und lässt sich per RSS-Feed (Audio) mit jeder Podcast-App der Wahl abonnieren – von Apple Podcasts über Overcast bis Pocket Casts.

Zum Anhören findet man ihn auch in Apples Podcast-Verzeichnis (Audio) und bei Spotify. Wir freuen uns über Feedback, Kritik und Fragen an podcast@mac-and-i.de.


(lbe)



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OpenAI sichert sich 122 Milliarden in einer der größten Finanzierungsrunden


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OpenAI hat seine bislang größte Finanzierungsrunde über 122 Milliarden Dollar abgeschlossen und wird nun mit 852 Milliarden Dollar bewertet.

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Die Finanzierung wird von einer breiten Allianz aus Tech-Konzernen und Finanzinvestoren getragen. Laut Bloomberg hat Amazon 50 Milliarden Dollar investiert, während Nvidia und SoftBank jeweils 30 Milliarden beigetragen haben. Rund 35 Milliarden Dollar von Amazons Beteiligung sind daran geknüpft, dass OpenAI an die Börse geht oder das Ziel einer allgemeinen künstlichen Intelligenz erreicht, berichtet Bloomberg. Die restlichen 12 Milliarden stammen von Investmentfirmen sowie vermögenden Privatanlegern, die über Banken beteiligt wurden.

Parallel sollen Anteile des Unternehmens in börsengehandelte Fonds aufgenommen werden. Zudem hat OpenAI seine bestehende Kreditlinie auf rund 4,7 Milliarden Dollar ausgeweitet. Sie wird von einem internationalen Bankenkonsortium getragen und war zum Abschlusszeitpunkt noch ungenutzt. Damit diversifiziert OpenAI seine Finanzierungsquellen und verbreitert den Zugang zu Kapital über klassische Risikokapitalgeber hinaus.

Die Mittel sollen laut OpenAI vor allem in Rechenzentren und Chips, die Weiterentwicklung der KI-Modelle sowie den Ausbau von Produkten und der Plattform für Unternehmen und Entwickler fließen. Hierfür arbeitet OpenAI mit einem breiten Netzwerk an Partnern zusammen: Während Nvidia weiterhin die Grundlage der Infrastruktur bilden soll, setzt das Unternehmen auf mehrere große Cloud-Anbieter, Chipplattformen und Betreiber von Rechenzentren.

Die Finanzierungsrunde wird als möglicher Schritt in Richtung Börsengang interpretiert, ohne dass OpenAI selbst konkrete Pläne oder einen Zeitrahmen bestätigt hat.

Anlässlich der Ankündigung hat OpenAI auch neue Geschäftszahlen veröffentlicht. Demnach erzielt das Unternehmen inzwischen rund 2 Milliarden Dollar Umsatz pro Monat und verweist dabei auf mehr als 900 Millionen wöchentlich aktive ChatGPT-Nutzer sowie über 50 Millionen zahlende Abonnenten. Das Unternehmensgeschäft ist laut OpenAI ebenfalls gewachsen: Es macht inzwischen mehr als 40 Prozent der Einnahmen aus und soll sich bis Ende 2026 dem Endkundengeschäft annähern.

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Trotz monatlicher Milliardenumsätze ist OpenAI aber weiterhin weit von Profitabilität entfernt. Die hohen Kosten für Rechenleistung, Infrastruktur und Entwicklung dürften einen Großteil der Einnahmen aufzehren. Gleichzeitig mehren sich in der Branche Stimmen, die vor überzogenen Erwartungen und einer möglichen KI-Blase warnen, sollte sich das Wachstum nicht nachhaltig in Gewinne übersetzen lassen.

Dass sich OpenAI der finanziellen Herausforderungen bewusst ist, zeigen zwei jüngste strategische Schritte: die Einführung von Werbung und die Einstellung der Video-App Sora, deren Betrieb als besonders kostenintensiv galt und deren Monetarisierung unklar blieb.

Die aktuelle Strategie zielt laut OpenAI darauf ab, Anwendungen für Unternehmen und Entwickler stärker auszubauen. ChatGPT soll dabei als zentraler Zugangspunkt und Verbreitungskanal dienen, über den neue Funktionen direkt in Alltagsnutzung und den Unternehmenseinsatz überführt werden. Ziel sei es, die verschiedenen Funktionen in einer einheitlichen Anwendung zu bündeln, die ChatGPT, das Coding-Tool Codex, Browsing und agentische Funktionen zu einer „Super-App“ zusammenführt.


(tobe)



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