Digital Business & Startups
Firmen verstehen KI längst – doch ihnen fehlt etwas überraschend Banales
Fabian Westerheide ist Gründungspartner des KI-fokussierten Venture-Capital-Investors AI.FUND und investiert seit 2014 privat über Asgard Capital in KI-Unternehmen. Westerheide berät öffentliche und private Institutionen strategisch im Bereich KI und lädt jährlich zur KI-Konferenz Rise of AI nach Berlin ein.
Ein Verwandter von mir berät Familienunternehmen bei der Nachfolge. Dabei geht es um Fragen, die sich kaum auf sachliche Kriterien reduzieren lassen: Wer übernimmt Verantwortung, wer erhält Vermögen, und wie verhindert man, dass sich eine Familie darüber zerlegt?
Diese Arbeit braucht Erfahrung, Menschenkenntnis und Fingerspitzengefühl. Automatisieren lässt sie sich nicht. Anders sieht es bei dem aus, was rund um die eigentliche Beratung entsteht: Analysen, Protokolle, Konzepte, Präsentationen und sehr viel Papier.
Vor einigen Monaten erzählte er mir von einem Konkurrenten, der früher rund hundert Beschäftigte gehabt habe. Heute seien es nur noch zehn. Ob diese Zahl stimmt und ob tatsächlich KI dahintersteckt, weiß ich nicht. In seiner Branche hält man eine solche Entwicklung inzwischen jedoch für durchaus möglich, und allein das verändert bereits den Markt.
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Wer seine Kosten so drastisch senken kann, verdient entweder bei gleichbleibenden Preisen deutlich mehr oder wird günstiger und setzt damit die übrige Branche unter Druck. Er hat deshalb längst verstanden, dass er handeln muss. Unklar ist nur, wo er anfangen soll.
Sein Geschäft besteht zu großen Teilen aus Texten, Analysen und Konzepten, mit denen Sprachmodelle grundsätzlich viel anfangen können. Bis daraus eine zuverlässige Lösung für den Unternehmensalltag entsteht, ist es jedoch ein weiter Weg. Dafür braucht es Zeit, technisches Verständnis und jemanden, der die Abläufe wirklich kennt.
Viele Unternehmen stehen gerade an diesem Punkt. Sie sehen das Potenzial, wissen aber nicht, wie sie von der Idee zu einem funktionierenden Prozess kommen.
Wenn Geschwindigkeit das Geschäftsmodell stört
Für viele Dienstleister kommt ein weiteres Problem hinzu: Sie rechnen nach Stunden oder Tagen ab. Wenn eine Kanzlei eine Prüfung an einem Nachmittag erledigt, für die sie früher zwei Wochen gebraucht hat, ist ihre Leistung zwar besser geworden, die Rechnung fällt aber kleiner aus.
Das ist kein Fehlverhalten, sondern eine Folge des Geschäftsmodells. Über Jahrzehnte wurde Zeit berechnet, weil sie sich leicht messen lässt, während der tatsächliche Wert einer Leistung deutlich schwerer zu bestimmen ist. KI macht diesen Widerspruch sichtbar.
Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen Software und Beratung. Software braucht häufig Einführung, Anpassung und Betreuung, während sich Teile von Beratung standardisieren, automatisieren und wiederholt verkaufen lassen. Viele KI-Unternehmen bewegen sich genau dazwischen. Sie sprechen von einem Produkt, benötigen aber mehrere Mitarbeiter beim Kunden, damit es überhaupt funktioniert. Das kann sinnvoll sein, bleibt jedoch personalintensiv. Schwierig wird es erst, wenn ein Unternehmen wirtschaftlich wie eine Beratung arbeitet, aber unbedingt wie ein Softwareunternehmen bewertet werden möchte.
Es fehlen die Übersetzer
Ein Unternehmer aus meinem Umfeld baut eine Klinik für Langlebigkeitsmedizin auf. Dort entstehen zahlreiche Messwerte aus unterschiedlichen Geräten und Systemen. Das medizinische Wissen ist vorhanden, ebenso die wissenschaftliche Literatur. Am Ende erhält der Patient einen Befund. Das Team benötigt dafür zwischen zwei und sechs Stunden, wobei der größte Teil der Zeit nicht in die medizinische Bewertung fließt, sondern in das Zusammensuchen, Übertragen und Aufbereiten der Daten.
Er fragte mich nicht, ob KI dabei helfen könnte. Er wollte wissen, ob ich jemanden kenne, der ihm eine passende Lösung baut.
Der Bedarf ist klar, die Daten sind vorhanden und auch das Geld wäre da. Trotzdem kommt das Projekt nicht voran, weil jemand fehlt, der die medizinischen Abläufe versteht und daraus ein funktionierendes technisches System entwickeln kann. Seit Jahren diskutieren wir darüber, welche Arbeitsplätze KI gefährdet. Dabei fehlen schon heute Menschen, die KI sinnvoll in Unternehmen bringen können. In vielen Betrieben ist deshalb nicht das Modell der Engpass, sondern die Übersetzung zwischen Fachbereich und Technik.
Manchmal reicht die Erlaubnis
Christoph Magnussen hat in einem Podcast erzählt, dass sein Unternehmen mit demselben Team inzwischen rund sechzig Prozent mehr Umsatz erzielt. Der Grund sei kein neues KI-Angebot, sondern der konsequente Einsatz der Werkzeuge im eigenen Unternehmen.
Das klingt selbstverständlich, ist es in der Praxis aber nicht. Viele Berater verkaufen KI-Strategien, ohne selbst einen einzigen wichtigen Prozess verändert zu haben. Ihre Transformation besteht häufig aus einem Chatbot und einer Präsentation. Ein weiterer Fall zeigt, woran es oft wirklich hängt. Jemand aus meinem Umfeld arbeitet bei einem großen Technologieunternehmen und automatisiert dort Prozesse. Nebenbei engagiert er sich in einem Verein, in dem er die Abläufe rund um Spendenquittungen, Mitgliederprüfungen und Verwaltung weitgehend neu organisiert hat.
Im Verein musste er keine umfangreiche Wirtschaftlichkeitsrechnung vorlegen. Es gab keinen Lenkungsausschuss und keine langen Zuständigkeitsdebatten. Er sah einen umständlichen Prozess und durfte ihn verändern.
Genau diese Erlaubnis fehlt in vielen Unternehmen. Mitarbeiter wissen häufig sehr genau, was besser laufen könnte, haben aber weder den Auftrag noch den Spielraum, etwas auszuprobieren.
Mein eigener Fehler
Ich kenne das Thema nicht nur aus Gesprächen mit anderen. An einem Freitag aktivierte ich eine Automatisierung, die alle sechs Stunden E-Mails verschickte. Dann begann das Wochenende, und ich sah nicht mehr in den Posteingang. In der Bedingung fehlte eine Prüfung, ob die jeweilige Nachricht bereits verschickt worden war. Das System arbeitete deshalb exakt nach meiner Anweisung und versendete Samstag und Sonntag immer wieder dieselbe Mail.
Am Montag bekam ich einen ordentlichen Schreck. Zum Glück gab es nur wenige Empfänger. Ich korrigierte den Ablauf, ergänzte den Abgleich mit der Datenbank und sorgte dafür, dass jeder Versand dokumentiert wurde. Danach entschuldigte ich mich bei der betroffenen Person und bot ihr an, den Code zu schicken. Sie reagierte gelassen und fragte, ob eine bestimmte Schleife die Ursache gewesen sei. Genau daran hatte es gelegen.
Über solche Situationen wird auf Konferenzen selten gesprochen. Dort sieht man meist die fertige Automatisierung, während der Weg dorthin aus falschen Bedingungen, schlechten Tests und gelegentlich auch peinlichen Fehlern besteht. Unternehmen müssen solche Fehler aushalten können. Sonst endet jeder Versuch beim ersten Problem.
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Zwischen Verstehen und Handeln
Ich habe irgendwann aufgehört, Menschen ungefragt zu helfen. Manchen erklärt man, wie sie ein Depot eröffnen, und zwei Wochen später haben sie es getan und stellen die nächsten Fragen. Andere hören sich dieselbe Erklärung an und verschieben das Thema jahrelang.
Früher dachte ich, ich müsse Dinge nur verständlicher erklären. Das hat selten etwas verändert. Bei KI sehe ich heute dasselbe Muster. An Informationen mangelt es nicht. Es gibt Anleitungen, Beispiele, Software und kostenlose Tests. Trotzdem bleibt in vielen Unternehmen alles beim Alten.
Die eigentliche Schwierigkeit beginnt nach dem Verstehen. Manche überlegen, welche Arbeit sie mithilfe von KI schneller erledigen können. Andere beschäftigen sich vor allem damit, was sie dadurch verlieren könnten. Beide Perspektiven sind nachvollziehbar, aber nur die erste führt meist zu einem Versuch.
Dafür brauchen Mitarbeiter Zeit, Verantwortung und die Möglichkeit, Fehler zu machen, ohne sich sofort rechtfertigen zu müssen.
Mein Verwandter wird seinen Weg vermutlich finden. Er ist gut in seinem Beruf und weiß, dass sich seine Branche verändert. Entscheidend ist, ob er schneller handelt als sein Konkurrent.
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DHDL: Gründer von Piesel Piepser geben jetzt Unternehmen an Sohn ab
Nach 30 Jahren suchen Marlon und Elke Osthoff erstmals einen Investor für ihr Familienunternehmen – und gewinnen zwei Geldgeber bei „Die Höhle der Löwen“. Doch nach der Sendung wagen sie einen neuen Schritt.
Ihre Verkäufe stagnieren, ihnen fehlt eine Online-Strategie und beim Pitch stocken ihre Worte immer wieder: Trotzdem überzeugen Elke und Marlon Osthoff in „Die Höhle der Löwen“ zwei Investoren. Janna Ensthaler und Carsten Maschmeyer steigen ein bei ihrem Startup. Doch das Ehepaar muss seinen Betrieb neu aufstellen, fordern Ensthaler und Maschmeyer.
Vor 30 Jahren haben die Osthoffs den Piesel Piepser entwickelt. Mit dem Gerät sollen Kinder lernen, nachts rechtzeitig aufzuwachen und auf die Toilette zu gehen. Ein Sensor in der Unterwäsche löst bereits bei wenigen Tropfen Urin den Alarm aus. Das Thema betreffe viele Familien: Nach Angaben der Gründer macht etwa jedes siebte Kind bis zum sechsten Lebensjahr ins Bett.
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„Die Höhle der Löwen“: Ehepaar verkauft 100.000 Piesel Piepser – doch der Erfolg bleibt aus
Über die Jahre verkaufen die Osthoffs rund 100.000 Geräte. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten häufig auf ärztliche Verordnung. Trotzdem bleibt der große Durchbruch aus. Der Umsatz stagniert zuletzt bei rund 200.000 Euro pro Jahr. Bestellungen bearbeiten die Gründer weitgehend selbst, der Vertrieb läuft vor allem über Kinderärzte und medizinische Fachkongresse. Einen Online-Shop bauten sie nie auf. Käufer bestellen stattdessen per E-Mail.
In „Die Höhle der Löwen“ suchen die Osthoffs deshalb auch Unterstützung beim Vertrieb und bei der Professionalisierung des Unternehmens. „Wir sind einfach zu klein und haben es nie geschafft, den richtigen Weg einzuschlagen und an die richtigen Kontakte zu gehen“, sagt Marlon Osthoff in der Sendung. Mit Anfang 60, nach 43 Ehejahren, brauchen sie außerdem Geld fürs Alter. „Ich habe tatsächlich richtig derbe Existenzängste”, sagt Marlon Osthoff.
Das Ehepaar hofft jetzt, dass ein Investor ihrem Produkt nach 30 Jahren neuen Anschub gibt. 100.000 Euro bieten sie den Gründern für zehn Prozent der Anteile am Unternehmen. Doch im Pitch vor den Löwen suchen die Gründer immer wieder nach Worten. „Ich bin so nervös. Ich finde gerade den Faden nicht”, sagt Elke Osthoff dabei den Löwen.
Das berührt die Jury. „Die Höhle der Löwen ist ein sehr großer Auftritt”, sagt Frank Thelen. “Ein- und ausatmen”, versucht Janna Ensthaler das Gründer-Paar zu beruhigen.
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Piesel Piepser braucht neuen CEO
Am Ende steigen Ralf Dümmel, Andreas Herb und Frank Thelen aus. Doch Janna Ensthaler und Carsten Maschmeyer halten den Piesel Piepser für ein gutes Produkt in einem relevanten Markt – und würdigen ihr Durchhaltevermögen trotz zahlreicher Rückschläge in drei Jahrzehnten. Es gibt allerdings auch ein großes Aber: Aus Sicht der Löwen liegt die größte Schwäche in der Unternehmensführung und Vermarktung des Piesel Piepsers.
Deshalb bieten sie den Gründern die geforderten 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Allerdings knüpfen sie ihre Investition an eine Bedingung: Die Osthoffs sollen einen neuen, jüngeren Geschäftsführer finden und ihm 20 bis 30 Prozent des Unternehmens überschreiben. Der neue CEO soll frischen Wind ins Geschäft bringen und vor allem den Vertrieb professionell aufbauen. Falls nötig, wollen die Investoren sogar das Gehalt der neuen Führungskraft finanzieren.
Marlon und Elke Osthoff nehmen den Deal mit doppelter Löwenpower an. Wie es danach weiterging, hat Gründerszene nachgefragt.
Kein Deal, aber neue Pläne für Piesel Piepser
„Wir sind unseren Löwen Janna und Carsten sehr dankbar – nicht nur für die Unterstützung während der Show, sondern vor allem für die offenen und guten Gespräche danach und die vertrauensvolle Zusammenarbeit bis heute“, teilen uns die zwei mit. „Wir haben uns jedoch gemeinsam dazu entschieden, die weiteren Schritte zunächst zurückzustellen.“
Das Unternehmen bleibt in Familienhand: Sohn Dustin ist mit seiner Frau bei Piesel Piepser eingestiegen. Sie führen und entwickeln nun das Unternehmen weiter. „Inzwischen ist für uns der richtige Zeitpunkt gekommen, die Zukunft von Piesel Piepser langfristig zu gestalten und die Verantwortung innerhalb unserer Familie an die nächste Generation zu übergeben“, sagt das Ehepaar. „Sowohl aufgrund unseres Alters als auch der gesundheitlichen Situation von Marlon möchten wir diesen Schritt jetzt gehen.“
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Carsten Maschmeyer sagt auf Anfrage von Gründerszene: „Solche Schritte brauchen die nötige Zeit und sollten nicht unter zusätzlichem Druck stattfinden. Unser Interesse an Piesel Piepser besteht weiterhin, und ich freue mich, wenn wir die Gespräche zu einem passenden Zeitpunkt wieder aufnehmen.“
Auch Janna Ensthaler will den Osthoffs Zeit geben. Sie „leben für ihr Unternehmen – das spürt man sofort. Deshalb war es uns in diesem Fall besonders wichtig, nicht um jeden Preis auf einen Deal zu drängen, sondern gemeinsam herauszufinden, was für die Familie Osthoff und das Unternehmen langfristig das Richtige ist. Im Vordergrund steht nun zunächst die Übergabe an die nächste Generation. Diesen Weg begleiten wir sehr gerne weiter und stehen der Familie auch künftig mit Rat und Tat zur Seite.“
Piesel Piepser bleibt damit vorerst am Markt – ob mit oder ohne DHDL-Investoren.
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Bits & Pretzels 2026: Das erwartet die Besucher in diesem Jahr
Einmal mehr bringt Bits & Pretzels das Startup-Ökosystem Europas zusammen. Im Fokus stehen neue Technologien, Innovationen und die Menschen hinter dem Fortschritt.
Bits & Pretzels
Vom 28. bis 30. September 2026 kehrt Bits & Pretzels während der legendären Oktoberfest-Feierlichkeiten nach München zurück und bringt erneut Europas Startup-Ökosystem zusammen, diesmal unter dem Motto „Human After All“.
Die Konferenz wird 7500 Teilnehmer begrüßen, darunter 2000 Investoren sowie Gründer, Unternehmensentscheider und politische Entscheidungsträger aus ganz Europa und darüber hinaus. Ihr Ziel bleibt unverändert: Gründer dabei zu unterstützen, Kontakte zu knüpfen, zu lernen und zu wachsen.
Erfahrt jetzt mehr über Bits & Pretzels 2026!
Technologie trifft Menschlichkeit
Die Ausgabe 2026 wird sich mit transformativen Technologien beschäftigen und zugleich die Menschen dahinter in den Mittelpunkt der Diskussion stellen. Zu den Top-Speakern zählen der Medienunternehmer und Host von „The Diary of a CEO“, Steven Bartlett, sowie der Comedian, Produzent und Moderator von „The Daily Show“, Trevor Noah. Mit ihren Gesprächen über Führung, Wirtschaft und Gesellschaft haben sie weltweit Millionen von Menschen erreicht.
„Im Einklang mit dem Motto ‚Human After All‘ rückt das Programm 2026 die Resilienz von Gründern, die menschlichen Qualitäten, die zum Erfolg führen, sowie die Frage in den Fokus, wie Unternehmer die richtige Denkweise entwickeln können, um ihre Ziele zu erreichen“, sagt Bernd Storm vans Gravesande, Mitgründer von Bits & Pretzels.
Neben Steven Bartlett und Trevor Noah werden auch Führungspersönlichkeiten einiger der am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen Europas auf der Bühne stehen, darunter Legora, n8n, Dash0 und Langdock sowie viele weitere. Im Rahmen des Programms sprechen die Speaker über die größten Chancen und Herausforderungen, die Europas Innovationslandschaft prägen – von angewandter KI über Verteidigung, Fintech und Deeptech bis hin zur Raumfahrttechnologie.
„Es ist eine sehr spannende Zeit für einen Besuch in München. Die Stadt wächst rasant, insbesondere in den Bereichen Deeptech und Verteidigung, mit herausragenden Startups und Rekordfinanzierungsrunden. München entwickelt sich eindeutig zu einem der führenden Technologiezentren Europas, und hier zeichnen sich bereits viele der nächsten großen Trends ab“, sagt Bits & Pretzels Co-Host Felix Haas.
Bits & Pretzels
Von Gründern für Gründer
Die Unterstützung von Gründern stand schon immer im Mittelpunkt von Bits & Pretzels. Daher bietet die Veranstaltung eine Vielzahl von Formaten, die Startups dabei helfen sollen, ihre Ziele zu erreichen.
Die Startup Exhibition bietet jungen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte zu präsentieren, während strukturierte Networking-Sessions Gründer mit potenziellen Partnern, Investoren und Führungspersönlichkeiten aus der Branche zusammenbringen. Ziel ist es, Beziehungen aufzubauen, die weit über die dreitägige Veranstaltung hinaus Bestand haben.
Das Investorenprogramm wird erneut mehr als 2000 Kapitalgeber zusammenbringen, während der CIO AI Summit Führungskräfte aus Unternehmen mit dem Startup-Ökosystem vernetzt und so Möglichkeiten für Partnerschaften und Investitionen schafft.
„Bits & Pretzels wurde von Gründern für Gründer aufgebaut“, sagt Mitgründer Andy Bruckschlögl. „Unsere Mission ist es jedes Jahr, Startups den Zugang und die Sichtbarkeit zu verschaffen, die sie für ihren Erfolg brauchen.“
Wie jedes Jahr endet die Konferenz mit ihrem traditionellen Networking-Erlebnis auf dem Münchner Oktoberfest. Am Abschlusstag kommen die Teilnehmer im Schottenhamel-Festzelt zusammen, wo die Gespräche bei einem Bier weitergehen – eine der Traditionen, mit denen sich Bits & Pretzels von anderen Startup-Events in Europa abhebt.
Digital Business & Startups
+++ ARR-Hype +++ Flip +++ K-Beauty +++ Yepoda +++ Deutscher Business Angels Tag +++ MoIn Group +++
#StartupTicker
+++ #StartupTicker +++ ARR-Hype: Zahlen sind nicht alles +++ StartupsToWatch: Flip aus Stuttgart +++ K-Beauty – ein wahnsinniger Boom +++ Eventtipp: Deutscher Business Angels Tag +++ So funktioniert die Kölner MoIn Group +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Freitag, 11. September).
#STARTUPLAND: SUPER EARLY BIRD ENDET IN 12 TAGEN

STARTUPLAND – one day, unlimited opportunities
+++ Der Countdown läuft! Nur noch 12 Tage gibt es die Super-Early-Bird-Tickets für unsere vierte STARTUPLAND Conference. Am 10. März 2027 bringen wir im RheinEnergieSTADION in Köln wieder Gründer:innen, Investor:innen und viele weitere Menschen aus dem Startup-Ökosystem zusammen. Wer dabei sein möchte, sollte sich jetzt den günstigsten Ticketpreis sichern.
#STARTUPTICKER
ARR-Hype
+++ Zahlen sind nicht alles! Cerpro-Gründer Henrik Pitz nimmt sich auf LinkedIn die derzeit beliebten ARR-Erfolgsmeldungen vieler Startups vor – die auch wir regelmäßig aufgreifen. Sein Punkt: 1 Million Euro ARR nach sechs Monaten bedeutet nicht zwingend sechs Monate nach der Gründung – häufig startet die Uhr erst mit dem Produktlaunch, dem Jahre an Entwicklung vorausgehen können. Zudem seien extrem schnelle Wachstumsraten je nach Geschäftsmodell kaum vergleichbar. Entscheidend sei ohnehin nicht nur, wie schnell ein Startup 1 Million ARR erreicht, sondern wie: Kundenbindung, CAC, Margen, Teamgröße sowie Sales- und Marketingkosten erzählen oft die spannendere Geschichte. Pitz räumt dabei selbst ein: „A lot of what we read on LinkedIn is marketing.“ Eine wichtige Erinnerung daran, ARR-Zahlen nicht isoliert zu betrachten – gerade wenn immer neue Rekordmarken die Runde machen. Cerpro, 2023 gegründet, entwickelt eine Plattform zur Automatisierung und Standardisierung von Qualitätsprozessen in der Fertigungsindustrie. Das Startup sammelte zuletzt 2 Millionen Euro ein. (Linkedin) Mehr über Cerpro
Flip
+++ StartupsToWatch! In das Stuttgarter Startup Flip flossen seit der Gründung bereits rund 85 Millionen US-Dollar – eine stattliche Summe für die ambitionierten Pläne des Teams. Das 2018 von Benedikt Ilg und Giacomo Kenner gegründete Unternehmen startete einst als eine Art WhatsApp für Unternehmen und positioniert sich inzwischen als „KI-native Mitarbeiter-Plattform für Frontline Teams“. Zu den Kunden gehören bereits große Unternehmen wie Bosch, TEDi und REWE. Auch beim Umsatz geht es bei Flip voran: 2024 legte dieser um 28 % auf 8,1 Millionen Euro zu. Allerdings schreibt Flip weiterhin deutlich rote Zahlen – der Jahresfehlbetrag lag bei 10,5 Millionen Euro. Flip wächst, verfügt über namhafte Kunden und hat finanziell ordentlich Rückenwind. Nun muss das Team zeigen, dass sich das Wachstum langfristig auch auszahlt. Mehr über Flip
K-Beauty – Yepoda
+++ Lesenswert! Koreanische Kosmetik ist längst mehr als ein Social-Media-Hype. Südkorea exportierte 2025 Kosmetik im Wert von 11,4 Milliarden US-Dollar und ist inzwischen der zweitgrößte Kosmetikexporteur der Welt. OMR zeigt, was hinter dem Boom steckt – und blickt dabei auch auf das Berliner Startup Yepoda, das 2024 bereits 65 Millionen Euro Umsatz machte. (OMR) Mehr über Yepoda
Deutscher Business Angels Tag
+++ Eventtipp! Am 6. und 7. November findet im Hannover Congress Centrum der Deutsche Business Angels Tag (DBAT) statt. Unter dem Motto „Nur wer sät, kann ernten“ treffen dort Business Angels, VCs, Startups, Angel-Netzwerke und Vertreter aus der Politik aufeinander. Auf dem Programm stehen Panels und Diskussionen rund um Frühphaseninvestments. Zudem werden der Business Angel des Jahres 2026 und der Exit des Jahres ausgezeichnet. Für Leserinnen und Leser von deutsche-startups.de gibt es mit dem Code DEUTSCHESTARTUPS10 zudem 10 % Rabatt auf die Tickets.
MoIn Group
+++ Maklerhäuser kaufen und sie mit KI effizienter machen: Mit der MoIn Group setzen Moritz Delbrück und Co. auf ein AI-Roll-up. Im Interview spricht Delbrück über den fragmentierten Maklermarkt, ungelöste Nachfolgefragen und die Chancen durch KI. Mehr über die MoIn Group
Hunde
+++ Hunde reagieren sensibel auf Unsicherheit. Sie folgen demjenigen, der Ruhe vermittelt. Viele Gründer:innen unterschätzen, wie stark ihre eigene Stimmung, Kommunikation und Entscheidungsweise das Team prägen. Mehr im Gastbeitrag von Sarah Kierner
#DEALMONITOR
Investments & Exits
+++ LegalTech Grubel erhält 3 Millionen +++ kicker ventures investiert in Trikots-Startup Kitts +++ Finanzspritze für Luftfahrt-Startup AERLIN +++ NRW.BANK investiert in Phagestack +++ VNR Group übernimmt Tappz. Mehr im Deal-Monitor
#JOBS
itmX
+++ Unser Job des Tages! itmX sucht einen Digital Marketing Manager – KI / Social Media (m/w/d). Was entsteht, wenn Leidenschaft und Innovation zusammentreffen? Wir gestalten die Zukunft der Kundenbeziehungen, indem wir Unternehmen eine umfassende 360-Grad-Sicht auf ihre Kunden ermöglichen und ihre Geschäftsprozesse in Marketing, Vertrieb, Handel und Service optimieren.
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