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„Fleiß beats everything“ – die Hiring-Regeln eines Unicorn-Gründers
Wie erkennt man die richtigen Mitarbeitenden – und welche Fehler sollten Gründer beim Hiring unbedingt vermeiden? Darüber sprechen Nikita Fahrenholz und Martin Eyerer in der aktuellen Folge des Royal GS Podcasts.
Recruiting entscheidet über den Erfolg eines Startups – doch worauf kommt es beim Einstellen wirklich an? Genau dieser Frage widmen sich Martin Eyerer (Ex-CEO Factory Berlin, Unternehmer, Techno-DJ) und Nikita Fahrenholz (Co-Gründer von Delivery Hero & Fahrengold) in der aktuellen Folge des Royal GS Podcasts. Die beiden Gründer teilen ihre Erfahrungen aus dem Aufbau schnell wachsender Unternehmen, inklusive Learnings aus der Skalierungsphase von Delivery Hero.
Hiring ist Chefsache
Die Podcasthosts machen am Anfang deutlich, dass gerade in jungen Unternehmen Recruiting zu den wichtigsten Aufgaben eines Gründers gehört. Während Prozesse anfangs oft improvisiert werden, braucht es mit wachsender Unternehmensgröße klare Strukturen.
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Fahrenholz beschreibt, wie das Recruiting bei Delivery Hero sich entwickelt hat, von der Gründer-geführten Personalsuche bis hin zu professionellen HR-Prozessen. In den Anfangsjahren wurden Mitarbeiter teilweise direkt in der Mensa der Uni angesprochen. „Wir hatten noch niemanden in HR, sondern es lief alles über die Founder“, so Fahrenholz. „Da haben wir uns tatsächlich in die HU, also die Humboldt-Universität, in die Mensa gestellt und haben ein Schild hochgehalten.“
Energie schlägt perfekten Lebenslauf
Ein wiederkehrendes Thema ist die Frage, worauf Unternehmen bei Bewerbern wirklich achten sollten. Die Antwort der Hosts: Nicht der perfekte Lebenslauf entscheidet, sondern Motivation, Lernbereitschaft und Energie. „Fleiß beats everything“, fasst Fahrenholz seine Recruiting-Philosophie zusammen. Fachliche Defizite würden sich häufig ausgleichen lassen, aber fehlende Motivation dagegen kaum.
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Auch Initiativbewerbungen sehen beide deutlich positiver als standardisierte Massenbewerbungen. Wer sich individuell mit einem Unternehmen auseinandersetzt, verschaffe sich einen echten Vorteil.
Warum Bauchgefühl trotzdem wichtig bleibt
Neben strukturierten Prozessen sprechen Fahrenholz und Eyerer auch über einen Faktor, der sich kaum standardisieren lässt, nämlich das Bauchgefühl.
Eyerer berichtet, dass Fehlentscheidungen häufig dann entstanden seien, wenn zwar Qualifikation und Lebenslauf überzeugten, das persönliche Gefühl aber dagegen sprach. Für beide gilt, das Recruiting nicht nur aus Checklisten besteht , sondern auch aus Menschenkenntnis.
„Never hire genius assholes“
Fahrenholz warnt vor sogenannten „genius assholes“ aka fachlich herausragenden Mitarbeitern, die menschlich jedoch nicht ins Team passen.
Seine Begründung ist, das einzelne toxische Persönlichkeiten langfristig mehr Schaden anrichten könnten als ihr fachlicher Beitrag wert sei. Teamkultur habe insbesondere in schnell wachsenden Startups einen deutlich höheren Stellenwert als kurzfristige Performance.
KI verändert Recruiting, ersetzt es aber nicht
Na klar wird auch über Künstliche Intelligenz gesprochen. Die Hosts betonen, dass Technologie den Auswahlprozess unterstützen kann, die finale Entscheidung aber weiterhin von Menschen getroffen werden sollte. Referenzgespräche, praktische Aufgaben und die Probezeit blieben zentrale Instrumente, um die tatsächliche Passung eines Kandidaten zu beurteilen.
Hört rein auf Spotify und Apple Podcasts.