PAGE gefällt …: Illustrationen von Florian Meissner aus Leipzig, der in satten Farben und in visuellen Metaphern in Innenwelten abtaucht, Gefühle sichtbar macht, Zeit und Vergänglichkeit – und das für The New York Times, The Atlantic und viele mehr.
Start Ich habe Kommunikationsdesign in Konstanz studiert. Zwischen Ausbildung und Studium wurde ich in einem Zeichenkurs von einer Lehrerin ermutigt, Illustration zu verfolgen – das war der Moment, in dem es Klick gemacht hat. Im Studium habe ich mich dann voll darauf fokussiert und praktisch jeden Tag gezeichnet, auch abseits von Pflichtveranstaltungen. Die Auseinandersetzung mit anderen Disziplinen im Grafikdesign hat mir im Rückblick viel Klarheit für die Arbeit als Illustrator gebracht – gerade was Konzeption angeht. Nach dem Studium bin ich direkt in die Selbstständigkeit gesprungen– das mache ich seit 2022.
Stil Ich würde meinen Stil als farbenfroh und surreal beschreiben, wobei mir die Idee hinter einem Bild genauso wichtig ist wie die Umsetzung. Ich arbeite viel mit visuellen Metaphern, um abstrakte Themen greifbar zu machen – Zeit, Vergänglichkeit, innere Zustände. Stilistisch bewege ich mich zwischen grafischer Klarheit und malerischen, atmosphärischen Momenten. In letzter Zeit experimentiere ich wieder verstärkt mit analogen Techniken, was auch meine digitale Arbeit präziser und detaillierter werden lässt. Neben statischen Illustrationen entstehen auch Frame-by-Frame-Animationen.
Lieblingsmotive Menschen, Natur, Uhren – und wie diese Elemente zusammenspielen. Mich interessieren innere Zustände und abstrakte Themen wie Zeit und Vergänglichkeit, die ich in meinen freien Arbeiten greifbar machen will.
Technik Digitale Zeichnung mit Procreate auf dem iPad. Für mich stand bisher immer die Idee im Vordergrund – das Digitale bietet die Schnelligkeit, Konzepte direkt umzusetzen, schnell zu iterieren und auf Kundenprojekte zu reagieren. Jetzt, wo ich stilistisch und konzeptionell gefestigter bin, merke ich aber auch, wie viel das Analoge als eigene Ebene kommunizieren kann – das ist gerade ein Prozess, in dem ich mich befinde. Animationen entstehen Frame-by-Frame in Procreate Dreams.
Inspiration Vieles– und oft unbewusst. Ich glaube, weil sich mein Stil und meine Themen über die Jahre gefestigt haben, sehe ich die Welt inzwischen durch eine bestimmte Linse, und dadurch können Alltagsmomente genauso Inspiration sein wie Ausstellungen oder Kunstbücher. Ich gehe viel in Galerien und Museen, höre klassische Musik, lese mich quer durch verschiedene Themen. Mich interessiert generell, wie die Welt funktioniert– Geschichte, Mythologie, wie Menschen über Jahrhunderte gedacht und geschaffen haben. Die Renaissance hat mich besonders geprägt, auch durch Zeit, die ich in Florenz verbracht habe.
Kunden The New York Times, The Atlantic, Noema Magazin, Bandcamp, WeTransfer, unter anderem …
Agent:in Nicht aktiv auf der Suche, aber definitiv interessiert.
Hier geht es zum »Behind the Cover«, da eine Arbeit von Florian Meissner auf der PAGE 01.2026 zu sehen ist, die am 11. März erscheint.