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Fokus verstärkt auf eigene Modelle: Microsoft will Kosten im KI-Bereich weiter drastisch senken


Fokus verstärkt auf eigene Modelle: Microsoft will Kosten im KI-Bereich weiter drastisch senken

Bild: Microsoft

Microsoft treibt die Integration eigener KI-Modelle in seine Software-Produkte weiter voran und ersetzt schrittweise bislang genutzte Modelle von OpenAI und Anthropic. Im Fokus stehen nicht nur Maßnahmen zur Senkung der hohen Kosten, mit denen auch der Konzern zu kämpfen hat, sondern auch die Verringerung von Abhängigkeiten.

Eigene Modelle als umfassende Lösung gegen zu hohe Kosten und Abhängigkeit

Das bedeutet unter anderem, dass sich Microsoft zunehmend von externen KI-Anbietern lösen und den Fokus verstärkt auf eigene Entwicklungen legen will. Einem Bericht von Bloomberg zufolge verarbeitet der Software-Konzern inzwischen bereits jede Woche Zehntausende KI-Anfragen in Excel und Outlook über die hauseigenen Microsoft-KI-Modelle. Dabei handelt es sich um eine Modellfamilie, die Microsoft vollständig eigenständig und unabhängig von OpenAI oder anderen Partnern entwickelt hat. Bislang kamen für solche Anfragen überwiegend Modelle von OpenAI und Anthropic zum Einsatz.

Hintergrund der neuen Offensive ist der hohe finanzielle Aufwand für Entwicklung, Betrieb und Nutzung moderner KI-Modelle. Derzeit entfällt zwar erst ein kleiner Teil der Anfragen auf die eigenen Lösungen, ihr Anteil soll in den kommenden Jahren jedoch kontinuierlich steigen, während die Nutzung externer Modelle schrittweise zurückgehen soll – so zumindest die langfristige Strategie des Unternehmens. Vollständig verzichten wird Microsoft auf die Produkte der Konkurrenz allerdings noch längere Zeit nicht können.

Bereits im März dieses Jahres gab es erste Hinweise seitens Microsoft, dass die Ausgaben für Anthropic und OpenAI durch einen verstärkten Einsatz der eigenen MAI-Modelle reduziert werden sollen. Gegenwärtig profitiert das Unternehmen noch von vergünstigten Konditionen im Rahmen der langjährigen Partnerschaft mit OpenAI. Da diese Vorteile jedoch nicht dauerhaft garantiert sind, arbeitet Microsoft daran, sich langfristig unabhängiger von den Preisentscheidungen externer KI-Anbieter zu machen.

Erste Lösungen vorgestellt

Bereits Anfang Juni hatte Microsoft auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz „Build“ sieben neue KI-Modelle vorgestellt, darunter unter anderem einen Coding-Assistenten, der nach Angaben des Unternehmens eine ähnliche Leistung wie das frühere Anthropic-Modell Opus 4.6 erreicht, dabei jedoch deutlich kostengünstiger arbeiten soll und inzwischen auch innerhalb von GitHub Copilot zum Einsatz kommt. Ebenfalls vorgestellt wurden die MAI-Image-2.5-Modelle für die Text-zu-Bild-Generierung sowie ein selbst entwickeltes Modell für Transkriptionsaufgaben in Microsoft Teams und weiteren Produkten. Damit soll der Einsatz eigener KI-Technologie innerhalb des Microsoft-Ökosystems weiter ausgebaut werden.

Auch chinesische KI-Modelle Teil der Gedankenspiele

Die steigenden Kosten sorgen branchenweit für Unzufriedenheit. Laut dem Bericht prüfen einige Unternehmen inzwischen sogar den Einsatz chinesischer KI-Modelle, da diese als kostengünstigere Alternative für agentische KI-Anwendungen gelten. Auch Microsoft soll über den Einsatz einer selbst gehosteten DeepSeek-Variante nachdenken. Den grundsätzlichen Überlegungen stehen allerdings weiterhin erhebliche Bedenken hinsichtlich möglicher Sicherheits- und Datenschutzrisiken gegenüber.



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