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Framework Laptop 13 Pro: Auslieferung verzögert sich wegen Touchpad und Display

Bei Framework verzögert sich die Produktion des Framework Laptop 13 Pro und damit auch die Auslieferung des Notebooks. Hintergrund sind Komplikationen beim haptischen Touchpad und dem Bildschirm, die jeweils Anpassungen bedingen und somit zu der Verzögerung führen. Die neuen Mainboards sind weiterhin für Juni geplant.
Das geht aus einer E-Mail hervor, die Framework an alle Vorbesteller des Notebooks, aber auch an die Presse verschickt hat, die auf Leihgeräte wartet, da ursprünglich bis zum 17. Juni ein Test-Embargo galt, das stetig näher rückte, ohne den aktuellen Status zu kennen. Framework geht derzeit davon aus, dass circa Mitte Juli Testgeräte verschickt werden können, kurz bevor erste Vorbestellungen an Käufer ausgeliefert werden sollen.
Erste Auslieferungen ab Ende Juli
In dem Schreiben, das im Ganzen auf Reddit veröffentlicht wurde, erklärt das Unternehmen die Hintergründe der Verzögerung. Die Massenproduktion laufe aufgrund von Anpassungen bei Touchpad und Display später an, sodass Kunden anstelle von Ende Juni jetzt mit einer Auslieferung Ende Juli, teils auch erst Anfang August rechnen müssen. Der „July Batch“ verschiebe sich mit hoher Wahrscheinlichkeit komplett in den August. Es soll aber nicht zu kaskadierenden Verschiebungen über den August hinaus kommen. Sollte das spätere Datum nicht mehr passen, könne von Käufern eine Rückzahlung verlangt werden.
Touchpad mit Problemen bei PCB und Firmware
Beim haptischen Touchpad des Framework Laptop 13 Pro sei es dem Unternehmen zufolge über die letzten Monate zu sporadischen Fehlern gekommen, wobei sich dieses nach mehrfachem Klicken zurückgesetzt habe. Gemeinsam mit den Zulieferern Lite-On und Boréas sei ein „elektrisches Problem“ im PCB-Design respektive der Erdung als Hauptursache identifiziert und daraufhin ein neues PCB aufgelegt worden.
Parallel dazu habe Framework gedacht, auch mit Firmware-Anpassungen das Problem angehen zu können. Auf alten PCBs mit neuer Firmware sei es dann aber sogar zu mehr Fehlern als mit der alten Firmware gekommen, sodass nun das neue PCB für alle Auslieferungen vorgesehen sei. Erste Samples hätten gezeigt, dass es damit nicht mehr zu den Ausfällen komme. Nach der vollständigen Validierung werde diese Version in die Massenproduktion übergeben, wobei man diese bereits vorbeugend hochgefahren habe, um die Verzögerungen möglichst gering zu halten. Neue Touchpad-Module der Zulieferer sollen Mitte Juli in der Fabrik zur Endmontage eintreffen. Die weiteren Komponenten des Notebooks sollen unterdessen so vorbereitet werden, dass das neue Touchpad schnell eingesetzt und die Auslieferung damit beschleunigt werden könne.
Display-Firmware sorgte für Komplikationen
Das Unternehmen hat beim Hochfahren der Massenproduktion aber auch einen Fehler beim neuen Touch-Bildschirm bemerkt, der dazu geführt habe, dass dieser bei einer Einheit überhaupt nicht initialisiert werden konnte. Der Zulieferer TCL CSOT habe die Ursache dafür in einem Grenzfall bei den „Initialisierungsparametern“ gefunden und das Problem mit einer neuen Firmware angehen können, die jetzt auch bei der Massenproduktion zum Einsatz komme. Diese Anpassung könne Framework mit den Verzögerungen beim Touchpad koordinieren, sodass es nicht zu weiteren Verspätungen als Juli komme.
Neue Mainboards kommen weiterhin im Juni
Für Vorbesteller nur des neuen Mainboards ändert sich hingegen nichts. Auch wenn der Laptop 13 Pro eine Neuentwicklung ist, hat Framework darauf geachtet, dass Mainboard und Display-Einheit zum Laptop 13 kompatibel sind. D.h. aktuelle Besitzer des Laptop 13 können auf das neue Mainboard mit Intel Core Ultra 300 oder – unter Berücksichtigung der aktuellen Verschiebung – das neue hellere Display mit Touch wechseln. Die Auslieferung der neuen Mainboards soll weiterhin im Juni erfolgen, nur dass Framework den Käufern diesmal keine unabhängigen Tests des gesamten Notebooks von der Presse vorab anbieten könne. Vorbesteller könnten sich aber bisherige Hands-on-Berichte und andere Tests der Intel Core Ultra Series 3 ansehen.
Bundles mit LPCAMM2 geplant
Darüber hinaus habe Framework Kundenfeedback rund um die schlechte Verfügbarkeit von LPCAMM2 für das neue Mainboard erhalten. Sollte nun gewünscht werden, dass das Mainboard doch bereits ab Werk mit Speicher bestückt wird, könne dies beim Support angefragt werden. Dies werde wahrscheinlich aber zu einer leichten Verzögerung in der Auslieferung führen. Künftig will Framework auch Bundles aus Mainboard und Speicher anbieten.