Doppeldeutigkeit Begriffe und Momente aus dem Tennis spielen eine Rolle in der Kampagne für ein WTA-Turnier
Mit den MSC Hamburg Ladies Open kommt am Wochenende ein wichtiges Event des Tennissports nach Hamburg. Jung von Matt Sports und der Veranstalter MatchMaker Sports wollen das Turnier auch nutzen, um neue Fans für das Frauentennis zu gewinnen.
Das Anliegen ergibt Sinn: Denn das WTA-250-Turnier am Hamburger Rothenbaum dient damit gleich zwei Formen des Nachwuchses – dem auf dem Court und dem auf den Tribünen. Neben jungen Spielerinnen braucht der Sport schließlich auch neue Fans. Und um letztere zu erreichen, wurde die Kommunikationskampagne aufgesetzt, die im Kern über Digital-Out-of-Home-Flächen sowie in Social Media ausgespielt wird.
Dabei setzt JvM Sports auf eine Vielzahl doppeldeutiger Headlines, die Begriffe aus dem Tennissport unter anderem mit Hamburger Eigenheiten verbinden. Steife Brise? Erreicht bei uns 180 km/h oder In Hamburg sagen wir nicht Moin Moin. Wir sagen Point gehören zum Beispiel dazu. Die Kampagne arbeitet dabei mit einer stark reduzierten Gestaltung, die die Headlines in den Mittelpunkt rückt. Visuell dominieren kräftige Farbflächen in Kombination mit stilisierten Tennisbällen und Pfeilelementen.
Zu sehen sind die Motive an hochfrequentierten Orten wie der Barclays Arena und dem Hamburger Flughafen.
Das Ziel von JvM und MatchMaker Sports ist es, zum einen Aufmerksamkeit für das Turnier zu erzeugen, zum anderen aber auch Berührungsängste gegenüber dem Frauentennis abzubauen. Dabei knüpft die Kampagne auch an eine Diskussion an, die im Tennis schon länger geführt wird. Der Tennissport gilt beim Thema Equal Pay im Vergleich zu vielen anderen Sportarten als Vorreiter – auch wenn vollständige Preisgeldgleichheit bis heute nicht überall erreicht ist. Die Kampagne will den Gedanken der Gleichstellung deshalb um einen weiteren Aspekt ergänzen: mehr Aufmerksamkeit für das Frauentennis. Denn weder Equal Pay noch sportliche Gleichstellung genügen, solange die öffentliche Wahrnehmung hinterherhinkt. Für Katja Kraus, Geschäftsführerin von Jung von Matt Sports, sind die MSC Hamburg Ladies Open deshalb ein bedeutendes Ereignis im Frauensport: Auf den Courts bekommen die Zuschauerinnen und Zuschauer Tennis von Weltklasse-Niveau geboten und wir wollen dazu beitragen, möglichst viele Menschen davon zu überzeugen. Das funktioniert am besten mit einem Besuch vor Ort, sagt sie.
Und sportlich kann das Turnier durchaus mit einigen bekannten Namen aufwarten. Unter anderem die Polin Maja Chwalinska, die Ungarin Panna Udvardy sowie die deutschen Spielerinnen Tamara Korpatsch, Tatjana Maria und Noma Noha Akugue sind angekündigt.
Für MatchMaker Sports hat das Event außerdem eine besondere Bedeutung: Das Unternehmen organisiert seit 2019 internationale Tennisturniere am Rothenbaum. 2021 gelang die Rückkehr eines WTA-Turniers nach Hamburg, nachdem die Hansestadt fast zwei Jahrzehnte lang kein internationales Damenturnier mehr ausgerichtet hatte. Seit 2025 wird die Veranstaltung unter dem Namen MSC Hamburg Ladies Open ausgetragen.