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Freie Alternative zu Jira: OpenProject 17.6 integriert XWiki


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Mit Version 17.6 verbindet das Projektmanagement-Tool OpenProject die eigene Open-Source-Plattform mit der Wissensmanagement-Software XWiki. Zudem baut das Release die Scrum-Funktionen aus, verbessert Meetings und Administration und bringt mehrere sicherheitsrelevante Änderungen sowie zahlreiche Fehlerkorrekturen.

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Wichtigste Neuerung ist die XWiki-Integration, die als Enterprise-Erweiterung für alle Kunden mit Corporate-Plan bereitsteht. Administratoren binden XWiki als externen Wiki-Provider ein, woraufhin Work Packages einen eigenen Wiki-Tab erhalten. Darüber zeigt OpenProject passende Wiki-Seiten an, legt neue an oder verknüpft bestehende Dokumente. Auch Querverweise zwischen beiden Systemen sind möglich: Entwickler greifen direkt aus einem Ticket auf Architektur- oder Betriebsdokumentation zu, und aus Wiki-Seiten führen Links zu den zugehörigen Aufgaben.

Laut dem Projekt richtet sich die Integration unter anderem an Organisationen, die proprietäre Kombinationen wie Jira und Confluence durch eine Open-Source-Lösung ersetzen wollen. Auch das integrierte Wiki von OpenProject erhält Verbesserungen: Es lässt sich künftig selbst als Wiki-Anbieter nutzen und über denselben neuen Reiter in Work Packages einbinden. Kleinere Installationen benötigen damit keine separate Wiki-Plattform mehr.

Im Bereich Scrum erweitert OpenProject die Backlog-Funktionen. Neu sind Sprint-Ziele, die sich beim Anlegen oder Bearbeiten eines Sprints festlegen lassen und anschließend für alle sichtbar im Sprint-Header erscheinen. Das soll Teams helfen, einzelne Aufgaben stärker an einem gemeinsamen Ziel auszurichten.

Hinzu kommt eine Übersicht sämtlicher Sprints eines Projekts. Sie zeigt Status, Laufzeiten und die Zahl der enthaltenen Work Packages. Außerdem lassen sich sogenannte Backlog Buckets nun direkt in Work Packages verwalten sowie in Tabellen filtern, gruppieren und sortieren. Diese Buckets dienen als Kategorien innerhalb des Product Backlogs, etwa um technische Schulden, Infrastrukturarbeiten oder Kundenanforderungen zu trennen, bevor sie in einen Sprint wandern. Das Teilen von Sprints (Sprint Sharing) ist zudem nun bereits im Basic Enterprise Plan enthalten – bisher war das Feature dem teureren Corporate-Plan vorbehalten.

Für Besprechungen führt OpenProject eine Funktion ein, mit der sich Tagesordnungspunkte direkt in Work Packages umwandeln lassen. Die Verknüpfung zwischen Meeting und Aufgabe bleibt erhalten.

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Version 17.6 erweitert zudem die Administrationsfunktionen. Projektverantwortliche schalten Kostenarten künftig projektbezogen frei oder deaktivieren sie. Außerdem verwendet OpenProject projektbezogene semantische Kennungen nun durchgängig in CSV-, Excel- und PDF-Exporten für Meetings und Zeiterfassungen. Solche sprechenden Kennungen ersetzen numerische IDs etwa durch „ERP-2026“ oder „CRM-MIGRATION“. Nicht mehr benötigte Kennungen lassen sich künftig wieder freigeben.

Auch technisch bringt das Release einige Änderungen. CSV-Exporte maskieren jetzt Steuerzeichen, um Angriffe über Tabellenkalkulationen (CSV- oder Spreadsheet-Injection) zu erschweren. Die LDAP-Anbindung unterstützt zusätzliche Attribute für die Gruppensynchronisierung und schützt besser gegen Brute-Force-Angriffe. Zudem gelten die bereits eingeführten SSRF-Schutzmechanismen nun auch für Integrationen wie Nextcloud oder XWiki. Wer solche Dienste ausschließlich über private IP-Adressen betreibt, muss sie künftig auf eine Ausnahmeliste setzen.

Darüber hinaus überarbeitet das Projekt die Struktur seiner Meeting-API mit neuen Endpunkten und geänderten Ressourcenpfaden. Bestehende API-Integrationen müssen Anwender daher gegebenenfalls anpassen.

Neben den neuen Funktionen enthält OpenProject 17.6 zahlreiche Fehlerkorrekturen und Verbesserungen in Bereichen wie Dokumentenverwaltung, Barrierefreiheit, Mobilansicht und API.

OpenProject ist eine Open-Source-Plattform für Projektmanagement und Zusammenarbeit. Sie kombiniert klassische Projektplanung und agiles Arbeiten mit Ticketverwaltung („Work Packages“), Gantt-Diagrammen, Dokumentation, Meetings und Zeiterfassung. Die Software läuft auf eigener Infrastruktur und richtet sich vor allem an Unternehmen und Behörden, die Wert auf Datenhoheit legen.


(axk)



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