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Künstliche Intelligenz

Frust bei E-Auto-Fahrern: Schnittstelle für Drittanbieter weg – VW arbeitet dran


Vor einigen Tagen entbrannte eine Welle des Frusts gegen Volkswagen: Der Konzern hat aus Nutzersicht von heute auf morgen eine Programmierschnittstelle gekappt, die unter anderem die Fremdanbieter-Dienste „Home Assistant Volkswagen Carnet“ und die Steuerungssoftware EVCC verwenden. Damit ermöglichen sie etwa das Abfragen des Ladezustands des Akkus oder die optimierte Steuerung der Ladevorgänge der Wallbox in ihren Apps. Selbst netzdienliches Laden bei Solarstrom-Überschuss in den Mittagsstunden lasse sich über die Fremdanbieter-Apps steuern. Diese Anwendungen wurden von Elektroautobesitzern der Marken VW, Audi, Cupra, Skoda und weiteren genutzt.

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Kurzum: Die Anwendungen der Drittanbieter waren nach der erfolgten Abstellung der Schnittstelle nutzlos und Anwenderinnen und Anwender hilflos. Volkswagen hatte die Abschaltung der Schnittstelle bereits am 2. April angekündigt. In einer Stellungnahme von Volkswagen heißt es, zehn Anbieter hätten die neue Schnittstelle integriert.

Auf Nachfrage von heise online für den Grund der Abschaltung erklärte man uns, dass die bisherige API ursprünglich nur für die eigene Fahrzeug-App-Infrastruktur genutzt werden sollte. Durch Reverse Engineering verschafften sich Drittanbieter wie die beiden genannten auch Zugriff. Das war Volkswagen bekannt und wurde geduldet.

Das Problem war jedoch, dass die Schnittstelle nicht für den dadurch erfolgten hohen Datenabruf konzipiert sei und daher zu Fehlern führte. „Vor dem Hintergrund steigender technischer Anforderungen und einer hohen Auslastung der bisherigen Architektur haben wir den Übergang auf dokumentierte und standardisierte Schnittstellen vollzogen“, erklärt VW.

Der Autokonzern habe bereits vor der Schließung der API „mit zahlreichen Unternehmen Kontakt aufgenommen, über die geplanten Änderungen informiert und die Migration auf die offiziellen APIs begleitet“. Einige dieser Vertragspartner agieren Volkswagen zufolge „ihrerseits als Datenprovider für weitere Dritte, sodass auch kleinere Unternehmen sowohl technisch auf die Umstellung vorbereitet als auch frühzeitig über die Schließung der Schnittstelle informiert wurden“, heißt es weiter.

Laut Volkswagen gehört unter anderem Tibber zu den Partnern, die die neue Schnittstelle nicht kostenlos nutzen. Zu weiteren Partnern, die schon auf die neue API setzen, gehören Volkswagen zufolge Enode, Kraken, Ohme, Tronity und EEVEE. Tibber setzt dabei auf Enode als Partner.

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Die für die Schnittstelle anfallenden Kosten gibt der Anbieter dynamischer Stromtarife Tibber einer uns vorliegenden Stellungnahme zufolge nicht an seine Kundinnen und Kunden weiter. Das Unternehmen sagt, dass Angebote wie Smart Charging ein elementarer Teil der Energiewende seien, da sie „gleichzeitig das E-Auto-Fahren deutlich günstiger machen und zur Stabilisierung unserer Stromnetze beitragen“. Tibber plädiert daher für eine dauerhafte Lösung ohne Bezahlschranke. Diese wäre „nicht nur für die betroffenen Fahrerinnen und Fahrer wichtig, sondern auch für die Energiewende“.

Weiter sagt das Unternehmen: „Setzen Hersteller dennoch eine Bezahlschranke ein, muss sie durch hochwertige, verlässliche Integrationen, eine gute Nutzererfahrung und wirtschaftlich vertretbare Preise gerechtfertigt sein – während der reine Lesezugriff auf die eigenen Fahrzeugdaten einfach und frei von Extrakosten bleiben sollte.“ Daniel Mata Renteria, Head of Virtual Power Plants (VPP), ist zudem überzeugt, dass die Entscheidung von Volkswagen nur der Beginn eines größeren Trends sei, „der die Elektrifizierung der Mobilität in Deutschland in der Breite beeinflussen könnte“.

Hinsichtlich der Nutzung der Schnittstelle für Anwendungen aus der Open-Source-Community, wie die bereits erwähnten, stehe Volkswagen seit Herbst 2025 im Austausch. Man arbeite daran, eine gemeinsame Lösung zu entwickeln.

Zudem bekenne Volkswagen sich „ausdrücklich zu den Zielen des EU Data Act: Fahrzeugnutzerinnen und -nutzer sollen einen verlässlichen, sicheren und regulatorisch konformen Zugang zu ihren Daten erhalten“. Die Informationsseite von VW zum EU-Data-Act stellt die Möglichkeiten für Nutzer und Drittanbieter dar, mit denen Autobesitzer ihre Daten teilen können. Dies beschreiben letztlich nur Leserechte, nicht aber Steuerungsmöglichkeiten. Volkswagen arbeitet „mit Nachdruck weiter daran und prüft ergänzend zusätzliche Zugangswege, um auch künftig unterschiedliche Anwendungsfälle angemessen zu unterstützen“, konkrete Lösungen für die Open-Source-Lösungen nennt der Autohersteller noch nicht.


(afl)



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Künstliche Intelligenz

Die besten Poolroboter mit Akku im Test – für kleine & große Pools ab 150 Euro


Poolroboter halten Wasser sowie Becken sauber und sparen Zeit. Wir zeigen die besten Modelle aus unseren Tests von Aiper, Dreame, Beatbot & Co.

Ein Poolroboter übernimmt die Routinearbeit im Becken: Er sammelt Blätter, Sand und Pollen vom Boden, viele Modelle erklimmen zusätzlich Wände und fahren die Wasserlinie ab. Das entlastet die Filteranlage, reduziert Nacharbeit mit Kescher und Bürsten und hilft, die Wasserqualität konstant zu halten. Für unsere Bestenliste haben wir insgesamt acht Poolroboter getestet. Wir zeigen, wie stark sich Navigation, Saugleistung, App-Komfort und Wartung im Alltag unterscheiden – vom High-End-Gerät mit Skimmer- und Multizonen-Modus bis zum preisbewussten Kameranavigator.

Welcher ist der beste Poolroboter?

Testsieger ist der Aiper Scuba X1 Pro Max für 1507 Euro. Für das Modell spricht die hohe Förderleistung sowie die vollständige Abdeckung von Boden, Wänden und Wasserlinie, Rückkehrfunktion, Oberflächenmodus und kabelloses Laden.

Technologiesieger ist der Beatbot Aquasense 2 Ultra ab 2699 Euro. Seine KI-gestützte Kamera in Kombination mit der App-Steuerung macht ihn zu einem kompetenten, wenngleich teuren Poolroboter.

Preis-Leistungs-Sieger ist der Ecovacs Ultramarine P1 ab 472 Euro. Er bietet eine gelungene Reinigung an Poolwänden und Böden, lässt sich einfach einrichten und überrascht obendrein mit seiner Filterreinigung.

Unser Ranking auf einen Blick:

KURZÜBERSICHT

Der Aiper Scuba X1 Pro Max für 1507 Euro fährt konsequent systematisch: Bodenränder, S-Muster am Boden, anschließend Wände bis über die Wasserlinie. Neun Motoren und 40 Sensoren sorgen für präzise Kurswahl, Multizonen- und Skimmer-Modus erweitern den Einsatzbereich. Mit bis zu 32.000 l/h gehört er zu den stärksten Geräten im Test.

VORTEILE

  • hervorragende Reinigungsleistung
  • Filter leicht zu reinigen
  • Rückkehr-Funktion

NACHTEILE

  • Unterwassersteuerung nur gegen Aufpreis
  • teuer
  • Filterwechsel etwas schwierig

Große Sensorsuite mit KI/Radar/IR/Ultraschall, hervorragendes Reinigungsergebnis inklusive Skimmer-Steuerung per App und Klärmittel-Kartusche. Im Alltag arbeitet der Beatbot Aquasense 2 Ultra ruhiger, braucht aber länger als die Konkurrenz. Das Filterhandling wirkt umständlicher, der Preis mit 2699 Euro hoch. Für Technikfans ein starkes, aber teures Paket.

VORTEILE

  • hervorragende Reinigungsleistung
  • im Skimmer-Modus per App steuerbar
  • setzt Klärungsmittel frei

NACHTEILE

  • sehr hoher Preis
  • Filterreinigung unnötig schwierig

Der kabellose Ecovacs Ultramarine P1 glänzt mit einer unkomplizierten Einrichtung per App, einer guten Reinigungsleistung an Poolböden und Wänden sowie einer überzeugenden Filterleistung. Der Preis von aktuell 472 Euro macht ihn so zu einem attraktiven Einsteigermodell.

VORTEILE

  • günstiger Preis
  • einfache Einrichtung per App
  • überraschend gute Filterleistung und -reinigung
  • gute Reinigung an Boden und Wänden
  • kabelloser Betrieb

NACHTEILE

  • keine Ladestation
  • Anschluss muss beim Laden unbedingt trocken bleiben
  • fährt nach der Reinigung nicht automatisch an den Rand
  • reduzierte Sensorik im Vergleich zu teureren Modellen

Ratgeber

So haben wir bewertet

Die Gesamtnote (0–5 Sterne, in halben Schritten) setzt sich aus folgenden Kriterien zusammen:

  • Reinigung & Abdeckung: 40 Prozent
  • Navigation & Hindernisvermeidung: 20 Prozent
  • Bedienung & App: 15 Prozent
  • Wartung & Pflege: 15 Prozent
  • Akku & Laufzeit: 5 Prozent
  • Preis/Leistung: 5 Prozent

Getestet haben wir die Reinigung von Boden, Ecken/Kanten und Wasserlinie, die Navigation (z. B. S-/N-Muster, Randfahrten, Kartierung), den Filterzugang und die Filterfeinheit. Außerdem flossen Komfortfunktionen wie Rückkehr- oder Parkposition, Skimmer- und Multizonen-Modus sowie – falls vorhanden – die Qualität der App mit Zeitplänen und Protokollen in die Bewertung ein.

Was macht einen guten Poolroboter aus?

Ein guter Akku-Poolroboter muss zum Becken passen. Entscheidend sind die Abdeckung, die Navigation und die Wartungsfreundlichkeit. Nicht jeder Poolroboter ist unbedingt für jede Poolgröße geeignet.

Wer nur den Boden eines kleinen, runden Schwimmbeckens reinigen möchte, kommt meist mit einem einfachen Modell ohne App aus.

In großen, rechteckigen oder komplex geformten Pools punkten Geräte mit systematischer Navigation – zum Beispiel mit Gyroskop- oder Kameraführung, klaren S- oder N-Bahnen und Randfahrt, um den Reinigungsbereich ideal abzudecken und abzuarbeiten. Sie erreichen Ecken zuverlässiger, steigen sicher Wände hoch für eine gründliche Wandreinigung und reinigen auch die Wasserlinie, an der sich oft Ablagerungen aus Kalk bilden.

Ebenso wichtig ist das Zusammenspiel von Fördermenge und Filtertechnik:

  • Grobeinsätze fangen Blätter und Nadeln
  • Feinsiebe halten Staub und Sand zurück
  • Mikroeinsätze (bis ca. 3 µm) filtern Pollen und Algen
  • Ohne den passenden Filter bringt auch eine hohe Literleistung pro Stunde wenig.

Praxistaugliche Details erhöhen den Komfort: Eine Bodenklappe am Filterkorb zum schnellen Ausspülen, eine zuverlässige Rückkehr- und Parkfunktion an der Wasserlinie, verschiedene Reinigungsprogramme wie einen Skimmer- oder Oberflächenmodus bei viel Pollen oder Laub sowie eine robuste App mit Zeitplänen und Protokollen.

Wer besonderen Wert auf Komfort legt, achtet zudem auf kabelloses Laden (weniger Fummelei) und eine lange Ersatzteilversorgung.

Muss ich den Poolroboter nach jedem Einsatz reinigen?

Ja – das zahlt direkt auf Leistung und Lebensdauer ein. Nach jedem Lauf gehört der Filter in die Hand: Korb entleeren, gründlich mit dem Schlauch ausspülen, Feinsiebe von innen nach außen durchspülen, damit sich Partikel nicht festsetzen. Ein sauberer Filter senkt den Strömungswiderstand, erhöht die Sogkraft und verbessert die Haftung an Wänden. Danach kurz das Gehäuse abbrausen, Haare oder Fasern aus der Ansaugöffnung und den Rollen entfernen und die Dichtungen sichten.

Wer einen Mikroeinsatz nutzt, reinigt öfter: Feinsiebe setzen sich schneller zu – im Zweifel lohnt ein zweiter, trockener Filterkorb als Wechsel-Set, damit der Roboter sofort wieder einsatzbereit ist und die Reinigung nicht am nassen Sieb scheitert. Trocknen im Schatten schont Kunststoffe und Dichtungen; direktes Sonnenlicht lässt Materialien altern.

Beim Laden gilt: Kontakte sauber halten, Station spritzwassergeschützt stellen und die Lüftungsschlitze frei halten. Diese fünf Minuten Pflege nach jedem Einsatz verhindern Geruch, sichern die Saugleistung und schonen den Akku, weil der Roboter nicht gegen einen zugesetzten Filter ankämpfen muss.

Qytron Spider QP01 - Bilder

Wie oft sollte ich den Roboter laufen lassen?

Die Einsatzfrequenz der selbstständigen Poolreiniger hängt von Eintrag und Nutzung ab. In der Poolsaison reicht in vielen Gärten ein Rhythmus von täglich bis alle zwei bis drei Tage. Bei starkem Pollenflug, viel Laub, nach Gewittern oder Poolpartys lohnt sich ein zusätzlicher Durchgang – am besten als Vollzyklus inklusive Wände und Wasserlinie, damit sich Schmutz nicht festsetzt. Zwischen den Vollzyklen halten Eco- oder Erhaltungsmodi den Boden sauber und sparen zugleich Zeit und Akku.

Zum Saisonstart empfiehlt sich ein „Clean Slate“: Groben Schmutz manuell entfernen, Wasserwerte stabilisieren und mit sauberem Filter beginnen – dann arbeiten die Programme deutlich effektiver. Wer Zeitpläne nutzt, sollte Reinigungen direkt nach Phasen mit hohem Eintrag einplanen, etwa morgens nach einer windigen Nacht.

In Ferienphasen oder bei Dauerbetrieb bleiben viele Geräte mehrere Tage im Becken. Trotzdem gilt: Filter regelmäßig leeren, Akku laden und Dichtungen kurz prüfen. Bei Schockchlorung, sehr hoher Wassertemperatur oder stark abweichenden pH-Werten besser eine Pause einlegen, bis die Wasserwerte wieder stabil sind – das schont Lager, Elektronik und Gummiteile. Der ideale Rhythmus: Regelmäßige leichte Läufe zur Pflege kombiniert mit strategischen Vollzyklen für die Grundhygiene – so reduziert sich die Handarbeit mit Kescher und Bürsten deutlich.

Skimmer-Modus: Wann lohnt er sich?

Bei viel Oberflächeneintrag: Pollenflüge, Laubfall, Insekten, Sonnenöl nach Badetagen – all das sammelt sich zunächst oben. Ein Oberflächen- bzw. Skimmer-Modus fängt diese Partikel ab, bevor sie absinken und den Hauptfilter belasten. Das senkt die Nacharbeit am Skimmerkorb, hält die Wasserlinie sauberer und reduziert den Gesamtschmutz im Poolwasser.

Besonders sinnvoll ist der Modus in windigen Lagen und bei Pools in der Nähe von Bäumen. Ideal: Oberflächenreinigung kurz nach starkem Eintrag (morgens nach einer windigen Nacht oder direkt nach dem Badebetrieb) einplanen und mit regulären Boden-/Wandläufen kombinieren.

Darf der Akku-Poolroboter im Wasser bleiben?

Viele Poolroboter unterstützen Zeitpläne über mehrere Tage und können in dieser Zeit im Becken bleiben. Eine Routine mit regelmäßiger Pflege ist dennoch sinnvoll, um die Langlebigkeit des Roboters zu gewährleisten. Dazu gehören diese Schritte:

  • Filter regelmäßig leeren und ausspülen
  • Akku nachladen
  • Dichtungen kurz prüfen

Bei Gewitter, Starkregen, Frost oder Schockchlorung den Roboter besser herausnehmen, abspülen, im Schatten trocknen und frostfrei lagern. Für die Winterpause empfehlen sich 40–60 Prozent Akkuladung, ein sauberer, trockener Filter und trockene Lagerung – so bleiben Akku, Dichtungen und Elektronik lange funktionsfähig.

Aiper Scuba X1 Pro Max - Bilder

Wie lange hält ein Akku beim Poolroboter?

Die Akkulaufzeit hängt vom Modell, der Reinigungsleistung und den gewählten Programmen ab. Die meisten kabellosen Poolroboter arbeiten zwischen 60 und 180 Minuten pro Ladung. Für kleine bis mittelgroße Becken reicht oft schon eine Stunde, leistungsstarke Modelle schaffen auch komplexe Becken in einem Durchgang.

Wird zusätzlich die Wasserlinie oder der Skimmermodus genutzt, verkürzt sich die Laufzeit etwas. Nach dem Zyklus muss der Akku geladen werden – je nach Gerät dauert das 2 bis 5 Stunden. Hochwertige Modelle mit größerem Akku oder Energiesparmodus können auch längere Einsätze abdecken.

Mit App-Steuerung oder „ohne alles“?

Das hängt vom Becken und vom Anspruch ab. App-Modelle punkten mit Zeitplänen, Protokollen, Firmware-Updates und oft smarterer Navigation (S-/N-Bahnen, Randfahrt, teils Kartierung). Sie automatisieren die Pflege und sparen über die Saison spürbar Zeit. In kleinen, runden Becken reicht ein einfacher Bodenreiniger ohne App häufig aus – Start per Knopf, Korb leeren, fertig.

Wer jedoch ein großes, rechteckiges oder komplexes Becken betreibt, profitiert klar von einer App mit planbaren Läufen, angepassten Modi (Multizonen- oder Skimmer-Modus) und sauberer Dokumentation. Kurz: „Ohne alles“ für einfache Pools, App-Komfort für anspruchsvollere Szenarien.

Fazit

Wer die Poolpflege entspannt halten will, kommt an einem guten Poolroboter kaum vorbei. Handarbeit mit Kescher und Bürsten ist zwar billig, kostet aber Zeit – besonders bei viel Laub, Pollen oder häufiger Nutzung. Roboter übernehmen die Grundreinigung zuverlässig und halten die Wasserqualität und Optik stabil. Einfache Bodenreiniger sind der unkomplizierte Einstieg; Modelle mit Wand- und Wasserlinienreinigung, Skimmer- oder Multizonen-Modus reduzieren die Nacharbeit deutlich.

Testsieger ist der Aiper Scuba X1 Pro Max dank starker Leistung, kompletter Abdeckung und guter Sensorik. Technologiesieger ist der Beatbot Aquasense 2 Ultra. Mit seiner KI-Kamera und einer Armada an Sensoren reinigt er zuverlässig den Pool. Preis-Leistungs-Sieger ist der Ecovacs Ultramarine P1: Er überzeugt mit einer guten Reinigung an Poolwänden und Böden, unkomplizierter Einrichtung und hervorragender Filterreinigung zum attraktiven Preis.

Entscheidend ist die Passform zum Becken: Kleine, runde Pools kommen mit einfachen Bodenreinigern aus, große oder komplexe Becken profitieren von planvoller Navigation, Wasserlinienfahrt, Multizonen-Programmen und abgestuften Filtern. Komfortfunktionen wie Rückkehrposition, kabelloses Laden, App-Steuerung, Wartungsfreundlichkeit und eine gesicherte Ersatzteilversorgung sorgen für langfristige Zufriedenheit – und mehr Zeit im Wasser als mit dem Kescher.

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Aiper Scuba X1 Pro Max im Test: Premium-Poolroboter mit 9 Motoren & 40 Sensoren

Der Poolroboter Aiper Scuba X1 Pro Max hat einen stärkeren Motor und eine verbesserte Navigation als das Basismodell. Ob sich das Upgrade lohnt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • hervorragende Reinigungsleistung
  • Filter leicht zu reinigen
  • Rückkehr-Funktion

NACHTEILE

  • Unterwassersteuerung nur gegen Aufpreis
  • teuer
  • Filterwechsel etwas schwierig

Der Poolroboter Aiper Scuba X1 Pro Max hat einen stärkeren Motor und eine verbesserte Navigation als das Basismodell. Ob sich das Upgrade lohnt, zeigt der Test.

Der Aiper Scuba X1 Pro Max stellt ein Upgrade des Basismodells dar und bietet eine stärkere Motorleistung und eine verbesserte Navigation. Das Modell richtet sich daher primär an Poolbesitzer mit größeren oder komplexeren Becken. Dank erweiterter Sensorik orientiert sich der Scuba X1 Pro Max präzise im Wasser und reinigt sowohl Boden als auch Wände systematisch. Er ist zwar nicht günstig, allerdings preiswerter als andere Premium-Modelle. Wir fühlen dem Scuba X1 Pro Max im Test auf den Zahn und prüfen, ob sich das Upgrade lohnt. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design & Verarbeitung

Auf den schnellen ersten Blick ist der Aiper Scuba X1 Pro Max kaum vom kleineren X1 zu unterscheiden. Stellt man beide Modelle nebeneinander, fällt hauptsächlich der Größenunterschied auf. Der X1 Pro Max nutzt einen ähnlichen Kettenantrieb, ist aber deutlich höher. Das ist notwendig, denn im Gehäuse sind neun statt vier Motoren und 40 statt 16 Sensoren verbaut. Die gesteigerte Motorisierung und Sensorik bringen Vorteile, auf die wir weiter unten noch eingehen. Mit 15,1 Kilogramm zählt der X1 Pro Max zu den schwersten Poolrobotern am Markt.

Aiper hält den X1 Pro Max in klassisch dunklen Farben wie Anthrazit mit schwarzer Oberseite. Der hintere Griff ist in Carbon-Optik gehalten und trägt den Schriftzug Scuba X1 Pro Max. Oberhalb davon befindet sich ein kleines Bedienfeld.

Lieferumfang & Installation

Die Inbetriebnahme des Aiper Scuba X1 Pro Max erfolgt mit wenig Aufwand, wie man es bei modernen Poolrobotern erwartet. Nach dem Auspacken lädt man den Akku des Roboters und aktualisiert die Firmware per App. Danach wählt man den passenden Reinigungsmodus aus und die Reinigung kann starten.

Zur Steuerung und Konfiguration steht die Aiper-App zur Verfügung, die eine einfache Verbindung mit dem heimischen WLAN herstellt. Zwar kappt die Verbindung unter Wasser, doch an Land ermöglicht die App umfassende Einstellungen, Firmware-Updates und das Einsehen von Reinigungsprotokollen.

Bedienung & Steuerung

Im Gegensatz zum ähnlich positionierten Dreame Z1 Pro wird der Aiper X1 Pro Max ohne Fernbedienung geliefert. Eine Steuerung unter Wasser ist daher nicht möglich. Für etwa 300 Euro bietet Aiper das Hydrocomm Pure an, mit dem sich Modiwechsel vornehmen und der Akkustand ablesen lassen. Zukünftig sollen teurere Varianten auch die Wassertemperatur und pH-Wert erfassen. Über die Hydrocomm-Boje kann man den Poolroboter außerdem zur Wasseroberfläche zurückrufen, was die Entnahme erleichtert. Ohne dieses Zubehör ist eine manuelle Bergung per Haken erforderlich.

Die Bedienung erfolgt hauptsächlich über Tasten auf der Geräteoberseite: Ein- und Ausschalter, Moduswahltaste sowie eine Taste zur Leistungsstufen-Auswahl (Automatisch, Eco, Max). Alternativ steht die Steuerung über die App zur Verfügung.

Wie der kleine Bruder verfügt auch der X1 Pro Max über die vier grundlegenden Reinigungsmodi: Boden, Wand, Wasserlinie und Smart (Komplettreinigung). Zeitpläne erlauben, dass der Roboter mehrere Tage im Wasser bleibt und automatisch reinigt, bis der Akku leer ist. Die Intervalle sind einstellbar auf täglich, alle zwei oder alle drei Tage.

Zudem bietet der X1 Pro Max zwei zusätzliche Modi: einen Skimmer-Modus zum Absaugen der Wasseroberfläche und einen Multizonen-Modus, der bei unterschiedlich tiefen Pools sinnvoll ist. Bei Bedarf konfiguriert man auch die Häufigkeit der Reinigungsvorgänge und wählt zwischen einer einmaligen oder einer doppelten Reinigung.

Besonders praktisch ist die Rückruf-Funktion, mit der der Roboter selbstständig zur Stelle zurückkehrt, an der er zu Wasser gelassen wurde. Die Reinigungsroute kann man in der App individuell festlegen; eine zufällige Route ist ebenfalls möglich, wird aber nicht empfohlen – der Roboter übersieht so eventuell Bereiche im Pool.

Navigation & Reinigung

Der Aiper Scuba X1 Pro Max verfügt über neun Motoren und 40 Sensoren. Laut Aiper ermöglicht dies eine 360-Grad-Kartierung. In der App erscheint zunächst keine Karte angezeigt, wie man das von Staubsaugerrobotern kennt. Allerdings kann man sowohl die Karte als auch den Reinigungsvorgang später im Protokoll einsehen. Die Scan-Technologie hilft zudem, Schmutz zu erkennen und gezielt zu beseitigen. Damit arbeitet der X1 Pro Max im Vergleich zum kleineren Bruder deutlich intelligenter bei der Reinigung.

Hierfür fährt der Roboter zunächst die Bodenränder ab und arbeitet dann in einem s-förmigen Pfad. Die Kanten reinigt er sehr gründlich, da er sie mehrfach abfährt. Ein adaptiver oder zufälliger Pfad ist in der App wählbar, aber wenig sinnvoll. Danach folgen die Wände bis über die Wasserlinie. Während der Auf- und Abfahrt reinigt er die Kanten erneut.

Auch mit größerem Schmutz wie Blättern oder Pflanzenteilen hat der Aiper Scuba X1 Pro Max keinerlei Probleme. Mit einer maximalen Saugleistung von bis zu 32.000 Litern Wasser pro Stunde zählt er zu den stärksten Modellen am Markt und schafft rund 7000 Liter mehr als der kleinere Scuba X1.

Der Filterkorb bietet austauschbare Außenwände mit 3 und 180 Mikrometer Feinheit, die man einfach einklickt. Der Wechsel ist jedoch etwas schwergängig und könnte zur Materialermüdung führen. Die Reinigung des Filters wird durch eine Bodenklappe erleichtert, die sich einfach öffnen lässt.

Akku: Wie lange hält der Aiper Scuba X1 Pro Max durch?

Die Akkulaufzeit hängt vom gewählten Reinigungsmodus ab. Im Eco-Modus kann der Roboter bis zu einer Woche im Wasser bleiben, wenn er nach Zeitplan arbeitet. Eine Komplettreinigung mit Wänden, Wasserlinie und Wasseroberfläche beansprucht etwa fünf Stunden Akku. Im Test reinigt der X1 Pro Max ein Becken mit 48 Kubikmetern Wasser in 119 Minuten und verbraucht dabei 45 Prozent Akku. Der Akku lädt drahtlos in der mitgelieferten Ladestation.

Praxiserfahrung & Alltagstauglichkeit

Im Vergleich zum deutlich teureren Beatbot Aquasense 2 Ultra zeigt der Aiper Scuba X1 Pro Max nur wenige Unterschiede. Besonders bei der Reinigungsleistung steht er dem Beatbot kaum nach, obwohl er keine Seitenbürsten besitzt. Die gründliche Reinigung von Kanten und Ecken überrascht uns positiv.

Das Gewicht von 15 Kilogramm sollte man beim Hantieren nicht unterschätzen, vor allem beim Herausnehmen aus dem Wasser.

Preis: Was kostet der Aiper Scuba X1 Pro?

Aiper bepreist den Scuba X1 Pro Max mit 2499 Euro. Aktuell gibt es ihn für 1507 Euro.

Fazit

Der Aiper Scuba X1 Pro Max beeindruckt mit seiner starken Reinigungsleistung und einer intelligenten Navigation, die selbst komplexe Poolbereiche zuverlässig säubert. Besonders die erweiterte Sensorik, der leistungsstarke Motor und die Rückkehr-Funktion zum Entnahmepunkt erleichtern den Alltag. Der Filterwechsel ist etwas fummelig und die Unterwassersteuerung nur gegen Aufpreis verfügbar, was bei dem hohen Preis zu beachten ist. Insgesamt bietet der X1 Pro Max ein rundes, durchdachtes Paket, das im Premiumsegment eine klare Empfehlung darstellt – vorwiegend für Besitzer großer oder komplizierter Pools, die auf Qualität und Komfort setzen.

Poolroboter Beatbot Aquasense 2 Ultra im Test: Poolreinigung mit KI-Kamera & App

Der Poolroboter Beatbot Aquasense 2 Ultra verfügt über eine ausgeklügelte Sensorik und intelligente Navigation. Ob er damit präzise reinigt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • hervorragende Reinigungsleistung
  • im Skimmer-Modus per App steuerbar
  • setzt Klärungsmittel frei

NACHTEILE

  • sehr hoher Preis
  • Filterreinigung unnötig schwierig

Der Poolroboter Beatbot Aquasense 2 Ultra verfügt über eine ausgeklügelte Sensorik und intelligente Navigation. Ob er damit präzise reinigt, zeigt der Test.

Der Beatbot Aquasense 2 Ultra soll vorwiegend diejenigen ansprechen, die Wert auf smarte Technik und eine umfassende Reinigung von Böden, Wänden und Wasserlinien legen. Er passt sich flexibel an unterschiedliche Poolformen und -größen an und bietet mit seiner effektiven Schmutzerkennung eine Reinigung, die augenscheinlich deutlich über das Niveau vieler Konkurrenten hinausgeht. Unser Test zeigt, wie sich der Aquasense 2 Ultra im Alltag tatsächlich schlägt und ob er die hohen Erwartungen, die mit dem hohen Preis einhergehen, erfüllt. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design & Verarbeitung

Bereits der Vorgänger Beatbot Aquasense Pro ist ein hervorragend verarbeiteter Poolroboter. Mit dem Aquasense 2 Ultra legt Beatbot jetzt noch einmal eine Schippe darauf. Schon beim Auspacken fällt auf, dass er wie ein futuristischer Roboter aussieht. Im eleganten, dunkelblauen Gehäuse arbeiten 27 Sensoren und 11 Motoren. KI-Systeme unterstützen die Reinigung – unabhängig von der Größe oder Form des Beckens.

Zur Fortbewegung kommen die typischen Raupenketten zum Einsatz, die den Helfer sehr wendig machen und ihn davor schützen, sich festzufahren. Auffällig sind jedoch die beiden Seitenbürsten, die nicht für Ecken und Kanten gedacht sind, sondern das Wasser in den Filter fördern.

Auf der Oberseite befinden sich ein praktischer Tragegriff sowie Klappen für den Zugang zum Filter und zum zusätzlichen Reinigerfach. Das kleine Kontrollpanel mit fünf Tasten erlaubt die Modi-Auswahl und das Einschalten des Beatbot Aquasense 2 Ultra. Eine LED-Leiste informiert über den Ladestand und eventuelle Probleme.

Der Lieferumfang ist großzügig: Neben dem üblichen Rückholhaken liegen ein Ersatzpaar Seitenbürsten, passende Schrauben, ein Schraubenzieher, ein wasserfestes und staubgeschütztes Cover für den Einsatz auf der Terrasse sowie eine praktische Transporttasche bei. Ein drahtloses Ladedock ist ebenfalls inkludiert und nach IPX4 wasserfest.

Installation: Wie leicht ist der Beatbot Aquasense 2 Ultra einzurichten?

Grundsätzlich lässt sich der Beatbot auch ohne App nutzen, aber mit App-Anbindung ist das Nutzungserlebnis deutlich besser. Die Einrichtung erfordert nur wenige Schritte: App aus dem Store laden, für Konto registrieren, Beatbot einschalten und in der App per Plus-Symbol hinzufügen. Anschließend richtet man das WLAN ein und installiert ein erstes Update – danach steht der Reinigung nichts mehr im Weg.

Bedienung & Steuerung

In der App und am Gerät stehen verschiedene Modi zur Auswahl. Für Einsteiger gibt es „Boden“, „Standard“ und „Pro“, die sich in der Intensität und Umfang der Reinigung unterscheiden. Der Bodenmodus reinigt nur den Poolboden, Standard umfasst auch Wände und Wasserlinie, im Pro-Modus reinigt der Bot zusätzlich die Wasseroberfläche.

Der benutzerdefinierte Modus erlaubt weitere Optionen wie Bereichsreinigung, Multizone, Eco- und KI-Schnellmodus. Die Auswahl für den benutzerdefinierten Modus liegt auf der fünften Taste am Roboter, so ist der Beatbot auch ohne App steuerbar.

Der Aquasense 2 Ultra kann wie der Aiper X1 Pro Max die Wasseroberfläche absaugen – ähnlich einem Skimmer. Über die App ist es möglich, den Roboter manuell zu steuern, sobald er aufgetaucht ist und sich in Reichweite von WLAN oder Bluetooth befindet. Aus der Parkposition lässt sich der Beatbot zurück zur Wasseroberfläche rufen, um ihn einfach aus dem Pool zu heben.

Sonderfunktionen fehlen, etwa eine vollautomatische Reinigungsplanung, wie sie Dreame-Modelle bieten. Die App zeigt kleinere Übersetzungsfehler, erlaubt aber den Zugriff auf Wetterdaten inklusive der Wassertemperatur

Navigation & Reinigung

Der Beatbot Aquasense 2 Ultra verfügt über 27 Sensoren und nutzt KI, Radar-, Infrarot- und Ultraschallsensoren, um sich im Pool zu orientieren und ihn zu kartieren. Beatbot bewirbt das Gerät als weltweit ersten 5-in-1-Poolroboter mit KI-Unterstützung.

Die Schmutzerkennung befindet sich noch im Laborstadium, der KI-Schnellmodus entfernt groben Schmutz wie Blätter, arbeitet dabei aber eher ruhig und benötigt für einen s-förmigen Reinigungsweg 344 Minuten – deutlich länger als der Aiper Scuba X1 Pro Max, der beispielsweise nur 119 Minuten braucht. Das Reinigungsergebnis ist tadellos: Boden, Ecken und Kanten säubert er gründlich, Treppenstufen erkennt er und umfährt sie sicher.

Ein Highlight ist die mitgelieferte Klärmittel-Kartusche, die der Roboter während der Reinigung automatisch freisetzt. Das auf Krabbenschalen basierende Mittel bindet Schmutz, Öle und Rückstände und unterstützt die Filterfunktion.

Der Filter besteht aus zwei ineinander gesteckten Einheiten: Ein grober Filter hält Partikel bis 250 Mikrometer zurück, der äußere filtert bis 150 Mikrometer. Feinere Partikel, wie beim Aiper X1 Pro Max, werden nicht erfasst. Das Filterkonstrukt lässt sich zudem nicht besonders komfortabel öffnen und reinigen, was ein klarer Nachteil ist.

Akku: Wie lange kann der Beatbot Aquasense 2 Ultra reinigen?

Die Betriebszeit liegt bei etwa fünf Stunden und entspricht dem Niveau anderer Modelle. Im Eco-Modus kann der Roboter auch über mehrere Tage im Pool verbleiben, reinigt dann aber nur den Boden. Es empfiehlt sich, den Beatbot nach jeder Reinigung ins Ladedock zu stellen, um stets einsatzbereit zu sein.

Preis

Der Beatbot Aquasense 2 Ultra hat eine UVP von 3850 Euro – ein sehr hoher Preis, der deutlich über dem der Modelle von Aiper und Dreame liegt. Derzeit gibt es den Poolroboter für 2699 Euro.

Fazit

Der Beatbot Aquasense 2 Ultra bietet eine exzellente Reinigungsqualität und überzeugende smarte Funktionen. Die intelligente Navigation, die umfassende Sensorik und die Schmutzerkennung mit Klärmittelfreisetzung machen ihn zu einem der fortschrittlichsten Poolroboter auf dem Markt. Trotz der längeren Reinigungsdauer erreicht er ein gründliches Ergebnis, das selbst komplexe Poolstrukturen zuverlässig säubert.

Der hohe Preis und die umständliche Filterreinigung trüben den Gesamteindruck. Auch fehlen experimentelle Zusatzfunktionen, wie sie bei anderen Geräten häufiger vorkommen. Für Poolbesitzer mit höchsten Ansprüchen an Technik und Sauberkeit ist der Beatbot Aquasense 2 Ultra dennoch eine interessante Option – vorausgesetzt, man ist bereit, tief in die Tasche zu greifen. In der Praxis greifen die meisten jedoch besser zum günstigeren Aquasense 2 Pro oder zu einem vergleichbaren Konkurrenzmodell. Die KI-Funktionen sind zwar nett, rechtfertigen den Aufpreis bislang aber nicht.

Wer maximale Reinigungsleistung sucht und den Preis nicht scheut, trifft mit dem Aquasense 2 Ultra eine exzellente Wahl – alle anderen sind mit dem Pro-Modell besser beraten.

Ecovacs Ultramarine P1 im Test: Poolroboter mit guter Reinigung unter 500 Euro

Der Ecovacs Ultramarine P1 ist ein günstiger Poolroboter mit guter App, feinen Filtern und solider Reinigung. Beim Komfort spart Ecovacs aber sichtbar.

VORTEILE

  • günstiger Preis
  • einfache Einrichtung per App
  • überraschend gute Filterleistung und -reinigung
  • gute Reinigung an Boden und Wänden
  • kabelloser Betrieb

NACHTEILE

  • keine Ladestation
  • Anschluss muss beim Laden unbedingt trocken bleiben
  • fährt nach der Reinigung nicht automatisch an den Rand
  • reduzierte Sensorik im Vergleich zu teureren Modellen

Der Ecovacs Ultramarine P1 ist ein günstiger Poolroboter mit guter App, feinen Filtern und solider Reinigung. Beim Komfort spart Ecovacs aber sichtbar.

Mit dem Ultramarine P1 steigt Ecovacs in eine Geräteklasse ein, die zuletzt deutlich spannender geworden ist. Poolroboter sollen nicht mehr nur den Boden absaugen, sondern möglichst eigenständig navigieren, Wände reinigen, feinen Schmutz filtern und sich komfortabel per App bedienen lassen.

Viele aktuelle Modelle kosten allerdings schnell mehr als 800 oder sogar 1000 Euro. Der Ecovacs Ultramarine P1 setzt darunter an: Mit einem Preis von 549 Euro gehört er zu den günstigeren kabellosen Poolrobotern. Ausgestattet ist er mit einer Saugleistung von 18.200 Litern pro Stunde, einem zweistufigen Filter mit 180-Mikron-Außennetz und 3-Mikron-Innenfilter sowie einem 5200-mAh-Akku mit bis zu drei Stunden Laufzeit im Eco-Modus.

Im Test zeigt sich schnell: Der Ultramarine P1 ist kein Luxusmodell mit maximaler Sensorik, Dockingstation oder besonders ausgefeilter Rückholfunktion. Dafür macht er vieles richtig, was im Alltag wichtiger ist. Die Einrichtung gelingt einfach, die App führt gut durch den ersten Start, die Filter sind besser als in dieser Preisklasse erwartet und die Reinigungsleistung fällt solide aus. Gerade für kleinere bis mittlere Pools ist der Ecovacs damit ein spannender Einstieg. Auf die Details seiner Performance gehen wir im Test ein.

Design & Verarbeitung

Optisch bleibt der Ultramarine P1 klassisch. Das Gehäuse wirkt funktional, robust und zweckmäßig. Ecovacs setzt auf ein geschlossenes, pooltaugliches Design mit Raupenantrieb und vier Bürstenrollen.

Im Alltag zählt vor allem die Handhabung. Der Roboter lässt sich gut greifen und in den Pool setzen. Nach der Reinigung muss man ihn allerdings wieder vom Grund holen. Genau hier zeigt sich einer der größten Unterschiede zu teureren Modellen: Der P1 fährt nicht automatisch an den Rand und bleibt dort wartend stehen. Wer das von höherpreisigen Geräten wie dem Dreame Z1 Pro kennt, vermisst diesen Komfort sofort. Beim Ecovacs muss man den Poolroboter klassisch herausfischen. Dazu liegt ein Haken bei, der sich an typischen Poolstangen anbringen lässt. Wer seinen Poolroboter möglichst bequem und ohne nasse Arme nutzen möchte, sollte diesen Punkt ernst nehmen.

Dafür ist der Aufbau angenehm unkompliziert. Die Filtereinheit lässt sich leicht per Knopfdruck entnehmen, öffnen und ausspülen. Das ist wichtiger, als es zunächst klingt. Poolroboter sammeln nicht nur Blätter, sondern auch Sand, Pollen, Insektenreste und feinen Bodensatz ein. Wenn die Reinigung des Filters umständlich ist, nervt das nach wenigen Einsätzen. Beim Ultramarine P1 bleibt dieser Wartungsschritt für den Innenfilter einfach, während der grobe Filter das typische Problem anderer Modelle übernimmt: Der Boden ist geschlossen und nicht abnehmbar. Dadurch ist das Ausspülen etwas umständlich.

Einrichtung & App

Positiv überrascht die App-Einrichtung. Beim ersten Start führt Ecovacs sehr verständlich durch die Konfiguration. Dabei fragt die App nicht nur grundlegende Angaben ab, sondern will auch wissen, welche Form das Becken hat, wie groß und tief es ist und ob es sich um einen Aufstell- oder Einbaupool handelt. Zusätzlich lassen sich Besonderheiten zum Boden hinterlegen: eben, schräg oder stufig.

Das ist sinnvoll, weil der Ultramarine P1 nicht mit der aufwendigsten Sensorik arbeitet. Ecovacs setzt auf das hauseigene Smartnavi-System mit einem IMU-Sensor (Inertial Measurement Unit), wie er in ähnlicher Form auch in Smartphones zum Einsatz kommt. Dieser misst Beschleunigung und Drehbewegungen, sodass der Roboter seine Position einschätzen und daraus effizientere Bahnen ableiten kann. Die App-Angaben helfen dem Gerät, den Pool besser einzuschätzen.

Im Vergleich zu teureren Poolrobotern von Aiper, Dreame oder anderen Herstellern wirkt die Navigation zwar weniger souverän, aber nicht völlig planlos, wie wir es schon bei anderen Geräten in dieser Preisklasse gesehen haben. Der P1 arbeitet den Pool nachvollziehbar ab und vermeidet im Test grobe Aussetzer.

Auch die Bedienung bleibt angenehm simpel. Nutzer können laut Hersteller zwischen verschiedenen Reinigungsmodi und Effizienzstufen wählen, etwa für Boden, Wände oder den gesamten Pool. Außerdem unterstützt der Roboter Zeitpläne. Für die meisten Nutzer reicht das völlig aus. Wer hingegen möglichst detaillierte Karten, besonders präzise Live-Darstellung oder erweiterte Automationen erwartet, muss eine Klasse höher schauen.

Wer manuell starten möchte, kann das auch tun. Der Einschalter ist gleichzeitig der Wahlknopf für die Modi. Welcher Modus ausgewählt ist, sieht man auf der Vorderseite an einer LED-Leiste.

Reinigung & Filter

Bei der Reinigung liefert der Ultramarine P1 eine für den Preis überraschend gute Leistung. Er entfernt losen Schmutz zuverlässig vom Boden und kommt auch mit feinerem Material ordentlich zurecht. Besonders positiv fallen die Filter auf: Ecovacs kombiniert ein gröberes Außennetz mit einem feineren Innenfilter. Gröbere Rückstände bleiben gut hängen, feinerer Schmutz wird ebenfalls besser zurückgehalten, als man es bei einem einfachen Einstiegsgerät erwarten würde. Allerdings könnte der feine Innenfilter dichter sitzen, da vor allem im unteren Bereich noch eine größere Lücke ist, die feine Partikel durchlässt.

Wichtig ist daher die richtige Erwartung. Der P1 ist kein High-End-Roboter, der jeden Winkel perfekt erkennt und jeden Bereich mit maximaler Präzision abarbeitet. In einfachen Becken mit ebenem Boden überzeugt er am meisten – nur bei den Ecken schwächelt er. Bei komplexeren Formen, Stufen oder stark strukturierten Bereichen merkt man eher, dass die Sensorik reduziert ist. Die App-Abfrage zur Poolform und Bodenbeschaffenheit hilft, ersetzt aber keine hochauflösende Navigation.

Die Wandreinigung funktioniert grundsätzlich, hängt aber wie bei allen Poolrobotern stark von Oberfläche, Verschmutzung und Poolform ab. Leichte Ablagerungen bekommt der Ecovacs gut in den Griff. Für hartnäckige Ränder, stark haftenden Schmutz oder problematische Ecken bleibt gelegentlich Handarbeit nötig. Das ist aber nichts Ungewöhnliches, sondern kommt selbst bei hochpreisigen Modellen vor.

Akku

Der größte Komfortnachteil ist die fehlende Ladestation. Der Ultramarine P1 arbeitet kabellos im Pool, wird aber nicht über ein Dock geladen. Stattdessen muss man ihn per Kabel aufladen. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Anschluss trocken ist. Das wirkt weniger elegant als bei Modellen mit Station und passt nicht ganz zu dem ansonsten einfachen Bedienkonzept.

Andere Modelle haben übrigens auch keine Station, lösen das Lade-Dilemma jedoch eleganter mit magnetischen Ladeanschlüssen, die offen zugänglich bleiben dürfen. Beim Ecovacs muss man hingegen penibel darauf achten, dass man den Ladeanschluss wieder gut verschraubt hat.

Die Laufzeit ist dagegen unkritisch. Ecovacs gibt bis zu drei Stunden im Eco-Modus und eine mögliche Bodenabdeckung von bis zu 180 Quadratmetern an. In typischen privaten Pools reicht das problemlos. Entscheidend ist eher, dass man den Roboter nach dem Einsatz herausnimmt, reinigt und trocknet, statt ihn dauerhaft im Wasser zu lassen, was wir je nach Modus ohnehin anraten.

Preis

Mit einer UVP von 549 Euro ist der Ecovacs Ultramarine P1 vergleichsweise günstig positioniert. Genau darüber definiert sich auch seine Stärke. Er bietet nicht den Komfort teurer Modelle, reinigt aber besser, als es der Einstiegspreis vermuten lässt. Besonders die Filter, die App-Einrichtung und die solide Grundreinigung machen ihn interessant. Aktuell gibt es ihn sogar schon für 472 Euro.

Fazit

Der Ecovacs Ultramarine P1 ist ein angenehm ehrlicher Poolroboter. Er will kein High-End-Modell sein, sondern eine günstige und einfache Lösung für die regelmäßige Poolpflege. Das gelingt überraschend gut. Die App führt hervorragend durch die Einrichtung, die Angaben zur Poolform, Größe, Tiefe und Bodenbeschaffenheit helfen bei der Reinigung, und die Filter sind für diese Preisklasse erstaunlich stark.

Die Reinigungsleistung ist solide und für ein Gerät der Preisklasse überzeugend. Gleichzeitig spart Ecovacs an Komfortfunktionen. Eine Ladestation fehlt, geladen wird per Kabel, und nach der Reinigung muss man den Roboter selbst aus dem Pool holen. Wer damit leben kann, bekommt einen günstigen Poolroboter mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Poolroboter Dreame Z1 Pro Test: Poolreinigung mit Kartierung & Objekterkennung

Der Poolroboter Dreame Z1 Pro legt den Fokus auf Geschwindigkeit und Effizienz bei der Poolreinigung. Wir zeigen, ob sein Gesamtpaket im Test überzeugt.

VORTEILE

  • Steuerung per Fernbedienung
  • solide Reinigungsleistung
  • kehrt von allein zur Oberfläche zurück
  • Spotreinigung möglich

NACHTEILE

  • Fernbedienung muss genau auf den Z1 Pro zeigen
  • laden per Kabel
  • keine Fein-Filter-Option

Der Poolroboter Dreame Z1 Pro legt den Fokus auf Geschwindigkeit und Effizienz bei der Poolreinigung. Wir zeigen, ob sein Gesamtpaket im Test überzeugt.

Mit dem Dreame Z1 Pro soll eine schnelle und effiziente Poolreinigung auch bei größeren Becken gelingen. Das integrierte Navigationssystem sorgt dabei für eine systematische Abdeckung des Beckens. Eine einfache Bedienung und eine lange Akkulaufzeit helfen dabei, auch anspruchsvolle Reinigungsaufgaben ohne Unterbrechung zu erledigen. Wie gut der Dreame Z1 Pro seine Reinigungsarbeit schlussendlich verrichtet, zeigt unser Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design & Verarbeitung: Wie sieht der Dreame Z1 Pro aus?

Der Dreame Z1 Pro ist neben dem „normalen“ Z1 der erste Poolroboter von Dreame. Optisch orientiert er sich klar an seiner Konkurrenz und kommt mit den Raupenketten sowie einem erhöhten Gehäuse daher. Die Ketten erlauben maximale Bewegungsfreiheit am Boden und den Wänden. Anders als die anderen Hersteller setzt Dreame nicht auf einen schlichten schwarzen oder dunkelblauen Anstrich. Der obere Gehäuseteil ist in Silber gehalten und fällt dadurch im Wasser und auch außerhalb auf. Mit 12,1 Kilogramm ist er zudem überraschend leicht, wenn man ihn jedoch aus dem Wasser nimmt, sollte man das zusätzliche Gewicht nicht unterschätzen.

An der Qualität des Z1 Pro gibt es nichts zu meckern. Alles ist sehr ordentlich verarbeitet und wirkt wertig. Die Farbgebung trägt dazu bei, dass dieser Eindruck lange besteht. Durch das silberne Obergehäuse fallen Wasserflecken nicht so schnell auf, wenn der Roboter nach getaner Arbeit trocknet. Bei schwarzen Modellen sieht man diese deutlich schneller.

Auffällig auf der Oberseite sind nicht nur die beiden Austrittsöffnungen der Pumpen, sondern auch der Sensor dazwischen, der an ein Solarpanel erinnert. Hierbei handelt es sich um einen optischen Sensor, um auch unter Wasser Steuerbefehle von der Fernbedienung zu erhalten. Direkt davor liegen die Power-Taste und die Taste zur Modi-Auswahl. Letztere kann man übrigens oberhalb des Lichtmoduls ablesen. Dort sind eine Status-LED sowie vier Symbole zu finden, wobei jedes für einen anderen Modus steht.

Installation: Wie richtet man den Dreame Z1 Pro ein?

Der Lieferumfang umfasst alles Notwendige. Darin sind neben dem Z1 Pro ein Ladegerät, ein Rückholhaken sowie eine Fernbedienung und ein passendes USB-C-Ladekabel enthalten.

Wer schon einen Dreame-Saugroboter eingerichtet hat, wird sich auch beim Z1 Pro schnell zurechtfinden. Dreame verwendet für die Fernsteuerung, Auswertung der Reinigungsdaten, Updates und Einstellungen nämlich die bekannte App. Entsprechend schnell fügt man den Z1 Pro hinzu und verbindet ihn mit dem WLAN. Alternativ kann man ihn auch, ohne ihn mit der App zu verbinden, einfach einschalten, per integrierter Wahltaste den gewünschten Modus auswählen und zu Wasser lassen.

Bedienung & Steuerung: Wie gut lässt sich der Dreame Z1 Pro bedienen?

Der Dreame Z1 Pro lässt sich auf vielfältige Arten steuern. Die natürlichste Variante ist dabei die Modusauswahl per Wahltaste direkt am Gerät. Hier wählt man zwischen den vier Standardmodi Boden, Wände, Wasserlinie oder komplett. Dieselbe Auswahl steht mit ein paar zusätzlichen Optionen auch in der App bereit. So kann man auch Reinigungsroutinen oder Zonenreinigung aktivieren, um beispielsweise nur die Flachwasserzone von Schmutz zu befreien.

Da jede Steuermethode ihre speziellen Funktionen aufweist, gilt das auch für die Fernbedienung. Mit ihr kann man den Dreame zu einem bestimmten Punkt schicken, um dort zu reinigen oder ihn auch manuell steuern. Über die Fernbedienung steht zudem eine Rückruf-Funktion bereit, die den Z1 Pro an der Wand entlang zur Wasseroberfläche zurückkehren lässt und ihn dort für die Entnahme parkt. Letzteres Feature kann man auch in der App für die automatische Rückkehr aktivieren, wenn die Reinigung abgeschlossen ist oder der Akkustand unter zehn Prozent liegt.

Übrigens gibt Dreame in der App auch zahlreiche experimentelle Funktionen zum Ausprobieren frei. Im passend benannten Labor-Modus aktiviert man Funktionen wie die Einstellung der Reinigungshöhe der Wände oder eine Kartierung im Saugroboter-Stil.

Navigation & Reinigung: Wie findet sich der Dreame Z1 Pro im Wasser zurecht?

Für den Test haben wir das Becken mehrere Tage nicht gesäubert, um die Reinigungsleistung deutlich beurteilen zu können. Der Z1 Pro überrascht dabei nicht nur durch eine hervorragende Leistung auf der Fläche, sondern auch die Ecken und Kanten säubert er einwandfrei. Das gilt auch für die Wasserlinie, die der kräftige Poolhelfer sogar in einer horizontalen Bewegung reinigt. Aufgrund der Auf- und Ab-Bewegung entfernt er den meisten Schmutz und oft bleiben nur die wirklich hartnäckigen Reste für eine manuelle Nachreinigung übrig.

Besonders überraschend war jedoch der Umstand, dass sich der Z1 Pro auch an den Stufen versucht und zumindest im unteren Bereich eine Teilreinigung schaffte. Dabei merkte man ihm deutlich an, dass er Mühe hat, sich nicht festzufahren.

Die Navigation erfolgt mittels Ultraschallsensoren. Zudem gibt es auch eine Infrarot-Objekterkennung. Dreame nennt es das Pool-Sense-System, wodurch auch eine Kartierung des Beckens möglich ist. Dadurch ist man in der Lage, eine Reinigungsstrategie auszuwählen, um verschiedenen Beckentypen gerecht zu werden und diese optimal zu säubern. Für rechteckige Pools erfolgt die Reinigung überwiegend S-förmig, während an den Wänden ein N-förmiger Pfad gewählt wird. Anders als etwa bei Aiper wird das N direkt an der Wand gefahren und nicht am Boden fortgesetzt.

Der Dreame Z1 Pro bietet eine Saugleistung von bis zu 30.000 Litern pro Stunde, was in der Praxis für eine gründliche Entfernung von Schmutz sorgt.

Die Hinderniserkennung funktioniert einigermaßen gut, aber Wunder sollte man hier nicht erwarten. Ein Abfluss oder eine Beleuchtung, die weniger als fünf Zentimeter über dem Boden steht, wird einfach überfahren. Liegt am Boden jedoch ein größerer Gegenstand wie ein Tauchstab, erfolgt die Umfahrung zuverlässig.

Praxiserfahrung: Wie lange hält der Akku des Dreame Z1 Pro?

Während es an der Reinigungsleistung fast nichts zu beanstanden gibt, sorgen andere Punkte für leichten Frust. Der wichtigste ist der Lademechanismus. Typischerweise hält der Akku drei bis vier Stunden und reicht damit bei einem Becken mit 48.000 Litern Wasser für eine vollständige Reinigung von Boden und Wänden aus. Allerdings muss er dann jedes Mal ans Ladekabel. Anders als bei Beatbot oder den neuen Aiper-X1-Modellen lädt er nicht drahtlos, sondern via magnetischem Stecker. Grundsätzlich ist das besser als ein normaler Ladeanschluss mit Dichtungsstopfen – eine Ladestation wäre vor allem in dem Preisbereich eine deutlich elegantere Lösung gewesen. Immerhin ist am Ladekabel ein kleines Mikrofasertuch angebracht, um den Ladeanschluss vorher trocken zu wischen.

Die Fernbedienung ist im Zusammenhang mit Poolrobotern ein innovatives Bedienkonzept, das viele neue Möglichkeiten bringt. Wie bei allen Innovationen muss man in der ersten Generation jedoch mit Kinderkrankheiten rechnen. Nicht immer tut die Fernbedienung, was sie soll, beziehungsweise reagiert der Z1 Pro nicht. Manchmal muss man den Befehl mehrfach senden, damit er die gewünschte Aktion ausführt.

Preis

Der Dreame Z1 Pro hat eine UVP von 1299 Euro, was in Anbetracht der Konkurrenz überraschend preiswert ist. Aktuell kostet der Z1 Pro sogar nur 799 Euro. Günstiger ist der reguläre Z1 von Dreame. Dieser hat dann zwar keine Fernbedienung, kommt ansonsten aber mit einer identischen Reinigungsleistung für 499 Euro.

Fazit

Der Dreame Z1 Pro liefert eine starke Reinigungsleistung und überzeugt mit vielseitigen Steuerungsmöglichkeiten, darunter die Fernbedienung mit Rückruf-Funktion. Die Navigation arbeitet zuverlässig und reinigt auch Ecken, Kanten sowie die Wasserlinie gründlich. Kritik gibt es für das Laden per Kabel und die manchmal unzuverlässige Fernbedienung, die eine genaue Ausrichtung erfordert. Für alle, die große Pools effizient und komfortabel reinigen wollen, bietet der Z1 Pro ein ausgewogenes Gesamtpaket zum fairen Preis. Wer auf die Fernbedienung verzichten kann, findet mit dem Dreame Z1 eine günstigere Alternative mit identischer Reinigungskraft.

Aiper Scuba X1 im Test: Poolroboter mit Ladestation und Steuerung per App

Der kompakte Poolroboter Aiper Scuba X1 reinigt mittelgroße Pools mit kraftvoller Bürstentechnik und zuverlässiger Navigation. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • günstiger Preis
  • gute Reinigungsleistung
  • drahtloses Laden

NACHTEILE

  • Filterreinigung umständlich
  • keine Kartierung
  • keine Schmutzerkennung

Der kompakte Poolroboter Aiper Scuba X1 reinigt mittelgroße Pools mit kraftvoller Bürstentechnik und zuverlässiger Navigation. Wir haben ihn getestet.

Saubere Pools sind das A und O für Badespaß und Hygiene, doch das manuelle Reinigen kostet Zeit und Mühe. Poolroboter wie der Aiper Scuba X1 versprechen hier Abhilfe: Sie sollen selbstständig den Poolboden, die Wände und die Wasserlinie säubern – zuverlässig und gründlich.

Der kompakte Aiper Scuba X1 zielt vorwiegend auf private Poolbesitzer ab, die hier eine unkomplizierte und effiziente Lösung suchen. Mit moderner Navigation und leistungsstarken Bürsten soll er primär in mittelgroßen Pools überzeugen. Wir haben getestet, ob der Aiper Scuba X1 den Anforderungen gerecht wird – und wie einfach er im Alltag wirklich zu handhaben ist. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design & Verarbeitung: Wie sieht der Aiper Scuba X1 aus?

Poolroboter ähneln sich oft stark in ihrem Erscheinungsbild – ähnlich ist es auch bei einem Saugroboter (Bestenliste). Viele Modelle lassen sich auf den ersten Blick kaum voneinander unterscheiden. Das liegt nicht nur an der oft dunklen Farbgebung, sondern auch an ihrer Form. Anders als bei den Haushaltshilfen setzen die Hersteller nicht auf Antriebsräder, sondern auf praktische Kettenantriebe, wie man sie etwa von Baufahrzeugen kennt. Auch der Aiper Scuba X1 macht da keine Ausnahme und nutzt dieses Fortbewegungsprinzip, das ihn sehr wendig macht und besseren Halt verleiht.

Der in Anthrazit und Schwarz gehaltene Scuba X1 setzt auf Elemente in Carbon-Optik, durch die er weniger wuchtig wirkt. Mit elf Kilogramm gehört er zwar noch zu den leichteren Poolrobotern, ein wirkliches Leichtgewicht ist er trotzdem nicht. Das liegt an den vier bürstenlosen Motoren, den 16 Sensoren sowie dem großzügigen Filterkorb, auf den wir später noch genauer eingehen.

Die Verarbeitung ist rundum gelungen und steht auch deutlich teureren Modellen in nichts nach. Im Nassbereich ist das auch entscheidend, denn die IPX8-Zertifizierung garantiert dauerhafte Wasserdichtigkeit – nur mit optimaler Verarbeitung ist das möglich.

Wie schon beim Vorgänger, dem Scuba S1, liegt dem Scuba X1 ein praktischer Haken bei, um den Roboter nach getaner Arbeit aus dem Wasser zu holen. Dafür benötigt man allerdings eine passende Stange.

Neu ist die Ladestation, die der Scuba S1 Pro im Vorjahr nicht hatte. Dadurch entfällt der bisherige Ladeanschluss, der gerne mal Probleme bereitet hat. In der Station lädt der Scuba X1 nun drahtlos, wodurch Wasser gut ablaufen kann, während alle Bedienelemente sowie der Filter hinter einer Klappe gut erreichbar bleiben.

Installation: Was richtet man am Aiper Scuba X1 ein?

Die Einrichtung des Aiper Scuba X1 geht denkbar einfach von der Hand – deutlich unkomplizierter als bei Saugrobotern. Grundsätzlich packt man das Gerät aus, schaltet es ein, wählt den Modus und legt los.

Besser funktioniert es natürlich mit der Aiper-App. Sie findet den mechanischen Poolhelfer in wenigen Schritten und verbindet ihn mit dem heimischen WLAN. Die Verbindung funktioniert zwar nicht unter Wasser, aber an Land hilft die App, den Roboter einzustellen, Updates aufzuspielen oder Reinigungsprotokolle einzusehen. Es empfiehlt sich, den X1 vor dem ersten Einsatz komplett zu laden und per App auf den neuesten Stand zu bringen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Bedienung & Steuerung

Im Gegensatz zum ähnlich bepreisten Dreame Z1 Pro liefert Aiper keine Fernbedienung mit. Die Steuerung unter Wasser ist somit nicht möglich – oder doch? Für rund 290 Euro bietet Aiper die Hydrocomm Pure Kommunikationsboje an. Damit wechselt man während des Betriebs den Modus oder sieht den Akkustand ein. Teurere Varianten sollen künftig auch Wassertemperatur und pH-Wert messen können. Hydrocomm ist zudem die einzige Möglichkeit, den X1 an die Wasseroberfläche zum einfacheren Herausnehmen zu rufen. Ansonsten muss der Haken zum Einsatz kommen.

In der Praxis steuert man den Roboter meist über den Taster auf der Geräteoberseite, der Ein- und Ausschalter ist und mit einfachem Druck den Modus wechselt. Alternativ geht das über die App.

Der Aiper X1 verfügt über vier Reinigungsmodi: Boden, Wand, Wasserlinie und Smart. Letzterer ist eine Komplettreinigung. Zudem gibt es einen Zeitplan für regelmäßige Beckenreinigung. Der Roboter kann so mehrere Tage im Wasser bleiben und reinigt automatisch, bis der Akku leer ist.

Navigation & Reinigung: Wie smart ist der Aiper Scuba X1?

Vier bürstenlose Motoren und 16 Sensoren sorgen für eine ordentliche Reinigung. Vor allem Ultraschallsensoren helfen dabei, Wände und größere Hindernisse zu erkennen. Eine Kamera oder andere visuelle Komponenten fehlen jedoch, weshalb der X1 weder Karten erstellt noch Schmutz erkennt. Er fährt ein festes Programm ab, bei dem man grob zwischen adaptiven Routen und S-Mustern wählen kann.

Trotz der dadurch fehlenden „Intelligenz“ reinigt der Scuba X1 besser als viele smarte Haushaltsroboter. Das liegt auch daran, dass der Pool weniger komplex ist. Im Smart-Modus reinigt er sowohl Boden als auch Wände, wobei er die Kanten mehrfach abfährt.

Die Reinigungsleistung verdankt er nicht nur den Bürstenwalzen, sondern auch der Saugleistung und dem Filtersystem. Der X1 saugt und filtert pro Stunde bis zu 25.200 Liter Wasser, was beachtlich ist (Vorgänger: 15.900 Liter).

Das Filtersystem besteht nun aus nur noch einem Filterkorb, der leicht herausnehmbar ist. Er verwendet Mikro-Mesh-Filter mit 3 Mikrometer Feinheit, die man je nach Bedarf überziehen kann.

Der Filterkorb fasst fünf Liter, was die Gerätegröße beeinflusst. Allerdings gestaltet sich das Entleeren des Filters etwas umständlich, da sich der Boden nicht öffnen lässt und sich kleine Reste schwer entfernen lassen. Andere Hersteller, etwa Dreame mit dem Z1 Pro, lösen das über eine Bodenklappe deutlich praktikabler.

Wie lange hält der Akku des Aiper Scuba X1?

Die Herstellerangabe von rund drei Stunden Akkulaufzeit bestätigt sich im Test. Unterschiedliche Modi erlauben es, den Roboter auch mehrere Tage im Wasser zu lassen, wenn man nur den Boden reinigt. Für die Komplettreinigung sollte man aber mit einer Aufladung nach jedem Durchgang rechnen.

Praxiserfahrung & Alltagstauglichkeit: Was ist uns aufgefallen?

Positiv fällt auf, dass der Aiper Scuba X1 schnell einsatzbereit ist und mit der drahtlosen Ladung über die Station eine praktische Neuerung gegenüber der früheren Kabelladung bietet.

Schade ist jedoch, dass die Rückruf-Funktion zum Rand nur mit dem Hydrocomm-Zubehör möglich ist. Grundsätzlich sollte es kein Problem sein, den Roboter nach der Reinigung einfach an den Rand zu holen. Andere Hersteller lösen das bereits besser.

Preis

Die UVP des Aiper Scuba X1 beträgt 1299 Euro, aktuell gibt es den Poolroboter aber für 999 Euro bei Aiper im Shop.

Fazit

Der Aiper Scuba X1 bietet für seinen Preis eine ordentliche Reinigungsleistung und punktet mit einer einfachen Bedienung sowie der praktischen drahtlosen Ladestation. Navigation und Programmierung sind solide, auch wenn der Poolroboter keine Karte erstellt oder Schmutz gezielt erkennt. Besonders die Filterreinigung gestaltet sich umständlich, was den alltäglichen Einsatz etwas erschwert. Für alle, die einen bezahlbaren Poolroboter für mittelgroße Pools suchen und auf smarte Extras verzichten können, ist der X1 eine klare Empfehlung.

Wybot C2 Vision Test: Poolroboter mit Kamera-Navigation & KI für unter 700 Euro

Der Poolroboter Wybot C2 Vision wartet mit einer innovativen Kameratechnik auf. Im Test zeigen wir, wie gut er sich in der Praxis schlägt.

VORTEILE

  • günstiger Preis
  • KI-Schmutzerkennung
  • viele Reinigungsmodi

NACHTEILE

  • Probleme mit der App
  • Stufenreinigung könnte besser sein
  • kein drahtloses Laden

Der Poolroboter Wybot C2 Vision wartet mit einer innovativen Kameratechnik auf. Im Test zeigen wir, wie gut er sich in der Praxis schlägt.

Mit dem Wybot C2 Vision bringt Wybotics einen Poolroboter auf den Markt, der durch seine kamerabasierte Navigation auffällt. Ausgestattet mit einem Kamerasystem erkennt der C2 Vision den Pool präzise und passt so seine Reinigungsstrategie intelligent an die Poolform und den erkannten Schmutz an. Wir haben getestet, ob seine Reinigung überzeugt und wie sich der Roboter im Hinblick auf Bedienung und Ausstattung schlägt. Das Testgerät hat uns Geekmaxi zur Verfügung gestellt.

Design & Verarbeitung

Der Wybot C2 Vision kommt im modernen, kompakten Design mit klaren Linien und typischen Materialien. Das Gehäuse wirkt robust und gut verarbeitet, sodass der Roboter auch in anspruchsvollen Poolumgebungen zuverlässig arbeitet. Die Farbgebung in dezentem Anthrazit mit türkisfarbenen Highlights gefällt.

Der Wybot ist mit dem für Poolroboter typischen Kettenantriebssystem ausgestattet, das für gute Traktion auf glatten Oberflächen sorgt. Auffällig ist die Kamera, die auf der Vorderseite relativ zentral platziert ist. Über diese Kamera erkennt der Roboter nicht nur seine Umgebung, sondern auch Verschmutzungen, um sie gezielt anzugehen.

Im Lieferumfang sind neben dem Roboter und einem Ladekabel ein Rückholhaken sowie ein ultrafeiner Filter enthalten. Letzteren setzt man wahlweise zusätzlich ein, um besonders kleine Partikel aus dem Wasser zu filtern.

Installation: Was richtet man am Wybot C2 Vision ein?

Die Einrichtung des Wybot C2 Vision gestaltet sich einfach. Nach dem Auspacken schließt man den Poolroboter zunächst an die Steckdose an, um ihn vollständig zu laden; kabelloses Laden per Station ist nicht möglich. Während des Ladevorgangs richtet man problemlos die Verbindung zur App ein. Dabei erfolgt die Erkennung in der Wybot-App automatisch und geht schnell von der Hand. Nach dem Laden kann der Wybot auch schon direkt ins Wasser.

Bedienung & Steuerung

Der Wybot C2 Vision lässt sich über die App komfortabel steuern – solange er sich bisher nicht im Wasser befindet. Das ist nicht ungewöhnlich, da Wasser die meisten Verbindungen – etwa via Bluetooth oder WLAN – unterbricht. Andere Hersteller haben dafür schon smarte Lösungen gefunden, die sich jedoch im Preis widerspiegeln.

Neben den Standardmodi für Boden, Wände und Wasserlinie steht ein Komplettmodus zur Verfügung, der alle Bereiche abdeckt. Zudem gibt es für den Boden zwei zusätzliche Modi: Turbo und Eco. Der Turbo-Modus ist sinnvoll, wenn sich im Becken nur wenig Schmutz befindet und man diesen vor dem Badegang noch schnell entfernen möchte.

Besonders spannend ist jedoch der Schmutzerkennungsmodus. Mittels der Kamera kann der Wybot C2 Vision nämlich Schmutz am Boden erkennen und diesen gezielt reinigen. Dabei fährt er den Schmutz so lange an, bis dieser vollständig entfernt ist. In diesem Modus konzentriert sich der Roboter ausschließlich auf erkannte Schmutzstellen, eine vollständige Poolreinigung erfolgt dabei nicht. Für eine Komplettreinigung gibt es andere Modi.

Übrigens kann man auch Zeitpläne in der App erstellen sowie Reinigungsmuster festlegen. Der C2 Vision fährt dann etwa in einer S-Linie oder Kreuzmuster den Pool ab. Auch ein Sternmuster zur Mitte des Pools ist dabei möglich – je nach Vorliebe.

Navigation & Reinigung: Wie smart ist der Wybot C2 Vision?

Die kamerabasierte Navigation macht den Wybot C2 Vision besonders effektiv. Er erkennt die Poolform genau, plant die Reinigungsroute optimal und passt sie dynamisch an Hindernisse und Besonderheiten an. Dabei umfährt er etwa den Bodenablauf oder andere größere Objekte im Becken.

Im Test entfernt der Roboter zuverlässig Algen, Schmutz und Blätter vom Poolboden. Die Bürsten und die Saugleistung überzeugen sowohl auf glatten Flächen als auch an den Wänden. Die Wasserlinie fährt er gründlich ab. Nur in den Ecken und bei den Stufen hat er ein paar Schwierigkeiten bei der Reinigung.

Die Filtereinheit fängt ausreichend Schmutz, bedarf aber einer manuellen Entleerung, was etwas umständlich ist, da sich der Boden nicht öffnen lässt. Immerhin kann der Deckel vollständig abgenommen werden. Positiv ist hingegen, dass der ultrafeine Filter (10 Mikrometer) in Form einer Platte daherkommt, die hinter der Filtereinheit sitzt. Dadurch ist dieser sehr einfach abzuspülen und auszutauschen.

Akku: Wie lange hält der Wybot C2 Vision durch?

Der Wybot C2 Vision verfügt laut Hersteller über einen Akku, der Laufzeiten von bis zu drei Stunden ermöglicht. Das schafft er in unserem Test tatsächlich, und es reicht aus, um auch größere Pools gründlich zu säubern. Sollte der Akku vor Abschluss der Reinigung leer sein, bleibt der Wybot C2 Vision am Boden, wo man ihn mittels des Rückholhakens birgt. Allerdings muss man das ebenso, wenn er den Reinigungsprozess regulär beendet hat. Die Ladezeit beträgt etwa 3 Stunden, was für ein Gerät dieser Klasse üblich ist.

Preis: Wie viel kostet der Wybot C2 Vision?

Aktuell kostet der Wybot C2 Vision 554 Euro. Die UVP liegt bei 950 Euro.

Fazit

Der Wybot C2 Vision beeindruckt nicht nur mit seinem vergleichsweise niedrigen Preis. Auch die intelligente, Kamera-gestützte Navigation und die gründliche Reinigungsleistung können sich sehen lassen. Damit besteht er problemlos auch gegen deutlich teurere Modelle. Die Steuerung per App ist umfangreich, wenn auch anfangs etwas komplex, bietet jedoch viele Anpassungsmöglichkeiten. Die solide Verarbeitung und der faire Preis runden das positive Bild ab.

AGT PRR-120 im Test: Günstiger Poolroboter – einfach zu bedienen

Einfach statt smart: Der AGT PRR-120 reinigt Pools ohne App und Schnickschnack – und überzeugt im Test bei Bodenflächen und einfachen Becken.

VORTEILE

  • solide Reinigungsleistung am Boden
  • reduziertes Bedienkonzept direkt am Gerät (Schieberegler)
  • schnell einsatzbereit

NACHTEILE

  • keine App, keine Zeitpläne, keine Protokolle
  • fährt ohne Plan
  • kein Feinfilter

Einfach statt smart: Der AGT PRR-120 reinigt Pools ohne App und Schnickschnack – und überzeugt im Test bei Bodenflächen und einfachen Becken.

Der AGT PRR-120 orientiert sich optisch an den großen Vorbildern: großer, abgerundeter Korpus, markante Front, weißes Gehäuse. Anders als viele Premium-Modelle verzichtet er jedoch auf App-Anbindung und digitale Extras. Die Reinigungsmodi werden per Schieberegler direkt am Gerät gewählt – so reduziert der PRR-120 die Poolpflege aufs Wesentliche, bleibt aber praxistauglich. Im Test haben wir geprüft, wie gut dieses Konzept in unterschiedlichen Beckentypen funktioniert.

Das Testgerät wurde uns vom Online-Shop Pearl zur Verfügung gestellt.

Design & Verarbeitung

Die weiße Außenschale wirkt robust und hochwertig verarbeitet. Der PRR‑120 rollt auf Rädern, die im Alltag ausreichende Traktion und Wendigkeit bieten. An der Front sitzen zwei aktive Walzen, die Schmutz vom Boden lösen und den Wasserstrom in die Ansaugöffnung leiten. Hochpreisige Modelle setzen hier oft auf weitere Walzenpaare, stärkere Anpresskraft und größere Ansaugkanäle – was in Fugen und an Kanten mehr mechanischen „Biss“ erzeugt. Der PRR‑120 bleibt bewusst schlicht: schnell zerlegbar, Filterkorb leicht zugänglich, einfache Wartung statt maximaler Angriffslust.

Installation

Die Inbetriebnahme gelingt in wenigen Minuten: Netzteil anschließen, Akku laden, gewünschten Modus per Schieberegler wählen, ins Becken setzen – fertig. Eine App- oder WLAN-Einrichtung entfällt, was den PRR‑120 auch für technisch weniger versierte Nutzer attraktiv macht.

Bedienung & Steuerung

Der Schieberegler am Gerät schaltet zwischen den verfügbaren Reinigungsprogrammen. Je nach Ausführung stehen Boden, ggf. Boden + Wand sowie ein kompletter Standardlauf zur Auswahl. Auf Zusatzfunktionen wie Zeitpläne, Reinigungsprotokolle oder Spot­modi verzichtet der PRR‑120. Das passt zum Minimalansatz, kostet aber Komfort, wenn man regelmäßige Abläufe automatisieren möchte.

Navigation & Reinigung

Mit ordentlicher Saug- und Strömungsleistung bearbeitet der PRR‑120 den Poolboden zuverlässig. Anders als smarte Premium-Modelle fährt er jedoch keine geplanten S-/N-Bahnen und erstellt keine Beckenkarten. Stattdessen bewegt er sich „zufällig“ durchs Becken, korrigiert an Kanten und deckt mit der Zeit große Teile der Fläche ab.

In einfachen, mittelgroßen Pools reicht das oft aus. In komplexeren Grundrissen bleiben aber eher Flächen aus, als dies bei Aiper, Dreame & Co. der Fall ist. Die Wasserlinie reinigt er ebenso unregelmäßig, einen Oberflächen‑/Skimmer-Modus gibt es nicht. Pluspunkt: Der Filter ist leicht erreichbar und schnell ausgespült. Komfortdetails wie eine Bodenklappe fehlen, ebenso ein ultrafeiner Filtereinsatz – für groben Schmutz genügt der vorhandene jedoch.

Akku & Laufzeit

Die Laufzeit liegt im Klassenmittelfeld und reicht für typische Reinigungsgänge in mittelgroßen Becken. Bei größeren Flächen empfiehlt sich ein zweiter Durchlauf. Da der PRR‑120 keine App-Statistiken liefert, behält man die Betriebsdauer klassisch im Blick.

Preis

Mit einem Preis von knapp 381 Euro positioniert sich der AGT PRR‑120 unterhalb smarter Premium-Konkurrenz, aber oberhalb einfacher Boden­läufer. Er bietet spürbar mehr Substanz und ansprechendere Optik als Minimalmodelle, ohne ins High-End-Segment vorzustoßen.

Fazit

Der AGT PRR-120 reduziert die Poolreinigung aufs Wesentliche: Modus am Schieberegler wählen, starten – fertig. Auf Bodenflächen und in einfach geformten Becken liefert er überzeugende Ergebnisse. Der Verzicht auf App-Anbindung, Kartierung und programmierbare Fahrwege schränkt jedoch die Abdeckung in komplexeren Pools ein.

Wer auf Zeitpläne, Mapping oder Skimmer-Modus verzichten kann und ein unkompliziertes Gerät sucht, erhält mit dem PRR-120 einen pragmatischen Alltagshelfer. Für maximale Flächenabdeckung und Komfortfunktionen sind smarte Modelle jedoch die bessere Wahl.

Poolroboter AGT PRR-85 im Test: Reinigt kleine und mittelgroße Pools für 150 €

Der Poolroboter AGT PRR-85 reinigt kleine bis mittelgroße Pools ohne ausgefeilte KI- oder App-Steuerung, dafür kostet er auch weniger. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • günstig & unkompliziert
  • flott
  • einfache Filtereinigung
  • kompakt & leicht

NACHTEILE

  • reinigt nur Boden
  • Zufallsfahrt
  • keine App, Zeitpläne und Fernbedienung
  • in eckigen oder großen Becken wenig verlässlich

Der Poolroboter AGT PRR-85 reinigt kleine bis mittelgroße Pools ohne ausgefeilte KI- oder App-Steuerung, dafür kostet er auch weniger. Wir haben ihn getestet.

Der Poolroboter AGT PRR-85 richtet sich an Poolbesitzer, die den Boden mit minimalem Aufwand sauber halten wollen. Optisch erinnert er an den Qytron Spider (Testbericht), fällt aber etwas größer aus und tritt in Weiß auf. Er verzichtet auf smarte Funktionen, flitzt direkt nach dem Start los und sammelt Schmutz im einfach zu leerenden Filterkorb. Im Test klären wir, für welche Becken der PRR-85 taugt – und wo seine Grenzen liegen.

Das Testgerät hat uns der Online-Shop Pearl zur Verfügung gestellt.

Design & Verarbeitung

Das flache, weiße Gehäuse wirkt aufgeräumt und funktional. Der PRR-85 setzt – wie sein günstiger Zwilling – auf einfache Räder statt Kettenantrieb oder aktive Rollenbürste. Das reduziert die Komplexität, senkt das Gewicht und erleichtert den Transport. Der mittige Filtereinsatz sitzt gut erreichbar unter der oberen Klappe; Griff und Dichtungen wirken stabil für die Preisklasse.

Installation

Auspacken, laden, ins Wasser setzen – mehr braucht es nicht. Der PRR-85 startet per Einschalter und legt ohne weitere Einrichtung los. Eine App, ein WLAN-Setup oder Zeitpläne fehlen. Das senkt die Hürde im Alltag, nimmt aber auch Komfort.

Bedienung & Steuerung

Die Steuerung beschränkt sich auf den Einschalter. Programme, Timer oder Leistungsstufen gibt es nicht. Läuft der Zyklus, bleibt der Roboter unterwegs, bis der Akku zur Neige geht oder der Nutzer ihn herausnimmt. Zur Entnahme taucht er nicht am Ende an der Wasseroberfläche auf. Dafür liegt ein Haken bei.

Navigation & Reinigung

Der PRR-85 fährt nach Zufallsprinzip: Wandkontakt, Richtungswechsel, weiter geht’s – flott und ohne Plan. In runden Becken erreichte er damit überraschend viel Fläche, in großen oder rechteckigen Pools blieben dagegen gerne Bereiche liegen. Er reinigt nur den Boden; die Wände und die Wasserlinie bearbeitet er nicht. Groben Schmutz, Sand und kleine Blätter nimmt er zuverlässig auf. Den Unterschied im Alltag macht der Filter: Er ließ sich binnen Sekunden entnehmen, ausleeren und ausspülen – ein echter Pluspunkt für die schnelle Pflege.

Akku & Laufzeit

Die Ausdauer reicht – je nach Beckengröße und Verschmutzung – für einen Durchlauf in kleinen bis mittleren Rundbecken. Für größere Becken startet man ihn besser zweimal nacheinander. Konkrete Zahlen variieren je nach Nutzung, weshalb wir auf Herstellerangaben verzichten.

Preis

Der PRR-85 zielt mit einem Preis von 150 Euro auf das untere Preisfeld der Akku-Bodenreiniger.

Fazit

Der AGT PRR-85 liefert einen schnellen Einstieg in die Poolpflege, solange der Anspruch klar bleibt: Bodenreinigung in kleinen, vorzugsweise runden Becken. Er punktet mit sofortiger Einsatzbereitschaft und einem sehr leicht zu reinigenden Filter. In großen oder eckigen Pools stört die Zufallsfahrt, weil Bereiche liegen bleiben – die Wände oder Wasserlinie ignoriert der Poolroboter komplett. Als günstiger „Bodenstaubsauger“ fürs Becken ist er okay, als Allrounder zu limitiert.

Was kann der Poolroboter für 150 Euro? Qytron Spider QP01 im Test

Der Poolroboter Qytron Spider QP01 setzt auf Simplizität – keine smarte Technik oder App, dafür unkomplizierte Handhabung. Wir prüfen, ob die Strategie aufgeht.

VORTEILE

  • besonders effektiv im Rundbecken
  • Filter unkompliziert zu reinigen
  • kompakt und leicht
  • günstiger Preis

NACHTEILE

  • reinigt ausschließlich den Boden
  • zufällige Fahrweise ohne System
  • keine App und Navigation
  • keine Bürste oder Kettenantrieb

Der Poolroboter Qytron Spider QP01 setzt auf Simplizität – keine smarte Technik oder App, dafür unkomplizierte Handhabung. Wir prüfen, ob die Strategie aufgeht.

Der Qytron Spider QP01 ist besonders für kleinere, runde Pools gedacht. Mit kabellosem Betrieb, simpler Bedienung ohne App und einem einfach zu reinigenden Filter richtet sich der Spider an alle, die ohne viel Aufwand den Poolboden sauber halten möchten. Wo seine Stärken und Schwächen liegen, zeigt unser Praxistest.

Das Testgerät wurde uns von Banggood zur Verfügung gestellt.

Design & Verarbeitung

Das sehr kompakte Gehäuse macht den Qytron Spider äußerst handlich und erinnert entfernt an einen Curling-Stein. Statt Kettenantrieb oder Bürste rollen vier einfache Räder über den Poolboden. Die dunkle Farbgebung sorgt für gute Sichtbarkeit unter Wasser. Ähnlich wie bei einem Werkstatt-Staubsauger kann man den oberen Teil mit der Saugeinheit abnehmen und kommt dadurch einfach an den Filter. Dieser sitzt zentral und lässt sich mit wenigen Handgriffen ausleeren und abspülen. Die Verarbeitung ist für die Preisklasse robust und allgemein sehr ordentlich.

Installation: Kinderleicht und schnell

Die erste Inbetriebnahme ist in wenigen Minuten erledigt. Nach einer Ladezeit von 2,5 Stunden reicht ein Knopfdruck, um den Qytron Spider zu starten. Danach einfach ins Wasser „werfen“ und schon fährt er selbstständig los – keine App, keine Verbindung zum WLAN, keine weitere Einrichtung nötig. So einfach kann Poolreinigung sein.

Bedienung & Steuerung

Komfortabler geht es kaum: Am Gerät selbst gibt es nur den Einschalter. Der Roboter fährt nach dem Zufallsprinzip los und fährt so lange, bis der Akku (Laufzeit: rund 110 Minuten) leer ist. Dann bleibt er einfach am Beckengrund liegen, wo er sich mit dem Haken entnehmen lässt. Mehr Einstellungen gibt es nicht.

Navigation & Reinigung

Der Spider setzt auf eine rein zufällige Navigation. Beim Kontakt mit einer Wand oder Hindernissen ändert er die Richtung. Besonders in runden oder kleinen Pools werden so die meisten Bereiche zuverlässig erreicht. In eckigen oder großen Becken bleiben oft Flächen ungereinigt, da er kein systematisches Fahrmuster nutzt. Der Qytron Spider reinigt ausschließlich den Poolboden – Wände und die Wasserlinie bleiben außen vor. Grobe Verschmutzungen, Sand oder kleine Blätter nimmt er dabei gut auf. Der Filter ist groß genug und lässt sich in Sekunden leeren und auswaschen – ein echter Pluspunkt bei häufiger Nutzung.

Akku & Laufzeit

Der Hersteller gibt die Laufzeit mit 110 Minuten an, was im Praxistest überwiegend für einen Durchgang in kleineren Pools reicht. Ist der Akku leer, beendet der Spider die Reinigung und bleibt am Boden zurück. Nach 2,5 Stunden Ladezeit am Kabel ist er wieder einsatzbereit.

Preis

Der Qytron Spider QP01 kostet bei Banggood knapp 217 Euro. Bei Amazon ist er leider vergriffen.

Fazit

Der Qytron Spider QP01 ist ein unkomplizierter, einfach zu bedienender Poolroboter, der nur für kleine und runde Pools empfehlenswert ist. Er punktet durch schnelle Einsatzbereitschaft, kabellosen Betrieb und einen einfach zu reinigenden Filter. In eckigen oder größeren Pools arbeitet er jedoch weniger zuverlässig und lässt gerne mal Stellen aus, da er nach dem Zufallsprinzip fährt. Für alle, die auf ausgefeilte Sensorik und praktische Apps verzichten können und eine günstige und praktische Lösung für den Alltag suchen, ist der Qytron Spider eine Option.



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Künstliche Intelligenz

Wie Japan zur Kamera-Weltmacht wurde: Der Aufstieg von Nikon, Canon und Co.


Canon, Sony, Nikon, Fujifilm, Panasonic, OM Digital, Ricoh: Eine Handvoll Firmen aus Japan teilt den Foto-Weltmarkt praktisch komplett unter sich auf. Bildete man den Marktanteil japanischer Kamerahersteller als rotes Tortendiagramm auf weißem Grund ab, sähe das Ergebnis der japanischen Flagge verdächtig ähnlich. Aber warum ist das eigentlich so? Und seit wann? Und: Warum ausgerechnet Japan? Schließlich ist die Fotografie eine europäische Erfindung, und lange Zeit galten insbesondere die deutschen Kamera- und Objektivhersteller als weltweit führend in Sachen Technologie und Qualität.

Japans Weg zur Kamera-Weltmacht beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts, als sich das Land unter dem Druck westlicher Großmächte öffnet und innerhalb weniger Jahrzehnte eine eigene optische Industrie aufbaut – zunächst mit europäischem Know-how. In den 1920er- und 30er-Jahren holen die Hersteller deutsche Ingenieure ins Land und nehmen sich Leica und Contax zum Vorbild. Doch der eigentliche Umbruch beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg: US-Militärstützpunkte werden zu den ersten Vertriebskanälen, ein staatlich organisiertes Qualitätssystem poliert den schlechten Ruf japanischer Produkte, und die deutsche Fotoindustrie unterschätzt die Konkurrenz aus Fernost, bis es zu spät ist.

Es ist eine Geschichte voller Wendepunkte: Ein Ingenieur zerlegt eine Leica, empört sich über den Preis „billiger Materialien“ – und gründet Canon. Ein Kriegsfotograf entdeckt in Tokio Nikkor-Objektive und macht sie über Nacht in den USA berühmt. Ein goldener Aufkleber mit der Aufschrift „PASSED“ wird zum Symbol einer beispiellosen Qualitätsoffensive. Und im Hintergrund verschieben geostrategische Interessen, Industriepolitik und die Selbstüberschätzung der deutschen Konkurrenz die Machtverhältnisse auf dem Kameramarkt grundlegend.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie Japan zur Kamera-Weltmacht wurde: Der Aufstieg von Nikon, Canon und Co. „.
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Künstliche Intelligenz

Smart Glasses: In der EU formiert sich Widerstand


Im EU-Parlament regt sich politischer Widerstand gegen die Datenschutzrisiken von Kamerabrillen. Die liberale Fraktion Renew Europe fordert von der EU-Kommission eine Klärung, wie bestehende Regeln wie DSGVO und AI Act auf KI-fähige Smart Glasses und andere tragbare Aufnahmegeräte anzuwenden sind. Anlass sind unter anderem Berichte, wonach Frauen mit solchen Brillen heimlich gefilmt und die Aufnahmen online verbreitet werden.

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Schon im März hatte sich eine fraktionsübergreifende Gruppe von EU-Abgeordneten an die Kommission gewandt, um mögliche DSGVO-Verstöße im Zusammenhang mit Metas Smart Glasses und KI-Training prüfen zu lassen. Hintergrund waren Berichte, wonach externe Dienstleister in Kenia private Aufnahmen aus Smart Glasses gesichtet haben sollen.

EU-Justizkommissar Michael McGrath verwies damals auf die Zuständigkeit nationaler Datenschutzbehörden und Gerichte für die Durchsetzung der DSGVO. Doch gerade dort zeigen sich praktische Schutzlücken: Heimliche Aufnahmen mit Smart Glasses im öffentlichen Raum können für Betroffene massive Folgen haben, sind in Deutschland strafrechtlich aber oft schwer zu verfolgen.

Der Europäische Datenschutzausschuss (EDPB) befasst sich inzwischen ebenfalls mit Smart Glasses. Laut einem Bericht von Politico hat das Gremium der nationalen Datenschutzaufsichtsbehörden einen Bericht zur „gesellschaftlichen Akzeptanz“ der Geräte in Auftrag gegeben, der im Sommer vorliegen soll. Auf dieser Grundlage werde der Ausschuss mögliche weitere Schritte prüfen. Smart Glasses würden das Filmen und Sammeln von Informationen im Vergleich zu Smartphones auf eine neue Stufe heben, sagte EDPB-Chefin Anu Talus.

Auch in den USA wächst die Sorge: Ein Bündnis von Bürgerrechtsorganisationen warnte in einem offenen Brief an Mark Zuckerberg vor der Einführung von Gesichtserkennung für Metas Smart Glasses. Zugleich sieht sich Meta dort bereits mit einer Sammelklage wegen seiner Smart Glasses konfrontiert. Sie wirft dem Konzern vor, die Geräte mit irreführenden Datenschutzversprechen beworben zu haben. Politico zufolge prüft die verantwortliche Kanzlei, EU-Käufer einzubeziehen, und steht bereits mit europäischen Anwälten in Kontakt.

Meta verweist bei Datenschutzbedenken stets auf das LED-Licht an der Vorderseite der Kamerabrillen, das Anwesende auf laufende Aufnahmen hinweisen soll. Ein Manipulationsschutz verhindert zwar, dass Nutzer das Licht einfach verdecken. Der Mechanismus lässt sich aber offenbar mit anderen Mitteln umgehen: Einem aktuellen Bericht zufolge bieten in den USA zweifelhafte Dienstleister an, die Aufnahme-LED gegen Geld professionell zu deaktivieren.

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Das US-Techmagazin Wired hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass in der Smartphone-App „Meta AI“ für die Meta-Brillen vorbereiteter Code für Gesichtserkennung gefunden wurde. Nun heißt es, Meta habe mit einem Firmware-Update nahezu alle Spuren des Codes wieder aus der App entfernt. Eine unabhängige Analyse des verschwundenen Codes ist weiterhin im Netz zugänglich.

Metas Kommunikationschef Andy Stone betonte gegenüber Wired, die Funktion sei „rein explorativ“. Es sei noch keine Entscheidung darüber gefallen, ob und wie Gesichtserkennung in den Smart Glasses zum Einsatz kommen werde. Bereits vor dem Wired-Bericht hatten The Information und die New York Times berichtet, dass Meta die Einführung einer solchen Funktion zumindest erwäge.

Neben Marktführer Meta drängen weitere Anbieter in den Markt für Kamerabrillen. Google arbeitet mit Samsung an Smart Glasses, die im Herbst erscheinen sollen. Auch Apple entwickelt Medienberichten zufolge eigene Smart Glasses, die im kommenden Jahr auf den Markt kommen könnten.


(tobe)



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