Künstliche Intelligenz
Gaming-Headset mit ANC & Surround Sound: Razer Blackshark V3 Pro im Test
Das Razer Blackshark V3 Pro hat allerlei spannende Funktionen parat. Ein Highlight ist ANC, was bei Gaming-Headsets selten ist.
Mit dem Blackshark V3 Pro macht Razer eine Kampfansage im Hinblick auf Tragekomfort und Funktionsumfang unter den Gaming-Headsets. Ausgestattet mit ANC, Surround Sound und sehr gutem Mikrofon, wird es durch die Software Razer Synapse zusätzlich mit vielzähligen Funktionen bereichert. Equalizer-Presets und Sounderweiterungen für Lautsprecher und Mikrofon versprechen hier vielseitige Anpassungsmöglichkeiten. Kann das Premium-Gaming-Headset für 237 Euro beim Klang überzeugen? Wir verraten es im Test.
Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Design
Ganz Gaming-untypisch kommt das Razer Blackshark V3 Pro in schlichtem Schwarz (alternativ in Weiß). Einzig der Mute-Button ist an der Basis in knalligem Razer-Grün gehalten. Mit 367 g hat es ein angenehmes Gewicht – sowohl in der Hand als auch auf dem Kopf. Das Kopfband besticht optisch durch eine Lederoptik mit geprägtem Razer-Schriftzug. Generell wirkt das Gaming-Headset sehr hochwertig und die Verarbeitung tadellos. Der Großteil des Gehäuses ist aus Plastik, die Ausnahme bilden die aus Aluminium gefertigten Ohrmuschelverbindungsarme und der Lautstärkeregler. Letzterer kommt mit geriffelter Oberfläche, was für eine deutlich bessere Griffigkeit sorgt. Ohr- und Kopfbandpolster haben eine sanfte Textiloberfläche. Das abnehmbare Mikrofon kommt mit abnehmbarem Popschutz.
Das Design ist stimmig und hat fast schon einen professionellen Charakter. Auf den ersten Blick würde man definitiv nicht vermuten, dass es sich um eine Gaming-Peripherie handelt.
Razer Blackshark V3 Pro – Bilder
Ausstattung
Das Headset kommt mit abnehmbarem Mikrofon, USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel, 2,4-GHz-Funkreceiver und einem USB-C-zu-Aux-Kabel.
Neben der Funkverbindung unterstützt das Blackshark V3 Pro auch Bluetooth (5.3) mit AAC, analoge Signale via Aux-Kabel und die kabelgebundene Verbindung über USB-C. Es ist zudem in der Lage, Audio aus der Funkquelle und der Bluetoothquelle gleichzeitig abzuspielen. Man kann während des Spielens also problemlos Anrufe über das Headset entgegennehmen. Die Verbindung per Funk bleibt überall in der 120-m²-großen Wohnung konsistent und verzögerungsfrei.
Das ANC des Headsets aktiviert man per Button an der rechten Ohrmuschel oder über Razer Synapse. Mit der Software kann man auch die Intensität der Geräuschunterdrückung festlegen. Auf höchster Stufe blendet sie einen Großteil der Hintergrundgeräusche gut aus, komplette Stille kann sie aber nicht erzeugen. Die zusätzliche Ambient-Einstellung macht genau das Gegenteil und lässt Geräusche von außen besser ins Innere des Headsets vordringen. Wir können dem Feature nicht viel abgewinnen, da vor allem Geräusche wie die Lüfter des PCs verstärkt und mit zusätzlichem Rauschen beim Ohr ankommen.
Dank Onboard-Speicher lassen sich Einstellungen und Equalizer (EQ) auf dem Gaming-Headset abspeichern und per Knopfdruck abrufen. Praktisch: Dank Bluetooth-Verbindung kann man auch die Razer-Audio-App verwenden, um Einstellungen über das Smartphone anzupassen.
Den Sound übernimmt ein dynamischer 50-mm-Treiber mit einem Frequenzbereich von 12 bis 28.000 Hz. Dank THX Spatial Audio ist das Gaming-Headset in der Lage, 7.1.4-Surround-Sound wiederzugeben. Es arbeitet zudem mit zwei unterschiedlichen Audiokanälen – Voice und Game. Dadurch ist es möglich, am Headset den Sound der einen Quelle in den Hintergrund zu stellen und den anderen in den Vordergrund. Bestes Beispiel, wenn man bei einem Online-Spiel in einer Clutch-Situation ist und sich auf den Spielsound konzentrieren will, um die Runde zu gewinnen, kann man den Voice-Chat so in den Hintergrund stellen. Das Ganze funktioniert bequem per Drehrad am Headset.
Das abnehmbare Vollband-Mikrofon ist sehr flexibel und lässt sich problemlos in jede gewünschte Position biegen. Den Popschutz kann man bei Bedarf, etwa zum Reinigen, schnell abziehen. Das Mikro wird über die Aux-Buchse des Headsets angeschlossen. Zum Stummschalten gibt es eine einrastende Taste am linken Kopfhörer.
Software
Wer bereits Razer Synapse für andere Razer-Produkte verwendet, wird sich freuen, dass auch das Blackshark V3 Pro in die Software integriert ist. Zur Auswahl stehen einige Soundeinstellungen, darunter EQ-Presets für Kopfhörer und Mikro. Die Bedienung ist leicht verständlich und löblich ist, dass jede Einstellung einen eigenen Tooltip für eine kurze Erklärung hat. Beim ersten Starten bekommt man zudem eine Zusammenfassung der wichtigsten Features des Headsets, die man sich auch im Nachhinein jederzeit durchlesen kann.
Als Standard-EQ-Presets stehen Default (gerade Linie), Game, Music und Movie zur Auswahl. Diese werden durch spielspezifische Presets zu den Games Valorant, Call of Duty, Apex Legends, Counter-Strike 2 und Halo Infinite erweitert. Pro Spiel gibt es mehrere Presets, die laut Razer in Zusammenarbeit mit einem Esports-Profi erstellt wurden. Enttäuschend ist jedoch, dass es generell keine Möglichkeit gibt, eigene EQ-Presets zu erstellen und zu benennen. Die vorgefertigten EQ lassen sich allerdings problemlos anpassen. Zusätzliche Soundanpassungen sind ebenfalls am Start. So kann man per Regler leise Geräusche wie Schritte anheben oder per Bass Boost den Bass verstärken. Der Funkreceiver des Blackshark V3 Pro ist zudem in der Lage, in den Low-Latency-Mode zu wechseln, wodurch zwar der Akku stärker beansprucht, dafür aber die Latenz noch einmal reduziert wird. Auch für das Mikrofon gibt es verschiedene EQ-Presets und Soundanpassungen, die man hinzuschalten kann.
Die Razer-Audio-App für das Smartphone dient derweil dazu, das Headset auch unterwegs konfigurieren zu können. Damit es sich mit der App per Bluetooth verbindet, muss jedoch die Funkverbindung zuvor gekappt sein.
Man merkt, dass Razer hier viel Wert auf Gaming-relevante Soundeinstellungen gelegt und das Ganze fast ausnahmslos gut umgesetzt hat.
Tragekomfort
Das Razer Blackshark V3 Pro trägt sich super angenehm, auch über mehrere Stunden hinweg. Die Schaumstoffpolster an den Ohren und am Kopfband sind mit weichem Textil überzogen und schmiegen sich angenehm um die Ohren. Das Kopfbandpolster zieht sich über die komplette Länge des Bandes, wodurch eine für uns perfekte Verteilung des Drucks stattfindet und auch nach längeren Sessions keinerlei Druckstellen auf dem Kopf entstehen.
Die Größe stellt man nicht, wie zuerst vermutet, am Band selbst ein, sondern an den Halterungen der Ohrmuscheln. Wir verwenden das Headset mit voll ausgefahrener Halterung. Sie lässt sich um 15 Grad in beide Richtungen drehen, wodurch man sie ideal der Kopfform anpassen kann. Durch die vollständige Polsterung des Kopfbandes tragen sie sich auch bequem um den Hals. Hier muss man dann allerdings die Ohrmuscheln anwinkeln, da sonst die Aluminiumhalterung unangenehm in das Schlüsselbein drückt.
Soundqualität
Beim Spielen überzeugt uns der Klang des Razer Blackshark V3 Pro auf ganzer Linie. Sowohl im kompetitiven Valorant als auch in Singleplayerspielen wie Persona 3 Reload oder Kingdom Come Deliverance 2 bestechen die Lautsprecher durch einen hervorragenden Klang. Gerade im zum Chaos neigenden Valorant, in welchem die Geräuschkulisse sehr bunt und überladen sein kann, gehen wichtige Details nicht unter. Schritte sind klar hörbar, während der Raumklang präzise die Position der Mitspieler und Gegner abbildet. Auch beim Musikhören, Video- und Filmeschauen kann das Headset mit einem gut ausbalancierten Sound überzeugen, der sich durch einen präsenten, aber nicht übermannenden Bass auszeichnet. Hier kommen Feinheiten, mit entsprechendem EQ, ebenfalls gut durch und hinterlassen einen satten, warmen Klang.
Das Mikrofon braucht sich indes nicht zu verstecken. Die Stimme wird klar, verständlich und warm wiedergegeben. Es ist zudem überraschend gut darin, keine Hintergrundgeräusche mit aufzunehmen. Während des Testzeitraums konnten wir zudem keinerlei Übersteuerungen feststellen.
Akkuleistung
Mit dem Akku des Razer Blackshark V3 Pro kommen wir problemlos auf über zwei Tage, bevor wir es wieder an das Ladekabel stecken müssen. Das ist ein grundsolider Wert. Wir verwenden das Headset ausschließlich mit aktiviertem ANC auf Stufe 4, und wechselweise im Niedriglatenzmodus.
Preis
Das Razer Blackshark V3 Pro hat eine UVP von 270 Euro. Aktuell kostet es in Schwarz 239 Euro. In Weiß bekommt es für 237 Euro.
Fazit
Das Razer Blackshark V3 Pro für 237 Euro ist ein absolutes Premium-Headset, vollgestopft mit modernster Technik, vielen Funktionen und umfangreichen Soundeinstellungen. Dank Bluetooth kann man es sowohl daheim als auch unterwegs problemlos verwenden. Es sieht dabei nicht nur edel aus, sondern trägt sich auch über Stunden hinweg sehr bequem. Sowohl der Sound der Lautsprecher als auch der des Mikrofons können sich hören lassen. Schade also, dass man aktuell keine eigenen EQ-Presets anlegen kann. Auch der Preis von 237 Euro ist recht happig. Immerhin bekommt man dafür dann ein sehr gutes Gaming-Headset.
Künstliche Intelligenz
nnn 5.2: Terminal-Dateimanager erhöht Kontexte und optimiert Performance
Der Terminal-Dateimanager nnn liegt in Version 5.2 mit dem Codenamen „Blue Hawaii“ vor. Die neue Version des Open-Source-Projekts bringt mehrere funktionale Verbesserungen und eine erhebliche Performance-Optimierung bei der Berechnung der Festplattennutzung.
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Zentrale Neuerung ist die Anzahl gleichzeitig nutzbarer Kontexte: Bislang waren Anwender auf vier parallele Sitzungen limitiert. Mit Version 5.2 verdoppelt sich diese Zahl auf acht Kontexte. Das erhöht die Flexibilität beim Multitasking erheblich, da sich verschiedene Verzeichnisse gleichzeitig in getrennten Kontexten bearbeiten lassen. Allerdings handelt es sich dabei um einen Breaking Change: Bestehende gespeicherte Sitzungen aus früheren Versionen sind nicht mehr kompatibel. Nutzer müssen ihre Arbeitsumgebungen nach dem Update neu einrichten.
Die Entwickler haben außerdem die Berechnung der Festplattennutzung grundlegend überarbeitet. Die Release Notes sprechen von einer „massiven“ Performance-Verbesserung, technische Details hierzu finden sich in den Release Notes. Die Optimierungen basieren auf Techniken wie Quicksort, minimiertem Disk-IO und Buffer-Reuse, die bereits in früheren Versionen zur Verbesserung der Geschwindigkeit von nnn herangezogen wurden.
Floating Windows und verbesserte Bedienung
Eine weitere Neuerung ist die Option, Dateistatistiken in einem navigierbaren Floating Window anzuzeigen. Über die Taste f öffnet sich ein Overlay-Fenster, das nicht den gesamten Bildschirm einnimmt und das man interaktiv bedienen kann. Dies funktioniert auch für die Ausgabe von Plugins, die mit dem Präfix > ausgeführt werden.
Die Suchfunktion wurde um eine „In-Order Fuzzy Search“ erweitert, die Ergebnisse in ihrer natürlichen Reihenfolge liefert. Außerdem ermöglicht die neue Version Benutzereingaben bei Kopier- und Verschiebevorgängen, selbst wenn keine Datei ausgewählt ist. Das erleichtert zum Beispiel das Einfügen aus der Systemablage.
Sicherheit und neue Funktionen
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Beim Löschen von mehr als zehn markierten Dateien verlangt nnn 5.2 nun eine doppelte Bestätigung. Diese Sicherheitsmaßnahme soll versehentliche Massenlöschungen verhindern, wie sie bei umfangreichen Dateioperationen vorkommen können. Auch die Autocomplete-Funktion wurde erweitert: Beim Drücken der Tab-Taste am Ende einer Eingabezeile vervollständigt nnn automatisch den Namen der aktuell markierten Datei.
Auf technischer Ebene hat das Projekt die Unterstützung für PCRE1 entfernt und ersetzt sie durch einen optionalen PCRE2-Support. Die ältere Regex-Bibliothek wird nicht mehr weiterentwickelt, während PCRE2 bessere Performance, vollständigen Unicode-Support und eine moderne API bietet. Für die Kompilierung mit PCRE2 müssen Entwickler das Flag O_PCRE2=1 setzen und die Bibliothek libpcre2-dev installiert haben.
Die Preview-TUI unterstützt nun jelliz zur verbesserten Dateivorschau. Für den nativen Prompt speichert nnn eine History-Datei, die zuletzt eingegebene Befehle auflistet. In nnn 5.2 kommen außerdem kleinere Korrekturen hinzu, darunter der Scroll-Down-Arrow-Indikator, der bei gefilterten Verzeichnissen nun korrekt angezeigt wird, sowie ein automatisches Verzeichnis-Refresh nach Änderungen an der Dateiauswahl.
(fo)
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Cisco: Mit Nutanix zur VMware-Alternative
Neben den KI-Agenten, die seine Hausmesse Cisco Live dominieren, zielt Cisco auf die physische und lizenzrechtliche Seite der IT-Infrastruktur und will diese kundenfreundlicher beziehbar machen. Konvergente Systeme bereitzustellen ist schon länger ein wichtiger Trend. Ciscos eigenes Angebot HyperFlex ist schon länger Geschichte, dafür wird die Nutanix-Plattform nun fester Bestandteil der Cisco-Laufzeitverträge – eine klare Positionierung gegen Broadcoms VMware.
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Anders als im Vorjahr, als Cisco neue KI-Server UCS C880A M8 und UCS C845A M8 und deren Integration mit Intersight vorstellte, gab es in diesem Bereich diesmal vollen Fokus auf das Cisco Unified Edge. Das in kleinerem Rahmen im November 2025 angekündigte System wurde nun auf der Cisco Live 2026 in Amsterdam der breiten Öffentlichkeit „zum Anfassen“ vorgestellt. Weitere Themen waren Energieeffizienz und Kühlung, speziell im Edge. Cisco hat Immersive Kühlung für Unified Edge gezeigt und Einblicke gegeben in das Projekt Edison – eine disruptive Art der Stromverteilung.
Nutanix – Teil von Cisco Enterprise Agreements
Strategisch wichtig ist die vertiefte Partnerschaft mit Nutanix – und das damit verbundene stille Ende von HyperFlex. Die strategische Zusammenarbeit von Nutanix und Cisco besteht seit über zwei Jahren. Cisco integriert die Nutanix Cloud Platform (NCP) künftig direkt in seine Enterprise Agreements (EA). Kunden können somit Nutanix-Lizenzen als Teil ihres bestehenden Cisco-Softwarevertrags beziehen, statt separate Verhandlungen führen zu müssen.
Für Unternehmen, die nach der Broadcom-Übernahme von VMware und den damit verbundenen Lizenzänderungen nach Alternativen suchen, entfällt so die Hürde, eine neue Lieferantenbeziehung aufbauen zu müssen. Wer ein zweites Virtualisierungs-Standbein aufbauen oder Migrationen planen will, kann das innerhalb des bestehenden Cisco-Vertrags tun. Auch für Nutanix ergibt sich ein Vorteil: Die eigene Software gelangt über den Cisco-Vertriebskanal in große Software-Agreements, die Cisco-Seller ohnehin bei Bestandskunden platzieren. Der Zugang zu diesem Vertriebsapparat wäre für Nutanix allein kaum in dieser Breite erreichbar.
Unified Edge: Weniger anfassen, mehr erledigen
Die passende Hardware-Heimat für diese Software liefert Cisco mit dem Unified Edge. Bereits im November 2025 angekündigt – zu einem ungünstigen Zeitpunkt im Jahresendgeschäft – wurde es jetzt auf der großen Bühne der Cisco Live einem breiteren Publikum vorgestellt.
Hinter Unified Edge stehen zwei Überzeugungen. Erstens: Bei steigender Komplexität wird die Notwendigkeit größer, mit einem einzigen Instrument mehr zu erledigen. Der Hersteller bündelt deshalb Compute, GPU, Switching und Firewall in einzelnen Einschüben, die sich als Zero-Touch-Infrastruktur zentral managen lassen, aber lokal autonom agieren. Zweitens: Cisco glaubt an verteilte IT. Nicht alle Daten lassen sich sinnvoll an einem zentralen Ort verarbeiten – eine Art „Produktvorfertigung“ am Edge soll Latenz und Bandbreitenbedarf reduzieren.
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Auf der Hauptbühne der Cisco Live stellte der Hersteller das Konzept nun prominent vor. Gegenüber dem November-Launch sind weitere Einschub-Optionen hinzugekommen, darunter Nvidia-GPUs und zusätzliche Netzwerk-Module. Für Außenstellen, Filialen und Edge-Standorte entsteht so ein modulares System, das die Nutanix-Softwarelogik auf die Hardware überträgt.
Projekt Edison: Energie verteilen, nicht nur Daten
Einen Blick in die fernere Zukunft gewährt das Forschungsprojekt „Edison“, das Denise Lee, Vice President von Ciscos Engineering Sustainability Office, auf der Cisco Live erstmals öffentlich vorstellte. Der Ausgangspunkt: Kommende KI-Beschleuniger werden so viel Energie verbrauchen und Abwärme erzeugen, dass klassische Racks an ihre physikalischen Grenzen stoßen. Nvidias kommende Rubin-Generation etwa soll gegenüber Blackwell die etwa fünffache Rechenleistung liefern – bei einem Stromverbrauch, der sich mindestens verdoppeln dürfte.
Laut Cisco reicht es künftig nicht mehr, nur Daten zu verteilen – auch die Energieversorgung muss dezentralisiert und so verlustarm wie möglich werden. Das Konzept selbst ist nicht neu: Cisco experimentierte bereits vor zehn Jahren mit Smart-Building-Initiativen und Inline-Power. Damals fehlte allerdings der Leidensdruck. Mit den Leistungsaufnahmen heutiger und kommender KI-Hardware ist dieser Leidensdruck nun da.
Projekt Edison exploriert Technologien, um bis zu 600 Watt Gleichstrom über ein einzelnes Adernpaar sicher zu übertragen. Technisch geht dies weit über heutiges Power-over-Ethernet (PoE) hinaus, das bei maximal 100 Watt (IEEE 802.3bt Type 4) sein Maximum erreicht. Das Ziel: Energie flexibel dorthin routen, wo KI-Workloads gerade Lastspitzen erzeugen, und so thermische Hotspots in Rechenzentren entzerren. Ergänzend dazu bietet Cisco zum neuen Silicon One G300 mit 102,4 Tbit/s Durchsatz jetzt erstmals auch Switches in Liquid-Cooled-Varianten an. Der Hersteller will also die gesamte physische Infrastruktur auf die Anforderungen der KI-Ära ausrichten.
(fo)
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Deep Fakes von Grok: Irische Datenschutzbehörde leitet Verfahren gegen X ein
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Elon Musks Plattform X droht ein weiteres Bußgeld in der Europäischen Union. Die für X zuständige irische Data Protection Commission (DPC) hat am Montag ein Verfahren gegen die X Unlimited International Corporation (XIUC) in Dublin eingeleitet. Hintergrund sind die mit Grok erstellten sexualisierten oder anders manipulierten Bilder verschiedener Menschen, die Nutzer ohne das Einverständnis der Betroffenen auf X veröffentlicht hatten.
Seit den ersten Medienberichten über die Vorfälle habe sich die DPC mit X ausgetauscht, erklärte der stellvertretende Leiter der Aufsichtsbehörde, Graham Doyle: „Als die federführende Aufsichtsbehörde für XIUC in der EU und dem EWR hat die DPC eine großangelegte Untersuchung begonnen, in der wir die Einhaltung einiger grundlegender Pflichten XIUCs im Rahmen der DSGVO in Bezug auf diese Vorgänge prüfen werden.“
DPC prüft DSGVO-Verstöße
Die irische DPC, die lange als eher harmlose Aufsichtsbehörde betrachtet wurde, untersucht eigenen Angaben zufolge mögliche Verstöße gegen die Artikel 5 und 6 der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Diese Artikel enthalten die Grundregeln der Datenverarbeitung sowie Vorgaben zur Zulässigkeit von Datenverarbeitungen. Zudem prüft die Behörde mögliche Verstöße gegen die Artikel 25 und 35 zu Datenschutz „by design“ und Datenschutzfolgeabschätzung.
Die DPC ist für die Einhaltung der DSGVO durch Unternehmen mit Sitz in Irland zuständig. Die Behörde darf also Verfahren einleiten und auch Bußgelder verhängen, wenn sie überzeugt ist, dass ein Unternehmen gegen die DSGVO verstoßen hat. Zur möglichen Dauer eines entsprechenden Verfahrens äußerte sich die irische Datenschutzaufsicht nicht. Es handelt sich um das dritte Verfahren im Grok-Kontext, das die DPC eingeleitet hat.
Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe zu Jahresbeginn hatten sich bereits mehrere Politiker für ein härteres Durchgreifen gegen die Musk-KI und die zugehörige Plattform ausgesprochen. Die EU-Kommission leitete als Aufsichtsbehörde für den Digital Services Act (DSA) Ende Januar eine Untersuchung ein.
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(vbr)
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