Datenschutz & Sicherheit
Gemini Intelligence mit hohen Hardwareanforderungen an Smartphones
Schon im Zuge der Ankündigung von Gemini Intelligence während der Android Show I/O Edition deutete Google mit dem Satz an „Das Beste von Gemini auf unseren modernsten Geräten“, dass die On-Device-KI hohe Anforderungen an die Geräte haben wird. Konkrete Details dazu hat Google in den Fußnoten hinterlassen: Denen zufolge sind die Pixel-9-Serie und selbst das Galaxy Z Fold 7 vom vergangenen Jahr aus dem Rennen – offenbar selbst das Xiaomi 17 Ultra.
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„Höchste Leistungs- und Systemanforderungen“
„Die Funktionen von Gemini Intelligence sind nur auf Android-Geräten verfügbar, die die höchsten Leistungs- und Systemanforderungen erfüllen“, schreibt Google in der Fußnote und gibt beim Arbeitsspeicher an, dass Geräte mindestens 12 GByte RAM verbaut haben müssen. Damit sind schon die meisten Einsteiger- und Mittelklasse-Geräte raus; auch Googles eigene a-Serie, die mit 8 GByte RAM versehen ist, kann Gemini Intelligence nicht ausführen.
Eine weitere Hürde ist der Prozessor: Google schreibt hier nur „qualifiziertes SOC“ und in Klammern „Flaggschiff-Chip“. Hier dürfte der Hersteller letztlich Qualcomms und MediaTeks Topmodelle – sowie die hauseigenen Tensor-Chips der aktuellen und kommenden Generation – meinen.
Das ist aber nicht alles: Denn auch hinsichtlich der erforderlichen On-Device-KI-Version legt Google die Messlatte hoch an: Es muss mindestens das Modell Gemini Nano v3 oder neuer unterstützt werden. Hier trennt sich dann auch bei den performanteren Modellen die Spreu vom Weizen: Auf der Entwicklerwebseite zu GenAI-APIs von ML Kit listet Google auf, welche Geräte mit v3 kompatibel sind und welche auf der älteren Version 2 verharren.
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Lediglich Smartphones aus dem Jahr 2025 und neuer sind mit Gemini Nano v3 kompatibel – das heißt unter anderem, dass Googles Pixel-9-Serie, Honors Magic V5, Magic 7 und Magic 7 Pro sowie das OnePlus 13 und weitere raus sind. Aber auch Geräte des vergangenen Jahres und selbst topaktuelle Geräte sind der Liste zufolge nicht mit Gemini Intelligence kompatibel: So sind etwa Samsungs Galaxy Z Fold 7 als auch die 2026er-Geräte Xiaomi 17 und 17 Ultra und eine ganze Reihe weiterer Xiaomi-Modelle nicht in der Lage, Gemini Intelligence auszuführen.
Updategarantie, sichere Virtualisierung
Abseits der hard- und softwareseitigen Anforderungen macht Google für Gemini Intelligence klare Vorgaben hinsichtlich der Updates: Wenn Hersteller die neue KI auf ihren Geräten nutzen wollen, müssen diese mindestens 5 Jahre lang Android-Updates und sechs Jahre lang quartalsweise Sicherheitspatches garantieren.
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Überdies schreibt Google Unternehmen die Nutzung von im vergangenen Jahr angekündigten Virtualisierungstechniken pKVM (protected Kernel-based Virtual Machine) zur Absicherung der von der KI verarbeiteten Daten vor. Diese sollen garantieren, dass die Informationen nur lokal verarbeitet werden und keine unbefugten Apps direkten Zugriff haben.
Vorteil von Gemini Intelligence ist übrigens, dass die Aufgaben nicht in der Cloud, sondern direkt auf dem Gerät ausgeführt werden, was im Hinblick auf die Privatsphäre ein Pluspunkt ist. Wer keine KI nutzen will, muss es nicht: wie der bisherige Gemini-Assistent dürfte auch Gemini Intelligence optional bleiben.
(afl)