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Gemini wird Apples Siri-KI: Gefährliche Machtkonzentration


Die Gerüchte sind bestätigt: Gemini wird Apples Siri über Jahre unterstützen. Die Kooperation der Tech-Schwergewichte wirkt wie ein Angriff auf ChatGPT, bestätigt einen Trend und sorgt für Gefahr.

Im rasanten KI-Wettbewerb hinkt Apple großen Tech Playern wir OpenAI, Anthropic, Meta und vor allem Google hinterher. Dabei hat der Konzern mit seiner Hardware-Macht und der damit verbundenen enormen Relevanz des Betriebssystems iOS eine so zentrale Stellung im Digitalraum inne, dass KI-Lösungen am Puls der Zeit für einen enormen Boost sorgen dürften – vor allem finanziell. Während Apple die KI-Optimierung der Smartphones durch die Apple Intelligence – seit 2025 endlich auch in Deutschland – und eine ChatGPT-Integration vorantrieb, sollte die bekannte Assistenz Siri mit einer leistungsfähigen KI überholt werden. Denn Siri war lange Zeit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Im Herbst 2025 verdichteten sich dann die Hinweise darauf, dass Google das Rennen machen würde, um die bekannte, aber in die Jahre gekommene KI-Assistenz aufzupolieren. Dabei sollen bisherige Kooperationen wie etwa die Milliardenzahlungen Googles an Apple, um als Default-Suchmaschine auf iPhones zu fungieren, geholfen haben. Die Rede war von einen Start im Frühjahr 2026.

Jetzt ist es so weit, Apple und Google haben offiziell ihre Zusammenarbeit angekündigt. Gemini wird zum Basismodell für Siri und Apples Foundation Models. Das stärkt die Macht der Konzerne und beschert Google zusätzliche Einkünfte. Gemini setzt unterdessen seinen Siegeszug fort. Andere Tech Player aber dürften besorgt sein.


Apples Siri ab 2026 wohl mit Gemini Power

Apple Logo auf rundem GEbäude vor Skyline
©
Keming Tan
– Unsplash

Personalisiertere Siri mit Gemini, optimierte Apple Intelligence und Datenschutz im Hinterkopf

Auf LinkedIn erklärte Jaclyn Konzelmann, Director of Product Management für Google Labs, dass die Kooperation von Apple mit Google auf eine bessere Siri Experience, eine „personalisiertere Siri“ ausgelegt ist. Die Zusammenarbeit ist für mehrere Jahre geplant. Im Herbst berichtete Bloomberg, dass dafür eine Milliarde US-Dollar pro Jahr von Apple zu Google fließen könnten; offizielle Angaben gibt es zur Gebühr für Apples Gemini-Nutzung noch nicht. Zugleich zahlt Google mehrere Milliarden US-Dollar an Apple im Jahr, um als Standardsuchmaschine auf iPhones zu fungieren. Die Google-Aktie verzeichnete nach der Ankündigung der jüngsten Kooperation einen deutlichen Gewinn.

In einem gemeinsamen Statement erklären Google und Apple, dass die Foundations Models Apples künftig Gemini als Basis-KI nutzen werden:

Apple and Google have entered into a multi-year collaboration under which the next generation of Apple Foundation Models will be based on Google’s Gemini models and cloud technology. These models will help power future Apple Intelligence features, including a more personalized Siri coming this year […].

Gemini sei die beste und leistungsfähigste Lösung für diese Entwicklung. User können dabei aber darauf setzen, dass ihre Daten geschützt bleiben und nicht von Apple zu Google wandern. Denn die Apple Intelligence soll langfristig sowohl auf einem lokalen Gerät als auch via Private Cloud Compute genutzt werden können.

Siri mit Gemini Support könnte schon im Frühjahr 2026 auf den Markt kommen, zum Launch von iOS 26.4. Bis die Version nach Deutschland kommt, könnte es indes länger dauern, ähnlich wie beim Start der Apple Intelligence.

Gemini überzeugt an immer mehr Touchpoints: Code Red bei OpenAI, während Google auf- und überholt

Wird Google OpenAI im KI-Wettbewerb bald endgültig den Rang ablaufen? Google hat bei der Entwicklung der eigenen KI-Modelle und -Tools enorm aufgeholt, nachdem das Unternehmen im Zuge von OpenAIs ChatGPT-Erfolg Ende 2022 einen Code Red ausgerufen hatte. Genau diese Reaktion folgte vor einigen Monaten bei OpenAI, weil Google mit Gemini 3 ein führendes KI-Modell in petto hatte, das durch die unmittelbare Integration in zahlreichen Diensten und Plattformen den Konkurrenzdruck auf ChatGPT massiv erhöhte. Inzwischen hat Google sogar Gemini 3 Flash als neues Supermodell vorgestellt, das trotz leistungsfähiger Alternativen wie GPT-5.2, Grok 4.1 und Anthropic Sonnet 4.5 für viele User den Ton angibt. Dafür sorgen auch populäre Tools wie Nano Banana Plus und Co.

Im Herbst überholte Gemini ChatGPT bereits in den App Store Charts. Dabei bleibt OpenAIs Vorzeigelösung noch die Nummer eins der meistbesuchten KI-Seiten. Daten von Similarweb zeigten im Dezember 2025 aber erstmals einen Rückgang beim Traffic in Bezug auf die zwei Vormonate.

Den rund 5,5 Milliarden Visits im Monat stehen bei Gemini nur 1,7 Milliarden gegenüber. Aber Gemini konnte Year Over Year 564 Prozent mehr Traffic verzeichnen, ChatGPT nur rund 50 Prozent mehr. Google holt auf und hat den Vorteil, dass Gemini die weltgrößte Suche mit dem AI Mode und Co. unterstützt, in Gmail – jetzt mit eigenen AI Overviews –, YouTube und anderen Diensten mit Milliarden Usern integriert ist.

Kooperation mit Apple könnte für ChatGPT und Co. zum Problem werden

Die Kooperation mit Apple bedeutet indes, dass Google Gemini künftig zudem nicht nur über die eigenen Google Phones direkt in die Hände der User bringt, sondern ebenso über iPhones. Gemini ist an vielen der wichtigsten Touchpoints des Digitalraums zu finden, baut auf eines der besten KI-Modelle derzeit und hat mit Google und Alphabet eine immense Monetarisierungsmachine im Rücken. Der Google-Umsatz dürfte 2026 dank des Deals mit Apple, aber ebenfalls dank neuer AI Mode Ads und zahlreicher neuer KI-Lösungen in Abos wie AI Ultra weiter nach oben schießen – in Q3 2025 lag er schon bei 102,3 Milliarden US-Dollar. Und die Gemini App zählte über 650 Millionen monatlich aktive User, Tendenz steigend.

Googles Dominanz, die nun via Apple noch verstärkt werden dürfte, mag Tech Playern wie OpenAI und Anthropic Sorgen bereiten. Denn nach dem Einbruch von ChatGPT, Claude und Co. in Googles wohl wichtigste Sphäre, die Search-Welt, setzt Gemini die Konkurrenzdienste zusehends unter Druck. Nicht zuletzt, weil Googles teils monopolistische Vormachtstellung im Digitalraum dem Unternehmen umfassenden Zugang zu den wichtigsten User-Interaktionen gewährt, von der Suche über das Shopping und die Werbung bis hin zur täglichen Arbeit. Die Apple-Google-Achse mit einer weiteren Kooperation sorgt daher für eine Machtkonzentration, die der Konkurrenz Probleme bereiten und Fragen zur Souveränität des digitalen Ökosystems aufwerfen könnte. Die Abhängigkeit vieler User von Gemini ist vorprogrammiert.


Google Gemini 3 Flash ist da und wird zum Default Model der Suche

dunkler Hintergrund, Gemini-Logo mit buntem Stern, Gemini 3 Flash-Schriftzug
© Google





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Der neue Standard für digitale Käufe


Mit der Vorstellung des Universal Commerce Protocol (UCP) hat Google das Zeitalter des Agentic Commerce offiziell eingeläutet und einen neuen Standard geschaffen, der das Potenzial hat, die Customer Journey nachhaltig zu verändern. Was das für Deinen Shop bedeutet und wie Du Dich am besten darauf vorbereitest, zeige ich Dir in diesem Beitrag.

Eine KI-Roboterhand nimmt eine Kreditkarte aus einer menschlichen Hand entgegen und symbolisiert durch Künstliche Intelligenz betriebenen E-Commerce.Der neue Standard für digitale Käufe

Das Universal Commerce Protocol von Google schafft erstmals einen offenen Standard, mit dem KI-Agenten Produkte verstehen, vergleichen und im Auftrag der Nutzer*innen direkt kaufen können – ganz ohne klassische Shop-Besuche. Für Händler und Marketer wird damit die Qualität der eigenen, strukturierten Produktdaten zum entscheidenden Erfolgsfaktor für Sichtbarkeit, Vertrauen und Umsatz.

Was ist das Universal Commerce Protocol?

Relativ überraschend und quasi „über Nacht“ hat Google Anfang Januar 2026 auf der NRF in New York das Universal Commerce Protocol vorgestellt. Der in Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Shopify, Etsy, Wayfair und Walmart entwickelte offene Standard soll die Kommunikation zwischen KI-Agenten und Websites vereinfachen, vereinheitlichen und standardisieren. Mithilfe des UCP können Nutzer*innen mit hoher Kaufabsicht künftig direkt über einen KI-Agenten einen Kauf ausführen, ohne dabei mit der Website der Verkäufer*innen in Kontakt zu treten.

Das UCP gleicht dabei einem USB-C-Anschluss: USB-C hat einen Standard dafür geschaffen, wie man elektronische Geräte verbindet. Das Universal Commerce Protocol schafft diesen Standard für KI-Applikationen.

Nach aktuellem Stand wird UCP zunächst im Google AI-Mode und in Gemini verfügbar sein.

Eine Beschreibung, wie sich UCP (Universal Commerce Protocol) in die bestehenden Systeme einfügt und Verbindungen zwischen diesen herstellt. Eine Beschreibung, wie sich UCP (Universal Commerce Protocol) in die bestehenden Systeme einfügt und Verbindungen zwischen diesen herstellt.

Das Universal Commerce Protocol schafft einen einheitlichen Standard für Agenten, Kund*innen und Unternehmen. Damit können die verschiedenen Schritte der Customer Journey – wie Warenkorb und Kauf, aber auch Kundeninformationen, Mitgliedschaften oder Rabatte – maschinenlesbar an KI-Agenten übergeben werden.

Warum führt Google das Universal Commerce Protocol ein?

Die Veröffentlichung des Universal Commerce Protocol hat enorme Sprengkraft für den gesamten Markt: Während OpenAI oder Perplexity regelmäßig mit neuen Shopping-Funktionen für Aufmerksamkeit gesorgt haben, geht Google nun einen völlig anderen Weg. Das Unternehmen standardisiert den Prozess und schafft eine übergreifende technische und strukturelle Grundlage. Damit entkoppelt Google den traditionellen Kaufprozess von seinem bisherigen Standard: Der Kauf muss nicht mehr auf der Website der Verkäufer*innen stattfinden, da UCP dem KI-Agenten alle relevanten Daten in strukturierter Form zur Verfügung stellt. Der Abschluss kann somit direkt im Interface des Agenten stattfinden.

Kein Wunder also, dass Alphabet und Google CEO Sundar Pichai das Universal Commerce Protocol höchstpersönlich auf der NRF in New York vorgestellt hat. Das Protokoll zahlt voll auf Googles Wunsch ein, Nutzer*innen im eigenen Ökosystem zu halten. Wenn ich als Kund*in nicht mehr zwischen verschiedenen Systemen hin- und herspringen muss, sondern alles aus einer Hand bekomme, verbessert dies mein Kauferlebnis.

Mit der Vorgabe eines neuen Standards greift Google seine direkten KI-Konkurrenten OpenAI, Perplexity und Co. unmittelbar an und versucht, den KI-Markt zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Aber auch Marktplätze wie Amazon, die weitgehend austauschbare Produkte ohne Differenzierung anbieten, stehen mit UCP im Fokus von Google.

Was bewirkt die Einführung des Universal Commerce Protocol für Dich als Händler*in?

UCP eröffnet neue Chancen, schafft aber auch neue Abhängigkeiten. Entscheidend wird, wie gut Deine Produktdaten maschinenlesbar bereitgestellt werden.

Chancen: Sichtbarkeit und Umsatz über strukturierte Produktdaten

Die Einführung des Universal Commerce Protocol bietet Dir vor allem dann enorme Chancen, wenn Du bereits strukturierte, maschinenlesbare Daten zur Verfügung stellst oder stellen kannst. In diesem Fall eröffnest Du Dir den Zugang zu kaufbereiten Nutzer*innen, denen Dein Angebot über KI-Agenten vorgeschlagen wird und die den Kauf direkt ausführen können. Die Auswahl der Produkte erfolgt dabei maschinell: KI-Agenten bewerten automatisiert und faktisch, welches Produkt am besten passt und dem User angezeigt wird.

Risiken: Wer keine Datenqualität liefert, verliert Reichweite und Performance

Gleichzeitig stellt genau dies aber auch eine enorme Gefahr dar: Wenn Dein Shop keine strukturierten Daten bereitstellt, werden Deine Produkte von KI-Agenten entweder nicht gefunden oder als nicht relevant eingestuft. Dann tauchst Du in den Kaufkonversationen potenzieller Käufer*innen nicht auf und verlierst Sichtbarkeit dort, wo Entscheidungen künftig häufiger fallen.

Da sich gleichzeitig ein Teil des verfügbaren Traffics von der klassischen (Google)-Suche hin zu KI-Agenten verschiebt, verliert Dein Performance Marketing ebenfalls an Wirkung. Du verlierst sowohl die mögliche neue Kundschaft über KI-Agenten als auch Deine traditionelle Zielgruppe.

Im Zuge dieses Paradigmenwechsels verändern sich auch die von Dir erhobenen Daten: Wenn Kaufprozesse in Zukunft teilweise nicht mehr in Deinen Onlineshop stattfinden, ergeben sich für Dich neue Fragestellungen:

  • Wie ordnest Du KI-Agenten in Deine Customer Journey ein?
  • Welche KPIs sind für Deinen Shop überhaupt noch relevant?
  • Wie hältst Du Deine Produktdaten aktuell und strukturiert?
  • Wie abhängig möchtest Du Dich von großen Plattformen machen?
  • Wie gehst Du damit um, dass Plattformen Dir bestimmte Daten nicht zur Verfügung stellen?

Wie immer gilt auch hier: First Mover tragen zwar die Last der Entwicklungs- und Pionierarbeit, haben langfristig aber einen Wissensvorsprung gegenüber dem Wettbewerb und sind meist resilienter gegenüber kommenden Herausforderungen.

Ein Mensch, der sich rein emotional für den Kauf einer Tasche entscheidet. Ein Agent, der rein datenbasiert eine Kaufentscheidung trifft. Ein Mensch, der sich rein emotional für den Kauf einer Tasche entscheidet. Ein Agent, der rein datenbasiert eine Kaufentscheidung trifft.

Ein Mensch trifft Entscheidungen emotional, ein Agent datenbasiert.

Was kannst Du bereits jetzt tun, um von der Einführung des Universal Commerce Protocol zu profitieren?

Spätestens nach dem vorherigen Absatz sollte Dir klar sein, dass Produktdaten im KI-Zeitalter das neue Gold sind. Dabei gilt: Je höher die Datenqualität, desto wahrscheinlicher ist eine Conversion in Deinem Shop. Und jetzt kommt der Clou: Wahrscheinlich hast Du bereits einen zentralen Ort, an dem Du Google strukturierte Produktdaten übergibst: Dein Merchant Center.

Voraussetzung für die Teilnahme am Universal Commerce Protocol: Du musst ein aktives Merchant-Center-Konto haben und dort kaufbare Produkte zur Verfügung stellen.

Anstatt für jede mögliche KI-Schnittstelle eine eigene Lösung zu entwickeln, implementierst Du das UCP und stellst Deine Produktdaten über das Merchant Center bereit. Zu den zwingend notwendigen Attributen, die Du via UCP strukturiert zur Verfügung stellen musst, zählen unter anderem:

  • Artikelbezeichnung
  • Preise (regulärer Preis, Sale-Preis)
  • Verfügbarkeit
  • Varianten
  • Bilder

Außerdem wird Google weitere Attribute einführen, die zur Erhöhung der Datenqualität beitragen können:

  • Q&A-Listen (vermutlich über einen separaten Link)
  • Feature-Listen (vermutlich über einen separaten Link)
  • Formen
  • Geschmacksrichtung
  • Themen
  • Ersatzteile
  • Ähnliche Produkte

Was muss Dein Shop jetzt können?

Neben der Bereitstellung strukturierter Produktdaten im Merchant Center benötigt Dein Shop eine API-Schnittstelle. Über diese können Informationen zum Warenkorb, zum Checkout-Prozess und zum Status der Bestellung abgewickelt werden. Alle KI-Agenten kommunizieren ausschließlich über API-Schnittstellen mit Deinem Shop.

Zudem benötigst Du einen Zahlungsdienstleister, der sichere Tokenisierung anbietet und von Google unterstützt wird. In seiner Pressemitteilung hat Google unter anderem Visa, AMEX, Mastercard, Adyen und Stripe genannt, weitere werden sicher folgen.

Abschließend muss auch Dein Bestellprozess für KI-Agenten les- und verarbeitbar sein. Du musst strukturierte Daten zu Lieferoptionen, Gutscheinen und Rabatten sowie zur Mehrwertsteuerberechnung bereitstellen.

Wir können Dir helfen!

Suchst Du eine kompetente, flexbile und zuverlässige Online-Marketing-Agentur? Wir freuen uns auf Deine unverbindliche Anfrage.

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Strategische Risiken: Kontrolle, Marke und Sicherheit

Wie bei allen Neuerungen bringt auch das Universal Commerce Protocol offene Fragen mit sich, vor allem dort, wo Händler*innen bislang die Kontrolle hatten:

  • Markenwahrnehmung: Wenn Käufe stärker in KI-Interfaces stattfinden, wie präsent bleibt Deine Marke und braucht es wieder mehr klassisches Branding?
  • Plattform-Abhängigkeit: Wie viel Kontrolle möchtest Du als Shop-Betreiber*in an Plattformen wie Google abgeben?
  • Transparenz & Auswahlkriterien: Nach welchen Kriterien entscheidet die KI, welche Produkte empfohlen und angezeigt werden? Und wie nachvollziehbar ist das für Händler*innen?

Das Dilemma ist real: Entweder lässt Du Dich auf UCP ein und verlierst damit zumindest in Teilen den Einfluss auf die Customer Journey. Oder Du entscheidest Dich gegen die Nutzung des Universal Commerce Protocol und verlierst diesen Traffic komplett.

Zusätzlich bleibt ein technisches Risiko: KI-Systeme können anfällig für Angriffe wie zum Beispiel Prompt Injections sein. Dabei werden potenziell schädliche Anweisungen in die dahinterliegenden KI-Modelle versteckt. Stell Dir vor, ein KI-Agent geht plötzlich ohne Freigabe des Users mit den hinterlegten Kreditkartendaten shoppen. Umso wichtiger sind daher klare Sicherheitsmechanismen (z. B. Validierungen, Freigaben und Limits), bevor Agenten Transaktionen auslösen.

Fazit: UCP verändert den Kaufprozess – Die Pflege Deines Merchant Center wird zur Pflicht

Google hat mit dem Universal Commerce Protocol den Startschuss für „echtes“ Agentic Commerce gegeben. Ob sich der Standard durchsetzt und wie die Konkurrenz auf UCP reagiert, muss die Zukunft zeigen. Der Trend, Teile des E-Commerce an die Künstliche Intelligenz abzugeben, wird sich aber nicht aufhalten lassen.

Gleichzeitig wird das Universal Commerce Protocol nicht über Nacht Deinen Shop ersetzen. Aktuell ist das neue Protokoll nur in den USA verfügbar, in Europa können wir die Entwicklung vorerst nur beobachten.

Trotzdem gilt für Dich als Shop-Besitzer*in aktuell umso mehr: Wer seine Merchant-Center-Daten vernachlässigt, optimiert weiter für Klicks – während andere bereits für Käufe optimieren.

Sprich uns gern an, wenn Du Hilfe bei der Optimierung Deiner Produktdaten benötigst. Diese sind übrigens nicht nur für SEA relevant, sondern auch für SEO – sie sind ein entscheidender Baustein, um ins Product Grid zu kommen. Lies dazu mehr im Blogpost meiner Kollegin Luisa zu Product Grid SEO.

 

Bildnachweis: Titelbild: universal_commerce_title/stock.adobe.com; Bild 2: universal-commerce-protocol/developers.google.com; Bild 3: mensch-vs-agent/Stefan Huß, ChatGPT



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„Moini!“: Das ist das gechillte Werbedebüt von Dojo für den Lottoanbieter Freiheit+


Freiheit+ lockt mit weniger Stress und mehr Lebensqualität statt einfach nur Reichtum

Die Werbegesichter der Lotto-Anbieter haben in der Regel eines gemeinsam – sie alle haben die Dollar-Zeichen in den Augen. Freiheit+ geht mit seiner frisch gekürten Kreativagentur Dojo nun einen anderen Weg. Dem Helden in der neuen Kampagne geht es nicht um unendlichen Reichtum, sondern um Glück.

Freiheit+ macht vieles anders als herkömmliche Lotto-Anbieter. So fließen 20 Prozent der Umsätze der Marke aus dem Hause LOTTO24 an den guten Zweck, etwa an Initiativen des Stifterverbands, der SOS-Kinderdörfer und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Auch beim Markenversprechen setzt die 2020 gegründete Hamburger Soziallotterie auf Differenzierung. Denn während die meisten Wettbewerber in ihren Kampagnen Millionengewinne als Abkürzung zu einem besseren Leben in Aussicht stellen, gibt es bei Freiheit+ vor allem eines zu gewinnen – Selbstbestimmung.

Die neue Kampagne bringt diesen USP besonders eindrucksvoll auf den Punkt. Im Mittelpunkt des Auftritts steht ein TV-Spot, der auf den ersten Blick mit so gar nichts Erstrebenswertem aufwartet, zeigt er doch eher eine Arbeitswelt von vorvorgestern. Der Chef schreit mit weit aufgerissenen Augen und dickem Hals in ein uraltes Telefon, ein junger Mann wird von einer wenig zimperlichen Kollegin mit einem riesenhaften Stempel malträtiert, und unter Arbeitern ist ein brutaler Kampf um Essbares entbrannt. 
Dass das Leben auch schön sein kann, wird erst klar, als sich ein junger Mann seinen Weg durch die apokalyptische Szenerie bahnt und seine bemitleidenswerten, geschundenen Mitmenschen mit einem herzlichen, aber in diesem Kontext völlig unpassenden „Moini!“ grüßt. Damit bringt Freiheit+ mit nur einem Wort auf den Punkt, was so manche Kunden der Lotterie von anderen Menschen unterscheidet – nämlich Unbeschwertheit und ein sorgenfreies Leben, weil sie nämlich als glückliche Gewinner entweder 15 Jahre lang jeden Monat 5000 Euro oder einmalig 250.000 Euro erhalten. 
„Wir wollten eine Kampagne entwickeln, die nicht die nächste Luxusfantasie erzählt, sondern eine ehrlichere Frage stellt: Was macht unser Leben wirklich reicher?“, erklärt Oliver Larysz, Senior Brand Manager bei Freiheit+, die Hintergründe. „Geld ist für uns ein Mittel, nicht das Ziel. Es soll uns im besten Fall mehr Leichtigkeit ermöglichen – denn um diese Leichtigkeit geht es“, sagt er. Dazu passt auch der Claim der Kampagne. „Gewinn dich selbst zurück“ lautet die Botschaft, mit der Freiheit+ ab dem 16. Februar in klassischen TV-Werbeblöcken, Connected TV, Online Video und Social Media seine Markenwerte auf den Punkt bringen will. 

Bei der Kampagne hat Freiheit+ erstmals mit Dojo zusammengearbeitet. Nach HORIZONT-Informationen hat sich die Berliner Kreativschmiede den Etat im vergangenen November im Rahmen mehrerer Chemistry Sessions gesichert. Dass sich Dojo in dem Auswahlprozess gegen mehrere Wettbewerber durchsetzen konnte, hat dem Vernehmen nach an der „bolden“ und teils „unkonventionellen“ Herangehensweise der Agentur gelegen, heißt es. Am Ende hatten die Entscheider bei Freiheit+ wohl den Eindruck, dass sie ihr Ziel, die Industrie mit einer disruptiven Idee aufzumischen, am besten mit Dojo umsetzen können. Nicht bei den Chemistry Sessions dabei war c/o Setzkorn Kemper. Die Agentur hatte Anfang 2025 die erste Werbekampagne der Marke entwickelt.



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Loyalty Report 2026: Was die Deutschen von Treueprogrammen wirklich erwarten


Viele Deutsche erwarten Loyaltyprogramme mittlerweile als festen Bestandteil ihres Einkaufserlebnisses.

Kundinnen und Kunden geben in Unternehmen mehr Geld aus, wenn sie deren Treueprogramme, wie Kundenkarten oder Apps, nutzen. Dafür erwarten sie aber auch sofort nutzbare Vorteile, personalisierte Angebote und regelmäßige Informationen, zeigt der aktuelle Loyalty Report von Hello Again.

Über 80 Prozent der Deutschen nutzen zumindest gelegentlich digitale Bonusprogramme oder Treueclub-Apps. Hello Again, selbst Anbieter einer Kunde

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