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Generative Engine Optimization (GEO): Wie können sich Marketingteams auf die KI-Suche vorbereiten?

AI Search und Chatbots verändern grundlegend, wie Menschen suchen – und welche Marken überhaupt noch sichtbar sind. In seinem Gastbeitrag erklärt Dominik Angerer, CEO und Co-Founder von Storyblok, welche strategischen Weichen Marketing- und Content-Verantwortliche jetzt stellen müssen, um in KI-generierten Antworten eine Rolle zu spielen.
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Vom Massen-Feed zur Micro Community: Social Media organisiert sich neu
Social Media richtet sich 2026 neu aus. Dabei spielen klassische Feeds und Reichweite eine neue Rolle und der Dialog tritt in den Vordergrund – und mit ihm auch Micro Communities und Brand-Chancen.
Lange galt Reichweite als wichtigste Währung in der Social-Media-Welt. Wer sichtbar war, galt als relevant. Doch dieses Prinzip trägt immer weniger. In überfüllten Feeds konkurrieren unzählige Inhalte um Aufmerksamkeit, während echte Auseinandersetzung zunehmend ausbleibt. Sichtbarkeit erzeugt heute weder automatisch Vertrauen noch nachhaltige Beziehungen. Parallel dazu verlagert sich die Nutzung in kleinere, klar umrissene digitale Räume. Dort zählt nicht die maximale Ausspielung, sondern inhaltliche Passung, Kontext und Anschlussfähigkeit. Micro Communities sind kein kurzfristiger Trend, sondern Ausdruck eines grundlegenden Strukturwandels.
Like-Verlust auf Instagram:
„100 Likes sind die neuen 1.000“

Wenn Reichweite an Aussagekraft verliert
Die großen Plattformen sind auf Skalierung ausgelegt. Ihre Algorithmen optimieren auf Verbreitung, nicht auf Dialog. Für Nutzer:innen entsteht daraus ein Widerspruch: Das Angebot an Inhalten wächst kontinuierlich, gleichzeitig sinkt die Bereitschaft, sich aktiv zu beteiligen. Beiträge werden konsumiert, aber selten vertieft. Gespräche bleiben oberflächlich, Aufmerksamkeit verteilt sich, ohne sich zu verfestigen. Reichweite misst in diesem Umfeld vor allem Sichtbarkeit, nicht tatsächliche Relevanz.
Plattformen setzen zunehmend auf Bindung
Diese Veränderungen spiegeln sich deutlich in Weiterentwicklung der Plattformen wider. TikTok hat sein Angebot so erweitert, dass Nutzer:innen über Bereiche wie den Freunde-Feed gezielter entscheiden können, welche Inhalte sie angezeigt bekommen. Auch Instagram legt zunehmend Wert auf kleinere, geschlossene Gruppen, etwa über enge Freundeskreise, Broadcast-Kanäle oder spezielle Gruppenfunktionen, um die Interaktion in überschaubaren Kreisen zu fördern. Parallel gewinnen Plattformen an Bedeutung, deren Grundprinzip auf Austausch und Community basiert. So ermöglicht Discord einen direkten Dialog zwischen Nutzer:innen, während Reddit Räume für themenspezifische Diskussionen bereitstellt. Neuere Netzwerke wie Threads oder Bluesky legen ebenfalls einen stärkeren Fokus auf direkte Interaktion und persönliche Nähe. Durch diese bewusste Segmentierung entstehen überschaubare Kommunikationsräume, in denen User intensiver eingebunden bleiben.
Der klassische Feed als Distributionsfläche, nicht als Dialograum
Der zentrale Plattform-Feed verliert zunehmend seine Rolle als Ort für echten Austausch. Als Distributionskanal funktioniert er weiterhin, als Raum für Dialog ist er jedoch nur eingeschränkt geeignet. Inhalte stehen in permanenter Konkurrenz, Reaktionen bleiben häufig oberflächlich. Viele Nutzer:innen empfinden diese Dynamik als ermüdend. Statt endlos zu scrollen, suchen sie gezielt nach Umfeldern, in denen Beiträge sichtbar bleiben und Diskussion möglich ist. Präsenz allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, ob Inhalte anschlussfähig sind. Micro Communities übernehmen hier eine zentrale Funktion: Sie reduzieren Komplexität, bündeln Themen und geben Nutzer:innen die Möglichkeit, gezielt zu entscheiden, welchen Inhalten und Stimmen sie folgen. Wirkung entsteht nicht durch Masse, sondern durch die Passung zwischen Inhalt, Thema und Umfeld. Nähe wird damit zu einem wesentlichen Relevanzfaktor.
Warum echte Beteiligung über den Erfolg von Inhalten entscheidet
Mit der Aufteilung in kleinere Kommunikationsräume verändert sich auch die Bewertung von Erfolg auf Social Media. Im Mittelpunkt steht nicht mehr die reine Sichtbarkeit, sondern die Frage, ob Inhalte Gespräche auslösen und Beteiligung fördern. Relevant sind Beiträge, die Nutzer:innen zum Reagieren, Mitdiskutieren oder Weiterdenken anregen. Wirkung entsteht dort, wo Austausch entsteht und Beziehungen wachsen, nicht durch kurzfristige Reichweitensteigerungen. Für Marken wird damit messbar, wie nachhaltig Inhalte tatsächlich wirken.
Was sich für Marken jetzt verändert
Für Marken bedeutet dieser Wandel ein Umdenken in der täglichen Praxis. Standardisierte Inhalte, die plattformübergreifend ausgespielt werden, erzielen in spezialisierten Umfeldern kaum noch Wirkung. Statt Reichweite zu maximieren, geht es darum, relevante Themenräume zu identifizieren und dort sichtbar und anschlussfähig zu werden. Inhalte müssen stärker an bestehende Diskussionen anknüpfen und sich am jeweiligen Nutzungskontext orientieren.
Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus von der reinen Veröffentlichung hin zur aktiven Begleitung von Gesprächen. Erfolgreiche Marken beteiligen sich an Diskussionen, reagieren auf Rückmeldungen und entwickeln Inhalte gemeinsam mit ihrer Community weiter. Authentizität entsteht weniger durch perfekte Inszenierung als durch Verlässlichkeit und Präsenz. Vertrauen wächst dort, wo Marken kontinuierlich zuhören und sichtbar Teil des Austauschs bleiben.
Welche Inhalte in Micro Communities funktionieren
Micro Communities reagieren sensibel auf reine Kampagnenlogik. Erfolgreich sind Inhalte, die Haltung zeigen, Diskussionen anstoßen und zum Mitdenken einladen. Dazu zählen einordnende Beiträge, die Position beziehen, statt nur zu informieren, sowie Wissensimpulse, die Raum für Rückfragen lassen. Wiederkehrende Formate schaffen Orientierung und stärken die Bindung. Transparente Einblicke in Entscheidungsprozesse, bewusst unpolierte Inhalte oder exklusive Perspektiven fördern zusätzlich Vertrauen. Formate wie Q&As oder AMAs entfalten ihre Wirkung vor allem dann, wenn sie echte Gespräche anstoßen und Beteiligung ermöglichen, statt auf maximale Sichtbarkeit abzuzielen.
Warum sich Social Media bis 2026 neu ausrichtet
Blickt man auf die kommenden Jahre, entsteht ein klarer Trend: Austausch und Wirkung entstehen immer seltener im offenen Haupt-Feed, sondern in klar umrissenen digitalen Räumen. Gespräche verlagern sich in spezialisierte Communities, thematische Teilbereiche etablierter Netzwerke und neue Plattformmodelle, die Nähe und Beteiligung gezielt fördern. Für Marken rückt damit die strategische Auswahl der eigenen Präsenz in den Vordergrund. Entscheidend ist nicht, überall sichtbar zu sein, sondern dort präsent zu sein, wo relevante Diskussionen stattfinden. Wer Dialog ermöglicht, Vertrauen aufbaut und langfristig Teil der Community wird, schafft stabile Beziehungen. Der Erfolg sozialer Kanäle misst sich künftig weniger an Reichweitenzahlen als an Wirkung im passenden Umfeld.
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