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Künstliche Intelligenz

Gericht: Wahl von Arbeitnehmern in SAP-Aufsichtsrat rechtens


Mehrere Arbeitnehmer sind mit einer Anfechtung der Wahl zum Aufsichtsrat von Europas größtem Softwarehersteller SAP vor dem Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg gescheitert. Die Kammer in Mannheim wies die Beschwerde von drei Arbeitnehmern gegen die Wahl von vier Arbeitnehmervertretern und vier Ersatzkandidaten aus dem März 2024 zurück. Die Wahl sei wirksam, teilte eine Sprecherin des Gerichts mit.

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Die Arbeitnehmer hatten in ihrer Beschwerde unter anderem formale Verstöße bei der Wahl gerügt – und waren bereits vor dem Arbeitsgericht Mannheim gescheitert. Die Begründung für die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts wird laut der Sprecherin erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

SAP wollte sich zunächst nicht zu dem Verfahren äußern. Dem SAP-Aufsichtsrat gehören insgesamt 18 Mitglieder an – neun Vertreter der Arbeitgeberseite und neun der Arbeitnehmerseite.

Die Antragsteller hatten unter anderem kritisiert, dass Wahlumschläge durch ein Mitglied des Betriebsrats und durch dessen Vorsitzenden entgegengenommen worden seien. Das Arbeitsgericht Mannheim hatte hierzu bereits in erster Instanz entschieden, dass nach der Rechtsprechung die Übermittlung mittels Boten grundsätzlich zulässig sei.

Zudem hatte demnach eine Wahlbewerberin ihre dienstliche E-Mail-Signatur und das Firmenlogo einschließlich ihrer Berufsbezeichnung für Wahlwerbung verwendet. Hierzu hatte das Arbeitsgericht Mannheim bereits entschieden, dass dadurch nicht gegen das Neutralitätsgebot verstoßen worden sei.

Das Gericht beschäftigte sich nicht mit der Frage, was es bedeuten würde, sollte die Wahl der Arbeitnehmervertreter für nichtig erklärt werden.

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(nen)



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Kommentar: Widerstand gegen Glasfaseranschlüsse | heise online


In letzter Zeit bekomme ich häufig die immer gleiche Frage gestellt: „Bei uns wird Glasfaser verlegt. Für uns ist das kostenlos, soll ich mich da anschließen lassen?“

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Die Antwort liegt auf der Hand. Als kürzlich ein Mitarbeiter eines großen Glasfaseranbieters vor meiner Tür stand und verkündete „Ihr Haus wird demnächst mit Glasfaser ausgestattet“ musste ich jedenfalls dem Impuls widerstehen, ihm spontan einen auszugeben. Stabile Verbindungen und etliche 100 Mbit/s Upstream, bald bin ich auch dabei.

Allerdings freuen sich viele nicht. Frei nach dem Motto „never touch a running system” wollen sie ihren DSL- oder Kabelanschluss gerne für immer behalten. Das geht genauso wenig, wie man den Golf aus der Jugend für immer fahren kann. Irgendwann muss er halt auf den Schrott.

Das Beharren auf Gewohntem ist in diesem Land inzwischen Mainstream. Sobald jemand eine Veränderung vorschlägt, sobald neue Technik verfügbar wird, schallt es von allen Seiten laut und vernehmlich: „Ohne mich!“. Das mag an viralen Kampagnen in sozialen Medien liegen oder am Vergreisen der Bevölkerung. Im Ergebnis führt es zu Stillstand, wirtschaftlich wie gesellschaftlich.

Klar, es gibt bei neuer Technik immer Risiken und Nebenwirkungen. Aber über dem würzigen Duft eines brennenden Kienspans darf man halt auch nicht das Geflacker und den Ruß der Flamme vergessen. Am Ende gibt LED-Beleuchtung nicht nur das bessere Licht, sondern schont auch die Umwelt.

Auf den Glasfaseranschluss zu verzichten, wird noch einige Jahre gut gehen. Aber dann werden die alten Kupferanschlüsse endgültig abgeschaltet, schon weil es keine Ersatzteile mehr gibt und weil die Techniker in Rente gehen. Und spätestens dann muss man sich einen Glasfaseranschluss legen lassen, wenn man nicht per wackligem Mobilfunk surfen will. Und darf auch noch etliche hundert Euro bezahlen, weil Bagger und Bautrupp für den Nachzügler extra anrücken müssen.

Ja, Glasfaseranschlüsse sind ein wenig teurer, weil sie schneller sind. Und weil die Unternehmen viel Geld investieren, um Deutschland auf den zeitgemäßen technischen Stand zu bringen. Das gibt es nicht gratis. Aber dafür haben wir anschließend alle richtig schnelles Internet und müssen die Leitungen mindestens ein paar Jahrzehnte nicht mehr anfassen. Das ist es wert, finde ich.


(uma)



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c’t Analoge Fotografie 2026: Technik, Praxis und Begeisterung


Die analoge Fotografie erlebt seit einigen Jahren ein stilles, aber stetiges Comeback. Längst geht es dabei nicht mehr um Nostalgie, sondern um bewusste Auseinandersetzung mit dem Medium Bild. Das neue Sonderheft c’t Analoge Fotografie nimmt diesen Trend ernst und zeigt, wie sich Filmfotografie heute technisch präzise und praktikabel umsetzen lässt – von der Aufnahme bis zur Digitalisierung.

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Das erste Kapitel widmet sich den Grundlagen der analogen Arbeit. Wer analog fotografiert, plant anders: Filmwahl, Empfindlichkeit, Belichtungsmessung – jede Entscheidung prägt das Ergebnis. Die Autorinnen und Autoren erklären, wie verschiedene Filme reagieren, warum ISO-Werte mehr bedeuten als eine Kennzahl und wie sich Belichtung ohne digitale Vorschau sicher steuern lässt.


Das Heft zeigt, dass Beschränkung den Blick schärft: Mit nur wenigen Aufnahmen pro Film wächst die Aufmerksamkeit für Motiv und Gestaltung. Ergänzend gibt es praxisnahe Themen wie Nachtaufnahmen auf Film, Analogfotografie auf Reisen oder den Einstieg ins Mittelformat. Fachbegriffe wie Push-Entwicklung oder Spotmessung werden verständlich erklärt, ohne zu vereinfachen.

Im zweiten Kapitel geht es um die Abläufe nach der Aufnahme: das Entwickeln, Digitalisieren und Archivieren. Schritt für Schritt wird erklärt, wie sich Filme auch ohne klassische Dunkelkammer selbst verarbeiten lassen, wo Genauigkeit wichtig ist und wo Spielraum bleibt.
Ein ausführlicher Teil widmet sich dem Scannen – den verfügbaren Verfahren, Qualitätsunterschieden und der Frage, wann ein professioneller Dienstleister sinnvoll ist. Das Heft versteht Scannen nicht als notwendiges Übel, sondern als Teil eines hybriden Workflows, der analoge und digitale Vorteile verbindet.

Das dritte Kapitel stellt ikonische Modelle der Fotogeschichte vor – Kameras, die Maßstäbe setzten und bis heute im Einsatz sind. Ob Rolleiflex, Nikon F, Hasselblad 500 C/M, Leica M6, Canon T90 oder Olympus µ-II – jedes Modell erzählt von technischer Innovation und gestalterischer Freiheit. Die Artikel erläutern, was diese Kameras besonders macht und warum sie auch heute noch relevant sind.

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c’t Analoge Fotografie richtet sich an alle, die Film bewusst einsetzen und verstehen wollen, was hinter der Technik steckt. Es bietet fundiertes Wissen für Einsteiger und Rückkehrer – ohne Verklärung, aber mit Respekt vor der Mechanik, Chemie und Ästhetik der analogen Fotografie.

Das Sonderheft c’t Analoge Fotografie gibt es sowohl auf Papier als auch in digitaler Form. Wer die Print-Ausgabe für 14,90 € bis einschließlich 07.02.2026 im Heise Shop bestellt, zahlt keine Versandkosten. Hier erhalten Sie die digitale Ausgabe ab sofort für 12,99 € im heise Shop als PDF. Ebenfalls im heise Shop finden Sie das gedruckte Heft und die digitale Ausgabe als Bundle. Sie erhalten das Heft und PDF für 19,90 € statt 27,89 Euro.


(vat)



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Schwarz-Gruppe sichert sich mehr Macht bei Aleph Alpha


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die Schwarz-Gruppe möchte ihre Anteile am deutschen KI-Startup Aleph Alpha weiter ausbauen. Dafür will man die bisher vom Wagniskapitalgeber Bosch Ventures gehaltenen Anteile übernehmen, teilte die Unternehmensgruppe mit. Finanzielle Details zu dem Deal nannte die hinter den Discountern Lidl und Kaufland stehende Schwarz-Gruppe nicht. Die Erweiterung der Beteiligung stehe noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.

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Mit dem Investment wolle man seine Position als langfristiger, verlässlicher Ankerinvestor weiter ausbauen, heißt es in der Pressemitteilung. Die Schwarz-Gruppe und Bosch Ventures waren Ende 2023 bei einer Serie-B-Finanzierungsrunde eingestiegen, bei der Aleph Alpha eine halbe Milliarde US-Dollar einsammeln konnte.

Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche hielt die Schwarz-Gruppe Mitte Januar knapp 14 Prozent, Bosch gehörten rund sechs Prozent. Mit dem Zukauf sichert sich der Handelskonzern weitere Stimmrechte und stärkt seinen Einfluss auf Aleph Alpha. Beide Firmen hatten laut Wirtschaftswoche bei ihrem Einstieg Sonderrechte erhalten, die ihnen ein Vetorecht bei bestimmten Themen geben. Dass die Schwarz-Gruppe ihre Machtposition bei Aleph Alpha weiter ausbaut, erwarten Brancheninsider bereits seit Längerem.

Aleph Alpha war als große deutsche KI-Hoffnung angetreten, konnte die Erwartungen angesichts übermächtiger US-Konkurrenz aber nicht erfüllen und hat sich inzwischen vor allem als KI-Dienstleister für die öffentliche Hand positioniert. Gründer Jonas Andrulis trat im Oktober als Geschäftsführer ab und wird übereinstimmenden Berichten auch nicht den ihm zugedachten Vorsitzposten im sogenannten Advisory Board antreten. „Es tut weh, die Firma hinter mir zu lassen, nachdem ich sechs Jahre lang so intensiv mit ihr verwachsen war“, sagte Andrulis der Neuen Zürcher Zeitung. Er hatte das Unternehmen 2019 mit der Mission gegründet, Europa in der KI-Entwicklung unabhängig zu machen. Mit 28 Prozent bleibt er aber größter Anteilseigner.

Aleph Alpha wird inzwischen von einer Doppelspitze geführt. Die besteht aus dem früheren Schwarz-Manager Reto Spörri und dem ehemaligen Accenture-Mann Ilhan Scheer. Die neue Spitze hat einem Bericht des Handelsblatts zufolge auch bereits mit einer Umstrukturierung begonnen – und will Stellen abbauen. Etwa 50 Arbeitsplätze sollen betroffen sein. Insider sprachen gegenüber dem Handelsblatt von einem radikalen Umbau, der Aleph Alpha stärker auf bestimmte Kernbereiche fokussieren solle.

„Wir brauchen starke deutsche KI-Player, sonst riskieren wir unsere wirtschaftliche Kraft und damit unseren Wohlstand“, sagte Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits, der Digitalsparte der Schwarz-Gruppe. „Deshalb müssen wir vielversprechende Unternehmen mit Aufträgen und Investitionen unterstützen.“ Die Unternehmen der Schwarz-Gruppe setzen die Aleph-Alpha-Technologie eigenen Angaben nach etwa bei der Vertragserstellung, beim Screening von Gesetzestexten und zum Vergleich von Vertragsunterlagen ein. Außerdem arbeiteten sie daran, Arbeitsabläufe durch KI-Agenten zu automatisieren.

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(axk)



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