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Gmail, Docs und Calendar per Terminal steuern: Google startet CLI-Tool


Google hat ein neues Kommandozeilenwerkzeug für Workspace veröffentlicht, mit dem Entwickler und Administratoren direkt auf Dienste wie Gmail, Drive, Calendar, Sheets und Docs zugreifen können. Die Google Workspace CLI (gws) steht als Open-Source-Software unter Apache-2.0-Lizenz und baut ihre Befehlsstruktur dynamisch aus dem Google Discovery Service auf. Innerhalb von wenigen Tagen nach Veröffentlichung Anfang März 2026 stieß das Projekt auf großes Interesse auf GitHub.

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Das liegt auch an der technischen Ausrichtung: Das Werkzeug richtet sich sowohl an Nutzer als auch an KI-Agenten. Es unterstützt das Model Context Protocol (MCP), wodurch sich KI-Systeme wie Claude direkt mit Workspace-Daten verbinden können. Die CLI bringt mehr als 40 vordefinierte Agent-Skills mit, die Aufgaben wie E-Mail-Triage, Meeting-Vorbereitung oder Dateiorganisation automatisieren sollen. Entwickler können eigene Skills für ihre spezifischen Anforderungen erstellen.

Ein technischer Vorteil gegenüber herkömmlichen API-Clients liegt in der dynamischen Befehlserstellung: Die CLI lädt die Befehlsdefinitionen zur Laufzeit aus dem Discovery Service und speichert sie für 24 Stunden zwischen. In diesem Zeitraum stehen neue Workspace-API-Endpunkte automatisch zur Verfügung, ohne dass die Software aktualisiert werden muss. Das Werkzeug bietet zudem Funktionen wie Schema-Introspection, automatische Paginierung und strukturierte JSON-Ausgabe.

Die Installation erfolgt wahlweise über npm (npm install -g @googleworkspace/cli) oder als fertiges Binary. Alternativ lässt sich die in Rust entwickelte Software auch mit Cargo kompilieren. Die Authentifizierung unterstützt OAuth, Service Accounts und Domain Wide Delegation, wobei die Credentials mit AES-256-GCM verschlüsselt werden. Granulare Berechtigungen lassen sich über Google IAM und Service Accounts nach dem Least-Privilege-Prinzip konfigurieren.

Google kennzeichnet die Workspace CLI ausdrücklich als „nicht offiziell unterstützt“, obwohl das Tool von Google entwickelt wird. Die Workspace CLI unterscheidet sich von der 2025 veröffentlichten Gemini CLI, die als terminal-basiertes KI-Coding-Tool konzipiert ist. Weitere Informationen finden sich im GitHub-Repository des Projekts.


(fo)



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