Entwicklung & Code
Google integriert Model Context Protocol in Cloud-Dienste
Google unterstützt ab sofort das Model Context Protocol (MCP) in seiner Cloud-Infrastruktur. Vollständig verwaltete MCP-Server stehen für Google Maps, BigQuery, Compute Engine und Kubernetes Engine bereit. Die Server befinden sich derzeit in einer schrittweisen Einführung (Public Preview).
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MCP ist ein offenes Protokoll, das Anthropic entwickelt hat und das als standardisierte Schnittstelle zwischen KI-Agenten und Datenquellen fungiert. Es wird oft als „USB-C für KI“ bezeichnet, weil es eine universelle Verbindungsschicht schafft. Bisher mussten Entwickler für jeden Dienst eigene Verbindungen programmieren, was fehleranfällig und aufwendig war.
Verwaltete Server statt lokaler Installation
Nutzer von Google-Cloud-Diensten müssen keine eigenen lokalen MCP-Server mehr installieren und betreiben. Stattdessen können sie global verfügbare, von Google verwaltete Endpunkte einsetzen.
Die MCP-Server sind in Googles bestehender Sicherheits- und Governance-Infrastruktur integriert. Zugriffe werden über Google Cloud IAM gesteuert, alle Aktionen landen im Audit-Log. Zusätzlich soll Google Cloud Model Armor vor agentischen Bedrohungen wie indirekten Prompt-Injektionen oder versuchter Datenexfiltration schützen. Administratoren können auf Organisationsebene Richtlinien definieren und einzelne Dienste gezielt aktivieren oder deaktivieren.
Erweiterung auf weitere Dienste geplant
Google plant, die MCP-Unterstützung in den kommenden Monaten deutlich auszuweiten. Auf der Roadmap stehen Cloud Storage, verschiedene Datenbankdienste sowie Logging-, Monitoring- und Sicherheitsdienste. Langfristig will Google MCP laut Ankündigung in viele weitere seiner Cloud-Dienste integrieren.
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Über Apigee erweitert Google die MCP-Integration zusätzlich auf unternehmenseigene APIs und solche von Drittanbietern. Mit Cloud API Registry und Apigee API Hub können Entwickler ihre eigenen APIs als MCP-Tools veröffentlichen und verwalten. So können KI-Agenten auch auf interne Systeme und Datenquellen zugreifen. Außerdem arbeitet Anthropic als ursprünglicher Entwickler von MCP eng mit Google innerhalb der neuen Agentic AI Foundation bei der Weiterentwicklung der Spezifikation zusammen.
MCP wird bereits von beliebten KI-Diensten wie ChatGPT, Claude, Microsoft Copilot und Visual Studio Code (mit GitHub Copilot) genutzt. Große Cloud-Anbieter wie AWS, Microsoft und Cloudflare sind Hauptmitglieder der Agentic AI Foundation, die MCP weiterentwickelt, was es inzwischen zum De-facto-Standard für agentische KI-Anwendungen macht.
(fo)
Entwicklung & Code
Software Testing: KI-gestützte Testfallermittlung | heise online
In der neuen Folge des Podcasts Software Testing spricht Richard Seidl mit Mark Menzel von der Landeshauptstadt München über die LLM-basierte Webanwendung MUCGPT und Sherlock, den städtischen Software-Test-KI-Assistenten. Das Gespräch zeigt, dass auch Verwaltung Innovation kann: Prompt Engineering statt Schulungsmarathon, ISO-29119-konforme Testfälle sowie Export nach TestLink und Xray.
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Zu Gast: Mark Menzel
Mark Menzel verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bereich Softwarequalität und Testmanagement. Nach seiner Promotion in Business Administration spezialisierte er sich auf KI-basierte Testverfahren. Als Testmanager bei der Landeshauptstadt München leitet er dort Testprojekte. Darüber hinaus ist er als Hochschuldozent und Mentor tätig und erforscht, wie KI das Testen revolutionieren kann.
Bei diesem Podcast dreht sich alles um Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste schauen sich Dinge an, die mehr Qualität in die Softwareentwicklung bringen.
Die aktuelle Ausgabe ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar: „KI-gestützte Testfallermittlung – Mark Menzel“ und steht auf YouTube bereit.
(mai)
Entwicklung & Code
pandas 3.0 bringt einheitlichen String-Typ und Performance-Optimierung
Fast drei Jahre nach der letzten Hauptversion steht jetzt Version 3.0 von pandas, der Bibliothek zur Datenanalyse mit Python, am Start. Zu den wichtigsten Änderungen gehören der dedizierte String-Data-Typ str, eine verbesserte Copy-on-Write-Methode sowie eine neue Standardauflösung für datums- und zeitähnliche Daten. Letztere verwendet standardmäßig Mikrosekunden statt Nanosekunden, um Grenzwertfehler für Datumsangaben mit einem Jahr vor 1678 oder nach 2262 zu vermeiden.
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Effizientere Datenanalyse
Bei installierter PyArrow-Bibliothek interpretiert pandas 3.0 String-Spalten automatisch als Datentyp str statt als NumPy-object. Das soll für Leistungssteigerung und effizientere Zuweisung von Python-Objekten sorgen. Wie der neue Code aussehen kann, zeigt folgendes Beispiel:
# Old behavior (pandas < 3.0)
>>> ser = pd.Series(["a", "b"])
>>> ser
0 a
1 b
dtype: object # <-- numpy object dtype
# New behavior (pandas 3.0)
>>> ser = pd.Series(["a", "b"])
>>> ser.dtype
>>> ser
0 a
1 b
dtype: str # <-- new string dtype
Mit pandas 3.0 ist Copy-on-Write (CoW) nun die Standard-Speicherverwaltungstechnik. Damit verhält sich jedes Index-Ergebnis wie eine Kopie, sodass Änderungen am Ergebnis den ursprünglichen DataFrame nicht beeinflussen.
Da verkettete Zuweisungen nicht mehr funktionieren, entfällt SettingWithCopyWarning. Damit können die copy()-Aufrufe zum Unterdrücken dieser Warnung entfallen, was ebenfalls eine Verbesserung der Performance bedeutet.
# Old behavior (pandas < 3.0) - chained assignment
df["foo"][df["bar"] > 5] = # This might modify df (unpredictable)
# New behavior (pandas 3.0) - must do the modification in one step (e.g. with .loc)
df.loc[df["bar"] > 5, "foo"] = 100
Schrittweises Upgrade empfohlen
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Mit dem neuen Release hat das Pandas-Team einige veraltete Funktionen entfernt. Deshalb empfiehlt es, zunächst ein Upgrade auf pandas 2.3 durchzuführen, um sicherzustellen, dass der Code ohne Fehlermeldungen läuft. Erst anschließend sollte man den Wechsel auf Version 3.0 angehen.
Installieren lässt sich pandas 3.0 über PyPI mit python -m pip install --upgrade pandas==3.0.* oder über conda-forge mit conda install -c conda-forge pandas=3.0.
In den Release Notes von pandas 3.0.0 lassen sich sämtliche Änderungen im Detail nachlesen. Weil sie ein Code-Update erforderlich machen können, stellen die Entwicklerinnen und Entwickler Migrationsanleitungen zur Verfügung, unter anderem für den neuen String-Data-Typ und die Copy-on-Write-Methode.
Lesen Sie auch
(who)
Entwicklung & Code
Die Produktwerker: Vibe Coding verändert die Produktentwicklung
Immer mehr Produktmenschen bauen selbst Software, statt ausschließlich Konzepte, Anforderungen oder Prototypen zu liefern. Entscheidungen werden direkt im Code sichtbar, Feedbackschleifen verkürzen sich, die Entwicklung gewinnt deutlich an Geschwindigkeit.
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Chancen, Risiken und verschwimmende Rollenbilder
In dieser Podcastfolge diskutieren Oliver Winter und Tim Klein, welche Chancen und Risiken diese Entwicklung für Product Owner, Developer und Produktteams mit sich bringt. Sie beleuchten, warum Vibe Coding schnelles Lernen ermöglicht, gleichzeitig aber die Gefahr besteht, dass Product Discovery, Nutzerfeedback und Validierung in den Hintergrund geraten.
Ein weiterer Fokus liegt auf der veränderten Verantwortung. Wenn Produktentscheidung und Umsetzung zusammenfallen, verschwimmen klassische Rollenbilder. Das kann effizient sein, erfordert jedoch bewusste Auseinandersetzung mit Qualität, Wartbarkeit und langfristigen Auswirkungen.
Die Folge ordnet Vibe Coding als Werkzeug ein, das die Zusammenarbeit stärken kann – vorausgesetzt, Produktdenken, Nutzerorientierung und wirtschaftliche Verantwortung bleiben zentrale Leitplanken.
(Bild: deagreez/123rf.com)

Fachvorträge und Networking-Möglichkeiten: Die Product Owner Days am 5. und 6. Mai 2026 in Köln befassen sich in über 20 Vorträgen mit aktuellen Themen rund um Product Ownership, KI im Produktmanagement, User Research, Product Discovery und Product Economics.
Die aktuelle Ausgabe des Podcasts steht auch im Blog der Produktwerker bereit: „Lässt Vibe Coding Product-Owner- und Developer-Rollen verschmelzen?“.
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(mai)
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