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Google Pomelli: Marketing Tool für KMU erkennt Business-DNA


Gib deine URL ein und Pomelli liefert Kampagnenideen und Creatives passend zur Business-DNA, die per KI direkt ermittelt wird. So bietet das Tool quasi ein gesamtes Kreativ-Team für KMU – aber noch nicht überall.

Dieses Experiment könnte Millionen von Unternehmen helfen: Googles AI Tool Pomelli soll on-brand Content für KMU in Sekundenschnelle erstellen. Dafür greift das KI-Tool auf die erkannte Business-DNA zurück und ermöglicht den Kampagnenaufbau in wenigen Schritten – ganz ohne großes Team im Hintergrund. Einen Wermutstropfen gibt es für Interessierte jedoch.


Googles Veo 3.1 mit ersten Beispielen:

Bessere KI-Videos mit Audio und Szenenoptimierung

zwei Personen vor Gebäuden in Nahaufnahme, KI-erstellt mit Veo 3.1
KI-erstellte Personen von Veo 3.1, © Google via Canva

So funktioniert das Google Tool Pomelli: Marketing-Hilfe für KMU mit DeepMind im Hintergrund

Das neue KMU-Marketing-Tool Pomelli ist vorerst noch ein Google Labs-Experiment. Als öffentliche Betaversion steht es jetzt in englischer Sprache Usern in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland zur Verfügung. Daher dürften User in Europa und Deutschland enttäuscht sein, noch nicht auf diese neue Lösung zugreifen zu können.

Pomelli soll brandgerechte und skalierbare Kampagnen samt Creatives ermöglichen und setzt dabei auf die KI-Power von Google DeepMind. Jacquelin Konzelnma, Director of Product Management für Google Labs, stellt das Tool als Hilfestellung für KMU auf LinkedIn vor.

Sie verweist bereits darauf, dass Pomelli gerade den Unternehmen helfen kann, die keine großen Budgets und Kreativ-Teams für die umfassende Kampagnenplanung aufbieten können. Dabei ist das Herzstück des Tools die Erkennung und Nutzung der Business-DNA. Diese ist Schritt eins eines Prozesses, an dessen Ende die Unternehmen komplette und editierbare Kampagnenvorschläge haben.

Die drei Schritte mit Pomelli: Business-DNA, Kampagnenvorschläge, Bearbeitung

Im Erklärtext des Google Blogs The Keyword werden die drei Schritte für die Arbeit mit Pomelli vorgestellt. Zunächst generiert das Tool eine Business-DNA. Diese basiert auf der Analyse der angegebenen Unternehmens-Website. Dazu können User einfach die URL eingeben. Pomelli soll die Brand-Identität samt Tonalität, CI-Farben und präferierten Schriftarten erkennen können; ob das in der Praxis immer gelingt, muss noch unter Beweis gestellt werden. Mithilfe dieser DNA werden dann Inhalte für verschiedene Kanäle erstellt, die authentisch und markennah wirken sollen.

Im zweiten Schritt werden konkrete Kampagnenideen und Templates für diese generiert. In diesem Kontext können die User aber ebenso mit Prompts eigene Ideen miteinbringen. Bei den Vorschlägen liefert Pomelli zum Beispiel verschiedene Visuals samt Headline und Beschreibungstext für ein Produkt oder eine Dienstleistung, die deiner Bildsprache und Kommunikation auf der Unternehmensseite angepasst sind. Derlei Visuals, etwa im Stories-Format, können auch mit CTA Buttons wie „Shop now“ daherkommen.

Im dritten Schritt können User die vorgeschlagenen Assets durchgehen und die besten Optionen auswählen. Aus diesen Templates können sie mit wenigen Bearbeitungsschritten, etwa über Prompts oder manuelle Anpassungen, die besten Elemente für die Distribution in den sozialen Medien oder Ad-Kontexten nutzen. Die Assets lassen sich direkt herunterladen.

Den gesamten Prozess dokumentiert Google anschaulich in einem Video.

Wer neben Kampagnen sogar ganze Apps kreieren möchte, erhält von Google ebenfalls mehr Support denn je. Denn das Unternehmen stellt im AI Studio die Vibe Coding Experience bereit. Damit sollen User in Minuten vom Prompt zur funktionierenden AI App gelangen. Auch Anpassungen an Apps werden dank des Gemini-gestützten Annotation Mode vereinfacht.

So sieht der Annotation Mode für Googles App-Bearbeitung aus, © Google
So sieht der Annotation Mode für Googles App-Bearbeitung aus, © Google

Google:

So kannst du jetzt Ads in der Suche verstecken

Sponsored Results mit Versteckoption auf Google, Smartphone Mockup, gelbes Muster im Hintergrund
© Google via Canva





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HORIZONT Preview: Von Fortpflanzungsproblemen und dem richtigen Tonfall von KIs


Frank Steinicke, Professor für Human-Computer-Interaction der Universität Hamburg

Mangelhafte Datenqualität wird zum Problem der KI. Sind die Daten nicht gut genug und werden weiter verarbeitet, verbreiten sich Fehler. Als „Fortpflanzungsprobleme“ bezeichnet das Frank Steinicke, Professor für Human-Computer-Interaction der Universität Hamburg, bei der HORIZONT Preview in Frankfurt.

Die Datengüte wird unter anderem durch den Datenschutz beeinflusst. In Ermangelung von Daten aus Deutschland werden zum Training von KI-Modellen

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Campaigning Upside Down: Was wir vom Stranger-Things-Finale lernen können


Stranger Things / S5

Die letzte Staffel von „Stranger Things“ hat Millionen von Fans auf der ganzen Welt elektrisiert. Da das Finale diverse Fragen offenlässt, beschäftigen sich viele Fans weiter intensiv mit der Serie und suchen nach Hinweisen und weiteren Informationen. Warum die Mysteryserie damit ein Vorbild für Marken und deren Kommunikation sein kann, erklärt Christoph Schnabel, Lead Creative Strategist bei MSL, in seinem Gastbeitrag.



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Bubbling Up: Das ist die Kampagne von Coca-Cola zur Fußball-WM


Coca-Cola startet die WM-Kommunikation

Vom 11. Juni bis zum 19. Juli findet die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko statt. Für Hauptsponsor Coca-Cola ist das Mega-Event, bei dem erstmals 48 Teams aufeinandertreffen, eine große Chance. Um den Coke-Konsum im Sommer weltweit anzukurbeln, schaltet der Konzern bereits jetzt werblich einen Gang höher.

Fast fünf Jahrzehnte und zwölf Turniere hat Coca-Cola als Sponsoringpartner des Fußball-Weltverbandes FIFA auf dem Buckel. Für die diesjährige Weltmeisterschaft hat sich der Getränkeriese in puncto Werbung besonders viel vorgenommen. Die Messlatte liegt hoch. Arnab Roy, der als President Global Category das internationale Geschäft von Coca-Cola verantwortet, will mit der WM-Kampagne die „Achterbahn der Gefühle“, die das Turnier standesgemäß bei Fußballfans auslöst, „in echte, greifbare Verbindungen“ verwandeln. „Durch innovative Erlebnisse und fesselnde Inhalte bringen wir die Fans näher zusammen als je zuvor, egal ob sie in digitalen Räumen, in Bars um die Ecke oder bei gemeinsamen Fernsehabenden zu Hause mitfiebern“, verspricht Roy. 

Gelingen soll das unter anderem mit einer Kampagne, die stark auf Emotionen setzt. In dem ersten Werbefilm mit dem Titel „Bubbling Up“ sind ganz unterschiedliche Menschen zu sehen, die sich zunächst recht gelangweilt alltäglichen Dingen widmen. Dass plötzlich alle durchdrehen und aus sich herausgehen, hat natürlich mit der Fußball-WM zu tun, die alle in ihren Bann zieht.
In dem Commercial, in dem passend zum Titel „Bubbling Up“ immer mal wieder eine Coke-Flasche mit aufsteigenden Luftblasen eingeblendet wird, sind Büroangestellte sowie Menschen in U-Bahnen und Fahrstühlen zu sehen, die urplötzlich aufspringen, die WM mit dem Schlachtruf „It´s coming!“ begrüßen und gemeinsam feiern. Das geht sogar so weit, dass die frischgebackenen Eltern, die in dem TV-Spot gerade beim Standesamt den Namen ihres Sohnes eintragen lassen, sich noch spontan umentscheiden, nur weil gerade im Instore-TV ein Bericht über den spanischen Superstar Lamine Yamal läuft. Sollte das Schule machen, werden in diesem Jahr wohl viele kleine Lamines geboren. 
Eine zentrale Rolle, gerade im Hinblick auf die Emotionalität, spielt in der Kampagne die Musik. Im „Bubbling Up“-Spot ist eine Neuinterpretation des Van-Halen-Evergreens „Jump“ zu hören – ein Song, der schon immer Gänsehautmomente garantierte. An der Neufassung haben laut Coca-Cola die Musiker J. Balvin, Amber Mark, Steve Vai und Travis Barker mitgewirkt. Offiziell veröffentlicht wird die „Jump“-Neufassung erst später. In dem Werbefilm sei ein Sneak Preview zu hören, teilt Coke mit.

„Bubbling Up“ ist aber nur der erste Werbestreich zur Fußball-WM. Coca-Cola hat mit seiner Agentur Open X gleich drei Werbefilme entwickelt, um bei Fußballfans vor und während des Turniers den Coke-Durst zu entfachen. Der zweite Streich, ein Spot mit dem Titel „Uncanned Emotions“, wird im April 2026 starten. Der Clip soll die Präsenz von Coca-Cola bei den wichtigsten Momenten der Fußball-WM dokumentieren und die Emotionen der Fans einfangen, die – das versteht sich von selbst – dabei immer eine Coke in der Hand halten werden. Der dritte Werbefilm mit dem Titel „No Better Feeling“ wird zum Turnierbeginn am 11. Juni veröffentlicht. 

Der Getränkeriese, der neben Adidas, Visa, Qatar Airways, Aramco, Hyundai/Kia und Lenovo zu den Hauptsponsoren des Turniers gehört, nutzt die WM aber freilich nicht nur für klassische Werbung. So plant das Unternehmen mit der „Trophy Tour by Coca-Cola“ eine globale Ausstellung, die Fans einen „seltenen Blick“ auf die WM „aus nächster Nähe“ ermöglichen soll, wie es heißt. Zudem sind diverse Digital- und Offline-Aktionen geplant, bei denen Coke mit dem Fußballstickeranbieter Panini sowie einem nicht namentlich genannten „legendären Fußballtrainer“ sowie „einflussreichen Persönlichkeiten der Fußballmedien“ zusammenarbeitet.



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