Online Marketing & SEO
Google rollt June 2026 Spam Update aus: Was du wissen musst
Für die SEOs und Seitenbetreiber:innen gibt es während eines großen Search Updates grundsätzlich nicht viel zu tun, außer die Auswirkungen zu beobachten und zu analysieren. Unmittelbare Korrekturen sind kaum möglich. Gerade bei Spam Updates sollte man auch laut Google die Ruhe bewahren. Denn diese sollen im Grunde nur dafür sorgen, die Suchergebnisse von irrelevanten und unseriösen Inhalten zu befreien, so gut es geht. Deshalb sollten Seitenbetreiber:innen mit einwandfreien Inhalten wenig negative Auswirkungen spüren, so Google. Auf der Hilfeseite zu den Spam Updates heißt es:
Für Websites, für die nach einem Spam-Update eine Änderung zu sehen ist, solltest du prüfen, ob sie den Spam-Richtlinien entsprechen. Websites, die gegen unsere Richtlinien verstoßen, erhalten möglicherweise ein niedrigeres Ranking oder werden gar nicht in den Suchergebnissen angezeigt. Wenn unsere automatisierten Systeme im Laufe der Monate feststellen, dass die Website unseren Spam-Richtlinien entspricht, kann dies das Ranking positiv beeinflussen.
Abgestraft wird dagegen unter anderem Content, der in betrügerischem Kontext erstellt und verbreitet wird. Des Weiteren gehören Aspekte wie irreführende Weiterleitungen oder Link Spam zu den betroffenen Inhalten. Die Suchmaschine geht seit 2024 aber beispielsweise auch verstärkt gegen Scaled Content Abuse vor, wobei zahlreiche Seiten mit oft minderwertigen Inhalten generiert werden, schlichtweg, um die Chance, prominent in der Suche aufzutauchen, zu erhöhen. Diese Problematik wird durch KI-Dienste wie ChatGPT, Gemini, Claude und Co., die oft zum schnellen Schreiben eingesetzt werden und auch zum Vibe Coding von Seiten, noch verstärkt. Google erklärte 2024:
Our long-standing spam policy has been that use of automation, including generative AI, is spam if the primary purpose is manipulating ranking in Search results. The updated policy is in the same spirit of our previous policy and based on the same principle. It’s been expanded to account for more sophisticated scaled content creation methods where it isn’t always clear whether low quality content was created purely through automation.
Daneben werden Expired Domain Abuse und Site Reputation Abuse im Rahmen der neuen Richtlinien stärker verfolgt. Wie diese Richtlinien im Detail aussehen und was SEOs zu beachten haben, kannst du in unserem dedizierten Artikel nachlesen.
Achtung, Regeländerung im Spam-Bereich bei Google
Aktuell sollten SEO- und Seitenverantwortliche auf einige spezielle Anpassungen bei Google achten. So könnte Google aufgrund von EU-Regularien in der Europäischen Union die Site Reputation Abuse-Regeln im Spam-Kontext wieder lockern, um einer Strafe zu entgehen. Reuters liegt ein Dokument der EU-Kommission vor, in dem Google eine Anpassung angibt. Wie genau diese aussieht, wird nicht im Detail veröffentlicht. Allerdings könnte die Anpassung schlichtweg bedeuten, dass Site Reputation Abuse in der EU wieder zulässig würde; obwohl Google im Statement klarstellt:
Our priority is to keep Search results helpful and useful for users and protect them from deceptive practices like ‚parasite SEO‘ spam that undermine the web.
Noch ist es aber nicht so weit, dass es eine offizielle Anpassung für die EU gibt. Schon seit dem 14. Juni gilt allerdings uneingeschränkt, dass Google Back Button Hijacking als Spam einstuft und abstraft. Beim Back Button Hijacking brechen Seitenbetreiber:innen mit der Erwartung der User, über den Zurück-Button auf einer Seite tatsächlich zur vorherigen Seite zurückgeführt zu werden. Zum Beispiel kann der Klick darauf dann auf Drittseiten, die ein User noch gar nicht besucht hat, führen. Oder der Klick auf den Zurück-Button führt zur Anzeige von unerwünschten Empfehlungen und Ads. Sofern Websites über den Zurück-Button nicht einfach den Rückweg beim Browsen im Web ermöglichen, sieht Google darin neuerdings die Basis einer Spam-Praktik. Die Suchmaschine stuft das als manipulatives oder irreführendes Verhalten ein und erklärt:
We believe that the user experience comes first. Back button hijacking interferes with the browser’s functionality, breaks the expected user journey, and results in user frustration. People report feeling manipulated and eventually less willing to visit unfamiliar sites […].
Die Unvereinbarkeit von User-Erwartung und tatsächlicher Erfahrung auf einer Seite, die die UX verschlechtert, gilt als Kriterium für Spam. Da Google zuletzt einen Anstieg des Einsatzes dieser Praktik wahrgenommen hat, werden die Richtlinien jetzt angepasst.
Auch gut zu wissen für SEOs und Seitenbetreiber:innen: Google hat neue SEO Best Practices für zusätzliche Snippet Links in der Suche (Read More Links) geliefert, die auf mehr Traffic hoffen lassen. Außerdem lassen sich jetzt bevorzugte Seiten in der Google-Suche auch auf Deutsch einstellen und Publisher können Usern aktiv Hinweise darauf geben. Wie das geht, beschreiben wir in unserem Beitrag zum Thema. Diese bevorzugten Quellen werden neuerdings ebenso für die AI Overviews und den AI Mode herangezogen, was für Publisher besonders relevant ist.
Googles neues „Strongest match“ Label für Ads in der Suche:
Chance für Advertiser
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