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Googles Regeln versagen: Musks KI-Wikipedia erobert die Suche


Dass Google Grokipedia überhaupt indexiert, obwohl die Inhalte vollständig KI-generiert und kaum überprüft sind, verdeutlicht ein zentrales Problem: Das Unternehmen muss für die Suche neu evaluieren, ob solche Inhalte den eigenen Qualitätsrichtlinien überhaupt noch gerecht werden.

Google kämpft mit den eigenen Richtlinien

Die Indexierung von Grokipedia-Inhalten ist aus Sicht der Publisher und auch Googles fragwürdig. Seit dem Start von Google neueren Spam-Richtlinien im Frühjahr 2024 geht Google gezielt gegen sogenannten Scaled Content Abuse vor, also gegen Websites, die massenhaft automatisch generierte Inhalte veröffentlichen, ohne redaktionellen Mehrwert oder überprüfte Quellen. Zahlreiche Seiten mit KI-Content wurden seither manuell abgestraft oder komplett aus dem Index entfernt. Doch Grokipedia-Inhalte scheinen trotz ihrer Natur nicht unter diese Richlinie zu fallen.

Innerhalb weniger Tage nach dem Launch tauchten bereits Hunderte der fast 900.000 automatisch generierten Seiten in den Google-Suchergebnissen auf. Der SEO-Experte Martin Jeffrey wies auf LinkedIn darauf hin, dass Google damit offenbar die eigenen Qualitätsrichtlinien unterlaufe. Er erinnerte daran, dass in den vergangenen Monaten Websites mit deutlich weniger KI-Inhalten hart bestraft wurden – während Grokipedia unbehelligt wächst.

Dass Google und Bing die Seiten dennoch indexieren, macht das Projekt zu einem Stresstest für den Umgang mit Gen AI Content im Web. Während Wikipedia auf Nachprüfbarkeit und Moderation setzt, basiert Grokipedia auf einer unkontrollierten Flut maschinell erzeugter Texte. Das gefährdet nicht nur die Informationsqualität, sondern auch das Vertrauen in Suchmaschinen, die solche Inhalte sichtbar machen.

KI, Wikipedia und der Kampf um Informationsqualität

Die Herausforderung, die Grokipedia aufzeigt, geht deutlich über SEO hinaus: Sie betrifft das Fundament des digitalen Informationssystems. Laut dem Artikel von Wired enthält Grokipedia teils gravierende Fehler und ideologische Verzerrungen. Gleichzeitig zeigen Daten des Reuters Institute for the Study of Journalism im Digital News Report 2024, dass eine wachsende Zahl von Menschen Nachrichten über soziale Medien und KI-Assistenzen bezieht, anstatt klassische journalistische oder wissenschaftliche Quellen zu nutzen. Eine Studie des European Broadcasting Union (EBU) dokumentiert, dass KI-Assistants bereits von rund sieben Prozent der Befragten weltweit als Nachrichtenquelle genutzt werden, bei den unter 25-Jährigen liegt der Anteil sogar bei bis zu 15 Prozent.

Diese Entwicklungen verändern die Wahrnehmung von Wissen: Zwischen Einträgen von Wikipedia, Kurzvideos auf TikTok und Chatbot-Antworten verschwimmt die Grenze zwischen überprüfter Information und vermeintlicher Plausibilität, die dem Algorithmus gefällt. Auch Wikipedia selbst steht seit Jahren in der Kritik, politisch voreingenommen oder von bestimmten Communities dominiert zu sein, wie sowohl die Süddeutsche Zeitung als auch eine Untersuchung des Manhattan Institute zeigen. Beide verweisen auf ideologische Schlagseiten in politischen Artikeln und strukturelle Ungleichgewichte in der Autor:innenschaft, etwa den geringen Anteil weiblicher Beitragender und die Dominanz einzelner Gruppen bei der Themenpriorisierung. Musk greift diese Kritik auf und verspricht mit Grokipedia mehr „Objektivität“. Doch bislang hat er diese vermeintliche Neutralität häufig mit seiner eigenen politischen Agenda verknüpft.

Ein Prüfstein für Googles KI-Regeln

Grokipedia zeigt, wie schwierig es für Suchmaschinen geworden ist, zwischen seriösem KI-Einsatz und inhaltsloser Skalierung zu unterscheiden. Wenn eine Website binnen Tagen Hunderttausende Texte veröffentlicht und indexiert wird, wirft das Fragen zu Googles Suchindex auf.

Für Musk ist Grokipedia ein weiterer Schritt, xAI als globalen Player im KI-Markt zu positionieren. Für Google hingegen wird es zum Prüfstein: Reagiert das Unternehmen nicht konsequent, verliert es an Glaubwürdigkeit und das Fundament verlässlicher Information im Netz gerät weiter ins Wanken.


GEO-Check für KI-Sichtbarkeit:
Diese Quellen nutzen ChatGPT, Perplexity und Co.

© OpenAI via Canva





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14 Tage Geld zurück: Widerrufs-Button für Online Shopping


Herausforderung für E-Commerce und alle, die online Verträge anbieten

Die Bundesregierung hat in ihrem Gesetz noch weitere Neuerungen für Vertragsabschlüsse vorgesehen. Etwa jene, dass „Unternehmen die Vertragsbedingungen künftig nicht mehr in Papierform übermitteln müssen“. Außerdem ändern sich die Fristen bei Abschlüssen zu Finanzdienstleistungen und Lebensversicherungen. Erstere lassen sich künftig nur binnen zwölf Monaten und 14 Tagen widerrufen, letzterer binnen 24 Monaten und 30 Tagen, statt wie bisher unbegrenzt.

Gerade bei den Finanzdiensleistungen fällt fortan aber ebenso ins Gewicht, dass Inhalte laut Gesetz klar verständlich sein müssen. Deshalb können User bald im Online-Bereich „eine direkte persönliche Kontaktaufnahme verlangen“, wenn bestimmte Leistungen nicht klar erklärt sind. Das stellt die Anbieter:innen vor die Herausforderung, Ressourcen für diesen Kontakt zu schaffen. Dem Text nach dürften diese womöglich nicht von AI Agents abgedeckt werden.

Überdies wird die Bereitstellung des Widerrufs-Buttons zur technischen Aufgabe. Die Implementierung dürfte keinen großen Aufwand bedeuten, erfordert jedoch eine Vorausplanung und technische Anpassung der Seitenstruktur. Der Button muss klar gekennzeichnet und unmissverständlich sein, etwa mit einem CTA wie „Kauf widerrufen“. Des Weiteren müssen die Nutzer:innen klar unterscheiden können, welchen Vertrag sie widerrufen. Und nach einem per Button bestätigen Widerruf müssen Anbieter:innen ihnen eine Bestätigungs-Mail zukommen lassen; auch das ist ein zusätzlicher Schritt der Verwaltung für Retailer und Co. Für diese wird der Widerrufs-Button zwar nur eine technisch-visuell abgebildete Form der Verbraucher:innenrechte darstellen.

Mehr Widerruf durch Button-Pflicht?

Doch diese offensichtliche Möglichkeit zum Widerruf könnte zu einem Anstieg von Kaufrücktritten oder Vertragsrücktritten allgemein führen und damit die Conversion-Rate untegraben. Je einfacher der Widerruf, desto öfter könnte er genutzt werden. Das fiele gerade dann ins Gewicht, wenn Käufer:innen beispielsweise zehn Tage nach einem Produktkauf dasselbe Produkt anderswo günstiger finden. Rücksendeoptionen, Möglichkeiten zur Stornierung und das Recht auf Widerruf – auch ohne Button – sorgen aber schon jetzt für mögliche Vertragsrücktritte.

Unterdessen wird sich der Online-Shopping-Markt aufgrund massiver Veränderungen in KI-Lösungen wie ChatGPT, Perplexity und etwa im AI Mode deutlich weiterentwickeln. Der agentische Einkauf könnte bald zur gängigen Option werden – und auch der agentische Widerruf.


AI Shopping wird Standard:

Universal Commerce Protocol von Google verändert alles

Smartphone Mockup mit AI Shopping, violette Streifen im Hintergrund
© Google via Canva





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Olympischer Traum: Wie die ARD Sportler in KI-Wolkenbilder verwandelt


ARD Olympiakampagne 2026 Key Visual 1

Eine olympische Goldmedaille ist der Traum jeder Sportlerin und jedes Sportlers – visualisiert wird dieser Traum in der ARD-Kampagne zu den bevorstehenden Winterspielen. Hinter den überdimensionalen Wolken-Athlet:innen steckt aber noch viel mehr als nur eine sportliche Vision.



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Neuer Tab auf TikTok entdeckt: Hier sieht man, worüber alle reden


Nicht nur For You: TikTok testet einen neuen Discussion Tab. Die App bündelt jetzt Themen, über die viele sprechen – wie Threads oder Reddit.

TikTok bleibt in den USA online, doch seit der Umstrukturierung des US-Geschäfts mit maßgeblicher Beteiligung von Oracle wirkt die Plattform für viele Nutzer:innen verändert. Immerhin soll die App nach den jüngsten Ausfällen offiziell wieder stabil laufen. Doch die mit den Störungen aufgekommenen Diskussionen darüber, welche Inhalte sichtbar sind – und welche nicht – reißen nicht ab.

Einige stellen die Sturmerklärung infrage und vermuten, dass politisch sensible Beiträge, etwa zu Einsätzen der US-Einwanderungsbehörde ICE, in diesem Zeitraum weniger Reichweite erhielten. Vor diesem Hintergrund wird besonders interessant, welche Themen es in den neu eingeführten Discussion Tab schaffen und welche Gespräche dort womöglich nicht auftauchen.


TikTok is back:
Back to normal?


TikTok führt themenbasierte Diskussionen ein

TikTok testet einen neuen Discussion Tab, auf den unter anderem der Social-Media-Beobachter Jonah Manzano aufmerksam machte. Der Bereich sitzt oben in der Navigation neben Following und For You. Statt nur einzelne, algorithmisch ausgewählte Inhalte auszuspielen, bündelt TikTok dort Themen, über die gerade besonders viel gesprochen wird.

In den Beispielkacheln im Post von Manzano werden zum einen ein popkulturelles Thema – der Grammy-Gewinn von Olivia Dean – und zum anderen ein politisch-gesellschaftliches Thema rund um die Epstein Files gezeigt, also genau die Mischung aus Entertainment und kontroverser Zeitgesprächdebatte, die der Discussion Tab bündeln soll. Funktional erinnert das an die Trending Topics auf X, an thematisch sortierte Diskussionsräume auf Reddit oder an Debattenstränge auf Threads.

TikTok-Nutzer:innen, die den Tab bereits entdecken können, erhalten nicht mehr nur personalisierte Inhalte, sondern bekommen auch ein Gefühl für die größere Gesprächslage auf der Plattform. Damit orientiert sich TikTok stärker an Plattformen wie X, Threads, Reddit und anderen öffentlichen Debattenräumen. Gleichzeitig wächst die Verantwortung der Plattform. Wer sichtbar macht, worüber gesprochen wird, macht auch sichtbar, welche Themen es nicht in diese Auswahl schaffen. Fragen nach Moderation, Priorisierung und algorithmischer Gewichtung treten dadurch womöglich noch stärker in den Vordergrund.


TikTok Next 2026:
Marken brauchen jetzt „unersetzlichen Instinkt“

© TikTok via Canva





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