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GPU-Gerüchte: AMD plant mit steigenden Kosten für Radeon-Grafikkarten

Radeon-Grafikkarten könnten im Laufe des Jahres abermals teurer werden, wie jetzt wiederholt Gerüchte aus Asien darlegen. Demnach plane AMD ab Juli mit höheren Preisen für die Bundles aus GPU-Chips und VRAM-Bausteinen, aus denen Boardpartner die fertigen Grafikkarten herstellen. Auswirkungen auf den Endhandel sind noch offen.
GPU- und VRAM-Pakete werden teurer
Gaming-Grafikkarten sehen sich seit vergangenem Herbst immer wieder Preisschwankungen ausgesetzt, die hauptsächlich nach oben zeigen. Im Fall der Radeon-RX-9000-Serie begann der Trend Ende November, gekoppelt an den immer knapper und teurer werdenden Grafikspeicher. Die seither anhaltende Entwicklung könnte jetzt in die nächste Runde gehen, so wollen es zumindest Gerüchte aus dem Umkreis der Boardpartner in Asien: VideoCardz berichtet unter Verweis auf BoardChannels, dass die Kosten für Grafikchips und VRAM, die GPU-Hersteller nur als Paket an Boardpartner verkaufen, schon im Juli um rund 10 Prozent steigen sollen.
Denn zuvor gab es bereits Mitte Juni Gerüchte, dass es im dritten Quartal 2026 zu Preissteigerungen im Bereich von 10 bis 15 Prozent kommen könnte. Inzwischen habe AMD die Hersteller der Radeon-Grafikkarten, darunter Asus, Sapphire und XFX, über die Preiserhöhungen informiert, so die Gerüchte, die ihren Ursprung in der Speicher-Lieferkette haben sollen. Die Anpassung sei eine direkte Reaktion auf die aktuellen Einkaufspreise für neue VRAM-Speicherbausteine, die AMD jetzt weiterreichen werde.
Die GRE gibt die Preise vor?
Offen ist damit vorerst noch, wann und in welchem Umfang die höheren Fertigungskosten bei Konsumenten ankommen werden. Aktuell im Handel angebotene Radeon-Grafikkarten wurden noch zu alten Preisen vor vielen Monaten produziert und eingekauft, weswegen im Juli nicht mit unmittelbar steigenden Endpreisen zu rechnen ist – zumindest nicht deswegen. Außerdem müssen 10 Prozent höhere Kosten für GPUs und VRAM-Chips nicht zwangsläufig bedeuten, dass auch das fertige Endprodukt im gleichen Maß im Preis steigt. Mit Sicherheit werden aber auch Boardpartner und später Großhändler die steigenden Kosten weiterreichen, sodass im Laufe des Herbsts wahrscheinlich auch der Einzelhandel mit höheren Preisen reagieren wird.
Einen möglichen Vorgeschmack auf die zukünftige Preisstruktur bei Radeon-Grafikkarten bietet seit Anfang Juni die im westlichen Markt neu eingeführte Radeon RX 9070 GRE (Test): Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 560 Euro und einem auch Wochen später nur unwesentlich niedrigen Marktpreis ist der Radeon-Neuzugang im Vergleich zur stärkeren Radeon RX 9070 unattraktiv, aber Gerüchten zufolge schon mit den neuen Fertigungskosten kalkuliert. Um den Preis der GRE als Angelpunkt könnte sich das übrige RX-9000-Gefüge in den kommenden Monaten also allmählich neu orientieren – heute sind das aber noch Spekulationen.
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