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Grok: Nacktbild-Skandal, Anzeige, App Store Nr.1
Die KI Grok hat User sexualisierte Deepfakes von Frauen und Minderjährigen erstellen lassen und sich halbherzig entschuldigt. Während in Frankreich Strafanzeigen folgten, setzte sich Grok in mehreren Ländern an die Spitze der App Store Charts.
Auch das ist das KI-Zeitalter: Die Diskrepanz zwischen problematischen, ja illegalen Deepfakes und dem Erfolg eines AI Visual Tools zeigt sich ganz besonders am Beispiel von Grok. Die große KI von xAI und Elon Musk, die so eng mit der Social-Media-Plattform X und der kontroversen KI-Enzyklopädie Grokipedia verknüpft ist, steht erneut in der Kritik. Mithilfe der Edit Images-Funktion beim Feature Grok Imagine haben User sexualisierte Deepfakes von sich, aber auch Frauen und sogar Minderjährigen erstellen können. Daher fordern Staaten wie Frankreich und Indien Aufklärung, es gibt sogar schon Strafanzeigen. Grok entschuldigt sich vage, Elon Musk scheint das weniger zu besorgen. Kein Wunder, denn Grok erobert dank der Feature Updates die App Charts.
Grok Imagine mit Spicy Mode jetzt for free

Mit Grok Imagine: Beinahe Grenzenlose KI-Bildmöglichkeiten von Nacktbildern bis zu Politikverzerrung
Das KI-Video- und Bildgenerierungsmodell Grok Imagine steht allen Grok Usern weltweit in der App kostenfrei zur Verfügung. Damit können User diverse Bildideen in Visuals umsetzen. Es gibt sogar einen Spicy Mode, der auch in fiktiven Videos sexualisierte Inhalte ermöglicht. Lasziv tanzende Anime-Charaktere und entblößte Figuren, nicht zuletzt ein Video, das eine Person, die Taylor Swift verblüffend ähnlich sieht, oben ohne zeigt. Diese Inhalte konnten User trotz der Sicherheitsvorkehrungen von xAI kreieren, was Grok schon vor Monaten in die Kritik brachte.
Doch zuletzt kam es gar dazu, dass die kürzlich überarbeitete Edit Images-Option Usern ermöglichte, eigene Bilder sowie Bilder von Dritten zu nutzen, um die Personen virtuell – zumindest teilweise – zu entkleiden. Dabei wurde sogar vor Minderjährigen nicht Halt gemacht. Sexualisierte Deepfakes von xAI wurden vielfach auf X geteilt – wo seit geraumer Zeit auch Pornographieinhalte erlaubt sind.
Grok hat schon mehrfach heftige Kritik auf sich gezogen, weil der KI-Bot durch antisemitische Aussagen und Fehlinformationen für Aufsehen sorgte. Die jüngsten Verfehlungen aber führten in Frankreich sogar schon zu Strafanzeigen, Indien fordert eine Aufklärung von xAI. Nur: Das KI-Unternehmen von Elon Musk scheint die Problematik nicht so ernst zu nehmen wie sie ist. Grok entschuldigte sich zwar via X und sprach von Schwachstellen bei den Guardrails und einer raschen Behebung. Elon Musk aber zeigt sich unbeeindruckt, reagiert auf X auf andere Grok Imagine-Kreationen wie eine Art Karikatur des jüngst von den USA entführten venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro mit dem Verbrecher und einstigem Popstar Sean Combs (P. Diddy) mit einem Lach-Emoji.
Unlock your creativity with Grok Imagine! pic.twitter.com/IBfc4LeCMa
— Grok (@grok) January 4, 2026
Grok Imagine lässt User beinahe alles kreieren und das wird zum Problem, wenn Sicherheitsvorkehrungen kaum greifen, die Eigner wenig Interesse an einer Regulierung zeigen und damit zahlreiche Menschen gefährden. Denn insbesondere Frauen und Minderjährige, im Grunde aber alle Menschen, deren Bilder online zirkulieren, laufen Gefahr, Ofer von Deepfakes zu werden, im sexualisierten Kontext oder auch im Kontext der Dekontextualisierung. Erschwerend kommt hinzu, dass xAI Grok Imagine stetig mit Feature-Optimierungen versieht und wieder neue geplant hat. Außerdem hatte Grok laut Center for Countering Digital Hate (CCDH) CEO Imran Ahmed bereits 2024 die schwächsten Sicherheitsvorkehrungen aller AI Image Creator zu bieten, wie TechCrunch seinerzeit berichtete.
Grok is the „worst of all the image generators“ for guardrails according to tests completed by the Center for Countering Digital Hate (CCDH) and CCDH CEO Imran Ahmed. pic.twitter.com/UpiNYVrZCe
— TechCrunch (@TechCrunch) October 30, 2024
Grok 4.1 ist da:
Das kann die Konkurrenz für OpenAI und Google

Parallel zur Kritik: Grok toppt App Store Charts
Dass sich Elon Musk und xAI wenig um die Regulierung von Grok und Grok Imagine kümmern, kann viele Gründe haben. Einer dürfte darin bestehen, dass Grok durch technologisch starke sowie perfide Optionen ein Nutzungshoch erlebt. In zahlreichen Regionen setzte sich die App für die KI in den vergangenen Tagen zeitweise an die Spitze der App Store Charts – nicht zuletzt in Frankreich. Heute (Stand: 5. Januar 2026) steht sie dort immerhin noch auf Rang zwei der meistheruntergeladenen Free Apps.

In Deutschland liegt Grok in den App Store Charts derzeit auf Rang sieben. Auch X zeigte zuletzt besonders gute Nutzungsdaten, wie Head of Product Nikita Bier auf der Plattform angibt.
X has hit the ground running in 2026:
It is the highest engagement start-of-the-year in X’s history — with yesterday being among our biggest days.— Nikita Bier (@nikitabier) January 4, 2026
Die kontroversen Einsatzoptionen von Grok, die ans Illegale grenzen, scheinen auf Interesse zu stoßen. Derweil warnen Kritiker:innen vor den Folgen solcher Features. Die BBC berichtet von Frauen, die sich von Grok Imagine durch die Sexualisierung ohne ihre Zustimmung „entmenschlicht“ fühlen. Die Anti-Sexual-Violence-Organisation RAINN warnt:
Grok’s ‘Spicy’ AI Video Setting Will Lead to Sexual Abuse [.]
Ein weiteres Problem: Grok Imagine besteht erst seit kurzer Zeit und könnte nur den Startpunkt einer digitalen Szene darstellen, in der illegitime sexualisierte Inhalte mit KI erstellt werden, die potentiell dauerhaft im Netz kursieren könnten.
Grokipedia-Start:
„Besseres“ Wikipedia mit KI und ersten Problemen

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Gedankenlesen mit KI: OpenAI steigt in Neuro-Tech ein
OpenAI investiert in Merge Labs, ein Startup, das an einer nicht-invasiven Schnittstelle zwischen Gehirn und KI arbeitet. Die Technologie verspricht neue Formen der Interaktion – wirft zugleich aber ethische und gesellschaftliche Fragen auf.
Der Wettlauf um die direkte Verbindung zwischen Gehirn und Computer ist in vollem Gange – und OpenAI läuft nun vorne mit. Gemeinsam mit anderen Kapitalgeber:innen hat das Unternehmen hinter ChatGPT 252 Millionen US-Dollar in Merge Labs investiert, ein Neuro-Tech-Startup, das unter anderem von OpenAI CEO Sam Altman mitgegründet wurde. Die Vision dahinter ist eine direkte Schnittstelle zwischen menschlichem Gehirn und Computer, aber ohne Implantate. OpenAI sieht darin eine neue technologische Grenze, die grundlegend verändern könnte, wie Menschen mit KI kommunizieren, lernen und interagieren.
Merge Labs will neuronale Aktivität mithilfe von Ultraschall erfassen und modulieren. Statt Elektroden im Gehirn setzt das Team auf bildgebende Verfahren, die Veränderungen indirekt messen. KI spielt dabei eine Schlüsselrolle. Sie soll verrauschte Signale interpretieren, Absichten erkennen und sich an einzelne Nutzer:innen anpassen. OpenAI kündigte an, gemeinsam mit Merge an wissenschaftlichen Grundlagenmodellen zu arbeiten, um die Entwicklung zu beschleunigen. Der Ansatz besitzt enormes Potenzial, vor allem für Menschen mit neurologischen Einschränkungen, wirft aber auch ethische Fragen neu auf. Schon der Start von ChatGPT Health, über das Nutzer:innen medizinische Unterlagen sowie Apps wie Apple Health oder MyFitnessPal anbinden können, zeigt, wie ChatGPT zunehmend in hochsensible Lebensbereiche vordringt.
ChatGPT Health startet und lässt User medizinische Daten und Apps verbinden

Implantat oder Ultraschall: Das unterscheidet die Neurotech-Ambitionen von Altman und Musk
Gehirn-Computer-Schnittstellen sind kein neues Feld. Mit dem Investment bewegt sich OpenAI nun in einem Umfeld, das bislang unter anderem von Neuralink, dem 2016 von Elon Musk mitgegründeten Unternehmen, geprägt wurde. Bemerkenswert ist dabei, dass Sam Altman selbst früher in Neuralink investiert hatte. Das Unternehmen sammelte bislang rund 1,3 Milliarden US-Dollar an Kapital ein.
Neuralink und andere Anbieter:innen wie Synchron verfolgen überwiegend invasive Ansätze, bei denen elektrische Signale direkt aus dem Gehirn ausgelesen werden. Neuralink hat inzwischen mehr als ein Dutzend Implantate eingesetzt. Synchron wählt einen etwas weniger invasiven Weg und platziert sein System über Blutgefäße in unmittelbarer Nähe des Gehirns, ohne das Hirngewebe direkt zu durchdringen.
Merge Labs wählt hingegen einen grundsätzlich anderen Weg. Das Startup will vollständig auf Implantate verzichten und stattdessen Ultraschall nutzen, um neuronale Aktivität indirekt über Veränderungen der Hirndurchblutung zu erfassen. Der Ansatz gilt als technisch extrem anspruchsvoll, könnte langfristig jedoch sicherer und breiter einsetzbar sein. Aktuell laufen erste Sicherheitsstudien in Großbritannien mit einem miniaturisierten Ultraschallgerät aus dem Umfeld der gemeinnützigen Forschungseinrichtung Forest Neurotech, aus der Merge hervorgegangen ist.
Wenn Interaktion direkt im Kopf beginnt und was sich OpenAI davon verspricht
OpenAI begründet das Investment mit einer klaren Vision. Direktere Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine sollen den Umgang mit KI grundlegend verändern – weg von Eingaben über Touch und Voice hin zu intuitiveren, hochbandbreitigen Interfaces. Gehirn-Computer-Schnittstellen gelten in diesem Kontext als nächste Entwicklungsstufe der Mensch-Maschine-Interaktion. Kurzfristig stehen medizinische Anwendungen im Fokus, etwa die Steuerung von Computern oder Robotiksystemen durch Menschen mit Lähmungen. Im Bereich bestehender Schnittstellen arbeitet OpenAI gemeinsam mit Ex-Apple-Designer Jony Ive an neuartigen KI-Gadgets, die KI zugänglicher machen sollen.
Für OpenAI geht es jedoch um mehr als einzelne Use Cases. Sollte die Technologie marktreif werden, eröffnen sich neue Zugänge zu Interaktion, Lernen und Wahrnehmung und damit zu völlig neuen Nutzungsszenarien für KI-Systeme. Wer solche Schnittstellen mitgestaltet, beeinflusst nicht nur die Hardware, sondern auch, wie KI verstanden, gesteuert und in den Alltag integriert wird.
OpenAIs erstes KI-Gadget:
Ein Stift von Ex-Apple-Designer Jony Ive?

Technologischer Sprung mit Nebenwirkungen
Noch ist offen, welche Produkte Merge Labs konkret entwickeln will. Dass OpenAI, Bain Capital, Valve-Gründer Gabe Newell und andere früh einsteigen, zeigt aber, wie fortgeschritten und relevant die Ambitionen rund um das Thema sind. Die Verbindung von Gehirn und KI rückt damit ein Stück näher an die Realität – mit enormem Potenzial, aber auch großen ethischen und gesellschaftlichen Fragen.
Gehirndaten gelten als die sensibelste Form personenbezogener Informationen. Zudem greifen für sie bestehende Datenschutzgesetze bislang kaum. Wer Zugriff auf neuronale Signale, Gedanken oder Absichten erhält, könnte Verhalten nicht nur auslesen, sondern potenziell auch beeinflussen. Kritiker:innen warnten bereits bei der Ankündigung von Neuralink davor, dass es sich um ein Hochrisiko-Experiment mit weitreichender Macht über Körper und Geist handelt, wie tagesschau.de berichtet. Statt medizinischer Heilung droht damit ein Szenario, in dem technologische Aufrüstung zur Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe wird – mit bislang kaum geklärten Folgen für Autonomie, Sicherheit und Gleichheit.
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Wachstum im Dezember: Deutscher Werbemarkt startet zum Jahresende nochmal durch
Der Werbemarkt hat sich zum Jahresende nochmal aufgebäumt
Seit dem vergangenen Sommer steckt der deutsche Werbemarkt in der Krise. Doch zum Jahresende haben sich die Unternehmen offenbar nochmal ein Herz gefasst. Nach vier Rückgängen infolge sind die Brutto-Werbeausgaben im Dezember wieder angestiegen. Die Jahresbilanz fällt dennoch mau aus.
Der Blick auf die Nielsen-Jahresbilanz zeigt klipp und klar: Das Werbejahr 2025 war ein sehr durchwachsenes. Nach den Berechnungen des Hamburger
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